Luftwaffe bekommt Eurofighter der neuesten Generation – Super-Radar soll Ziele besser erfassen
VonOliver Schmitz
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Die Bundeswehr erhält ab 2025 die neueste Eurofighter-Generation. Diese leisten auch einen Beitrag für die Entwicklung zukünftiger Kampfjets, die in Planung sind.
Manching – Im Zuge des Ukraine-Kriegs geriet die Ausstattung und Modernisierung der Bundeswehr wieder in den Fokus der Politik. Mit dem 100-Milliarden-Sondervermögen soll massiv in das deutsche Militär investiert werden, unter anderem durch die Anschaffung von F-35-Kampfjets, die die alten Tornado-Flugzeuge ersetzen sollen. Doch bereits zuvor wurden auch neue Eurofighter bestellt. Die vierte und neueste Generation soll nun in den kommenden Jahren einen Teil der bestehenden Luftwaffen-Flotte ersetzen.
38 neue Eurofighter für die Bundeswehr: Vierte Generation der Kampfjets mit besserer Zielerfassung
Noch während der Corona-Pandemie 2020 hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags etwa 5,5 Milliarden Euro zur Anschaffung neuer Eurofighter Typhoon freigegeben. Damit wurden nun 38 Stück der vierten und somit aktuellsten Generation (auch „Tranche“ genannt) des Kampfflugzeuges bestellt. Seit Sommer 2023 wird das „modernste Eurofighter-Modell“ von Airbus im bayrischen Manching hergestellt, teilt die Bundeswehr am Mittwoch (14. Februar) mit. Nach aktueller Planung sollen die neuen Jets zwischen 2025 und 2030 an die Luftwaffe übergeben werden.
Die neuen Kampfflugzeuge für die Luftwaffe werden unter anderem über ein neues, „leistungsfähigeres Radar mit elektronischer Strahlschwenkung“ verfügen. Damit sollen Ziele in der Luft und am Boden besser erfasst werden können. Vier der bestellten Jets werden zudem mit extra Testinstrumenten für die zukünftige Entwicklung neue Eurofighter ausgestattet. „Damit können neue Fähigkeiten evaluiert und zu einer Serienreife gebracht werden“, so die Bundeswehr. Zu den 38 Flugzeugen gehören auch sieben Doppelsitze, die vor allem für die Schulung neuer Piloten eingesetzt werden.
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Fünfte Eurofighter-Generation bereits im Gespräch – diese Anpassungen wünscht sich die Bundeswehr
Im Zuge der Nato-Vereinbarungen möchte die Bundeswehr ihre Kampfjet-Flotte aber noch weiter ausbauen. Dafür sei die Beschaffung einer fünften Eurofighter-Tranche im Gespräch, heißt es in einer Mitteilung. Die Bundesregierung hat sich jedoch noch nicht entschieden, ob diese fünfte Generation des Kampfjets ab 2030 produziert werden solle.
Falls doch, hat die Bundeswehr klare Vorstellungen, was sich im Vergleich zu aktuellen Vorgängen verändern soll. Demnach soll die Rechnerarchitektur überarbeitet, das Cockpitlayout modernisiert und das Waffenportfolio erweitert werden. Auch eine neue Flugsoftware sei laut Bundeswehr zukünftig nötig. „Nur so kann der Eurofighter [...] bis in die Mitte des Jahrhunderts betrieben werden“, sagt ein Pressesprecher.