VonJana Stäbenerschließen
In seinem Podcast „Feelings“ sagt er zu Bill Kaulitz: „Wenn du dir das anschaust, würdest du nicht denken, dass ich Komiker von Beruf bin.“
Der Komiker Kurt Krömer erzählt Bill Kaulitz in der aktuellen Ausgabe seines Podcasts „Feelings“, der mit dem Deutschen Podcast Preis ausgezeichnet wurde, was er gerne anschaut und welche Musik er gerne hört. „Ich höre grade RnB der 90er“, sagt der 48-Jährige und zeigt dem Tokio-Hotel Frontsänger seine Playlist. „Usher, Cassie... ahja, so richtig Pop-Sachen auch“, zeigt der sich erstaunt. „Ich dachte du erzählst mir jetzt von einer Band, von der ich noch nie gehört habe“, sagt Kaulitz.
„So voll Indie-mäßig? Ne, ich wüsste das gar nicht, ob eine junge Band so viel Potenzial hat“, sagt Krömer, der kürzlich Enissa Amani beim Protest gegen Rechts unterstützte. Bei „The Voice“ sei er bestimmt nicht gut aufgehoben, sind sich Kaulitz und er einig. Sendungen wie „Wer stiehlt mir die Show“ seien nichts für ihn. „Da geht es immer um Musik, da kenne ich mich nicht aus. Mit Musik der 90er ja, aber ab 2000 hört es auf“, so der Komiker.
| Künstlername | Kurt Krömer |
|---|---|
| Bürgerlicher Name | Alexander Bojcan |
| Geburtsdatum | 20. November 1974 |
| Geburts-/ Wohnort | Berlin |
| Beruf | Komiker, Schauspieler und Autor |
| Größe | 1,94 Meter |
| Bücher | Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (2013), Du darfst nicht alles glauben, was du denkst (2022) |
| Podcast | Feelings (Spotify) |
| TV-Formate (Auswahl) | Die Kurt Krömer Show, Chez Krömer, LOL: Last One Laughing |
Mehr lesen: „Ist ja eine Frechheit“ – So begann Kurt Krömer seine Therapie
Kurt Krömer: „Ich gucke keine Comedy“
„Ich höre privat gar keine Musik“, sagt Kaulitz. Kurt Krömer, der wegen seiner Depression acht Jahre lang nicht im Urlaub war, versteht warum. „Weil es Arbeit ist, wa?“, sagt er. „Bei mir ist das so: Ich gucke keine Comedy. Ist nicht so, dass ich es hasse, aber ich habe den Reflex nicht. Ich würde mir niemals Comedy anschauen“, erzählt Krömer, der seinen Podcast trotz Berlin-Bezug nicht „Jefühle“ nennen wollte. Der Algorithmus seines Streaming-Dienstes zeige ihm Comedy gar nicht wirklich an.
„Bei mir ist immer Mord und Totschlag, Krieg und Drama. Wenn du dir das anschaust, würdest du nicht denken, dass ich Komiker von Beruf bin.“ Kaulitz versteht das. „Ich hasse Live-Konzerte“, sagt der 34-Jährige. Musik im Auto sei kein Problem, gerade im Urlaub. „Aber ich bin schon einmal aus einem Jay Z Konzert herausgelaufen, weil ich das so anstrengend fand.“ Zu Konzerten könne man nur hingehen, wenn man richtig Fan sei, findet der Musiker. Bei einem stundenlangen Herbert Grönemeyer Konzert zum Beispiel, da würde er zwar einige Songs cool finden, aber bis zum Ende würde er nicht durchhalten.
„Ich glaube, da ist Herbert eine andere Generation, in der man für das Geld noch was bieten will“, sagt Krömer, der auch Insides aus dem Schauspielerleben der 90er und 2000er erzählen kann. Früher seien auch Comedy-Programme ewig lang gegangen und die Menschen haben immer nur mehr gewollt. „Heute wenn du in der zweiten Hälfte nach 30 Minuten einen Gag machst, dass es vorbei ist, dann stehen schon Leute auf.“ Erst habe er gedacht, diesen Personen habe seine Show nicht gefallen. Heute sei er sich sicher, ist die Aufmerksamkeitsspanne einfach kleiner geworden.
Mehr zum Thema: 13 Leute, die Kurt Krömer heiß finden – von „innen und außen“
Rubriklistenbild: © Future Image/IMAGO

