Ukraine-Krieg aktuell: USA und Russland mit neuem Plan für Kriegsende – Maximalforderungen von Putin
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Christian Stör
Paula Völkner
Felix Durach
Simon Schröder
Franziska Schwarz
Auf Ternopil gibt es einen verheerenden russischen Angriff. Die Trump-Regierung arbeitet wohl an einem neuen Friedensplan. News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Update, 9:15 Uhr: Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) hat den angeblichen US-Friedensplan für die Ukraine kritisiert. „Es mutet etwas an, als ob Putin damit Kriegsziele erreichen könnte, die er auf dem Schlachtfeld nicht erreicht hat. Und das wäre sicherlich ein Ergebnis, das nicht akzeptabel wäre“, sagte Frei in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv. In den europäischen Hauptstädten war zu dem Plan wenig bekannt. Aus EU-Kreisen hieß es, dass es Gespräche der USA mit beiden Kriegsparteien gebe, den neuen Plan habe man aber noch nicht gesehen. Auch der Kanzleramtschef sagte, ihm persönlich sei der Friedensplan nicht bekannt gewesen.
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Kallas mahnt – Europa muss bei Friedensplan mit am Tisch sitzen
Update, 8:40 Uhr: Angesichts eines neuen US-Friedensplans für die Ukraine hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas die Beteiligung Kiews und Brüssels angemahnt. „Damit jedweder Friedensplan funktioniert, müssen die Ukrainer und die Europäer an Bord sein“, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Die Europäer begrüßten „jede Bemühung“ für einen „langfristigen Frieden“, betonte sie. In dem Konflikt gebe es „einen Angreifer und ein Opfer“, sagte Kallas mit Blick auf Russlands Angriffskrieg in der Ukraine.
Ukraine-Krieg aktuell: US-Friedensplan trifft Kiew im ungünstigen Moment
Update, 6:40 Uhr: Die angebliche Wiederannäherung zwischen den USA und Russland trifft die Ukraine in einem doppelt ungünstigen Moment. An der Front im Osten ist der Fall der lange umkämpften Stadt Pokrowsk nur noch eine Frage der Zeit. Auch weiter südlich hat die ukrainische Armee Stellungen räumen müssen. Innenpolitisch steht Präsident Selenskyj unter Druck wegen eines Korruptionsskandals, der bis in sein Umfeld reicht. Zwei Minister mussten bislang zurücktreten. Nach Selenskys Rückkehr von einer Auslandsreise werden für heute weitere Gespräche in Parlament und Regierung über personelle Konsequenzen erwartet. In Kiew wird auch über eine Entlassung von Andrij Jermak diskutiert, der als Leiter des Präsidentenbüros als mächtig gilt.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Update, 20. November, 5:15 Uhr: Die Ukraine gerät durch einen angeblich von der US-Führung mit Moskau im Geheimen ausgehandelten Friedensplan unter Druck. Von dem angegriffenen Land verlange der Rahmenentwurf große Zugeständnisse, berichtete die Financial Times unter Berufung auf am Gesprächsprozess beteiligte Personen. Die Ukraine solle die umkämpften Gebiete Donezk und Luhansk vollständig räumen und ihre Armee halbieren. Der neue Plan entspricht nach Einschätzung der Financial Times weitgehend bekannten russischen Forderungen an Kiew. Vor dem Hintergrund der Berichte steht für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heute in Kiew ein Treffen mit einer US-Militärdelegation an. In
Ukraine-Krieg aktuell: USA handeln mit Russland geheimen Friedensplan aus
Update, 22:31 Uhr: Neue Details zum Ukraine-Friedensplan der USA: Der Plan der USA sieht neben Gebietsabtretungen und einer Verkleinerung der Armee wohl vor, dass die Ukraine all ihre Langstreckenwaffen abgibt. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen ranghohen ukrainischen Vertreter. Somit scheint der Plan die Maximalforderungen von Russlands Machthaber Wladimir Putin zu enthalten.
„Eine wichtige Nuance ist, dass wir nicht wissen, ob dies wirklich Trumps Geschichte ist“ oder „die seines Umfelds“, erklärte der ukrainische Vertreter, der zuvor über den Plan in Kenntnis gesetzt worden war. Es sei zudem „unklar“, was Russland im Gegenzug bereit sei zu tun, zitiert die Nachrichtenagentur.
Ukraine-Krieg aktuell: US-Militärdelegation führt Gespräche in Kiew
Update, 22:05 Uhr: Während Washington an Kiew einen Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Kriegs übermittelt haben soll, führt eine US-Militärdelegation Gespräche in Kiew, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal berichtete von einem Treffen mit Daniel Driscoll, dem für das Heer zuständigen Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium.
Neben dem Zivilbeamten Driscoll gehören der Delegation nach US-Medienberichten drei Generäle und andere Offiziere an. Sie sollen auch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj sprechen. Der Besuch der Delegation wird als Taktik der USA gedeutet, das Gespräch mit Kiew auf militärische Fragen zu verlagern. Dort sieht es derzeit nicht gut aus für die ukrainische Armee, sie muss an vielen Stellen vor russischen Dauerangriffen zurückweichen.
Ukraine-Vertreter bestätigt US-Friedensplan und nennt Details
Update, 20:48 Uhr: Ein ranghoher ukrainischer Vertreter hat gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, dass die Ukraine von den USA einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erhalten hat. Der Plan sieht demnach eine Abtretung der von Russland kontrollierten Gebiete und eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Armee vor. Auch die Krim soll Halbinsel Kiew demzufolge abtreten. US-Medien hatten zuvor von geheimen Gesprächen zwischen Washington und Moskau berichtet, bei denen der Plan entstanden sein soll.
Update, 20:00 Uhr: Die USA und Russland haben Medienberichten zufolge im Geheimen einen neuen Plan für ein Kriegsende in der Ukraine ausgearbeitet. Von dem angegriffenen Land verlangt der Rahmenentwurf große Zugeständnisse, wie die Financial Times unter Berufung auf beteiligte Personen berichtete.
Die Ukraine solle demnach die umkämpften Gebiete Donezk und Luhansk vollständig räumen und Einschränkungen bei ihrer Bewaffnung hinnehmen. Laut „Axios“ wurde der Plan Ende Oktober von Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff und dem Moskauer Vertreter Kirill Dmitrijew ausgehandelt. Kremlsprecher Dmitri Peskow dementierte jedoch neue Vorschläge zwischen Russland und den USA für ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Update, 18:47 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin hat Spekulationen über seinen Gesundheitszustand eine klare Absage erteilt. Bei einem öffentlichen Auftritt in Moskau bestätigte der 73-Jährige eine kürzliche Krankenhaus-Untersuchung und betonte: „Gott sei Dank war alles gut.“ Die zweitägige Kontrolle habe er mit einer Übernachtung absolviert.
Putin, der seit über dreieinhalb Jahren den Ukraine-Krieg führt, sieht sich regelmäßig mit Gerüchten über seine Verfassung konfrontiert. Der Kreml inszeniert den Staatschef traditionell als kraftvollen Anführer – von Wildnis-Fotos mit nacktem Oberkörper bis hin zu Aufnahmen im Kampfjet-Cockpit.
EU-Außenminister beraten über Putins Schattenflotte im Ukraine-Krieg
Update, 17:28 Uhr: Die EU-Außenminister treffen sich am Donnerstag in Brüssel, um unter anderem über ihr weiteres Vorgehen gegen die sogenannte russische Schattenflotte zu beraten (ab 08:30 Uhr). Als Schattenflotte werden die oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland Sanktionen umgeht, insbesondere das Öl-Embargo. Seit Februar hat die EU bereits mehr als 400 dieser Schiffe auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Für Deutschland nimmt Außenminister Johann Wadephul (CDU) an dem Treffen teil.
Update, 16:23 Uhr: Ukrainische F-16-Kampfjets haben seit August 2024 insgesamt 1300 „Luftbedrohungen“ abgeschossen. Das teilte die ukrainische Luftwaffe am Dienstag auf Facebook mit. „Durch die Anwendung eigener innovativer Taktiken sowohl bei Luft-zu-Luft- als auch bei Luftverteidigungsoperationen erzielen ukrainische Besatzungen weiterhin konstant starke Ergebnisse bei der Abwehr feindlicher Angriffe“, hieß es in der Mitteilung. Bei dem heutigen russischen Angriff hätten F-16- und Mirage-2000-Piloten mindestens zehn russische Marschflugkörper abgefangen und abgeschossen. Die ersten F-16-Lieferungen erhielt die Ukraine 2024 von den Niederlanden und Dänemark.
Abschiebung aus den USA: 45 Ukrainer müssen zurück in ihr Heimatland
Update, 15:44 Uhr: Fünfzig ukrainische Staatsangehörige sind nach ihrer Abschiebung aus den USA über Polen in die Ukraine zurückgekehrt. Das berichtet die Kyiv Post. Die Gruppe aus 45 Männern und fünf Frauen passierte am Montag den Grenzübergang Schehyny, wie Andrij Demtschenko von der ukrainischen Grenzschutzbehörde der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform bestätigte.
Laut der ukrainischen Botschafterin in Washington, Olha Stefanyschyna, gehören die 50 Personen zu einer größeren Gruppe von etwa 80 Ukrainern, die zur Abschiebung vorgesehen waren. Alle Abgeschobenen verfügen über ukrainische Staatsbürgerschaftsdokumente oder Rückkehrbescheinigungen, so Demtschenko weiter.
Update, 15.15 Uhr: Die Opferzahlen in Ternopil erhöhen sich weiter: Nach Behördenangaben sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Es gebe nach den russischen Luftschlägen auf Wohnviertel in der Stadt auch mindestens 73 Verletzte, darunter 16 Kinder, wie der Zivilschutz bei Telegram mitteilte. Es seien zwei neunstöckige Gebäude getroffen und beschädigt worden.
Russland teilt im Ukraine-Krieg mit: Aktuell kein Kontakt zu Trump-Gesandtem Witkoff
Update, 14.50 Uhr: Die USA und Russland sollen laut einem „Axios“-Bericht aktuell Geheimgespräche über die Ukraine führen. Jetzt gab Moskau an, derzeit keine Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zu unterhalten – Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte jedoch, dass Witkoff jederzeit in Russland willkommen sei.
Peskows Aussage erfolgte über die staatliche Nachrichtenagentur Ria Nowosti, wie Reuters berichtet. Witkoff wurde von US-Präsident Donald Trump als Sondergesandter für den Nahen Osten und den Ukraine-Krieg ernannt und könnte eine Schlüsselrolle in künftigen diplomatischen Gesprächen spielen.
Update, 14.06 Uhr:Neuigkeiten über die aktuelle Lage in Ternopil:Die Zahl der Todesopfer wird zur Stunde mit 19 angegeben. Bei dem russischen Luftangriff auf die Stadt in der Westukraine handelte es sich um einen der schwersten Luftschläge im Ukraine-Krieg der jüngsten Zeit.
Eine Rakete traf ein Wohnhaus in Ternopil. Unter den Getöteten waren auch Kinder. Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete die jüngsten Attacken als „massive“ Angriffe auf die Westukraine. „Jeder schamlose Angriff auf das alltägliche Leben zeigt, dass der Druck auf Russland unzureichend ist“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu auf X.
Nach Anschlag auf Bahnstrecke: Polen vermutet Sabotage durch Putins Russland
Update, 13.50 Uhr: Polen will das russische Konsulat in Danzig schließen. Hintergrund seien die mutmaßlichen Sabotageakte auf eine Bahnstrecke, teilte der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski mit. Polen vermutet, dass Russland dahinter steckt. Das Konsulat in Danzig war das letzte, das Russland in Polen noch betrieb, schreibt Reuters.
Update, 13.25 Uhr: Die USA haben der Ukraine nach Angaben eines Insiders mehrere Vorschläge zur Beendigung des Krieges „signalisiert“. Washington habe diese bereits mit Russland besprochen, sagte ein ranghoher ukrainischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
Kiew sei jedoch nicht an der Ausarbeitung der Vorschläge beteiligt gewesen. Der Insider machte keine weiteren Angaben zu den konkreten Inhalten der amerikanischen Friedensvorschläge.
Ukraine-Krieg aktuell: Delegation aus den USA in Kiew – Gespräche über Friedensmöglichkeiten
Update, 12.41 Uhr: Eine US-Delegation unter Leitung von Heeres-Staatssekretär Dan Driscoll ist in Kiew eingetroffen. Es handelt sich um eine „Mission zur Faktenerhebung“ im Auftrag der Regierung von US-Präsident Donald Trump, wie die US-Botschaft in Kiew mitteilte.
Vorgesehen sind Treffen mit ukrainischen Vertretern und Gespräche darüber, wie ein Ende vom Ukraine-Krieg möglich wäre, berichtet Reuters.
Ukraine-Krieg aktuell: Vorfall mit russischem Spionageschiff
Update, 12.10 Uhr: Großbritannien hat einen gefährlichen Zwischenfall mit dem russischen Spionageschiff „Jantar“ gemeldet. Von Bord des Schiffs seien Laser auf britische Piloten gerichtet worden, die das Schiff überwachen sollten.
Verteidigungsminister John Healey warnte vor „militärischen Optionen“, falls die „Jantar“ zur Bedrohung werden sollte, wie Reuters berichtet. Das Schiff kartiert Unterseekabel und befindet sich aktuell am Rande britischer Gewässer nördlich von Schottland. Laserstrahlen gegen Piloten dienen typischerweise deren Blendung.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland startet mehr als 480 Attacken in einer Nacht
Update, 11.39 Uhr: Schwierige Lage in der Westukraien: Bei einem russischen Luftangriff auf die Stadt Ternopil sind mindestens zehn Menschen getötet und 37 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten befinden sich zwölf Kinder, wie Innenminister Ihor Klymenko mitteilte.
Parallel dazu registrierte die ukrainische Flugabwehr in der Nacht 442 russische Drohnenangriffe und mehr als 40 Attacken mit Marschflugkörpern landesweit.
Erstmeldung: Die US-Regierung hat einem Medienbericht zufolge einen umfassenden Friedensplan für die Ukraine entwickelt. Der 28-Punkte-Plan soll unter Einbeziehung Russlands den Krieg beenden und wurde bereits mit europäischen Partnern besprochen, wie die Webseite Axios unter Berufung auf Insider in den USA und Russland berichtet. Der Plan orientiert sich an dem Friedensplan für den Gazastreifen. US-Sondergesandter Steve Witkoff soll die Verhandlungen leiten, während Russland von Kirill Dmitrijew vertreten wird.
Beinhalten soll der Plan Frieden in der Ukraine, Sicherheitsgarantien, Sicherheit in Europa und die künftige Beziehung der USA zu Russland. Witkoff habe den Plan bereits mit dem ukrainischen Sicherheitsberater Rustem Umerow Anfang der Woche in Miami erörtert, hieß es laut Axios von ukrainischer Seite. Ein US-Insider habe gesagt, dass die US-Regierung auch bereits europäische Partner informiert habe. Vom US-Präsidialamt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.