Ukraine-Hilfe

Jill Biden lobt Slowakei für Ukraine-Hilfe

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Jill Biden lobt Slowakei für Ukraine-Hilfe

Zum Ende ihrer viertägigen Europa-Reise trifft die amerikanische First Lady Jill Biden am Montag die slowakische Präsidentin Zuzana Caputova.

Bratislava - Wie Caputovas Sprecher den Medien erklärte, dankte Biden der Slowakei für die großzügige Unterstützung der Ukraine und der von dort vor dem Krieg geflohenen Menschen. Ins traditionelle Gästebuch des slowakischen Präsidentenamtes habe Biden geschrieben: «Als Freunde, Partner und Verbündete teilen wir unsere Entschlossenheit, Menschen in Not zu helfen. Dabei stehen wir an der Seite der Slowakei ebenso wie an der Seite des ukrainischen Volkes.»

Die US-Präsidentengattin hatte auf ihrer von Freitag bis Montag dauernden Solidaritätstour zunächst Rumänien und dann die Slowakei besucht. Beide Länder grenzen direkt an die Ukraine und haben seit Beginn der russischen Invasion eine große Zahl an Flüchtlingen aufgenommen. In Rumänien besuchte Biden auch dort stationierte US-Truppen. In die Slowakei flohen nach Angaben des Innenministeriums vom Montag bereits über 408 000 Menschen aus der Ukraine. Ein Aufnahmezentrum an der ukrainisch-slowakischen Grenze besuchte Biden am Sonntag gemeinsam mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Eduard Heger. Unangekündigt überquerte sie am selben Tag auch selbst die Grenze, um die ukrainische Präsidentengattin Olena Selenska zu treffen.

Ukraine-Hilfe: Scholz verteidigt Waffenlieferung

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Waffenlieferungen an die Ukraine für den Kampf gegen die russischen Angreifer erneut verteidigt. «Putin lässt uns keine andere Wahl», sagte der SPD-Politiker am Montag auf dem DGB-Bundeskongress in Berlin. Der russische Präsident habe den Frieden in Europa aufs Spiel gesetzt. «Und damit darf er nicht durchkommen. Deshalb helfen wir der Ukraine.» Putin habe den Grundsatz der Unverletzbarkeit der Grenzen in Europa «für sein revanchistisches Projekt eines russischen Imperiums» über Bord geworden, betonte Scholz. «Das hinzunehmen hieße nicht nur, die Opfer im Stich zu lassen. Es hieße, den Aggressor in seinem verbrecherischen Tun noch zu bestärken.»

Auf Putins Rede zum 77. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg ging Scholz nicht ein. Darin hatte der russische Präsident den Angriffskrieg gegen die Ukraine bei einer Militärparade in Moskau mit einer Bedrohung durch die Nato begründet. Scholz wollte am Nachmittag den gerade für eine zweite Amtszeit wiedergewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin treffen. Deutschland hatte sich zwei Tage nach Kriegsbeginn dafür entschieden, Waffen in die Ukraine zu liefern. Vor zwei Wochen entschied sich die Bundesregierung, auch die Lieferung schwerer Waffen aus Deutschland in die Ukraine zu genehmigen. Bisher ist geplant, Gepard-Luftabwehrpanzer und schwere Artilleriegeschütze mit einer Reichweite bis 40 Kilometer (Panzerhaubitzen 2000) zur Verfügung zu stellen. (dpa)

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