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Schlimmer geht immer: Israels Offensive in Rafah könnte verheerende Folgen haben

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Wenn der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu nicht doch noch die geplante Rafah-Offensive stoppt, werden die Folgen katastrophal sein. Der Kommentar.

Für die Menschen in Gaza ist es keine gute Nachricht, wenn die israelische Regierung trotz aller Warnungen und des angedrohten Lieferstopps von US-Waffen weiter plant, die Offensive in Rafah durchzuführen. Die Folgen werden katastrophal sein, wenn der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu nicht doch noch einlenkt – etwa, um die israelischen Geiseln von der Hamas freizubekommen.

Offensive in Rafah: Hamas verspricht sich Vorteile

Bedauerlicherweise hat die Hamas Netanjahu auch noch Argumente für dessen Vorgehen geliefert, weil sie die Verhandlungen über eine mögliche Feuerpause im Grunde platzen ließ. Die terroristischen Kämpfer versprechen sich von dem militärischen Konflikt weitere Vorteile, da die wahrscheinlich blutigen Bilder des Waffengangs beispielsweise den weltweiten Protest gegen Israel weiter anfeuern werden. So gesehen sind sie Bündnispartner der israelischen Regierung, die die Hamas militärisch zerstören will, auf das sie mindestens sehr lange nicht mehr in der Lage sein wird, Israel anzugreifen.

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu reagiert gelassen auf die US-Drohung eines Lieferstopps für Waffen und sagt: „Israel verteidigt sich auch alleine.“

Die erwartete Eskalation wird auch die Nachbarstaaten belasten, weil sie den Unmut der palästinensischen Gemeinden weiter kontrollieren werden müssen. Und für Israels Verbündete wie die USA und Deutschland wird es immer schwieriger, Israel zu unterstützen.

Rubriklistenbild: © dpa

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