VonFriederike Hilzschließen
Die Komikerin spricht in ihrem Podcast mit Olli Dittrich über mentale Gesundheit und darüber, ob alternative Heilmethoden „Zeitverschwendung“ sind.
Psychische Gesundheit bekommt in der Gesellschaft und in der Medizin immer mehr Aufmerksamkeit. Menschen mit Depressionen, Angststörungen und anderen Krankheiten können sich leichter die Hilfe holen, die sie brauchen. Doch unter den vielen Angeboten die richtige Methode für dich zu finden ist gar nicht so leicht. Im ersten Moment scheinen Dinge wie Meditation oder Hypnose vielleicht eher wie ein Trend, obwohl sie eine echte Stütze sein können. Umso besser, dass an einigen deutschen Schulen nun „Mental Health Coaches“ arbeiten.
In ihrem Podcast „Hazel Thomas Hörerlebnis“ spricht Hazel Brugger mit ihrem Ehemann Thomas Spitzer und Schauspieler Olli Dittrich darüber, welche Wege es aus einem emotionalen Tief gibt. Alle drei sind sich einig: Meditation, Mantras oder Hypnose – diese Methoden sind viel besser als ihr Ruf. Auch beim Thema Kinder hat Brugger eine klare Meinung: Auf das zweite freut sie sich mehr, als auf das erste.
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Hazel Brugger: Mantras und Hypnose sind „keine Zeitverschwendung“
In ihrem Podcast gehen Brugger und Spitzer ganz offen mit ihren eigenen Erfahrungen zum Thema mentale Gesundheit und Therapie um. Gast Olli Dittrich tut es ihnen gleich. „Ich konnte nicht schlafen, ich konnte nicht essen, ich konnte gar nichts mehr“, erzählt Bruggers Mann. Ähnlich ging es auch Autor Norman Wolf, der sich im Gespräch bei BuzzFeed News öffnete. Zwar habe ihm ein Arzt Antidepressiva verschrieben, so Spitzer, doch letztendlich sei es die Hypnose gewesen, die ihm aus seinem Tief geholfen habe.
Das bedeute aber nicht, dass Tabletten bei psychischen Krankheiten per se schlecht seien: „Psychopharmaka sind was Tolles, aber es kann schon ein Einschnitt ins Leben sein, wenn man sie nimmt.“ Dennoch sollten auch eher alternative Methoden eine Chance bekommen, finden Brugger und Spitzer. „Es ist schade, dass es immer als Hokuspokus abgetan wird“, so die Komikerin über Hypnosetechniken. Je nach Ursprung seien diese eine Erweiterung von Mantras und Meditationen, erklärt Dittrich, die auch im Alltag einen großen Unterschied machen können.
Deshalb sollte man sich nicht von den Vorurteilen über Meditation beeinflussen lassen, findet Brugger: „Dadurch, dass du das machst, kannst du die Zeit, die du hast, viel besser nutzen. [...] Es ist keine Zeitverschwendung und auf jeden Fall hilft es.“
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