Nach Ansicht des Präsidenten des Abgeordnetenhauses ist der Anschlag auf Japans Ex-Regierungschef Shinzo Abe ein Anschlag auf die Demokratie des Landes.
Tokio/Paris - «Es ist ein Angriff auf die parlamentarische Demokratie und kann nicht toleriert werden», sagte der 78-jährige Hiroyuki Hosoda am Freitag. Auf Abe wurde gegen 11.30 Uhr Ortszeit bei einer Wahlkampfrede in der Stadt Nara auf offener Straße zweimal geschossen. Der Anschlag erfolgte kurz vor den Wahlen zum Oberhaus des Parlaments am Sonntag. Der mutmaßliche Attentäter, der früher dem Militär angehört hatte, wurde noch am Tatort festgenommen. Er sei «unzufrieden» mit Abe und habe ihn «töten» wollen, wurde der 41-jährige Mann nach der Festnahme zitiert. Abe hat Medien zufolge einen Herz-Lungen-Stillstand erlitten. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo zitierte einen Vertreter der örtlichen Einsatzkräfte, wonach Abe keine Lebenszeichen zeigte.
Macron: „Zutiefst geschockt“
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat sein Entsetzen über den Anschlag auf Japans früheren Premierminister Shinzo Abe zum Ausdruck gebracht. «Zutiefst geschockt von der widerlichen Attacke auf Shinzo Abe», schrieb Macron am Freitagmorgen auf Twitter. Seine Gedanken seien bei der Familie und den Nahestehenden des «großen Premierministers» Abe. Frankreich stehe an der Seite des japanischen Volkes. Auf Abe wurden am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Nara zwei Schüsse abgefeuert. Der ehemalige Premier ist nach Angaben des amtierenden Regierungschef Fumio Kishida in einem «ernsten Zustand». (dpa)