Umstrittene Vorfälle

Tödliche Schüsse in Minnesota: Liste entlarvt die Gewalt von Trumps ICE-Beamten

Ein ICE-Beamter erschoss eine Frau in Minneapolis. Der Vorfall sorgt für heftige Kritik. Eine Auflistung zeigt: Es handelt sich um keinen Einzelfall.

Washington, D. C. – Seit US-Präsident Donald Trump ins Amt zurückgekehrt ist und die Abschiebemaßnahmen der U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) im ganzen Land ausgeweitet hat, hat es mehrere Schusswaffeneinsätze unter Beteiligung von ICE-Beamten gegeben.

Nach tödlichem ICE-Schusseinsatz: Menschen in Minneapolis demonstrieren bei einer Mahnwache gegen die Einwanderungsbehörde.

Beim jüngsten Vorfall am Mittwoch eröffnete ein Beamter das Feuer und erschoss eine Frau in Minneapolis, Minnesota, tödlich. Der Schusswaffeneinsatz wird weiterhin vom FBI und dem Minnesota Department of Public Safety untersucht.

Warum das wichtig ist: Trump plädiert für Massenabschiebungen – ICE steht wegen Gewalt in der Kritik

Trump ist mit dem Versprechen einer Massenabschiebung in den Wahlkampf 2024 gezogen und hat nach Beginn seiner zweiten Amtszeit im Weißen Haus im Januar 2025 rasch mit der Umsetzung entsprechender Maßnahmen begonnen. In seinem ersten Jahr im Amt hat es mehrere Schusswaffeneinsätze durch ICE-Beamte gegeben. Die Vorfälle haben Fragen zum Einsatz von Gewalt durch Bundesbeamte aufgeworfen.

Schusswaffeneinsätze unter Beteiligung von ICE haben sich seit Trumps Rückkehr ins Amt in verschiedenen Teilen der USA ereignet, etwa in Chicago, Los Angeles und Minnesota – Gegenden, in denen eine deutlich verstärkte Präsenz von ICE zu beobachten ist.

Trump setzt auf Härte: ICE und Nationalgarde im Einsatz - Razzien, Proteste und Ausschreitungen

ICE-Razzia in New York
Seit dem Amtsantritt von Donald Trump brodelt es in den USA. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die harte Migrationspolitik des US-Präsidenten. In seiner Antrittsrede hatte er angekündigt, „Millionen und Abermillionen“ Menschen ohne Papiere abschieben zu wollen. Trumps verlängerter Arm ist die Einwanderungsbehörde ICE. Deren Beamte treten in der Regel vermummt auf, nehmen Menschen fest und transportieren sie in unmarkierten Fahrzeugen ab. Im Oktober kam es beispielsweise in der Canal Street in New York zu brutalen Szenen (im Bild). © Michael Nigro/Imago
Anti-Trump
Völlig unklar ist dabei, wer überhaupt festgenommen wird. Handelt es sich um gefährliche Kriminelle, wie die Trump-Regierung es darstellt? Sind es Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus? Es gibt zudem Berichte, dass bei ICE-Razzien auch Personen verhaftet wurden, die die US-Staatsbürgerschaft besitzen. Im Sommer erinnerten die Menschen in New York an die Betroffenen. © Aashish Kiphayet/Imago
Proteste gegen Trump
Schon früh warf der Fall eines Familenvaters ein Schlaglicht auf das harte Vorgehen von Trump. Der Salvadorianer Kilmar Abrego Garcia war trotz Abschiebeschutzes in das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis „Cecot“ in El Salvador gebracht worden. Nach langem juristischem Tauziehen wurde er im Juni in die USA zurückgebracht. Die US-Regierung sprach damals von einem „administrativen Fehler“. © Jim West/Imago
Kilmar Abrego Garcia
Kilmar Abrego Garcia (Mitte) ist mit einer US-Bürgerin verheiratet und lebte bis zu seiner Abschiebung im Bundesstaat Maryland im Osten der USA. Ende Oktober teilte die US-Regierung in einem Gerichtsdokument mit, sie plane, ihn in die „blühende Demokratie“ Liberia abzuschieben. Sein Anwalt Simon Sandoval-Moshenberg erklärte, der Salvadorianer habe keinerlei Verbindung zu Liberia. Eine Abschiebung dorthin sei „grausam und verfassungswidrig“.  © Andrew Harnik/AFP
Proteste gegen Aktion von US-Bundeseinwanderungsbehörde
Am 6. Juni 2025 begannen in der Innenstadt von Los Angeles die ersten Proteste gegen die ICE-Razzien. Los Angeles hatte bereits im November 2024 nach der Wiederwahl von Donald Trump ein Gesetz verabschiedet, um die Zusammenarbeit der örtlichen Strafverfolgung mit den Bundesbehörden zu begrenzen. © Matthew Hoen/dpa
Proteste gegen Aktion von US-Bundeseinwanderungsbehörde
Die Proteste in Los Angeles blieben zunächst friedlich, entwickelten sich jedoch über mehrere Wochen zu anhaltenden Demonstrationen. Immer wieder versammelten sich die Menschen in der Innenstadt von Los Angeles und forderten ein Ende der ICE-Razzien. © Jill Connelly/dpa
Proteste gegen Aktion von US-Bundeseinwanderungsbehörde
Als Reaktion auf die anhaltenden Proteste ordnete Trump im Juni 2025 die Entsendung von 700 Marines und 4000 Nationalgardisten nach Los Angeles an. Diese Entscheidung erfolgte gegen den Widerstand von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, der die Bundesintervention ablehnte.  © Brian Cahn/dpa
Proteste in den USA
Kalifornien reichte am 9. Juni 2025 eine Klage gegen die Trump-Regierung vor einem US-Bezirksgericht ein. Die Klage, bekannt als Newsom v. Trump, forderte eine einstweilige Verfügung gegen die Entsendung der kalifornischen Nationalgarde. © Apu Gomes/AFP
Trump in Alligator Alcatraz
Ende Juni eröffnete Trump dann eine als „Alligator Alcatraz“ bekannt gewordene Haftanstalt in einem Sumpfgebiet Floridas. Sie sollte helfen, seine Abschiebepolitik umzusetzen. Innerhalb weniger Tage wurden auf einem wenig genutzten Flugplatz Zelte für 3000 Gefangene sowie Hunderte mobile Unterkünfte für 1000 Angestellte errichtet. Der Name spielt auf das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz in der Bucht von San Francisco an. Von 1934 bis 1963 war es die am meisten gefürchtete Haftanstalt der USA.  © Imago
Proteste gegen Trump
Am 11. August 2025 erließ Trump ein Dekret, um erstmals in der Geschichte die Kontrolle über die Polizei von der Stadtregierung in Washington, DC, an die Bundesregierung zu übertragen. Trump begründete diese Maßnahme mit „grassierender Kriminalität“. Trump stützte seine Anordnung auf ein Gesetz namens „Home Rule Act“, das im Notstand die Polizei in der US-Hauptstadt unter Bundeskommando stellt. © Allison Bailey/Imago
Donald Trump Proteste
Noch am selben Tag kam es zu Protesten gegen Trumps Entscheidung, die Präsenz von Bundesbehörden und der Nationalgarde in der Hauptstadt zu verstärken. Unter anderem warfen die Menschen dem Präsidenten vor, die USA in den Faschismus zu führen.  © Cheriss May/Imago
Vance und Hegseth
Am 20. August besuchten US-Vizepräsident JD Vance (rechts) und Verteidigungsminister Pete Hegseth die in Washington, DC, stationierten Nationalgardisten. Vance lobte die Einsatzkräfte, die seiner Darstellung nach binnen weniger Tage für einen deutlichen Rückgang der Kriminalität gesorgt hätten. Auch hier kam es zu Protesten. Die Menschen riefen „Free DC“ (Befreit Washington) und buhten lautstark, als Vance und Hegseth sich im Hauptbahnhof Union Station aufhielten. © Alexander Kubitza/Imago
Donald Trump
Zwei Tage später stattete auch Trump selbst den von ihm dorthin entsandten Polizisten und Soldaten einen Besuch ab. „Wir werden die Stadt sicher machen und dann an andere Orte weiterziehen, aber wir werden eine Weile hier bleiben“, erklärte Trump vor einem Gebäude der US Park Police, einer Polizeibehörde des Bundes, im Stadtteil Anacostia. „Wir wollen, dass alles absolut perfekt läuft“, sagte der Republikaner. © Tia Dufour/Imago
'Operation Midway Blitz'
Am 9. September 2025 startete ein Großeinsatz der ICE-Behörde in der Millionenmetropole Chicago – gegen den Widerstand der Stadtverwaltung und des Gouverneurs von Illinois, JB Pritzker. Die „Operation Midway Blitz“ sollte sich nach Angaben des Heimatschutzministeriums gegen „kriminelle, illegale Ausländer“ richten.  © Chris Riha/Imago
Protest in Chicago
Zugleich verbreitete Trump eine mit KI erstellte Grafik, die die Skyline der Millionenstadt zeigte und in Gestaltung und Wortwahl an den Kriegsfilm „Apocalypse Now“ erinnerte. Trumps martialischer Post auf der Plattform Truth Social war mit den Worten „Ich liebe den Geruch von Abschiebungen am Morgen“ versehen – eine Anspielung auf das bekannte Film-Zitat „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen.“ Die Menschen in Chicago waren entsetzt und verglichen ICE mit der Gestapo. © Jacek Boczarski/Imago
Proteste gegen ICE
Die Ankündigung des Einsatzes fiel mit einer Entscheidung des Supreme Courts zusammen, das den Behörden verdachtsunabhängige Kontrollen von Migranten im Raum Los Angeles vorerst wieder erlaubte. Im Juli hatte ein Gericht Beamten in Los Angeles verboten, wahllos Personen etwa aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Sprache und ohne hinreichenden Verdacht anzuhalten. Kritiker sprechen in diesen Fällen von „Racial Profiling“.  © Jonathan Alcorn/dpa
Sonia Sotomayor
Die Entscheidung galt zwar zunächst nur für den Raum Los Angeles. Doch viele befürchteten einen gefährlichen Präzedenzfall. Auch am Supreme Court gab es scharfe Kritik. Die Regierung habe „so gut wie erklärt, dass alle Latinos, ob US-Bürger oder nicht, die schlecht bezahlte Jobs haben, jederzeit zur Festnahme freigegeben sind“, schrieb Richterin Sonia Sotomayor in ihrer abweichenden Meinung. „Anstatt tatenlos zuzusehen, wie unsere verfassungsmäßigen Freiheiten verloren gehen, lege ich Widerspruch ein.“  © Matias J. Ocner/Imago
Donald Trump in Quantico
Bei einem Treffen am 30. September mit mehr als 800 Generälen und Admirälen stimmte Trump das Militär auf einen „Krieg“ in den Vereinigten Staaten ein. Dabei warf er „radikalen linken Demokraten“ erneut vor, von ihnen regierte Städte wie San Francisco, Chicago oder New York unkontrollierter Kriminalität und Einwanderung preisgegeben zu haben. Die US-Regierung müsse eingreifen, bevor die Lage außer Kontrolle gerate, sagte Trump, der laut Verfassung Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist.  © Jim Watson /AFP
US-Bundesbeamte in Portland
Kurz zuvor hatte Trump die Nationalgarde auch in die ebenfalls von den oppositionellen Demokraten regierte Stadt Portland im Nordwesten der USA beordert. Er begründete dies damit, dass dort unkontrollierte Gewalt auf den Straßen herrsche. Zudem bezeichnete er die Stadt als „vom Krieg verwüstet“.  © Ethan Swope/dpa
Portland - Proteste
Vor allem in sogenannten Sanctuary Cities, die Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung Schutz gewähren und zu denen Portland zählt, sind Proteste gegen Trumps rigide Migrationspolitik an der Tagesordnung.  © Jenny Kane/dpa
Proteste in den USA - Portland
Die von Demokraten regierten Städte versuchen mit allen juristischen Mitteln, sich gegen die von Trump angeordnete Entsendung von Nationalgardisten zu wehren. Eine Bundesrichterin untersagte im Oktober in Portland die Stationierung von Soldaten. Es gebe „keinen Aufstand in Portland noch eine Bedrohung für die nationale Sicherheit“, urteilte Karin J. Immergut. Die Proteste in Portland gegen Trumps Migrationspolitik bedeuteten keine „Aufruhrgefahr“.  © Jenny Kane/dpa
Stephen Miller
Trumps Vize-Stabschef im Weißen Haus, Stephen Miller, brandmarkte daraufhin die Gerichtsentscheidung von Immergut in Online-Netzwerken als „Aufstand“. Er warf den führenden Politikerinnen und Politikern in Oregon einen „organisierten terroristischen Angriff auf die Bundesregierung“ vor. © Andrew Leyden/Imago
Kristi Noem In Indiana
Bei ihrem radikalen Vorgehen setzt die US-Regierung zunehmend auf eine Rhetorik, die mit der Realität vor Ort nichts zu tun hat. Heimatschutzministerin Kristi Noem (Mitte) sagte dem Sender Fox News, Chicago sei „ein Kriegsgebiet“. „Kriminelle“ würden dort „das Leben von Menschen zerstören“. In Bezug auf Portland erklärte Trump, die Stadt brenne. „Überall sind Aufständische.“ © Tia Dufour/Imago
US-Nationalgarde in Memphis
Einsatzkräfte der Nationalgarde wurden auch in die von den Demokraten regierte Stadt Memphis entsandt. Sie seien an „Sicherheitspatrouillen, der Sicherung von Standorten und Verkehrskontrollen“ beteiligt, erklärten die Behörden im Bundesstaat Tennessee. Die Truppen stünden „unter dem Befehl des Präsidenten“, ihr Einsatz sei von Gouverneur Bill Lee genehmigt worden. © George Walker IV/dpa
ICE in Chicago
Trump hat die umstrittenen Razzien Anfang November verteidigt und ein noch härteres Vorgehen gefordert. In einem Interview mit dem Sender CBS antwortete Trump auf die Frage, ob die Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE zu weit gegangen seien: „Ich denke, sie sind nicht weit genug gegangen.“ Interviewerin Norah O‘Donnell verwies auf Fälle, in denen ICE-Beamte eine Frau zu Boden warfen, Tränengas in Wohngebieten einsetzten und Autoscheiben einschlugen. „Sind Sie mit diesen Taktiken einverstanden?“, fragte sie. „Ja, denn man muss die Leute rausbekommen“, antwortete der Präsident. © Octavio Jones/AFP
Gregory Bovino
Kaum ein Name und ein Gesicht wird so sehr mit den Razzien in Verbindung gebracht wie Gregory Bovino (Mitte). Er besitzt den Ruf, bei seinen Feldzügen rücksichtslos vorzugehen. Teils wird ihm vorgeworfen, sich einer Nazi-Ästhetik zu bedienen, wegen seines militärischen Haarschnitts und eines zweireihigen Mantels mit ausladendem Kragen. Bovinos Garderobe sehe aus, als habe er gezielt bei Ebay nach einer SS-Kluft Ausschau gehalten, sagte der demokratische Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom. © Octavio Jones/AFP
Proteste in Minneapolis
Im Januar 2026 eskaliert schließlich die Lage im US-Bundesstaat Minnesota. Minneapolis und ihre Schwesterstadt Saint Paul werden von Tausenden Beamten der Migrationsbehörde ICE heimgesucht. Die maskierten Beamten zerren Menschen teils mit roher Gewalt von der Straße und aus ihren Häusern. © Holden Smith/Imago
Renee Good
Dann geschieht das Unfassbare: Anfang Januar tötet ein ICE-Beamter die unbewaffnete US-Bürgerin Renee Good in ihrem Auto mit drei Schüssen. Good war bereits das vierte Todesopfer bei ICE-Einsätzen seit Beginn der massiven Abschiebekampagne der Regierung von Präsident Donald Trump. © Seth Herald/Imago
Alex Pretti
Wenig später ist auch Alex Pretti (links) tot. Auf mehreren Videos ist zu sehen, wie mehrere Beamte den Krankenpfleger niederringen und auf ihn einschlagen. Dann feuert ein Beamter auf den wehrlosen Mann. Die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar bezeichnet die tödlichen Polizeischüsse danach als „Hinrichtung“. Sie wirft Trump vor, Minneapolis in ein „Kriegsgebiet“ zu verwandeln. © AFP
Good und Pretti
Auch Trump äußert sich gegenüber Fox News dazu: „Unterm Strich war es schrecklich. Beide Vorfälle waren schrecklich.“ Doch er scheint den Einsatz im Interview aber grundsätzlich zu verteidigen: „Wir haben Tausende unbelehrbare Kriminelle aus Minnesota entfernt“, sagt der Präsident. © Octavio Jones/AFP

Im Folgenden ein Überblick über Schusswaffeneinsätze unter Beteiligung von ICE im vergangenen Jahr.

Minneapolis, Minnesota (7. Januar 2026): Demokraten kritisieren Schusswaffeneinsatz gegen Fahrerin

Der Schusswaffeneinsatz am Mittwoch löste Kritik von Behördenvertretern in Minnesota aus, darunter Minneapolis’ Bürgermeister Jacob Frey, ein Demokrat, der auf einer Pressekonferenz zu ICE sagte: „Verpisst euch aus Minneapolis“. Während Bundesbehörden erklärten, der Beamte habe in Notwehr gehandelt, kritisierten lokale Verantwortliche und Demokraten den Vorfall als rücksichtslos und unnötig.

Das Opfer wurde bislang nicht identifiziert. Viele Details rund um den Schusswaffeneinsatz sind weiterhin unklar, da die Ermittlungen andauern. Videos des Vorfalls sind in den sozialen Medien aufgetaucht.

Tricia McLaughlin, Assistant Secretary of Homeland Security, schrieb in einer Erklärung, das Opfer habe „ihr Fahrzeug zur Waffe gemacht und versucht, unsere Strafverfolgungsbeamten zu überfahren, um sie zu töten“. Sie sagte, der Beamte habe „Abwehrschüsse“ abgegeben.

Kritiker haben dieser Darstellung widersprochen. Die demokratische US-Abgeordnete Ilhan Omar, die Minneapolis im Kongress vertritt, reagierte auf X auf das Department of Homeland Security (DHS) mit den Worten: „Ihr lügt. Es gab keinen Versuch, den Beamten zu überfahren, und es scheint, dass kein ICE-Beamter verletzt wurde. Verschwindet aus unserer Stadt.“

Los Angeles, Kalifornien (31. Dezember 2025): ICE-Beamter geht außerhalb der Dienstzeit Schüssen nach

Keith P., 43 Jahre alt, wurde an Silvester im Stadtteil Northridge in Los Angeles von einem nicht im Dienst befindlichen ICE-Beamten tödlich angeschossen, berichtete der städtische ABC-Ableger. Das DHS erklärte, der nicht im Dienst befindliche Beamte habe Schüsse in der Nähe seiner Wohnung gehört und sei nach draußen gegangen, um nachzusehen, worauf er Porter mit einer Schusswaffe in der Hand gesehen habe.

Das DHS behauptet, der Beamte habe sich als Strafverfolgungsbeamter zu erkennen gegeben und P. habe die Waffe auf ihn gerichtet. Der Beamte habe ihn aufgefordert, die Waffe abzulegen, doch er soll dem nicht nachgekommen sein, woraufhin der Beamte das Feuer eröffnet habe, so der Sender.

P.‘s Familie und ihr Anwalt sagten dem Sender jedoch, sie glaubten nicht, dass der Beamte für eine solche Situation ausgebildet gewesen sei und er stattdessen die örtlichen Polizeibehörden hätte rufen sollen.

Glen Burnie, Maryland (24. Dezember 2025): ICE-Beamte schießen Fahrer an – nach verursachtem Überfahren?

WBAL-TV berichtete, dass ICE-Beamte an Heiligabend eine Person angeschossen hätten, die versucht haben soll, sie zu überfahren. Der Fahrer wurde in stabilem Zustand ins Krankenhaus gebracht, meldete der Sender. Der Vorfall wurde von der Polizei des Anne Arundel County und dem FBI untersucht.

St. Paul, Minnesota (21. Dezember 2025): Schüsse durch ICE-Beamte – nach mutmaßlichen Bissen und angefahrenen Beamten

Im Dezember gaben ICE-Beamte Schüsse auf einen kubanischen Einwanderer ab, dem vorgeworfen wurde, zwei Beamte mit einem SUV angefahren zu haben, berichtete die Associated Press. Ihm wurde außerdem vorgeworfen, einen Beamten gebissen zu haben. Er wurde nicht verletzt, und die Verletzungen der Beamten waren nicht lebensbedrohlich. Der Mann soll 2024 in die USA eingereist sein.

Washington, D.C. (13. November 2025): ICE-Beamter schießt bei Verfolgungsjagd

Ein ICE-Beamter der Homeland Security Investigations eröffnete im November während einer Verfolgungsjagd mit dem Auto in D.C. das Feuer. Niemand wurde von den Schüssen getroffen, berichtete WJLA-TV. Der Schusswaffeneinsatz ereignete sich, nachdem Strafverfolgungsbehörden versucht hatten, ein Fahrzeug wegen eines Verkehrsverstoßes anzuhalten, der Fahrer jedoch zu fliehen versuchte. Die Behörden erklärten, der Beamte habe seine Waffe abgefeuert, nachdem der Fahrer des Fahrzeugs in einen Streifenwagen gefahren sei.

Ontario, Kalifornien (30. Oktober 2025): ICE-Schüsse nach Auseinandersetzung mit Autofahrer

Im Oktober schoss ein Einwanderungsbeamter in Ontario, Kalifornien, auf einen US-Bürger namens Carlos J.. Sein Anwalt sagte ABC News, J. sei auf dem Weg zu seiner Arbeit bei einer örtlichen Tafel gewesen, als die Fahrzeuge der Beamten den Verkehr blockierten. Er habe sie gebeten, „damit fertig zu werden“, worauf ihm Aggression entgegengeschlagen sei. Das DHS erklärte, der Mann habe versucht, sein Fahrzeug um sie herum zu manövrieren und sei durch die Heckscheibe angeschossen worden, so sein Anwalt.

Bundesanwälte erklärten hingegen, der Beamte habe in Notwehr geschossen, nachdem es zu einer „verbalen Auseinandersetzung“ gekommen sei, und der Fahrer habe „nach vorne gesetzt, das Lenkrad eingeschlagen und dann beschleunigt rückwärts gefahren, wodurch der Beamte befürchtete, er würde ihn und ein weiteres Auto treffen“, heißt es in der Klageschrift, über die ABC berichtete.

Phoenix, Arizona (29. Oktober 2025) und Los Angeles, Kalifornien (21. Oktober 2025): Schüsse bei Verkehrskontrollen

Einen Tag zuvor wurde ein Mann von einem ICE-Beamten während einer Verkehrskontrolle nahe Phoenix beschossen. Während der Kontrolle setzte der Fahrer an, davonzufahren, und ein Beamter schoss, nachdem er um sein Leben gefürchtet habe, teilte das DHS dem Nachrichtenportal Arizona’s Family mit.

Auch bei einer Verkehrskontrolle in Los Angeles im Oktober fielen Schüsse. Ein undokumentierter Einwanderer wurde beschuldigt, versucht zu haben, sich der Festnahme zu entziehen, indem er mit seinem Auto ein Polizeifahrzeug rammte, berichtete ABC News. Ein ICE-Beamter gab daraufhin „Abwehrschüsse“ ab, die den Mann am Ellenbogen trafen. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht.

Chicago, Illinois (4. Oktober 2025): ICE-Beamter rammt wohl Auto – schießt dann auf Frau

Nach Angaben von Reuters schoss ein ICE-Beamter im Oktober nach einem Unfall auf eine US-Bürgerin. Die Bürgerin, Marimar M., sagte, das Fahrzeug des Beamten habe „in ihr Auto gerammt“, doch die Staatsanwaltschaft stellte den Schusswaffeneinsatz als Notwehr dar, berichtete das Medium.

Franklin Park, Illinois (12. September 2025): Tödlicher ICE-Schusswaffeneinsatz bei Verkehrskontrolle

Außerhalb von Chicago kam es im September zu einem tödlichen Schusswaffeneinsatz unter Beteiligung eines ICE-Beamten, berichtete WLS. Bei einer Verkehrskontrolle soll ein Mann, der Ziel einer Ermittlung war, sein Auto in Richtung der Beamten gelenkt und versucht haben, sich der Festnahme zu entziehen.

Black Forest, Colorado (31. Juli 2025): ICE-Schüsse auf Fahrer – der wohl flieht

Im Juli gaben ICE-Beamte in einer Stadt nahe Colorado Springs Schüsse auf ein Fahrzeug ab, nachdem ein Verdächtiger versucht haben soll, sein Fahrzeug in die Beamten zu steuern, berichtete KRCC. Ein ICE-Sprecher sagte dem Medium, die Verdächtigen seien aus ihrem Fahrzeug geflohen, und es seien keine Verletzten gemeldet worden.

Was die Politiker sagen: Nach dem tödlichen ICE-Schusswaffeneinsatz in Minneapolis

Frey auf einer Pressekonferenz über ICE nach dem tödlichen Schusswaffeneinsatz am Mittwoch: „Wir wollen euch hier nicht haben. Euer erklärter Grund, in dieser Stadt zu sein, ist, irgendeine Art von Sicherheit zu schaffen, und ihr tut exakt das Gegenteil.“

Trump auf Truth Social: „Ich habe mir gerade den Ausschnitt des Vorfalls angesehen, der sich in Minneapolis, Minnesota ereignet hat. Es ist schrecklich anzusehen. Die schreiende Frau war offensichtlich eine professionelle Unruhestifterin, und die Frau, die das Auto fuhr, war äußerst unordentlich, behinderte und leistete Widerstand und hat dann den ICE-Beamten gewaltsam, vorsätzlich und bösartig überfahren, der sie offenbar in Notwehr erschossen hat.“

Der demokratische Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, auf X: „Ich habe das Video gesehen. Glaubt dieser Propagandamaschine nicht. Der Bundesstaat wird sicherstellen, dass es eine vollständige, faire und zügige Untersuchung gibt, um Verantwortlichkeit und Gerechtigkeit zu gewährleisten.“

Wie es weitergeht: Untersuchungen nach ICE-Schusswaffeneinsatz in Minneapolis dauern an

Der Schusswaffeneinsatz am Mittwoch in Minneapolis wird weiterhin untersucht. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © KEREM YUCEL/AFP

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