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Franziska Schwarz
Nils Thomas Hinsberger- Simon Schröder
Putins Sommeroffensive ist nach ukrainischen Angaben vorerst gestoppt. Russland nimmt die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier. Der Ticker.
Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Alle Informationen zu den Entwicklungen im Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen News-Ticker.
Update, 11. September, 6.54 Uhr: Russlands Armee soll das Gebäude einer Bildungseinrichtung in der Stadt Sumy angegriffen haben. Das berichtet die Ukrajinska Prawda und beruft sich auf Angaben des Bürgermeisters der Stadt. Der Angriff führte zu einem Brand, Zerstörung und Sachschaden. Sumy liegt im Norden der Ukraine und grenzt an Russland.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 16.35 Uhr: Norwegens Außenminister Espen Barth Eide vermutet, Russland habe mit der Drohnen-Aktion im polnischen Luftraum möglicherweise die Nato testen wollen. Das berichtete Reuters.
Update, 15.48 Uhr: Großbritannien will Polens Luftverteidigung nach dem mutmaßlichen russischen Drohnenvorfall verstärken. Laut Reuters hat der britische Verteidigungsminister die Streitkräfte beauftragt, entsprechende Optionen zu prüfen. „Als euer Nato-Verbündeter werden wir euch, unsere polnischen Freunde, unterstützen“, erklärte der Minister. „Wir werden unseren Teil dazu beitragen, die Sicherheit eurer Bevölkerung zu gewährleisten.“
Black Hawks in Polen – Ministerium in Warschau nennt neue Details zu Russlands Drohnen
Update, 15.07 Uhr: Das polnische Verteidigungsministerium bestätigte gegenüber Ippen.Media den Einsatz von Black Hawk Hubschraubern beim Abfangen der mutmaßlich russischen Drohnen. Die Operationen seien präventiv erfolgt, um den Luftraum zu sichern und Bürger in grenznahen Gebieten zu schützen.
Die polnische Luftwaffe war laut Ministerium in den vergangenen Monaten wiederholt mit der Luftraumsicherung während russischer Angriffe auf die Ukraine beschäftigt. Obwohl es bereits früher Luftraumverletzungen gegeben habe, sei der aktuelle Fall „in der jüngeren Geschichte Polens und der Nordatlantischen Allianz beispiellos“.
Weitere Details sollen später folgen. Derzeit analysiere man die gefundenen Objekte und Systemdaten. Ein Bericht für höchste staatliche Stellen werde zeitnah erstellt.
NATO-Chef Rutte nennt Details zu russischen Drohnen in polnischem Luftraum
Update, 13.46 Uhr: Die NATO verzichtet vorerst auf eine abschließende Bewertung des Eindringens russischer Drohnen in polnisches Gebiet. Generalsekretär Mark Rutte erklärte in Brüssel, die Untersuchung des Vorfalls laufe noch. Er bezeichnete Russlands Vorgehen unabhängig von der Absicht als rücksichtslos.
An der Drohnenabwehr beteiligten sich laut Rutte polnische F-16-Kampfjets, niederländische F-35, italienische Flugzeuge und deutsche Patriot-Systeme. Der NATO-Chef nannte außerdem ein NATO-Awacs-Überwachungsflugzeug sowie militärische Tank- und Transportmaschinen als eingesetzte Kräfte.
Update, 12.57 Uhr: Aktuelle Berichte zur Lage an der Front in der Ostukraine: Russlands Truppen sollen auf ihrem Vormarsch auf Kupjansk jetzt einen Teil einer wichtigen Versorgungsstraße besetzt haben. Sie kontrollieren demnach eineinhalb Kilometer der Route. Das erklärte der russische Militärexperte Andrey Marochko gegenüber der staatlichen russischen NachrichtenagenturTass.
Wolodymyr Selenskyj – Vom Komödianten zum Symbol des Widerstands




Update, 11.43 Uhr: Die Armee von Belarus meldete jetzt ebenfalls einen Drohnenvorfall in der Nacht – konkretisierte aber nicht, ob sie von russischen oder ukrainischen Drohnen sprach: Sie habe Drohnen „zerstört“, die aufgrund von Stör- oder Abfangmanövern der Ukraine und Russlands im Ukraine-Krieg von „ihrer Flugbahn abgekommen“ seien. Weiter erklärte sie, sie habe die polnische Luftwaffe über Drohnen informiert, die sich dem Nachbarland genähert hätten.
Ukraine-Krieg: Polens Luftraum verletzt – Selenskyj verkündet Details
Update, 10.36 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat eigene Angaben zum Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum gemacht. Seinen Informationen waren es mindestens acht Drohnen iranischer Bauart. Auch laut der polnischen Regierung stammen die abgeschossenen Drohnen aus Russland. Selenskyj sprach in sozialen Medien von einem „äußerst gefährlichen Präzedenzfall für Europa“.
Unterdessen gab es im Ukraine-Krieg in der vergangenen Nacht mehr als 400 neue Angriffe Moskaus: Selenskyj zufolge wurde dabei ein Mensch getötet, bislang wisse man von drei Verletzten. Moskau habe 15 ukrainische Regionen attackiert.
Update, 9.02 Uhr: Das NATO-Land Polen hat erstmals Drohnen Putins abgeschossen – und die Reaktion aus Kiew kommt prompt. Der Kremlchef werde nicht aufhören, „den Westen zu testen“, solange er „keine entschiedene Antwort“ auf die Aggressionen Russlands erhalte, erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha heute auf X.
Putin „weitet seinen Krieg weiter aus“, kritisierte Sybiha Moskaus Vorgehen weiter. Eine „schwache Reaktion“ werde Russland jetzt „noch mehr provozieren“ und „dann werden russische Raketen und Drohnen noch weiter nach Europa hineinfliegen“, meinte der Politiker.
Ukraine-Krieg: Polen meldet Abschuss russischer Drohnen – Suche läuft noch
Update, 6.39 Uhr: Laut dem polnischen Militärkommando läuft aktuell noch die Suche nach den über Polen abgeschossenen Drohnen. Es ist das erste Mal seit Beginn des Ukraine-Kriegs, dass Warschau im eigenen Luftraum gegen russische Flugkörper eingeschritten ist. Der US-Luftfahrtbehörde FAA zufolge wurden vier Flughäfen vorübergehend geschlossen, darunter der Flughafen Rzeszow-Jasionka. Er gilt als wichtiges Drehkreuz für Waffenlieferungen an die Ukraine. Eine offizielle Bestätigung der Schließungen durch die polnischen Behörden lag zunächst nicht vor.
Update, 10. September, 5.59 Uhr: Nach „Verletzungen“ des polnischen Luftraums während eines russischen Angriffs auf die Westukraine haben Flugzeuge nach den Worten des polnischen Verteidigungsministers auf „feindliche Objekte“ geschossen. „Die Flugzeuge haben ihre Waffen gegen feindliche Objekte eingesetzt“, erklärte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz heute auf X. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit dem NATO-Kommando.“
Update, 18.23 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert von den Verbündeten verstärkte Unterstützung bei der Luftverteidigung. Nach erneuten schweren russischen Luftangriffen auf die Ukraine sagte er in seiner abendlichen Videoansprache: „Es muss schnellere Entscheidungen zu Lieferungen geben, vor allem bei Patriot-Systemen.“
Immer mehr Tote – Zahl der Opfer nach russischem Angriff auf die Ukraine steigt weiter an
Update, 15.40 Uhr: Die Zahl der Todesopfer bei dem russischen Angriff auf das ukrainische Dorf Jarowa in der Region Donezk ist auf 23 angestiegen. Das berichtete der Kyiv Independent unter Berufung auf örtliche Behörden.
Update, 14.36 Uhr: Polen schließt ab Donnerstag seine Grenze zu Belarus wegen der anstehenden russisch-belarussischen Militärübung „Sapad“. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Litauen kündigte außerdem an, die Schutzmaßnahmen zu Belarus und Russland zu intensivieren. Die Grenzländer reagieren damit auf das gemeinsame Militärmanöver der beiden Staaten.
Pipelines stillgelegt – Berichte von Explosionen in Russland
Update, 13.55 Uhr: Explosionen legten am Montag (8. September) wohl zwei russische Öl- und Gaspipelines lahm. Eine Quelle des ukrainischen Militärgeheimdienstes teilte dem Kyiv Independent mit, dass gegen 4 Uhr morgens nahe der russischen Stadt Pensa vier Explosionen zu hören gewesen sein sollen.
Die Detonationen setzten laut der Quelle eine wichtige Ölpipeline mit einer Kapazität von zwei Millionen Barrel täglich sowie eine weitere regionale Pipeline außer Betrieb. Die Ursache der Explosionen ist bislang ungeklärt.
Update, 12.36 Uhr: Der russische Angriff auf Zivilisten in Donezk sei genau in dem Moment erfolgt, als die Bewohner ihre Rente ausgehändigt bekommen hätten, erklärte Selenskyj weiter. Moskau beansprucht die ostukrainische Industrieregion Donezk für sich, obwohl es die Region nicht vollständig kontrolliert. Nach ukrainischen Angaben haben die russischen Streitkräfte zuletzt 100.000 Soldaten an einem wichtigen Abschnitt der Frontlinie zusammengezogen. Die Ortschaft Jarowa liegt weniger als zehn Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Ukraine-Krieg: Mehr als 20 Tote bei russischem Angriff in Donezk
Update, 12.06 Uhr: Bei einem russischen Angriff in der Ostukraine sind laut Wolodymyr Selenskyj mehr als 20 Menschen getötet worden. „Brutaler russischer Luftangriff auf die ländliche Siedlung Jarowa in der Region Donezk. Direkt auf die Menschen. Einfache Zivilisten“, erklärte der ukrainische Präsident in Online-Netzwerken. Dazu veröffentlichte er ein Video, das auf dem Boden liegende Leichen zeigt.
Ukraine-Krieg: Russland meldet Drohnenangriff auf Schwarzmeer-Stadt Sotschi
Update, 8.50 Uhr: Russische Behörden haben einen ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Schwarzmeerstadt Sotschi gemeldet. Dabei sei ein Mann ums Leben gekommen. Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne hätten ihn in seinem Auto getroffen. Das teilte Gouverneur der Region Krasnodar laut Reuters auf Telegram mit. Das russische Verteidigungsministerium erklärte zudem, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 31 ukrainische Drohnen zerstört.
Lage im Ukraine-Krieg: Neue Details zu Großangriff aus Russland auf Kiew
Update, 7.08 Uhr: Neue Details zum Großangriff vor zwei Tagen: Russland hat ukrainischen Angaben zufolge bei dem Beschuss des Regierungssitzes eine ballistische Rakete eingesetzt. Das schrieb der ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak unterdessen auf X. Er habe in einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio über den Angriff und eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland gesprochen.
Russland hatte die Ukraine in der Nacht zum Sonntag (7. September) mit so vielen Raketen und Drohnen angegriffen wie noch nie seit Kriegsbeginn. Der Regierungssitz in Kiew war dabei in Brand geraten. Landesweit wurden mehrere Menschen getötet und verletzt.
Ukraine-Kontaktgruppe berät in London über weitere Unterstützung der Ukraine
Update, 9. September, 5.50 Uhr: Heute kommen die Verteidigungsminister von rund 50 Ländern zusammen, um mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu beraten. (16.15 Uhr MESZ). Das Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe (UDCG) findet unter Schirmherrschaft von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und seinem britischen Kollegen John Healey im hybriden Format in London statt.
Ukraine-Krieg: Russischer Helikopter dringt in Nato-Luftraum ein
Update, 17.55 Uhr: Russland hat zum dritten Mal in diesem Jahr den Luftraum des Nato-Mitglieds Estland verletzt. Ein MI-8 Helikopter drang am Sonntagmittag nahe der Ostsee-Insel Vaindloo für vier Minuten unerlaubt in estnisches Hoheitsgebiet ein, wie die Armee in Tallinn mitteilte.
Die estnische Regierung reagierte mit diplomatischem Protest und bestellte den russischen Geschäftsträger ein. Während der Ukraine-Krieg anhält, verschärfen sich die Spannungen zwischen Moskau und den baltischen Nato-Staaten durch solche Zwischenfälle weiter.
Update, 16.13 Uhr: Der Putin-Vertraute Dmitri Medwedew hat Finnland mit drastischen Konsequenzen gedroht, sollte das Land seine militärische Infrastruktur gegen Russland ausbauen. Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats warnte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur TASS, dass ein Widerstand gegen Moskau „zum endgültigen Zusammenbruch der finnischen Staatlichkeit“ führen könne. Medwedew warf der Regierung in Helsinki vor, eine neue „Mannerheim-Linie“ zu bauen. Der Ausdruck bezeichnete die finnische Verteidigungslinie im Winterkrieg gegen Russland 1939/40.
In einer Kolumne mit dem Titel „Neue finnische Doktrin: Dummheit, Lüge, Undankbarkeit“ betonte Medwedew, Russland werde nicht mehr nachsichtig mit Finnland umgehen wie 1944. Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund des anhaltenden Ukraine-Kriegs und der verschärften Spannungen zwischen Russland und den NATO-Staaten.
Kiew mit Erfolg im Ukraine-Krieg: Putins Sommeroffensive wohl gestoppt
Erstmeldung vom 8. September: Kiew/Moskau – Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben die russische Sommeroffensive aufgehalten und kleine Geländegewinne erzielt. Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat erklärt, dass es gelungen sei, die Lage an gefährdeten Frontabschnitten im Ukraine-Krieg wie Lyman, Dobropillja und Pokrowsk zu stabilisieren.
Russlands Offensive im Ukraine-Krieg wohl gestoppt
„Wir haben uns hauptsächlich darauf konzentriert, den Feind aufzuhalten und ihm möglichst große Verluste zuzufügen“, teilte der General auf Facebook mit. Durch eine „aktive Verteidigungstaktik“ seien im August mehrere Orte und insgesamt 58 Quadratkilometer Land zurückerobert worden.
Als jüngste Rückeroberung nannte der Generalstab in Kiew das Dorf Saritschne bei Lyman im Gebiet Donezk. Dieser Ort ist im Ukraine-Krieg strategisch bedeutsam, da er am Westufer des Flusses Scherebez liegt, der den russischen Vormarsch in dem Gebiet bremst. Ausländische Militärbeobachter, wie das Institut für Kriegsstudien (ISW) in den USA, bestätigen, dass die russische Armee trotz Übermacht in diesem Sommer keinen großen Durchbruch erzielen konnte.
Während die Ukraine an der Front Erfolge meldet, setzt Russland seine Angriffe auf zivile Ziele fort. Ein Heizkraftwerk bei Kiew wurde durch einen russischen Drohnenangriff beschädigt. „Der Feind weiß genau, dass er zivile Infrastruktur beschießt“, teilte das ukrainische Energieministerium mit. Obwohl der genaue Standort nicht offiziell benannt wurde, vermuten ukrainische Medien, dass es sich um das Kraftwerk Trypillja südlich der Hauptstadt handelt.
Die Auswirkungen des Angriffs waren spürbar, aber begrenzt. Das Energieministerium gab später bekannt, dass die Stromverteilung im Netz ausgeglichen sei und Abschaltungen nicht notwendig seien. Allerdings ist nach Angaben der Kiewer Militärverwaltung die Gasversorgung von Orten in der Nähe des Kraftwerks für einige Tage unterbrochen.
Durch die nächtlichen Drohnenangriffe wurden unterdessen zwei Menschen in einem Dorf bei Kramatorsk in der Ostukraine getötet. Die ukrainische Luftwaffe meldete, dass von 142 eingesetzten russischen Drohnen 112 ausgeschaltet werden konnten.
Ukraine und Russland: Soldatenmangel im Ukraine-Krieg
Berichte deuten darauf hin, dass den ukrainischen Bodentruppen vielerorts Soldaten fehlen, um ihre vorderste Verteidigungslinie im Ukraine-Krieg vollständig zu besetzen. Diese Personallücken ermöglichen es den russischen Streitkräften, ihre Taktik anzupassen. Nach Angaben von Syrskyj versuchen kleine russische Stoßtrupps, durch Lücken in der ukrainischen Verteidigung vorzudringen.
Auf der anderen Seite beobachten ukrainische Militärexperten, dass die russische Armee vermehrt mit Deserteuren zu kämpfen hat. Dies könnte ein Indikator für sinkende Moral in den russischen Reihen sein, was möglicherweise die Effektivität ihrer Offensiven beeinträchtigt.
Mit Blick auf die kommenden Monate wächst die Sorge vor einer Eskalation der Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass Moskau seine Angriffe auf die Energieversorgung vor Winterbeginn verstärkt. Dies könnte zu erheblichen Belastungen für die ukrainische Zivilbevölkerung führen, insbesondere angesichts der bevorstehenden kalten Jahreszeit. (sischr mit Agenturen)
Rubriklistenbild: © Darek Delmanowicz/dpa


