„Mit ihnen ist kein Staat zu machen“

FDP-Dreikönigstreffen in Stuttgart: Kubicki will grüne Fesseln loswerden

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Ruft die FDP vor dem Dreikönigstreffen in der Stuttgarter Oper zur Geschlossenheit auf: FDP-Vize Wolfgang Kubicki.
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Beim Dreikönigstreffen 2025 bläst die FDP zur Aufholjagd – mit viel Kritik an den Grünen. Kann der Aufbruch im Umfrage-Tief gelingen? Kubicki sagt: Ja.

Update vom 5. Januar, 10.00 Uhr: Wenige Wochen vor der Bundestagswahl kommt die FDP zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen in der Stuttgarter Oper zusammen. Auch Bundesparteichef Christian Lindner wird bei der Veranstaltung am Montag (ab 11.00 Uhr) sprechen. Seit mehr als 140 Jahren starten die Liberalen an dem Tag im Südwesten politisch in das neue Jahr. Selten waren die Zeiten so turbulent: Die FDP muss derzeit um den Einzug in den Bundestag fürchten. Nach dem Ampel-Aus kommt die Partei in Umfragen nur noch auf 3 bis 4 Prozent.

Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart: Mit neuer Zuversicht aus dem Umfrage-Tief

Überschattet wurde das Dreikönigstreffen auch von der Debatte um die Einmischung von Elon Musk in den Bundestagswahlkampf. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Johannes Vogel riet vor Beginn des Treffens in Stuttgart seiner Partei, auf maximale politische Distanz zum umstrittenen US-Unternehmer zu gehen. Von Musks „politischen Empfehlungen sollte man sich weit fernhalten“, sagte Vogel in einem Interview mit der Welt vom Montag. Musks politisches Gebaren zeige, dass „jemand ein beeindruckender Unternehmer“ sein könne, „trotzdem aber politisch dummes Zeug redet“. Ähnlich hatte sich auch schon Marie-Agnes Strack-Zimmermann geäußert.

Ungeachtet dessen wollen die Liberalen jetzt die heiße Wahlkampfphase für die Bundestagswahl am 23. Februar einläuten und die Ampel-Koalition und ihr vorzeitiges Ende endgültig hinter sich lassen. Doch dazu muss die Partei es aus dem Umfrage-Tief schaffen.

FDP-Dreikönigstreffen in Stuttgart: Strack-Zimmermann wirbt für Schwarz-Gelb

Update vom 5. Januar, 9.50 Uhr: Sieben Wochen vor der Bundestagswahl machen sich führende Liberale für ein Bündnis mit der Union stark. Die FDP-Politikerin Agnes-Marie Strack-Zimmermann sprach in der Bild am Sonntag von einer „gewaltigen Schnittmenge“ und einer „sehr gelungenen Kombination“. Für die Herausforderungen in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik wäre Schwarz-Gelb aus ihrer Sicht eine gute Mischung. Gleichwohl gehe im Wahlkampf „jeder für sich in die Bütt“, betonte die Verteidigungsexpertin, die dem FDP-Präsidium angehört und im Europaparlament sitzt.

Dreikönigstreffen: Buschmann setzt auf Genscher-Mantra – FDP strebt Neuausrichtung an

Erstmeldung: Einer ist bei der FDP über alle Zweifel erhaben: Hans-Dietrich Genscher. Der legendäre Außenminister pflegte stets zu sagen: „Zu Dreikönig erfindet sich die FDP immer ein Stückchen neu.“ In diesen Tagen erinnern sich die politischen Enkel der liberalen Führungsfigur an dieses Motto. Wenige Tage vor dem traditionellen Treffen in der Stuttgarter Oper bemüht der aktuelle Krisenverwalter der Partei, Marco Buschmann, das Genscher-Mantra und betont auf Anfrage von IPPEN.MEDIA: „Wir werden dieser Tradition gerade im Jahr 2025 treu bleiben. Denn auch unser Land muss sich ein Stück weit neu erfinden.“

Dreikönigstreffen 2025 in Stuttgart: Kann Lindner die FDP aus dem Umfrage-Tief führen?

Den Auftakt soll das Dreikönigstreffen in Stuttgart machen. Am Montag (6. Januar) kommt die Partei traditionell zusammen, um den Aufbruch ins neue Jahr 2025 zu feiern. Doch in diesem Jahr fällt die Feierstunde nicht so fröhlich aus. Nach dem Ampel-Aus steckt die FDP tief in der Krise, genauer im Umfrageloch. Bis zur vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar bleibt für den Wahlkampf nicht mehr viel Zeit.

FDP-Dreikönigstreffen: Wolfgang Kubicki betont die Abgrenzung von den Grünen

Trotzdem zeigen sich die Parteivorderen vor dem FDP-Dreikönigstreffen von einer Kehrtwende überzeugt. Allen voran FDP-Vize Wolfgang Kubicki blies nun zur Aufholjagd. Natürlich könne diese gelingen, teilte er auf Anfrage von IPPEN.MEDIA mit. „Wenn man bedenkt, dass Robert Habeck bei etwa 12 bis 14 Prozent glaubt, Kanzler zu werden, ist eine deutliche Steigerung der Zahlen der FDP nicht weniger wahrscheinlich“, erlaubte er sich einen Seitenhieb auf den früheren Ampel-Partner.

So wie Kubicki denken nicht wenige in der Partei. Mit dem Platzen der Ampel-Regierung fühlt man sich von den Grünen befreit, die den Liberalen um Parteichef Christian Lindner mit ihrer Forderung nach Lockerung der Schuldenbremse auf die Nerven gingen. „Leider mussten wir feststellen, dass vor allem mit den Grünen kein Staat zu machen ist“, sagt Kubicki und fügte hinzu: „Wer angesichts der dramatischen ökonomischen Zahlen meint, staatliche Umverteilungspolitik würde helfen, dem ist nicht mehr zu helfen.“ Eine irgendwie geartete Zusammenarbeit mit der Öko-Partei schloss er nach der Bundestagswahl deswegen kategorisch aus.

Umfragen zur Bundestagswahl 2025 trüben die Stimmung beim Dreikönigstreffen

Doch die Frage ist: Haben die Liberalen überhaupt die Möglichkeit, nach der Bundestagswahl bei der Regierungsbildung mitzureden? Die Umfragen zur Bundestagswahl geben das nicht her. Aktuell liegen die Liberalen bei knapp vier Prozent und müssen um den Wiedereinzug ins Parlament zittern. Auf Platz eins liegt die CDU, gefolgt von der AfD. Dennoch geben die Liberalen nicht auf und hoffen auf Schützenhilfe von der Union, im besten Fall in Form einer Zweitstimmenkampagne.

Lindner wirbt bei Neuwahl für Schwarz-Gelb

So appellierte Lindner an CDU und CSU, sich zu einem schwarz-gelben Bündnis zu bekennen. „Wenn Union und FDP gemeinsam sagen würden, wir sind bereit, für eine Mehrheit zu kämpfen, wählt nicht AfD und BSW, sondern gebt uns ein Mandat, damit wir ohne SPD und Grüne regieren können, würde das die politische Landschaft umwälzen“, sagte Lindner der Nachrichtenagentur dpa. Es gebe viele ungeduldige und unzufriedene Wähler, die potenziell für die Mitte gewonnen werden könnten, die aber momentan AfD oder BSW wählten. „Das Letzte, was diese Menschen wollen, ist Schwarz-Grün.“

Doch die Union winkte bereits müde ab. „Wir führen keinen Koalitionswahlkampf. Jeder kämpft für seine eigene Stärke“, sagte CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn.

Vor diesem Hintergrund wird sich die FDP auf sich selber besinnen müssen. Dabei hängt auch viel an Parteichef Christian Lindner, der die Liberalen erst in die Regierung geführt und dann zum Umfrageverlierer gemacht hat. Spätestens seit dem Desaster um das D-Day-Papier ist er nicht mehr frei von Kritik. Wie wird er sich beim Dreikönigstreffen präsentieren? Kann er mit seiner Rede eine Aufbruchstimmung erzeugen und die Liberalen noch einmal mitreißen?

Wahlprogramm zur Bundestagswahl: Strack-Zimmermann beschwört Kernthemen der FDP

Der Führungszirkel der Partei steht jedenfalls fest zum Parteichef. „Politik ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, sagt die Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann zu IPPEN.MEDIA vor dem Dreikönigstreffen. Nach den Feiertagen würden sich die Menschen erst allmählich mit der Neuwahl befassen. „Wichtig ist, dass wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren: eine solide Finanzpolitik, Entlastungen für den Mittelstand, Innovation und Technologieoffenheit sowie eine klare Positionierung bei Freiheitsrechten“, sagte die Politikerin.

Prominenter Austritt aus FDP: Genscher-Vertrauter Schäfer übt Kritik an Lindner

Doch ob die Parteiführung damit durchkommt? Zwar betont Generalsekretär, dass die Partei 70.000 Mitglieder hat und nach dem Ampel-Aus sogar 2500 neue Anträge erhalten habe – bei „deutlich weniger Austritten“, wie Buschmann sagt. Dennoch gibt es an der Basis auch ein leises Grummeln. Denn bei den wenigen Austritten war auch der frühere Staatsminister im Auswärtigen Amt, Helmut Schäfer.

Kabinett Scholz: Nach dem Ampel-Aus kommt Rot-Grün ohne Mehrheit

Olaf Scholz spricht zur Energiepolitik.
Olaf Scholz (SPD) ist der neunte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Politisch wird er dem konservativen Flügel der Sozialdemokraten zugerechnet. Lange Zeit galt er als reiner „Scholzomat“ – ein Spitzname, den er sich wegen seiner mechanisch wirkenden Sprechblasen in seiner Zeit als Generalsekretär unter Kanzler Gerhard Schröder verdiente. Kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine kündigte er in einer Sondersitzung des deutschen Bundestages einen Wandel der deutschen Politik an: „Wir erleben eine Zeitenwende.“  © Britta Pedersen/dpa
Robert Habeck auf Deutschlandtour.
Robert Habeck ist Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz sowie Stellvertreter des Kanzlers. Vom 27. Januar 2018 bis zum 14. Februar 2022 hatte er zusammen mit Annalena Baerbock den Bundesvorsitz der Partei Bündnis 90/Die Grünen inne. Habeck ist auch als Schriftsteller tätig. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea Paluch veröffentlichte er mehrere Romane, u.a. Hauke Haiens Tod (2001). © Soeren Stache/dpa
Jörg Kukies kommt zu Beginn der Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.
Am 7. November 2024 hat Jörg Kukies das Amt des Finanzminister übernommen. Der Sozialdemokrat Kukies ist derzeit Staatssekretär im Kanzleramt und gilt als einer der wichtigsten Berater von Kanzler Scholz. Er ist sein Mann für Wirtschaft und Finanzen und verhandelt für ihn die Abschlussdokumente der G7- und G20-Gipfel.  © Michael Kappeler/dpa
Christian Lindner im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022.
Christian Lindner ist Bundesminister der Finanzen im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker ist seit dem 7. Dezember 2013 Bundesvorsitzender der Liberalen. Schon 2017 sah es lange so aus, als würde die FDP an der Regierung beteiligt sein. Doch nach vierwöchigen Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Jamaika-Koalition erklärte Lindner die Verhandlungen schließlich für gescheitert. Seine Begründung: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren!“ © Emmanuele Contini/Imago
Nancy Faeser (SPD), alte und neue Landesvorsitzende der SPD in Hessen und Bundesinnenministerin, freut sich über ihre Wiederwahl.
Nancy Faeser führt im Kabinett Scholz als erste Frau das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Die Juristin ist seit dem 2. November 2019 Vorsitzende der SPD Hessen. Zuvor war sie 16 Jahre lang Abgeordnete des Hessischen Landtags und ab 2019 als Vorsitzende der hessischen SPD-Fraktion auch Oppositionsführerin. Zudem war sie Spitzenkandidatin der SPD bei der Landtagswahl in Hessen 2023. Als Abgeordnete im Landtag erhielt sie zwei Drohbriefe, die mit NSU 2.0 unterschrieben waren. © Andreas Arnold/dpa
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. © Thomas Imo/Imago
Marco Buschmann FDP, Bundesjustizminister, stellt Eckpunktepapier zum Selbstbestimmungsgesetz vor.
Marco Buschmann war bis zum 7. November 2024 Bundesminister der Justiz im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker war von Oktober 2017 bis Dezember 2021 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. Im Herbst 2020 warnte er während der Corona-Pandemie vor einer Verfassungskrise. Buschmann war auch Mitkoordinator der erfolgreichen Verfassungsklage der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP gegen den Berliner Mietendeckel. Nach dem Rauswurf von Finanzminister Christian Lindner verließ Buschmann die Ampel.  © Jürgen Heinrich/Imago
Volker Wissing, Bundesverkehrsminister FDP, vor der Kabinettssitzung im Berliner Kanzleramt Bundeskanzleramt in Berlin
Volker Wissing wurde nah dem Ampel-Aus für sein Ausscheren aus dem Kurs von FDP-Parteichef Christian Lindner belohnt. Der Bundesminister für Digitales und Verkehr erhielt zusätzlich das Justizressort. Einer der letzten großen Ampel-Fans in der FDP zog nach dem Koalitionsbruch Konsequenzen: In einem beispiellosen Schritt trat er aus der Partei aus und bleibt bis zu den geplanten Neuwahlen als Parteiloser im Amt. Der Jurist war vom 19. September 2020 bis zum 23. April 2022 Generalsekretär der FDP. Wissing gibt als Hobby Weinbau an, vor allem im familieneigenen Weingut.  © Stefan Boness/Imago
Hubertus Heil besucht die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Spandau.
Hubertus Heil ist im Kabinett Scholz Bundesminister für Arbeit und Soziales – ein Amt, das der SPD-Politiker bereits seit dem 14. März 2018 innehat. Heil ist seit Dezember 2019 stellvertretender Bundesvorsitzender der Sozialdemokraten. Von November 2005 bis November 2009 und von Juni bis Dezember 2017 war er Generalsekretär seiner Partei. Heil spricht sich für einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro aus, eine Erhöhung des Rentenalters auf über 67 Jahre lehnt er ab. © M. Popow/Imago
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen.
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen. © Michael Kappeler/dpa
Verteidigungsministerin Lambrecht besucht Marder-Kompanie
Bis zum 19. Januar 2023 hatte Christine Lambrecht das Amt der Verteidigungsministerin inne. Die SPD-Politikerin stand zumeist unter einem immensen Druck. Kritische Stimmen warfen ihr fehlende Sachkenntnis, die schleppend angelaufene Beschaffung für die Bundeswehr, aber auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit vor. Irritation rief schließlich eine Neujahrsbotschaft hervor, in der sie begleitet von Silvesterfeuerwerk in Berlin über den Ukraine-Krieg sprach. © Robert Michael/dpa
Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft läuft beim Treffen der G7 Agrarminister zum Eingang des Schlosses Hohenheim.
Cem Özdemir ist Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Scholz. Özdemir ist der erste Bundesminister mit türkischem Migrationshintergrund. Von November 2008 bis Januar 2018 war er Bundesvorsitzender der Grünen. Im Dezember 2021 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ gewählt. Nach dem Ampel-Aus übernahm er auch das Ministerium für Bildung und Forschung.  © Bernd Weißbrod/dpa
Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht beim hybriden Gipfeltreffen „Women7-Summit“.
Elisabeth „Lisa“ Paus ist seit dem 25. April 2022 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Kabinett Scholz. Sie ist die Nachfolgerin von Anne Spiegel, die zuvor von diesem Posten zurückgetreten war. Paus gehört zum linken Parteiflügel der Grünen. Sie ist seit 2009 Abgeordnete im Deutschen Bundestag.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt im Schloss Bellevue anlässlich des Amtswechsels im Bundesfamilienministerium die Entlassungsurkunde an Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), bisherige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Vorgängerin von Lisa Paus war Anne Spiegel, die am 25. April 2022 die Entlassungsurkunde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt. „Es war zu viel“, hatte die Grünen-Politikerin vorher bekennen müssen. Ihr Verhalten als Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 wurde vom Untersuchungsausschuss des Landtags bis ins Detail untersucht. Die Kritik wurde zum Sturm – ihr Amt als Bundesfamilienministerin gab Spiegel deshalb auf. In ihrer Rücktrittserklärung betonte Spiegel, dass sie das Amt nicht länger belasten wolle und entschuldigte sich für begangene Fehler. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen von Journalisten zum Infektionsgeschehen und zur Impfentwicklung.
Karl Lauterbach ist Bundesminister für Gesundheit im Kabinett Scholz. Der SPD-Politiker ist Professor am Universitätsklinikum Köln und dort Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie. Wegen seines Bundestagsmandats ist er derzeit beurlaubt. Während der Pandemie ist er für viele zu einer Reizfigur geworden. Als Minister konnte er sich mit seiner Forderung nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht nicht durchsetzen.  © Wolfgang Kumm/dpa
Steffi Lemke, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz beim Treffen der G7 Klima-, Energie- und Umweltministerinnen und -minister.
Steffi Lemke hat im Kabinett Scholz den Posten als Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz inne. Die Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen absolvierte ein Studium der Agrarwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 1993 als Diplom-Agraringenieurin abschloss. Von 2002 bis 2013 war sie politische Bundesgeschäftsführerin ihrer Partei. © Chris Emil Janssen/Imago
Bettina Stark-Watzinger im Portrait bei der Bundespressekonferenz zum Thema Veroeffentlichung des nationalen Bildungsberichts Bildung in Deutschland.
Bettina Stark-Watzinger ist Bundesministerin für Bildung und Forschung im Kabinett Scholz. Seit 2017 ist sie Abgeordnete im Deutschen Bundestag und seit März 2021 Vorsitzende der FDP Hessen. Ihr Studium der Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main schloss sie 1993 als Diplom-Volkswirtin ab. Sie ist Mitglied im Stiftungsrat der Karl-Hermann-Flach-Stiftung. © Imago
Svenja Schulze SPD, Bundesministerin fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, aufgenommen im Rahmen der Konferenz fuer globale Ernaehrungssicherheit im Auswaertigen Amt in Berlin.
Svenja Schulze ist Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Kabinett Scholz. Die SPD-Politikerin ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), ver.di, im Naturschutzbund Deutschland (NABU) und im Verein Slowfood. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauenzeiten“. © Florian Gaertner/Imago
Klara Geywitz im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022. Kabinettssitzung in Berlin.
Klara Geywitz ist Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Scholz. Zudem ist sie Beauftragte der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich. Im Dezember 2019 wurde sie zu einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Geywitz gehört seit 2014 dem Vorstand der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit an. © Emmanuele Contini/Imago
Wolfgang Schmidt hisst die Regenbogenfahne am Bundeskanzleramt in Berlin.
Wolfgang Schmidt ist Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes im Kabinett Scholz. In dieser Funktion ist er außerdem Beauftragter der Nachrichtendienste des Bundes. Schmidt, der seit 1989 der SPD angehört, gilt als engster Vertrauter von Olaf Scholz. © Christian Spicker/Imago

In einem veröffentlichten Schreiben warf Schäfer der Parteiführung „schwere Versäumnisse“ vor. Lindner habe in der Regierungszeit die außenpolitische Verantwortung an die Grünen abgegeben und die liberalen Wurzeln vergessen, kritisierte Schäfer, der von 1987 bis 1998 im Auswärtigen Amt diente. „Die heutige FDP-Spitze hat die Außenpolitik der Ära Genscher weitestgehend vergessen“, beklagte er. Immerhin: An das alte Mantra des Vordenkers haben sich Lindner, Buschmann und Co. pünktlich zum Dreikönigstreffen erinnert. (jkf)

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