Stoltenberg spricht beim Gipfel in Madrid

Nato-Generalsekretär Stoltenberg: «Die Ukraine kann so lange auf uns zählen, wie es nötig ist»

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Der Generalsekretär sichert der Ukraine weitere Hilfe zu

Nato-Gipfel in Madrid: Die Nato sagt der Ukraine weitere Unterstützung gegen Russland zu – von Kommunikationsmitteln über medizinische Versorgung bis zur Ausrüstung.

Madrid - Die Nato hat der Ukraine weitere Unterstützung bei der Verteidigung gegen die russische Invasion zugesagt. Die 30 Mitgliedstaaten hätten ein umfassendes Paket vereinbart, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch beim Gipfel des Bündnisses in Madrid. Dazu gehörten sichere Kommunikationsmittel, Treibstoff, medizinische Versorgung, Schutzwesten und Ausrüstung zur Bekämpfung von Minen sowie chemischen und biologischen Bedrohungen. Auch Hunderte tragbare Drohnenabwehrsysteme seien Teil des Pakets.

«Längerfristig werden wir die Ukraine bei der Umstellung von Ausrüstung aus der Sowjet-Ara auf moderne Nato-Ausrüstung unterstützen», sagte Stoltenberg. «Die Ukraine kann so lange auf uns zählen, wie es nötig ist. Die Verbündeten werden weiterhin umfangreiche militärische und finanzielle Hilfe leisten.»

Stoltenberg erhob schwere Vorwürfe gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin. «Der Krieg von Präsident Putin gegen die Ukraine hat den Frieden in Europa erschüttert und die größte Sicherheitskrise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst», sagte er. «Die Nato hat mit Stärke und Einigkeit reagiert.» 

Die Nato sieht die von den Menschen gemachten Veränderungen des Klimas als zunehmendes Sicherheitsrisiko.

«Der Klimawandel ist eine bestimmende Herausforderung unserer Zeit mit einer gewichtigen Wirkung für die Bündnissicherheit. Er vervielfacht Risiken», heißt es in einer Erklärung, die der Nato-Gipfel in Madrid am Mittwoch verabschiedete. Beschlossenes Ziel ist es demnach, den Ausstoß von Treibhausgasen im politischen Betrieb und in den militärischen Strukturen zu verringern.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte zuvor angekündigt, die Verteidigungsallianz wolle ihre Emissionen bis 2030 um mindestens 45 Prozent senken. Bis 2050 solle die Nato klimaneutral werden. (dpa)

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