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Ukraine-Krieg: Selenskyj nennt Angriff auf Charkiw „reinen Terrorismus“ – General beziffert Putins Verluste

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News zum Ukraine-Krieg: Die Lage an der Front bleibt angespannt. Nach dem Charkiw-Angriff spricht Selenskyj von „Terrorismus“. Neue Details zu Operation „Spinnennetz“.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. In unserem neuen Ukraine-Ticker halten wir Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Update vom 8. Juni um 6.15 Uhr: Knapp eine Woche nach dem verheerenden Drohnenangriff der Ukraine auf Ziele in Russland schätzt der deutsche Generalmajor Christian Freuding, dass Wladimir Putin durch den Schlag wohl knapp 10 Prozent der strategischen Bomberflotte Russlands verloren hat. „Nach unserer Einschätzung wurden mehr als ein Dutzend Flugzeuge beschädigt, strategische Bomber vom Typ TU-95 und TU-22 sowie Überwachungsflugzeuge vom Typ A-50“, sagte der Soldat in einem Podcast, über den Reuters berichtet.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Bezogen auf die A-50-Flugzeuge sagte Freuding: „Wir gehen davon aus, dass sie nicht mehr als Ersatzteile verwendet werden können. Das ist ein Verlust, da nur noch eine Handvoll dieser Flugzeuge existieren.“ Und weiter: „Was die Langstreckenbomberflotte betrifft, so wurden unserer Einschätzung nach zehn Prozent davon bei dem Angriff beschädigt“, fügte Freuding hinzu.

Schwerste Angriffe auf Charkiw im Ukraine-Krieg: Selenskyj spricht von „Terrorismus“

Update, 20.15 Uhr: Russland hat nach den schwersten Luftangriffen seit Kriegsbeginn auf die ostukrainische Stadt Charkiw laut Behörden am frühen Abend erneut Gleitbomben im Stadtzentrum abgeworfen. Eine 30 Jahre alte Frau sei getötet worden, teilte Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Demnach gab es auch mehr als 40 Verletzte, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. „Das macht militärisch keinen Sinn. Reiner Terrorismus“, sagte er.

Russland habe vier Gleitbomben im Stadtzentrum abgeworfen; zwei Gebäude einer Kindereisenbahn, Zugwaggons und zwei Privathäuser seien beschädigt worden, sagte Synjehubow. Es handele sich um einen beliebten Ort, an dem Familien samstags ihre Freizeit verbringen.

Ukrainischer Großangriff auf Putin-Stützpunkte: Bundeswehr liefert Einschätzung

Update, 19.10 Uhr: Bei der ukrainischen Großoperation gegen russische Stützpunkte mit Drohnen wurden nach deutscher Einschätzung rund zehn Prozent der russischen Langstreckenbomberflotte beschädigt oder zerstört. Dies sagte Generalmajor Dr. Christian Freuding im Bundeswehr-Podcast „Nachgefragt“. „Es wird nicht morgen oder übermorgen zu einer Abnahme russischer Luftangriffe führen“, sagte Freuding. Schließlich würden immer noch rund 90 Prozent der russischen Langstreckenflotte zur Verfügung stehen. Allerdings könne Russland die zerstörten Flieger nicht nachproduzieren und somit ersetzen. Das werde zur größeren Beanspruchung der vorhandenen Flotten führen.

Update, 14.56 Uhr: Das Koordinierungshauptquartier für die Behandlung von Kriegsgefangenen hat russische Behauptungen zurückgewiesen, die Ukraine habe einen für das Wochenende geplanten Gefangenenaustausch und die Rückführung von Leichen verschoben. Das geht aus einer Mitteilung der Einrichtung hervor. Zugleich gab es Kritik an der Gegenseite. Die Ukraine habe für den Austausch Listen vorgelegt, die den in Istanbul vereinbarten Kategorien entsprächen, teilte das Koordinationshauptquartier mit. Russland habe jedoch Listen vorgelegt, die diesen Vereinbarungen nicht entsprächen. „Bezüglich der Rückführung der Leichen wurde zwar eine Einigung erzielt, jedoch kein Termin vereinbart.“

Gefangenenaustausch im Ukraine-Krieg verzögert sich – Russland beschuldigt Kiew

Update,14.29 Uhr: Russland hat die Ukraine zur Umsetzung eines vereinbarten Gefangenenaustauschs und der Übernahme von 6000 getöteten Soldaten aufgefordert. Die russische Seite warte mit 1212 tiefgefrorenen Leichen in Kühlschränken am Übergabepunkt, teilte Moskaus Verhandlungsführer Wladimir Medinski bei Telegram mit. Auch die anderen Überreste seien auf dem Weg. Zudem sei der Ukraine für den geplanten neuen Gefangenenaustausch eine Liste mit 640 Inhaftierten übergeben worden. Vereinbart hatten beide Seiten am Montag in Istanbul den Austausch von 1200 Gefangenen, darunter Unter-25-Jährige, Verletzte und Schwerkranke.

Update, 13.55 Uhr: Russland hat sich zu den Angriffen in der Nacht geäußert. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass die russischen Streitkräfte mit hochpräzisen Langstreckenwaffen und Drohnen militärische Ziele angegriffen hätten. „Das Ziel der Angriffe wurde erreicht. Alle vorgesehenen Ziele wurden getroffen“, erklärte das Ministerium laut Reuters. Die Ukraine spricht dagegen davon, dass in Charkiw private Wohngebäude, Bildungs- und Infrastruktureinrichtungen angegriffen worden seien.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Generalstab im Kiew meldet Abschuss eines russischen Su-35-Kampfjets

Update, 11.55 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe hat eigenen Angaben zufolge am Morgen einen russischen Su-35-Kampfjet abgeschossen. Die erfolgreiche Operation der Luftwaffe habe sich in Richtung Kursk ereignet, verkündete das Militär über Telegram, wie Reuters berichtete. Zusätzliche Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben. Eine Stellungnahme der russischen Streitkräfte zu diesem Vorfall steht noch aus. Reuters konnte die Angaben bislang nicht unabhängig überprüfen.

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben einen Su-35-Kampfjet abgeschossen. (Archivbild)

Luftangriffe im Ukraine-Krieg nehmen aktuell an Intensität zu

Update, 11.25 Uhr: Die Luftangriffe im Ukraine-Krieg dauern unvermindert an. In der Nacht ist die Ukraine nach Angaben ihres Militärs mit insgesamt 206 Drohnen, zwei ballistischen sowie sieben anderen Raketen von Russland angegriffen worden. Die Luftabwehr habe 87 Drohnen abgeschossen. 80 weitere seien Attrappen ohne Sprengköpfe gewesen oder verschwunden. Das bedeutet in der Regel, dass sie durch elektronische Störmanöver abgelenkt wurden. Zehn Orte seien getroffen worden.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Update, 10.20 Uhr: Die Angriffe im Ukraine-Krieg gehen weiter. Die Attacke von Russland auf Charkiw war besonders heftig, aber auch die Ukraine hat Russland erneut mit Drohnen überzogen. Davon betroffen war auch die Hauptstadtregion Moskau. Drei Flughäfen mussten nach Behördenangaben den Betrieb vorübergehend einstellen.. 

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland attackiert Charkiw

Update, 9.25 Uhr: So einen schweren Angriff hat Charkiw im Ukraine-Krieg noch nicht erlebt. Die Zerstörungen sind enorm. Bürgermeister Ihor Terechow zufolge sind 18 Wohnblöcke und 13 Privathäuser beschädigt worden. Auf Bildern waren schwere Zerstörungen an den Gebäuden zu sehen – mit vielen unbewohnbaren Wohnungen.

Update, 8.30 Uhr: Charkiw ist von Russland massiv angegriffen worden. Bürgermeister Ihor Terechow schrieb bei Telegram von drei Toten bei den Schlägen auch gegen Wohnhäuser. 21 Menschen seien verletzt worden, darunter ein Säugling und ein 14-jähriges Mädchen. An verschiedenen Orten in der zweitgrößten Stadt des Landes schlugen nach Darstellung des Bürgermeisters 48 Drohnen, zwei Raketen und vier Gleitbomben ein. Infolge der Angriffe, die am frühen Morgen andauerten, seien mehrere Brände ausgebrochen.

Update vom 7. Juni, 6.30 Uhr: Bei massiven russischen Luftangriffen auf die ostukrainische Stadt Charkiw hat es in der Nacht Berichten zufolge mehrere Opfer gegeben. „Charkiw erlebt derzeit den stärksten Angriff seit Beginn des Krieges. In den letzten anderthalb Stunden waren mindestens 40 Explosionen in der Stadt zu hören“, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram. An verschiedenen Orten schlugen sogenannte Kamikaze-Drohnen, Raketen und Gleitbomben ein, wie die Nachrichtenagentur RBK-Ukraine berichtete.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew arbeitet an Selenskyj-Trump-Treffen und nennt mögliches Datum

Update, 21.21 Uhr: Das Präsidialamt der Ukraine soll sich um ein Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump am Rande des G7-Gipfels im Juni bemühen. Andrii Jermak, Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, erklärte im ukrainischen Fernsehen, dass dies eines der Ziele des jüngsten Besuchs einer ukrainischen Delegation in den USA gewesen sei. Jermak sprach von einem „wichtigen Schritt in der Vorbereitung“ auf ein weiteres Gespräch zwischen Selenskyj und Trump über den Ukraine-Krieg gewesen. Der Gipfel findet vom 15. bis 17. Juni in Kanada statt.

Ukraine-Krieg aktuell: Trump will Russland-Sanktionen verwässern

Update, 20.27 Uhr: US-Präsident Donald Trump scheint die bevorstehenden Sanktionen gegen Russland abschwächen zu wollen. Im US-Senat befürworten über 80 der 100 Senatoren einen Gesetzentwurf, der härtere Sanktionen gegen Wladimir Putin und Russland vorsieht. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge setze Trump und das Weiße Haus den republikanischen Senator Lindsey Graham unter Druck, um ihn dazu zu bewegen, den Entwurf abzuschwächen. Die geplanten Sanktionen würden Länder mit einem US-Importzoll von 500 Prozent belegen, die weiterhin russisches Öl und andere Rohstoffe erwerben. Senator Graham und der demokratische Senator Richard Blumenthal hatten den Entwurf am 1. April im Senat eingebracht.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland meldet verhinderten Drohnenangriff Kiews

Update, 19.13 Uhr: Russische Sicherheitskräfte berichten, dass sie einen Drohnenangriff auf eine militärische Anlage verhindert und den Verdächtigen getötet haben. Die russische Nationalgarde gab am Freitag bekannt, dass der Mann in der Region Rjasan, südöstlich von Moskau, versucht habe, Drohnen mit Granaten zu starten. „Während der Festnahme leistete der Kriminelle bewaffneten Widerstand und wurde neutralisiert.“

Die Nationalgarde veröffentlichte Videoaufnahmen einer Überwachungskamera. Diese zeigen einen maskierten Mann, der in einem Feld kniet und mit einer Drohne arbeitet. Danach flieht er vor den bewaffneten Einsatzkräften. Auf den Aufnahmen sind keine Schüsse zu hören. Vor Ort fand die Nationalgarde nach eigenen Angaben eine Pistole sowie zwei Drohnen, die mit Granaten bestückt und startbereit waren.

Angriff auf Russlands Militärluftbasen – Ölraffinerie in Engels getroffen: Ukraine-Krieg aktuell

Update, 17.17 Uhr: Ukrainische Medien berichten, dass die Ukraine neben dem Angriff auf den Flughafen Brjansk auch andere strategisch bedeutende Ziele in Russland getroffen haben soll. Ukrainische Drohnen sollen die Luftbasis Engels im Saratow Oblast angegriffen haben. Der Kyiv Independent meldet, dass nach dem Angriff eine Ölraffinerie in Engels in Flammen gestanden habe. Auf dem Militärstützpunkt sind Bomberflugzeuge der Typen Tu-95 und Tu-160 stationiert.

Laut der Kyiv Post sollen zudem der russische Militärflugplatz Djagilewo und die Rüstungsproduktionsanlage „Progress“ bei Mitschurinsk getroffen worden sein. Andriy Kovalenko, der Leiter des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, erklärte über die russische Produktionsstätte: „Von hier aus bezieht Russland die Komponenten für seine Raketen- und Artilleriesysteme.“

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew trifft russische Flugbasen – Helikopter wohl bei Luftangriff zerstört

Update, 16.33 Uhr: Berichten zufolge hat die Ukraine möglicherweise erfolgreich den Flughafen in Brjansk in Russland angegriffen. Diese Information stammt vom Kyiv Independent. In der Nacht des 6. Juni habe eine ukrainische Drohne einen russischen Mi-8 Helikopter zerstört. Zudem sei ein Mi-35 Helikopter bei diesem Angriff beschädigt worden. Der Luftangriff sei vermutlich Teil einer umfassenderen ukrainischen Operation gewesen, bei der das ukrainische Militär mehrere russische Luftbasen ins Visier genommen habe.

Update, 15.54 Uhr: Russland hat in der Nacht zum Freitag erneut heftige Luftangriffe auf die Ukraine durchgeführt. Meaghan Mobbs, die Tochter des US-Sonderberaters Keith Kellogg, der für die Ukraine zuständig ist, äußerte sich dazu auf der Social-Media-Plattform X. An ihren Vater schrieb sie: „Laute Nacht in Kiew, Dad.“ Sie ergänzte: „Vielleicht liegt es an den Explosionen und Schüssen mitten in der Nacht, aber ich habe das seltsame Gefühl, dass die Russen keinen Frieden wollen.“

Keith Kellogg selbst hat sich bisher nicht zu den russischen Angriffen geäußert. Mobbs ist Präsidentin der R.T. Weatherman Foundation, die die Ukraine mit medizinischen Geräten versorgt und humanitäre Hilfe in der Region bereitstellt.

Ukraine-Krieg aktuell: Kreml verärgert über Trump-Analogie – Peskow: „existenzielle Frage“

Update, 14.44 Uhr: Der Kreml zeigte sich verärgert über einen Vergleich von US-Präsident Donald Trump, der den Krieg in der Ukraine mit einem heftigen Streit zwischen Kleinkindern gleichsetzte. In Moskau äußerte Kremlsprecher Dmitri Peskow, dass Trump möglicherweise dieser Ansicht sei. „Aber für uns ist das eine existenzielle Frage, eine Frage unserer nationalen Interessen, eine Frage unserer Sicherheit, der Zukunft unserer Kinder, der Zukunft unseres Landes“, erklärte Peskow laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass.

Peskow ging nicht auf Russlands Rolle als Aggressor im Konflikt ein. Er behauptete, Russland kämpfe, weil der Westen sämtliche Moskauer Vorschläge zur Konfliktlösung abgelehnt habe. Tatsächlich hat Russland einen von der Ukraine und den USA unterstützen Vorschlag über eine bedingungslose 30-tägige Waffenruhe bisher abgelehnt.

Erstmeldung: Moskau/Kiew – Es war abzusehen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin auf die ukrainischen Drohnenangriffe auf Militärflugplätze reagieren würde. US-Präsident Donald Trump sagte nach einem Telefonat mit Putin, dieser habe „sehr deutlich gesagt“, dass eine Reaktion im Ukraine-Krieg folgen müsse. In der Nacht zum Freitag (6. Juni) nahm Russland deswegen erneut mit Raketen und Drohnen die ukrainische Hauptstadt Kiew ins Visier. Doch auch der Ukraine gelangen wohl erneut erfolgreiche Schläge gegen Russland.

Unklar ist jedoch noch, ob es sich bei dem groß angelegten Angriff um die von Präsident Putin angekündigte Vergeltung für den Drohnenangriff auf die russischen Bomber handelt oder ob diese noch aussteht. Im Rahmen der „Operation Spinnennetz“ hatte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU am Sonntag (31. Mai) mehrere Flugplätze im russischen Hinterland angegriffen. Dabei wurden nach SBU-Angaben über 40 Flugzeuge zerstört oder schwer beschädigt. Russland äußerte sich bislang nicht zu den Verlusten bei der Aktion im Ukraine-Krieg.

News zum Ukraine-Krieg: Ukraine greift erneut russische Flugplätze an

Parallel zu den Angriffen auf Kiew meldete das russische Verteidigungsministerium den Abschuss von 174 Drohnen über den Gebieten Brjansk, Rostow, Saratow, Woronesch, Kaluga, Kursk, Orjol, Rjasan, Tula, Belgorod, Tambow und der seit 2014 annektierten Halbinsel Krim. „Zudem sind über dem Schwarzen Meer drei Lenkwaffen vom Typ Neptun-MD von der Flugabwehr zerstört worden“, heißt es in der Mitteilung weiter. Trotz der Meldungen soll es in Russland erneut mehrere Einschläge gegeben haben.

Auch in der Region Brjansk gab es einen Einschlag in der Nähe eines Militärflugplatzes. Auf Videos von Anwohnern ist ein großer Feuerball zu sehen. Zudem sind mehrere Explosionen zu hören. Laut dem unabhängigen Militärblogger Jan Matwejew deutet dies darauf hin, dass ein Munitionslager getroffen wurde. Möglich, dass die ukrainischen Truppen im Ukraine-Krieg erneut Putins Flugplätze ins Visier genommen hatten.

Währenddessen sind die Verluste an der Front im Ukraine-Krieg weiter hoch. Der ukrainische Generalstab meldete am Freitagmorgen (6. Juni), dass innerhalb von 24 Stunden 1160 russische Soldaten getötet oder verwundet wurden.

KategorieVerluste (in den letzten 24 Stunden)
Soldaten993.910 (+1160)
Panzer10889 (+2)
Artillerie28794 (+44)
Mehrfachraketenwerfer1406 (0)
Drohnen39193 (+174)

Die von der Ukraine gemeldeten Verluste nähern sich damit weiter unaufhaltsam der Millionen-Marke. Sollten sich die Verluste Russlands in den kommenden Tagen ähnlich entwickeln wie in den letzten Wochen, dürfte Russland in der kommenden Woche den traurigen Meilenstein überschreiten. Die Zahlen lassen sich jedoch nicht unabhängig überprüfen. (Redaktion mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Daniel Cardenas/Imago

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