VonJana Stäbenerschließen
Der Rapper erzählt dem Komiker von seiner Beziehung zu Arafat Abou-Chaker, der ihn fest im „Psycho-Würgegriff“ hatte.
In Folge 53 seines Podcasts „Feelings“ spricht Kurt Krömer mit dem Rapper Bushido, der wie sein vorletzter Gast Martina Hill und auch Krömer in Berlin aufwuchs. „Darfst du überhaupt hier sein?“, fragt Kurt Krömer den 45-jährigen Überraschungsgast geschockt. „Das gibt doch jetzt voll Stress, oder?“
| Künstlername | Kurt Krömer |
|---|---|
| Bürgerlicher Name | Alexander Bojcan |
| Geburtsdatum | 20. November 1974 |
| Geburts-/ Wohnort | Berlin |
| Beruf | Komiker, Schauspieler und Autor |
| Größe | 1,94 Meter |
| Bücher | Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (2013), Du darfst nicht alles glauben, was du denkst (2022) |
| Podcast | Feelings (Spotify) |
| TV-Formate (Auswahl) | Die Kurt Krömer Show, Chez Krömer, LOL: Last One Laughing |
Na ja, die wissen ja nicht, dass er hier sei, sagt Bushido, der mit echtem Namen Anis Mohamed Youssef Ferchichi heißt. Für den Podcast sei er extra mit dem Flieger angereist, erzählt der Rapper. „Ist draußen jetzt die Polizei oder was?“, fragt Krömer, der manchmal gerne Strumpfhosen trägt. „Ja“, sagt Bushido. Wie viele dürfe er aber nicht sagen.
Er sei leider noch ziemlich oft in Deutschland, weil er Gerichtstermine habe. Immer noch. „Deutschland ist ja bekannt dafür, dass die Mühlen der Justiz so schnell mahlen“, sagt Bushido ironisch. Vor Gericht geht es seit drei Jahren um seine Trennung von seinem ehemaligen Manager Arafat Abou-Chaker. „Da ist so schnell kein Ende in Sicht“, sagt der Musiker.
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Bushido erklärt Krömer, wie die deutsche Rap-Szene funktioniert
Als Krömer (der einige Doppelgänger hat) den Rapper fragt, wie er heute in der deutschen Rap-Szene dasteht, antwortet der: „Ganz fürchterlich. Ich bin der Judas des Raps.“ Laut Bushido liege das vor allem an der Geschichte mit der Polizei. „Polizei ist ja nicht cool, mit der hat man sich nicht abzugeben. Wenn man Hilfe braucht, sollte man lieber andere bezahlen, die einem helfen“, sagt er ironisch.
Herausgekommen sei er aber nur so, sonst hätte er den Rest seines Lebens „abdrücken“ müssen. „Aber normal ist das nicht oder, dass ein Rapper mit organisiertem Verbrechen zu tun hat?“, fragt Krömer den Musiker. „Ich würde schon sagen, dass 95 Prozent der Rapper da Kontakte haben.“
Warum? Weil Rap eine andere Szene sei, als Schlager. Die Leute seien anders. „Rap ist sehr anstrengend. Du machst anstrengende Musik, sagst Sachen, die ernst genommen werden und dann kommen Leute, vor denen dich jemand schützen muss. Und die musst du dann bezahlen.“ Eigentlich ein bisschen albern, findet Krömer, der sich mit Teddy Teclebrhan letztens einen witzigen Schlagabtausch lieferte. „Ja, total beschissen“, stimmt Bushido zu.
Bushido über Abou-Chaker: „Gewalt war da an der Tagesordnung“
Es stimme übrigens nicht, dass er und Abou-Chaker gute Freunde gewesen seien. „Ich hab den kennengelernt, zwei Tage später war alles geklärt und dann bin ich ihn nicht mehr losgeworden“, erzählt er. Er habe da machen müssen, was man von ihm verlangte, und wenn es nur ein Fototermin sei. Wenn er zu so einem Termin nicht gekommen wäre, dann hätte es Ärger gegeben. Oder wenn er sich einen Weihnachtsbaum ins Haus gestellt hätte.
„Gewalt war da an der Tagesordnung. Der Psycho-Würgegriff war existent“, sagt Bushido. „Dass dem sein Name nicht mehr auf meinem Display erscheint, ist mehr wert als zwölf Millionen Euro.“ Seitdem er und Abou-Chaker getrennte Wege gingen und er in Dubai wohne, seien auch seine Panikattacken, Essstörungen und Depressionen besser geworden.
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Rubriklistenbild: © Screenshot/Instagram/@kurt_kroemer_berlin

