NRW-Ministerpräsident

Hendrik Wüst: Schwarz-Grüne Koalition in NRW als Gegenentwurf zum Ampel-Chaos

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Nach einem Jahr Schwarz-Grün in NRW hat Hendrik Wüst (CDU) Bilanz gezogen. Der Ministerpräsident verteidigte auch seinen Regierungsstil.

Düsseldorf – Für Hendrik Wüst (CDU) läuft aktuell einiges nach Plan. Seit Monaten gehört der NRW-Ministerpräsident zu den beliebtesten Politikern der Bundesrepublik. Eine Fachjury ernannte den Münsterländer vor wenigen Wochen zudem zum Politiker des Jahres 2023. Viele halten mittlerweile sogar eine Kanzlerkandidatur bei der nächsten Bundestagswahl für denkbar. Am Montag (26. Juni) hat der NRW-Regierungschef ein Fazit nach einem Jahr in einer schwarz-grünen Landesregierung gezogen.

Hendrik Wüst (CDU) zieht Bilanz nach einem Jahr Schwarz-Grün

Hendrik Wüst hat seinen häufig als „präsidial“ und „geräuschlos“ beschriebenen Regierungsstil in der ersten schwarz-grünen Koalition in NRW verteidigt: „Vielleicht sieht das von außen nicht immer so spannend aus. Aber sorry, ich bin nicht für spannend gewählt, sondern für Machen“, so der Regierungschef anlässlich des Jahrestags der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags in Düsseldorf.

Zudem setzte Hendrik Wüst sein schwarz-grünes Kabinett ausdrücklich von der konfliktbeladenen Zusammenarbeit der Bundesregierung ab. In beiden Regierungen haben sich recht ungewöhnliche Koalitionen gebildet. Das Bündnis in NRW funktioniere seit einem Jahr so gut, weil beide Partner ihre Energien in die Lösung von Problemen stecken, anstatt „in Profilierung zulasten des Anderen, große Knalleffekte, gegenseitige Beschimpfungen und ähnliches“, so Wüst. Dann kann sich Hendrik Wüst einen Seitenhieb gegen die Ampel-Regierung nicht verkneifen: „Ich weiß auch nicht, warum jetzt alle an Berlin denken“.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst konnte sich einen kleinen Seitenhieb gegen die Bundesregierung nicht verkneifen. (Archivbild)

Nach einem Jahr im Kabinett von Hendrik Wüst: Neubaur lobt Zusammenarbeit mit CDU

Auch die Vize-Regierungschefin von NRW, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne), lobte die Zusammenarbeit der beiden Parteien, die sich von unterschiedlichen Ufern die Hand gereicht hätten. „Ich glaube, dass diese Koalition alles mitbringt, was man braucht in diesen Zeiten, wo es eben auch sein kann, dass der Wind mal von vorne bläst“. Schwarz-Grün mache aus diesem Wind Energie, so die bildhafte Beschreibung der Grünen-Politikerin. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/dpa

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