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Wieder peinlicher Versprecher von US-Präsident Joe Biden: Auf dem Nato-Gipfel in Washington kommt es zur Verwechslung zwischen Selenskyj und Putin.
Update vom 12. Juli, 6.18 Uhr: In der vergangenen Nacht hat sich US-Präsident Joe Biden offenbar den nächsten Patzer geleistet: Während einer Pressekonferenz im Anschluss an den Nato-Gipfel sprach Biden über seine Vizepräsidentin Kamala Harris. Dabei nannte Biden die 59-Jährige allerdings nicht beim Namen, sondern schlicht „Trump“.
„Schauen Sie, ich hätte Vizepräsidentin Trump nicht zur Vizepräsidentin gemacht, wenn ich nicht glauben würde, dass sie auch zur Präsidentin qualifiziert wäre“, so Biden. Im Gegensatz zu seinem Selenskyj-Versprecher, den er zugleich korrigierte, fiel dem Präsidenten sein Malheur während der Pressekonferenz aber anscheinend nicht einmal auf.
Nächster Patzer von Joe Biden: US-Präsident stellt Selenskyj auf dem Nato-Gipfel als Putin vor
Erstmeldung: Washington, D.C. – Nächster Aussetzer von US-Präsident Joe Biden: Bei einem Auftritt am letzten Tag des Nato-Gipfels in Washington verwechselte Biden fälschlicherweise den Namen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem des Kreml-Autokraten Wladimir Putin. Der Patzer geschah an einer wichtigen Stelle einer Rede.
Biden sprach über den russischen Angriffskrieg und wollte dann das Wort Selenskyj erteilen. „Nun übergebe ich das Wort an den Präsidenten der Ukraine, der ebenso viel Mut wie Entschlossenheit besitzt. Meine Damen und Herren: Präsident Putin“, sagte Biden bei seinem neuerlichen Patzer wortwörtlich.
Biden just introduced President Zelenskyy as "President Putin," but immediately caught himself
— Aaron Rupar (@atrupar) July 11, 2024
"I'm better," Zelenskyy joked in response pic.twitter.com/8MgZHj2cf1
Noch während der US-Präsident sich vom Rednerpult auf dem Nato-Gipfel in Washington wegdrehte, bemerkte der 81-Jährige den Fehler. Er korrigierte sich unmittelbar und sagte entschuldigend, er sei so sehr darauf konzentriert, Putin zu besiegen.
Selenskyj mit Putin verwechselt: Präsident der Ukraine kontert Biden-Patzer auf dem Nato-Gipfel scherzhaft
Selenskyj, der neben dem US-Präsidenten auf der Bühne stand, konterte den Biden-Versprecher scherzhaft mit den Worten: „Ich bin besser.“
Scholz nach Bidens Versprecher auf dem Nato-Gipfel in Washington
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der ebenfalls auf der Bühne stand und die Szene etwas perplex beobachtete, kommentierte den Vorfall nüchtern als „nichts Wildes“. Darüber hinaus stellte der Kanzler klar: „Versprecher passieren und wenn man alle immer genug beobachtet, findet man auch genug“, sagte Scholz. Der Inhalt von Bidens Rede ändere sich dadurch nicht.
Biden habe mit der Ausführung des Nato-Treffens gezeigt, dass er „sehr strategisch die richtigen Entscheidungen auf den Weg zu bringen in der Lage ist“, sagte Scholz. Er sei nicht nur für den Ort, sondern auch die Verhandlungen zuständig gewesen.
Neuer Biden-Versprecher auf Nato-Gipfel: Forderung nach Rücktritt machen die Runde
Biden steht nach seinen Patzern bei dem Nato-Treffen unter ständiger Beobachtung, nachdem er infolge des Debakels beim ersten TV-Duell gegen Trump zur US-Wahl 2024 Ende Juni Zweifel an seiner geistigen und körperlichen Fitness gesät hatte.
Daraufhin waren die Diskussionen so laut geworden, dass nicht nur der erste hochrangige Demokrat sich öffentlich für einen Rückzug von Joe Biden starkgemacht hatte, sondern auch Hollywood-Größen den Aufstand probten. Unter anderem forderte neben Senator Peter Welch aus Vermont der Schauspieler George Clooney den Präsidenten der USA zum Rückzug auf. Daraufhin schaltete sich sogar sein Widersacher Donald Trump ein und bezeichnete Clooney als „Ratte“.
Neuer Versprecher von Biden wird die Forderungen nach einem Rückzug noch vor der Wahl weiter befeuern
Während Biden in den ersten beiden Tagen als Gastgeber nahezu pannenfrei durchkam und sich gar energisch auf dem Nato-Gipfel zeigte, wird der aktuellste Aussetzer nun wieder die Diskussionen über seine mentale und physische Fitness im Hinblick auf die US-Wahl im November gegen Donald Trump befeuern. Der Versprecher ist allerdings in gewisser Weise Neuland. Denn in der Regel leistet sich Biden seine größten Fehler nicht, wenn er Reden vom Teleprompter abliest.
Schwierig wird es für den Demokraten, der nach der US-Wahl im November wieder ins Weiße Haus einziehen will, wenn er frei spricht. Die eigentliche Bewährungsprobe für den US-Präsidenten steht daher noch aus: In der Nacht zum Freitag will er zum Ende des Nato-Gipfels eine Pressekonferenz geben. (mit Material der dpa)
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