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Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen. Ein Video soll zeigen, wie ukrainische Streitkräfte eine ganze Kolonne zerstören.
Awdijiwka – Die Eroberung der ostukrainischen Stadt Awdijiwka im Ukraine-Krieg hat Russland viele Panzer und Artillerie gekostet. Die Streitkräfte der Ukraine mussten sich aus der Region zurückziehen – und trotzdem gehen die russischen Verlustzahlen dort weiter in die Höhe. Ein Video zeigt, wie die Ukraine eine ganze Kolonne des Kremls vernichtet.
„Verbrannte Erde“: Ukraine löscht ganze russische Infanterie aus
Eine ukrainische Drohne habe zuvor nächtliche Bewegung verzeichnet, teilte die 3. Separate Brigade der Ukraine am Montag (4. März) auf Telegram mit. Das veröffentlichte Video soll sich in der Nähe von Awdijiwka abspielen. Eine russische Infanteriekolonne habe in Waldwegen nächtlichen Schutz gesucht. Daraufhin habe die selbstfahrende Artilleriedivision der Ukrainer auf die russischen Stellungen gefeuert. Das Video soll zeigen, wie ein Fahrzeug nach dem anderen in die Luft geht und nur „verbrannte Erde“ hinterlassen habe.
Footage from the 3rd Assault Brigade showing an enemy infantry column near Avdiivka being spotted by UAV and attacked using combined means of destruction of the self-propelled artillery unit.https://t.co/s5eFh05Iuy pic.twitter.com/wRHLoY8ku5
— WarTranslated (Dmitri) (@wartranslated) March 4, 2024
Auch ein Militärblogger teilte das Nachtsichtvideo auf der Plattform X (ehemals Twitter). Neben Drohnenaufnahmen versieht der Blogger russischsprachige Videos mit englischen Untertiteln. Unter anderem teilte er ein Video, das Unstimmigkeiten zwischen Russen und Tschetschenen im Militär zeigt.
Verluste: Russland muss sich von Artillerie und Panzern verabschieden
Russland gelang es zwar, die ostukrainische Stadt Awdijiwka zu erobern – doch mit großen Verlusten. Inzwischen habe der Kreml im Angriffskrieg gegen die Ukraine 12 688 gepanzerte Fahrzeuge, 10 258 Artilleriesysteme und 6657 Panzer verloren. Das teilte das Verteidigungsministerium in Kiew am Dienstag (5. März) auf X mit. Doch genaue Verluste können nicht unabhängig geprüft werden – Militärangehörige beider Seiten halten sie bisher unter Verschluss.
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„Situation stabilisiert“: Ukraine fängt russischen Angriff ab
Gleichzeitig würde sich im Westen von Awdijiwka die „operative Situation stabilisieren“, sagte Militärsprecher Dmytro Lychowjy am Sonntag (3. März) im ukrainischen Fernsehen. Nach eigenen Angaben habe die ukrainische Armee am Folgetag einen russischen Vorstoß in der Nähe von Awdijiwka im Osten des Landes abgefangen. Allerdings würden sich russische Truppen in einem Gebiet weiter südlich neu formieren. „Unsere Verteidigung hält stand“, sagt Lychowjy. „Der Feind unternimmt enorme Anstrengungen, kommt aber überhaupt nicht voran.“ (dpa/hk)
Transparenzhinweis: In einer früheren Version dieses Textes war die Rede davon, dass die Ukraine eine gesamte russische Brigade vernichtet habe. Das ist falsch. Es handelt sich um eine Kolonne der russischen Streitkräfte, die aufgerieben wurde. Der Text wurde entsprechend korrigiert.
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