Ohne Insta ist wie tot

Kurt Krömer und Bjarne Mädel lästern über Instagram: „Toxisches Zeit-Klau-Ding“

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Social Media hat die Gesellschaft verändert, doch Kurt Krömer und der Schauspieler sind nicht unbedingt Fans, wie sie im Podcast erzählen.

In der 49. Podcast-Folge von „Kurt Krömer – Feelings“ (mit dem der Komiker den Deutschen Podcastpreis gewonnen hat) ist Schauspieler Bjarne Mädel zu Gast, den du vielleicht aus der Serie „Mord mit Aussicht“ kennst. Das Format beschäftigt sich mit Emotionen und Tabu-Themen wie der Therapie von Krömer. Diesmal sprechen Krömer und sein Gast unter anderem über den heavy use von Social Media und finden sogar, nicht online zu sein, „das ist ja ein bisschen wie tot sein.“

Kurt Krömer hatte in seiner neusten Podcast-Folge Schauspieler Bjarne Mädel zu Gast. (Symbolbild)

Bjarne Mädel redet mit Kurt Krömer im Podcast „Kurt Krömer – Feelings“ über Social Media

Auf das Thema kommen die beiden über den Schauspieler Lars Eidinger, den du bestimmt aus der deutschen Fernsehlandschaft kennst – auch in zahlreichen Theaterproduktionen hat er mitgewirkt. Krömer erinnert sich vor allem an einen Moment: „Ich fand die Szene sehr traurig, als er darüber geredet hat, wie er bei der Berlinale damals geweint hat und sich beklagt hat über die Welt, dass alle zu aggressiv sind und dass man ihn da so fertig gemacht hat. Da dachte ich mir so: Warum eigentlich? Also was hat er gemacht?“ Krömer selbst steht dazu, dass er weint, wenn er traurig ist. Inzwischen habe Eidinger sein Instagram gelöscht, aber ist das überhaupt schlecht?

Instagram ist ein „toxisches Zeit-Klau-Ding“ – Kurt Krömer und Bjarne Mädel sind keine Fans von Social Media

Krömer und Mädel sind sich über den Grund nicht ganz einig, doch Krömer findet: „Das ist ja eigentlich scheiße.“ Dafür sind sich beide einig, dass Social Media insgesamt nicht gut ist. „Ich glaube, der hat einfach gemerkt – und das merke ich jetzt auch wirklich selbst gerade – dass das ein toxisches Zeit-Klau-Ding ist.“ Vielleicht sind Zeitungen besser, Krömer findet die Bild-Zeitung sogar effektiver als die Bibel.

KünstlernameKurt Krömer
Bürgerlicher NameAlexander Bojcan
Geburtsdatum20. November 1974
Geburts-/ WohnortBerlin
BerufKomiker, Schauspieler und Autor
Größe1,94 Meter
BücherEin Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (2013), Du darfst nicht alles glauben, was du denkst (2022)
PodcastFeelings (Spotify)
TV-Formate (Auswahl)Die Kurt Krömer Show, Chez Krömer, LOL: Last One Laughing

Krömer sagt: „Man ist da so süchtig finde ich und das fand ich irgendwie einen großen Schritt, dass er gesagt hat, ‚ich brauch das nicht, ich versuchs mal ohne‘.“ Anschließend erzählen die beiden über ihre Erfahrungen mit Eidinger. Mädel hat zusammen mit ihm gedreht – zum Beispiel für den Film „25 km/h“ – doch nach kurzer Zeit fällt den beiden etwas auf. „Wir reden über ihn als wenn er tot ist, er ist einfach nicht mehr auf Insta, er ist ja noch am Leben,“ sagt Krömer. „Das ist ja ein bisschen wie tot sein,“ sagt Mädel.

Leute warten auf Fehler: „treib mich durchs Dorf, aber schieß mich doch nicht ab“

Bei bekannten Persönlichkeiten fallen die Reaktionen auf Instagram und Co. oft heftiger aus. „Ist schon krass, dieses ‚Ich warte nur darauf, dass du einen Fehler macht und dann treibe ich dich aber durchs Dorf‘. Und das Krasse ist – kannst du ja gerne machen – also finde Fehler bei mir, treib mich durchs Dorf, aber schieß mich doch nicht ab für immer. Also weißt du, für ihn find ichs wirklich traurig“, sagt Krömer.

Mädel sieht die positiven Seiten, nicht auf Social Media zu sein. „Vielleicht freut er sich auch, dass er sechs Stunden mehr Zeit hat am Tag.“ Dass er als Influencer überfordert wäre, stellte Krömer bereits vor ein paar Wochen fest, als Sallys Welt zu Gast war.

Mehr zum Thema: Kurt Krömer feierte vor kurzem ein besonderes Jubiläum

Bjarne Mädel im Podcast von Kurt Krömer - Heavy use vom Smartphone am Set ist respektlos

Generell hat der heavy use von Instagram und Co. dazu geführt, dass einige Menschen ständig am Handy sind. Vor allem am Set gehe es aber darum, etwas zusammen zu machen. Wenn sich dann eine Person nur mit dem Handy beschäftigt, bekomme man einen schlechten Vibe. „Es langweilt mich, mit euch zu drehen, ich hab was Besseres am Start“, finden Krömer und Mädel. Das sei vor allem respektlos, weil die meisten einfach nur auf Insta chillen und nichts Wichtiges am Handy zu erledigen haben.

Besser auf der Hand als das Handy ist Nagellack, den Krömer gerne trägt – auch Stars tragen Nagellack, zum Beispiel um ein Zeichen gegen häusliche Gewalt zu setzen. Echte Fans können im Kurt Krömer Quiz beweisen, wie gut sie den Comedian kennen.

Rubriklistenbild: © Imago/Montage

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