Neue Daten: Donald Trumps Zustimmung bei Millennials steigt leicht
Laut einer Umfrage verbessert sich Trumps Zustimmungswert unter Millennials geringfügig. Trotz des Anstiegs bleibt der Präsident im Negativbereich.
Washington, D.C. – Die Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump haben sich unter Wählern der Millennial-Generation leicht verbessert. Das zeigen neue Daten aus der regelmäßigen Umfrage von The Economist/YouGov, die die politische Stimmung in den USA misst. Obwohl die Werte weiterhin negativ ausfallen, verzeichnen die Meinungsforscher einen Anstieg um drei Prozentpunkte.
US-Präsident Donald Trump verzeichnet laut neuen Umfragen leichte Zugewinne bei Millennials – bleibt in der Altersgruppe jedoch weiter im Negativbereich.
Demnach stieg Trumps Netto-Zustimmungswert in dieser Altersgruppe – grob Menschen, die zwischen 1981 und 1996 geboren wurden – von minus 19 Prozentpunkten im September auf minus 16 Punkte im Dezember. Damit hat sich die Lücke zwischen Zustimmung und Ablehnung etwas verringert, auch wenn die Mehrheit der Millennials seine Amtsführung weiterhin ablehnt. Newsweek bat das Weiße Haus per E-Mail um eine Stellungnahme.
Trumps Zustimmung bei Millennials steigt leicht – warum die Wählergruppe wichtig ist
Millennials bilden laut dem Pew Research Center inzwischen die größte Altersgruppe in den USA. Sie haben die Babyboomer zahlenmäßig überholt und gelten als zunehmend wahlentscheidend. Ihre Unterstützung zu stabilisieren, wird deshalb gerade mit Blick auf die Zwischenwahlen im November 2026 eine zentrale Rolle spielen.
Auch in langfristigen politischen Strategien beider Parteien wird die Millennial-Generation als Schlüsselgruppe gesehen. Ihr Wahlverhalten ist häufig stark themenorientiert und reagiert sensibel auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Entsprechend genau wird jede Veränderung in Umfragen beobachtet.
So stark schwankten Trumps Zustimmungswerte in den vergangenen Monaten
In der Umfrage vom 26. bis 29. September lag Trumps Netto-Zustimmungswert bei Millennials bei minus 19 Punkten. Damals gaben 37 Prozent der Befragten an, seine Arbeit zu unterstützen, während 56 Prozent sie ablehnten. Dieser Wert verschlechterte sich in der Erhebung vom 31. Oktober bis 3. November zunächst auf minus 28 Punkte, mit nur noch 33 Prozent Zustimmung und 61 Prozent Ablehnung.
Die jüngste Economist/YouGov-Umfrage zeigt nun einen erneuten Anstieg. Laut den aktuellen Daten stimmen 39 Prozent Trump zu, während 54 Prozent ihn ablehnen. Daraus ergibt sich ein Netto-Zustimmungswert von minus 15 Punkten, was den leichtesten Negativwert seit mehreren Monaten darstellt.
Was hinter dem leichten Anstieg der Trump-Zustimmung steckt
Unklar ist, welche Faktoren zum jüngsten Anstieg beigetragen haben. Die Meinungsforscher erheben keine detaillierten Angaben dazu, welche Ereignisse oder Themen die Einstellungen der Befragten beeinflussen könnten. Im Oktober hatte ein Stillstand der Regierung zu Verzögerungen bei staatlichen Dienstleistungen geführt, was sich auf die Umfragewerte ausgewirkt haben könnte.
Mark Shanahan, Politikwissenschaftler an der University of Surrey, sagte gegenüber Newsweek, es handele sich um „eine winzige Verschiebung bei einem Präsidenten, der in den Umfragen deutlich unter Wasser liegt“. Er betonte, dies spiegele eher „eine weniger schlechte Woche“ wider als eine gute. Für Millennials seien Themen wie Klimawandel, Studienverschuldung und steigende Lebenshaltungskosten zentral – und an diesen Rahmenbedingungen habe sich kaum etwas geändert.
Generation Z zeigt ähnliche Trends – aber weiter breite Ablehnung
Shanahan wies darauf hin, dass die jetzige Messung eher als Anomalie betrachtet werden müsse. Weniger als ein Jahr nach Beginn von „Trump 2.0“ seien langfristige Trends wichtiger als einzelne Ausschläge in einer Umfrage. Zudem hätten selbst Trendlinien rund elf Monate vor den Zwischenwahlen nur begrenzte Aussagekraft.
Parallel zeigen andere Daten, dass Trumps Zustimmungswerte auch unter Wählern der Generation Z zuletzt gestiegen sind. Dort erhöhte sich der Netto-Wert laut Umfragen von minus 55 Punkten im Oktober auf minus 34 Punkte im November. Dennoch bleibt Trump in dieser jüngsten Altersgruppe weiterhin deutlich im Negativbereich.
Landesweite Zustimmung bleibt für Trump historisch niedrig
Breiter angelegte Umfragen fallen für Trump negativer aus. Eine aktuelle Economist/YouGov-Erhebung zeigt, dass seine landesweite Zustimmung seit seiner Rückkehr ins Amt im Januar auf den niedrigsten Stand gefallen ist. Insgesamt 39 Prozent unterstützen seine Arbeit, während 58 Prozent sie ablehnen, was einem Netto-Zustimmungswert von minus 19 Punkten entspricht.
Auch eine neue I&I/TIPP-Umfrage weist auf anhaltende Skepsis in der Bevölkerung hin. Dort kommt Trump auf einen Netto-Wert von minus 3 Prozentpunkten bei 44 Prozent Zustimmung und 47 Prozent Ablehnung. Die Zahlen zeigen, wie unterschiedlich einzelne Erhebungen ausfallen können, je nach Methodik und Stichprobe.
Wie Trump selbst auf sinkende Umfragewerte reagiert
Trump kommentierte Anfang des Monats die Berichterstattung über Umfragen auf seiner Plattform „Truth Social“. Er schrieb: „So viele Fake Polls werden von den Radical Left Media verbreitet, alle stark zugunsten der Demokraten und der Far Left Wingers verzerrt … Fake News werden sich nie ändern, sie sind böse und korrupt, aber während ich meine schöne Umgebung betrachte, sage ich zu mir selbst: ‚Oh, sieh mal, ich sitze im Oval Office!‘“ Seine Wortwahl zeigt, wie stark er weiterhin auf Medienkritik setzt.
Seine Berater betonen regelmäßig, dass nur interne Daten verlässlich seien und äußere Messungen politisch motiviert verzerrt würden. Der Präsident nutzt seine Plattform häufig, um auf Kritik direkt zu reagieren und seine Anhängerschaft zu mobilisieren. Auch dieses Mal sorgte die Äußerung für breite Diskussionen.
Mit dem Fortschreiten seiner Präsidentschaft wird genau beobachtet, wie sich Trumps Zustimmungswerte in verschiedenen Altersgruppen entwickeln. Besonders die Millennials bleiben dabei ein entscheidender Faktor, da sie künftig eine immer stärkere Rolle im Wählergefüge spielen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der leichte Anstieg ein dauerhafter Trend ist oder nur eine Momentaufnahme. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)