F-16 Jets für die Ukraine: USA kündigt Ausbildung für Piloten an
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Lucas Maier
Jens Kiffmeier
Christian Stör
Stefan Krieger
Russland greift die Ukraine in der Nacht mit Raketen an. Die Ukraine will Vormarsch im Süden beschleunigen. USA kündigen F-16-Ausbildung für Piloten an. Der News-Ticker.
Unfall in der Ukraine: Drei ukrainische Piloten bei Zusammenstoß ihrer Kampfjets getötet
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Die aktuelle Entwicklung in der Ukraine dokumentieren wir in unserem neuen Newsticker.
Update vom 27. August, 22.50 Uhr: Ab September sollen in den USA ukrainische Piloten ausgebildet werden. Darauf haben sich US-Präsident Joe Biden und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits am Donnerstag (24. August) in einem Telefonat geeinigt, wie die Nachrichtenplattform globalpulsenews unter Berufung auf das Weiße Haus berichtet.
Auch Griechenland, Dänemark und die Niederlande bilden ukrainische Piloten an F-16 Kampfjets aus. Außerdem haben mehrere Länder, unter anderem auch Dänemark, die Niederlande und Norwegen, F-16 Kampfjets für die Ukraine in Aussicht gestellt. Wie viele Piloten genau in den USA ausgebildet werden, wurde laut globalpulsenews nicht mitgeteilt. Es soll lediglich von „mehreren“ Piloten die Rede gewesen sein. Zudem sollen auch Dutzende in der Flugzeugwartung geschult werden.
„Der Kanzler muss sich nicht hinter den USA verstecken“: Merz pocht auf Taurus-Lieferung
Update vom 27. August, 20.41 Uhr: Frieden statt Krieg: Angesichts langsamer Fortschritte bei der Gegenoffensive schließt die Ukraine eineVerhandlung über die Krim nicht aus. So rechnet Wolodymyr Selenskyk mit Gesprächen, sobald die ukrainischen Truppen das Festland vor der Halbinsel befreit hätten, wie er in einem TV-Interview am Sonntagabend sagte. „Wenn wir uns an der administrativen Grenze zur Krim befinden, glaube ich, dass es möglich sein wird, die Entmilitarisierung Russlands auf der Halbinsel politisch voranzutreiben“, sagt er. Auf diese Weise gebe es weniger Opfer. „Ich glaube, das wäre so besser, vor allem für die, die das verwirklichen werden. Jeglicher Krieg ist mit Verlusten verbunden.“
Update vom 27. August, 18.40 Uhr: Zwischenfall über dem Schwarzen Meer:Wegen einer US-Aufklärungsdrohne hat das russische Militär nach eigenen Angaben einen Kampfjet aufsteigen lassen. Luftüberwachungssysteme hätten ein Ziel über dem Meer erkannt, welches sich auf den russischen Luftraum zubewegt habe, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag. Daraufhin sei ein Jagdflugzeug vom Typ Su-30 entsandt worden, um das Flugobjekt zu identifizieren und eine Verletzung der Grenze zu verhindern. Der russischen Militärführung zufolge drehte die Drohne vom Typ MQ-9A „Reaper“ daraufhin ab, auch der Kampfjet kehrte zurück.
Ukraine arbeitet sich bei Gegenoffensive im Süden weiter vor
Update vom 27. August, 18.08 Uhr: Die ukrainische Armee arbeitet sich nach Angaben eines Sprechers nach dem Durchstoßen der russischen Verteidigungslinie bei Robotyne weiter Richtung Süden vor. Die nächsten Ziele seien die Dörfer Nowoprokopiwka, Mala Tokmatschka und Otscheretuwate. Das sagte der Offizier Oleksander Schtupun, Sprecher der Truppen in diesem Frontabschnitt, am Sonntag im ukrainischen Fernsehen. Die russische Luftwaffe verstärke dort zwar ihre Angriffe, Schtupun deutete dies aber als Zeichen, dass die erschöpfte russische Artillerie und Infanterie dem ukrainischen Vorstoß nicht mehr viel entgegenzusetzen habe.
Ukraine-Krieg: Friedrich Merz pocht auf Taurus-Lieferung
Update vom 27. August, 16.45 Uhr: Die Ukraine drängt auf die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern, doch Deutschland zögert: Das Zaudern der Bundesregierung stößt nun bei der Opposition auf massive Kritik. So warf Friedrich Merz (CDU) dem deutschen Kanzler Olaf Scholz (SPD) jetzt im ARD-Sommerinterview vor, sich hinter den USA wegzuducken. „Ein deutscher Bundeskanzler muss sich nicht hinter dem amerikanischen Präsidenten verstecken“, forderte der Unionsfraktionschef mehr Selbstbewusstsein in der Frage. Bislang hatte Scholz seine Zögerlichkeit immer damit begründet, dass er ohne die Nato-Verbündeten keine Alleingänge wagen wolle.
Ukraine-Krieg: Mehrere Regionen unter Raketenbeschuss geraten
Update vom 27. August, 6.50 Uhr: Mehrere Regionen in der Ukraine sind Berichten zufolge am frühen Sonntagmorgen (28. August) unter Raketenbeschuss geraten. Unter anderem wurde in den Außenbezirken Kiews die Luftabwehr aktiviert, wie die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt bei Telegram mitteilte.
Auch der Gouverneur von Tscherkassy, Ihor Taburez, schrieb in seinem Telegram-Kanal, dass das zentralukrainische Gebiet die Luftabwehr aktiviert habe. Über Schäden oder Opfer war zunächst nichts bekannt. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.
Ukraine-Krieg: Kiew setzt „völlig moderne“ Rakete ein
Update vom 26. August, 22.00 Uhr: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in dieser Woche eine „neue, völlig moderne“ Rakete eingesetzt. Bei dem Angriff war ein russisches Luftverteidigungssystem vom Typ S-400 auf der Krim zerstört worden. Die in der Ukraine hergestellte Rakete funktioniere „einwandfrei“, sagte Olexij Danilow, Sekretär des Nationalen Rates für Sicherheit und Verteidigung, im ukrainischen Radio.
Update vom 26. August, 20.15 Uhr: Im Ukraine-Krieg halten die russischen Angriffe weiter an. Der ukrainische Generalstab meldete bis 18 Uhr Ortszeit drei Raketen-, 34 Luftangriffe und 34 Angriffe mit Raketenwerfern auf ukrainische Stellungen und Ortschaften. Die ukrainische Offensivoperation in Richtung Melitopol laufe dagegen weiter, die Armee verschanze sich „an den erreichten Linien“.
Update vom 26. August, 18.20 Uhr: Trotz des von Russland verkündeten Aus für das Getreideabkommen mit der Ukraine ist ein Schüttgutfrachter aus dem Hafen von Odessa ausgelaufen. Das Schiff hat nach Angaben des Schiffsdatenerfassers Marinetraffic am Samstagmorgen Odessa verlassen und ist auf dem Weg nach Warna in Bulgarien. Die „Primus“ ist bereits der zweite Frachter, der trotz der von Russland wieder verhängten Seeblockade über ukrainische Häfen aus Odessa ablegt.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Drei ukrainische Piloten bei Zusammenstoß ihrer Kampfjets getötet
Update vom 26. August, 16.45 Uhr: Beim Zusammenstoß zweier ukrainischer Kampfjets sind drei Piloten ums Leben gekommen. Der Unfall mit den Militärflugzeugen des Typs L-39 habe sich am Freitag über der Region Schytomyr, westlich der Hauptstadt Kiew, ereignet, teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Es laufe eine Untersuchung zu den Ursachen. Den Familien der Piloten sprach die Luftwaffe ihr Beileid aus.
Update vom 26. August, 15.25 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte gehen davon aus, die schwierigste russische Verteidigungslinie im Süden des Landes durchbrochen zu haben. Daher könnten sie nun schneller vorrücken, sagte ein Kommandeur mit dem Decknamen Kombat der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir haben die Hauptstraßen, die vermint waren, passiert. Wir kommen zu den Linien, an denen wir vorrücken können. Ich bin sicher, dass wir von hier aus schneller vorankommen werden“, sagte Kombat.
Russischer Beschuss im Osten der Ukraine
Update vom 26. August, 12.30 Uhr: Bei russischem Beschuss im Osten der Ukraine sind nach Angaben der dortigen Behörden zwei Menschen getötet worden. Es habe auch einen Verletzten gegeben, als ein Café in dem Dorf Podoly getroffen worden sei, schreibt der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synehubow, auf Telegram.
Podoly war kurz nach der russischen Invasion im Februar 2022 von russischen Soldaten besetzt, im September aber von ukrainischen Truppen zurückerobert worden. Die russische Armee hat in den vergangenen Wochen versucht, an der Front in der Region Charkiw vorzurücken. Die ukrainische Armee spricht zwar von schwierigerer gewordenen Kämpfen. Die eigenen Stellungen würden aber erfolgreich verteidigt. Zu dem Bericht über den jüngsten Angriff in Podoly gab es vorerst keine Reaktion aus Moskau. Russland weist Vorwürfe, Zivilisten ins Visier zu nehmen, stets zurück.
Update vom 26. August, 9.30 Uhr: Die russische Luftabwehr hat am frühen Samstagmorgen erneut eine Drohne über Moskau abgeschossen, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Laut Nachrichtenagentur TASS hatten die drei großen Moskauer Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo am Freitag wegen ukrainischer Drohnenangriffe vorübergehend ihren Betrieb ausgesetzt.
Kampfjets vom Typ F-16 für den Ukraine-Krieg: Selenskyj macht Druck
Erstmeldung vom 26. August: Kiew – Die ukrainische Staatsführung drängt zur Eile, um die ihr zugesagten Kampfjets vom Typ F-16 möglichst bald gegen den Aggressor Russland einsetzen zu können. „Unser Ziel ist, uns an den Zeitpunkt anzunähern, da die F-16 uns helfen, die russischen Terroristen fernzuhalten. So schnell wie möglich“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitagabend auf der Plattform X, vormals Twitter. Neben den Niederlanden und Dänemark hat auch Norwegen F-16-Lieferungen an die Ukraine zugesagt.
Insgesamt geht es um Dutzende Flugzeuge. Der genaue Lieferzeitpunkt ist nicht klar. Mit den Kampfjets will die Ukraine bei ihrer Gegenoffensive die Schlagkraft gegen die russischen Angriffe erhöhen und vor allem ihren Luftraum - gemeinsam mit den Flugabwehrsystemen - besser schützen als bisher. Russland hingegen droht damit, dass der Krieg durch den Einsatz der Kampfjets noch blutiger werde.
„Unser Auslandsteam arbeitet daran, die Trainingsmissionen so gut wie möglich zu erweitern“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. „Unser Militär bereitet die Infrastruktur so schnell wie möglich vor und schickt Piloten und Ingenieure zur Ausbildung. Wir müssen sichergehen, dass die Ukraine voll und ganz bereit ist.“ Zuvor hatte er gesagt, dass die F-16 geliefert werden sollen, sobald die Piloten die Ausbildung abgeschlossen hätten.
Ukrainische Drohnenangriffe auf die Krim
Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben der Geheimdienst SBU und Kiews Streitkräfte nach einem Bericht der Ukrajinska Prawda mit Drohnen militärische Stellungen angegriffen. Es gebe Dutzende Tote und Verletzte, berichtete das Internetportal am Freitag (25. August) unter Berufung auf informierte Kreise beim Geheimdienst SBU. Veröffentlicht wurde auch ein Foto von Rauchwolken. Demnach soll die 126. Brigade der russischen Schwarzmeerflotte in dem Dorf Perewalnoje unweit der Krim-Hauptstadt Simferopol angegriffen worden sein.
Auch andere ukrainische Medien berichteten darüber. Informationen dazu von russischer Seite gab es zunächst nicht. Die Angaben waren unabhängig nicht überprüfbar.
Die Drohnen schlugen den Berichten zufolge unter Umgehung der russischen Flugabwehr auch in ein Munitionslager ein. Auch Militärtechnik sei schwer beschädigt worden, hieß es. Die russischen Besatzer seien auf die Spezialoperation des Geheimdienstes SBU und der ukrainischen Streitkräfte nicht vorbereitet gewesen.
In der Vergangenheit hatten das russische Verteidigungsministerium und die Behörden auf der Krim immer wieder den Abschuss von ukrainischen Drohnen gemeldet. Die Ukraine nimmt seit Wochen verstärkt Ziele auf der von Russland bereits 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel ins Visier. Das Land, das sich seit mehr als anderthalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg mit westlicher Militärhilfe verteidigt, will bei seiner laufenden Gegenoffensive alle besetzten Gebiete befreien, darunter die Krim. (Mit Agenturmaterial)