VonFelicitas Breschendorfschließen
Christian Lindner will den Kinderfreibetrag erhöhen, das Kindergeld aber nicht. Vor allem ein:e Spitzenverdiener:in überrascht mit einer Antwort darauf.
Kinder sind in der Ampel immer wieder ein Streitthema, zum Beispiel beim Elterngeld oder der Kindergrundsicherung. Aktuell streiten die Politiker:innen um eine Erhöhung des Kinderfreibetrages, die die FDP fordert. Doch nicht nur die SPD ist sauer.
Eltern bekommen automatisch entweder Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommensteuer. Das Finanzamt prüft, was für sie vorteilhafter ist. Der Freibetrag lohnt sich oft nur bei höheren Einkommen. Der Freibetrag wurde zum 1. Januar bereits von 6024 Euro auf 6384 angehoben und soll nach den Plänen des Finanzministeriums rückwirkend auf 6612 Euro steigen, wie ein Ministeriumssprecher zuletzt bestätigt hatte. Auch der allgemeine Grundfreibetrag soll höher werden. Das Kindergeld war 2023 auf einheitlich 250 Euro pro Monat und Kind gestiegen.
FDP weist Kritik an geplanter Erhöhung des Kinderfreibetrags zurück
SPD-Parteichef Lars Klingbeil hatte in der Bild am Sonntag die Pläne von Finanzminister Christian Lindner (FDP) als ungerecht kritisiert, weil damit nur Familien mit sehr hohen Einkommen entlastet würden. Lindner sah auch bei der Kindergrundsicherung, die vor allem armutsbetroffenen Familien hilft, keinen finanziellen Spielraum.
Die FDP wies Klingbeils Kritik zurück: Das aktuelle Vorgehen bei Steuerfreibeträgen und Kindergeld gehe auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zurück, hieß es am Sonntag (21. Januar) aus dem FDP-Präsidium in Berlin. Klingbeil solle sich besser mit Scholz abstimmen.
„Es wurde 2022 auf Anregung von Olaf Scholz entschieden, das Kindergeld einmalig überproportional auf 250 Euro zu erhöhen“, teilte das FDP-Präsidium mit. „Der Kinderfreibetrag in der Steuer sollte dagegen im üblichen Verfahren nachgezogen werden. Nichts anderes ist geplant.“ Wenn die SPD eine einheitliche Position habe, könne man in der Koalition beraten. „Es geht aber nicht, dass das Finanzministerium aus der SPD kritisiert wird, wenn es Verabredungen mit Olaf Scholz umsetzt.“
7 Personen, die Christian Lindner (FDP) den Kampf ansagen
Auf Threads reagieren User:innen verärgert auf die geplante Erhöhung des Kinderfreibetrags. Ähnlich wie bei den Reaktionen zur Kindergrundsicherung haben viele kein Herz für Lindner:
Hier sind einige Stimmen:
1. Wut auf den Finanzminister:
2. „Schlichtweg fraglich“
3. Erinnerung an die Ampel: Lindner sei „nicht der Kanzler“
4. Selbst ein:e Spitzenverdiener:in wehrt sich gegen eine Erhöhung der Freibeträge:
5. Diese Mutter zweifelt an der Strategie der Ampel:
6. Erstmal nachdenken
7. „I rest my case”
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(Mit Material der dpa)







