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Die SPD genießt bei der Hamburg-Wahl 2025 weiter einen komfortablen Vorsprung. Die Grünen hingegen könnten von einer anderen Partei überholt werden.
Hamburg – Eine neue Umfrage kurz vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg zeigt die regierende SPD unter Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher klar in Führung. Dies eröffnet zugleich eine unerwartete Möglichkeit für eine Koalition nach der Hamburg-Wahl.
Bürgerschaftswahl in Hamburg: Politbarometer zeigt vor Hamburg-Wahl SPD weiter vorne
Die am Donnerstagabend (27. Februar) von der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF veröffentlichte Umfrage zur Hamburg-Wahl zeigt, dass die Sozialdemokraten in der Hansestadt 33 Prozent erreichen. Dies bedeutet einen Anstieg um einen Prozentpunkt im Vergleich zur vorherigen Umfrage Mitte Februar, liegt jedoch deutlich unter dem Ergebnis von 39,2 Prozent bei der Hamburg-Wahl im Jahr 2020.
| Partei | Umfrage-Ergebnis in % |
|---|---|
| CDU | 18 % |
| AfD | 9 % |
| SPD | 33 % |
| Grüne | 17 % |
| BSW | 3 % |
| FDP | 3 % |
| Linke | 12 % |
| Sonstige | 5 % |
Die Grünen, die in Hamburg mit der SPD regieren, verlieren zwei Prozentpunkte und kommen auf 17 Prozent. Dies stellt im Vergleich zu ihrem Ergebnis von 24,2 Prozent vor fünf Jahren ebenfalls einen erheblichen Rückgang dar.
Plötzlich SPD-Linke-Koalition bei Hamburg-Wahl möglich: Umfragen zeigen Wende bei Bürgerschaftswahl in Hamburg
Die CDU bleibt laut Umfrage stabil bei 18 Prozent, nachdem sie bei der Hamburg-Wahl 2020 noch 11,2 Prozent erreicht hatte. Die Linke könnte mit einem Zuwachs von drei Punkten auf zwölf Prozent kommen und damit ihr damaliges Ergebnis von 9,1 Prozent übertreffen. Die AfD verharrt bei neun Prozent, nachdem sie bei der Bürgerschaftswahl 2020 5,3 Prozent erzielt hatte.
Laut der Erhebung hätten SPD und Grüne zusammen weiterhin eine Mehrheit im Landesparlament. Auch eine Koalition aus SPD und CDU wäre möglich. Überraschenderweise würde es durch den starken Anstieg der Linken auch knapp für ein Bündnis der Sozialdemokraten mit der Linken reichen.
Institut: Forschungsgruppe Wahlen. Erhebungszeitraum: 26.-27. Februar. Fallzahl: 1.046 Befragte.
Die FDP und das BSW würden mit jeweils nicht mehr als drei Prozent weiterhin nicht in der Bürgerschaft vertreten sein. Für die Umfrage wurden von Mittwoch bis Donnerstag 1.046 Wahlberechtigte in Hamburg befragt. 51 Prozent von ihnen bevorzugen Amtsinhaber Tschentscher als Ersten Bürgermeister. Grünen-Herausforderin Katharina Fegebank wünschen sich 14 Prozent, während sich 15 Prozent für CDU-Spitzenkandidat Dennis Thering aussprechen.
Bürgerschaftswahl in Hamburg: Erhebungen zur Hamburg-Wahl sind keine Vorhersagen
Umfragen sind generell mit Unsicherheiten verbunden. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich geben Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wieder und sind keine Vorhersagen des Wahlausgangs. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu berücksichtigen (Fehlertoleranz). (bb/cs)
Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

