Russischer Angriffskrieg

Raketeneinschlag in Polen: Sunak sieht Russland als grundverantwortlich, Slowakei bekundet Beistand

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Im Gespräch mit Justin Trudeau und Wolodymyr Selenskyj sprich Premierminister Rishi Sunak sich für eine umfassende Ermittlung und Grundschuld Russlands am Raketeneinschlag in Polen aus.

Großbritanniens neuer Premierminister Rishi Sunak sieht die grundsätzliche Schuld des Raketeneinschlags in Polen bei den russischen Angreifern.

Nusa Dua/Bratislava - «Das Wichtigste ist, anzuerkennen, warum die Ukraine Raketen einsetzen muss, um ihr Heimatland, die Ukraine, zu verteidigen», sagte Sunak am Mittwoch am Rande des G20-Gipfels auf Bali zu Berichten, wonach es sich um eine ukrainische Flugabwehrrakete gehandelt haben könnte. «Es muss sein Heimatland gegen eine illegale und barbarische Angriffsserie Russlands verteidigen.»

Nach Angaben der Downing Street telefonierten Sunak und der kanadische Premierminister Justin Trudeau gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus Kiew. Dabei hätten sie auf die Notwendigkeit einer umfassenden Untersuchung hingewiesen. «Sie betonten, dass unabhängig vom Ergebnis dieser Untersuchung die Invasion von (Kremlchef Wladimir) Putin in der Ukraine direkt für die andauernde Gewalt verantwortlich sei», hieß es in London.

Slowakei steht Polen zur Seite

Spitzenpolitiker der selbst an die Ukraine grenzenden Slowakei haben Polen Solidarität aus Bratislava zugesichert. Präsidentin Zuzana Caputova mahnte in der Nacht auf Mittwoch aber auch: «Warten wir eine klare Einschätzung der Gesamtsituation ab.» Dann werde es eine gemeinsame Reaktion der Slowakei gemeinsam mit den Nato-Verbündeten geben, die «wohlüberlegt, vernünftig und angemessen» sein werde. Caputova ist als Staatsoberhaupt auch formelle Oberbefehlshaberin der slowakischen Streitkräfte. Das Land ist seit 2004 Nato-Mitglied.

Ministerpräsident Eduard Heger und Verteidigungsminister Jaroslav Nad sicherten Polen ihre volle Unterstützung zu. «Wir sind bereit, ein verantwortungsvoller Verbündeter zu sein», erklärte Heger in einer offiziellen Erklärung während der Nacht. (dpa)

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