G7-Gipfel in Kanada: US-Sanktionen gegen Russland? Merz mit „vorsichtigem Optimismus“
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Felix Busjaeger
Nail Akkoyun
Simon Schröder
News-Ticker zum G7-Gipfel in Kanada: Trump reist die Veranstaltung rasch an sich. Merz warnt vor einer Ausweitung des Nahost-Konflikts.
Update, 21.30 Uhr: Friedrich Merz hat zum Abschluss des G7-Gipfels in Kanada die Hoffnung auf baldige weitere Sanktionen der USA gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges geäußert. „Ich gehe mit dem vorsichtigen Optimismus zurück nach Deutschland, dass es auch in Amerika in den nächsten Tagen hier Entscheidungen geben wird, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen“, sagte Merz am Dienstag vor seiner Abreise vor Journalisten.
Zur Haltung der G7-Staaten gegenüber der Ukraine sagte Merz: „Es bleibt dabei, wir werden die Ukraine weiter militärisch unterstützen.“ Hierüber gebe es einen „Konsens nicht nur in der Europäischen Union, sondern auch in der Gruppe der G7“. Russland habe es weiterhin „alleine in der Hand, diesen Krieg zu beenden“.
Nach der Abreise von Donald Trump am Vortag habe an den Sitzungen US-Finanzminister Scott Bessent teilgenommen, sagte Merz weiter. Bei der Sitzung, an welcher der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilgenommen habe, hätten die Gesprächspartner „vor allem die Frage behandelt: Wie schaffen wir es, Russland möglichst bald an den Verhandlungstisch zu bekommen?“
Zu den Ergebnissen des Gipfels sagte Merz, dieser sei „weitaus erfolgreicher, als ich es am Anfang gedacht habe“. Die G7-Staaten hätten zu allen sieben Themen „einvernehmliche gemeinsame Erklärungen“ abgegeben.
G7-Gipfel in Kanada: Macron verkündet Veranstaltungsort für 2026
Update, 20.42 Uhr: Auf der Social-Media-Plattform X verkündete der französische Präsident Emmanuel Macron, dass der kommende G7-Gipfel erneut in Frankreich abgehalten wird. In einem kurzen Video war zu lesen: „Nach dem Gipfel im französischen Biarritz 2019 folgt Evian 2026.“
Drohende Nahost-Eskalation: Warum Donald Trump den G7-Gipfel vorzeitig verlassen hat
Update, 20.05 Uhr: Warum hat Donald Trump den G7-Gipfel vorzeitig verlassen? Vermutlich wegen der sich zuspitzenden Situation im Konflikt zwischen Israel und dem Iran. Kaum in Washington, D.C. angekommen, berief Trump einen nationalen Sicherheitsrat ein, um die aktuelle Lage im Nahen Osten zu erörtern. Zuvor hatte er seine Rhetorik gegenüber dem Iran verschärft, was Spekulationen über ein mögliches militärisches Eingreifen der USA befeuerte.
Axios berichtete, dass Trump ernsthaft einen US-Angriff auf den Iran in Betracht ziehen solle. Diese Informationen basieren auf Aussagen anonymer US-Beamter, die mit der Angelegenheit vertraut sein sollen. Während seiner Rückreise vom G7-Gipfel äußerte sich der US-Präsident gegenüber der Presse an Bord der „Air Force One“. Er betonte, dass er keinen „Waffenstillstand“, sondern ein „echtes Ende“ des Krieges anstrebe.
Merz „zuversichtlich“ dass sich die EU mit Trump im Zollstreit einig wird
Update, 19.21 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz rechnet bis zum 9. Juli mit einem Handelsabkommen mit den USA, das jedoch nicht alle Sektoren umfassen wird. „Ich bin zuversichtlich, dass uns ein Abkommen gelingt“, äußerte der CDU-Politiker während eines ZDF-Interviews am Rande des G7-Gipfels in Kanada. Allerdings werde es sich um „kein sehr umfassendes Abkommen“ handeln, sondern nur einige bedeutende Branchen betreffen.
Besonders wichtig seien diese Sektoren für die deutsche Wirtschaft, betonte Merz und verwies dabei auf die Automobilindustrie als Beispiel. „Wir brauchen hier schnell eine Lösung, sonst wird es einfach zu teuer“, erklärte er in Bezug auf die von Trump eingeführten Importzölle von 25 Prozent. Merz hob zudem hervor, dass die EU die Verhandlungen im Namen aller Mitgliedstaaten führe. Ein eigenständiger Abschluss, wie ihn Großbritannien anstrebe, sei nicht möglich, fügte er hinzu.
Besuche im Weißen Haus: Trumps legendäre Momente im Oval Office
Am Rande des G7-Gipfels: Kanada sichert Selenskyj im Ukraine-Krieg Unterstützung zu
Update, 18.23 Uhr: Beim G7-Gipfel in den Rocky Mountains hat Kanada dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj weitere Unterstützung im Abwehrkampf gegen Russland zugesichert. Premierminister Mark Carney traf sich mit Selenskyj in Kananaskis und verkündete zusätzliche Sanktionen gegen Russland sowie Militärhilfe in Milliardenhöhe.
Selenskyj bedankte sich bei Carney und betonte: „Es ist wichtig für unsere Soldaten, auf dem Schlachtfeld stark zu sein, stark zu bleiben, bis Russland bereit ist für Friedensverhandlungen.“ Die Ukraine sei bereit für Friedensgespräche und eine bedingungslose Waffenruhe, doch sei dafür Druck auf Moskau erforderlich.
Update, 16.58 Uhr: US-Präsident Donald Trump hatte den Ausschluss von Wladimir Putin aus der G8 im Jahr 2014 als Fehler bezeichnet. Bundeskanzler Friedrich Merz widersprach ihm jedoch entschieden. „Ich halte den Ausschluss von Putin nach der Annexion der Krim aus dem G8-Format, wie es damals hieß, unverändert für richtig“, betonte Merz in einem Interview mit dem Sender Welt TV am Rande des zweiten Tages des G7-Gipfels in Kanada. Er fügte hinzu: „Wir sitzen hier in diesem Format nicht mit Kriegsherren zusammen und nicht mit Kriegsverbrechern zusammen. Und deswegen bleibt es auch dabei, dass Putin an diesem Tisch hier nichts zu suchen hat.“
Der G7-Gipfel geht heute ohne US-Präsident Donald Trump weiter. Gastgeber des Treffens ist der kanadische Premierminister Mark Carney (m.). Links der französische Präsident Emmanuel Macron. Ganz in hellblau gekleidet, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.
Merz beim G7-Gipfel in Kanada: Wie sieht der Zeitplan für den Bundeskanzler aus?
Update, 16.42 Uhr: Der G7-Gipfel wird heute fortgesetzt, auch wenn US-Präsident Donald Trump nicht länger anwesend ist. Um 17.00 Uhr steht für Friedrich Merz ein Treffen mit dem australischen Premierminister Anthony Albanese auf dem Programm. Eine Übersicht über alle weiteren Termine des Tages:
Uhrzeit (deutsche Zeit)
Punkt auf der Tagesordnung
17.00 Uhr
Merz trifft Australiens Premierminister Anthony Albanese
17.30 Uhr
Arbeitssitzung mit Selenskyj und Nato-Generalsekretär Rutte
18.30 Uhr
Abschlusssitzung der G7
18.45 Uhr
Merz trifft sich mit Macron und Meloni, Selenskyj, und EU-Vertretern
Arbeitssitzung der G7 mit Partnerländern zur Energiesicherheit
24.00 Uhr
Abschluss Pressekonferenz
Update, 14.51 Uhr: Trump hatte am Montagabend am Rande des Gipfels der G7-Staaten in Kanada ein Dekret unterzeichnet, mit dem eine Anfang Mai geschlossene Vereinbarung zwischen den Regierungen in London und Washington bestätigt wurde. Die Einigung sieht vor, dass die US-Zölle auf Autos aus Großbritannien von derzeit insgesamt 27,5 Prozent auf zehn Prozent sinken – so lange die Importe unter einer Schwelle von 100.000 Fahrzeugen pro Jahr bleiben. Bei der Präsentation beim G7-Gipfel kam es zu einer kuriosen Trump-Szene.
Im Mai war unter anderem auch verkündet worden, dass die Importaufschläge auf Stahl und Aluminium aus Großbritannien auf null gesetzt werden. Doch das von Trump nun unterzeichnete Abkommen sieht dies bislang nicht vor – Stahl und Aluminium bleiben mit einem Zollsatz von 25 Prozent belegt. Es werde weiter daran gearbeitet, das Problem der Zölle für die Metallindustrie zu lösen, versicherte die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander am Dienstag im Sender Sky News.
Update, 13.37 Uhr: Nach seiner Rückkehr vom G7-Gipfel sprach US-Präsident Donald Trump in Washington über den Handelsstreit mit der Europäischen Union. Er kritisierte die EU dafür, nicht genügend Kompromisse einzugehen. „Wir sind im Gespräch, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sie einen fairen Deal anbieten“, erklärte Trump am Dienstag vor Journalisten in Washington. Er ergänzte: „Entweder wir machen einen guten Deal oder sie zahlen einfach das, was wir sagen, dass sie zahlen sollen.“
Mit seiner Zollpolitik hat Trump weltweit Handelskonflikte mit Partnern ausgelöst. Anfang April führte der US-Präsident hohe zusätzliche Zölle gegen viele Länder ein, senkte diese jedoch kurz darauf für 90 Tage auf zehn Prozent. Für bestimmte Waren wie Autos und Autoteile gilt jedoch ein erhöhter Zollsatz von 25 Prozent. Trump drohte der EU mit weiteren Erhöhungen.
Nach vorzeitiger G7-Abreise: Trump will „echtes Ende“ des iranischen Atomprogramms
Update, 13.04 Uhr: US-Präsident Donald Trump strebt ein „echtes Ende“ des iranischen Atomprogramms an. Ihm gehe es nicht um eine bloße Waffenruhe, erklärte Trump laut mitreisenden Reportern während seiner vorzeitigen Abreise vom G7-Gipfel in Kanada: „Ein Ende, ein echtes Ende, nicht eine Waffenruhe, ein Ende.“
Völlig unerwartet hatte Trump den G7-Gipfel frühzeitig verlassen und dies mit der Krise im Nahen Osten begründet. Für die weitere Entwicklung des Konflikts zwischen den Erzfeinden Israel und Iran sei entscheidend, welche Maßnahmen Trump ergreift – die Bandbreite reicht von der Unterstützung einer Verhandlungslösung bis hin zu einem direkten Eingreifen in den Konflikt.
G7 und Co.: Bilder der Proteste gegen die Globalisierung
Update vom 17. Juni, 6.10 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben bei einem Gipfeltreffen in Kanada eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht und zu einer „Deeskalation“ im Nahen Osten aufgerufen. Im fortschreitenden Konflikt zwischen dem Iran und Israel müsse eine Lösung gefunden werden, die zu „einer Deeskalation der Feindseligkeiten im Nahen Osten führt, einschließlich eines Waffenstillstands im Gazastreifen“, heißt es in der Erklärung vom Dienstagmorgen, die auch von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet wurde.
Zugleich betonten die G7-Gipfelteilnehmer Israels „Recht, sich zu verteidigen und seine Zivilbevölkerung zu schützen. „Wir haben stets deutlich gemacht, dass der Iran niemals eine Atomwaffe haben kann“, heißt es in der Erklärung.
Update, 22.31 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz ist am Rande des G7-Gipfels in Kanada zu einem bilateralen Treffen mit US-Präsident Donald Trump zusammengekommen. In der Delegation des Kanzlers war von einem „Pull-Aside“ die Rede – im diplomatischen Sprachgebrauch beschreibt dies eine kurze, eher spontane bilaterale Unterredung am Rande einer größeren Veranstaltung. Zu Verlauf und Inhalt des Treffens verlautete zunächst nichts.
Ausblick auf das G7-Treffen in Kanada: Experte sieht Stabilität als oberste Priorität
Update, 20.42 Uhr: Welche Erwartungen haben die übrigen G7-Staaten an US-Präsident Donald Trump beim Gipfeltreffen in Kananaskis? Angesichts der globalen Krisenherde und des Handelsstreits gibt es viel zu diskutieren. Die EU zeigt sich jedoch wenig optimistisch. Dr. Sascha Lohmann vom „Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit“ äußerte sich im Vorfeld des Treffens in Kanada gegenüber der Frankfurter Rundschau von IPPEN.MEDIA: „Man möchte erstmal versuchen, diesen großen Unsicherheitsfaktor, wie der Präsident gegenüber der EU auftritt, weitestgehend zu reduzieren, um wieder eine gewisse Stabilität ins Verhältnis zu bringen.“
Gleich zu Beginn des G7-Gipfels sorgte Trump für Aufsehen, indem er den Ausschluss Russlands vom G8-Gipfel als „großen Fehler“ bezeichnete. Er fügte hinzu: „Ich glaube, es gäbe jetzt keinen Krieg, wenn Russland dabei wäre.“ Dr. Lohmann betonte im Hinblick auf den Ukraine-Krieg, dass insbesondere die EU und das Vereinigte Königreich „an vielen Fronten mit dieser Unsicherheit konfrontiert“ seien, da „nicht klar erscheint, inwiefern Washington noch als Partner gesehen werden kann oder teilweise dann eben auch als Rivale.“ Ob sich die G7-Staaten mit Trump bei den vielen Themen einig werden, wird sich in den kommenden Tagen des Gipfels zeigen.
Update, 19.38 Uhr: In den strapazierten Beziehungen zwischen den USA und Kanada haben beide Seiten auf dem G7-Gipfel versöhnliche Töne angeschlagen und die US-Seite hat Hoffnung auf eine Einigung im Zollstreit gemacht. Beide Länder hätten mit Blick auf den Handel „unterschiedliche Konzepte“, sagte US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit Kanadas Premierminister Mark Carney kurz vor dem offiziellen Start des G7-Gipfels in Kananaskis. Er selbst sei eine „Zoll-Person“, Carney habe eine komplexere Idee. Aber es sei „machbar“, dass sich beide Seiten einig würden.
G7-Gipfel in Kanada wird zur Trump-Show
Update, 19.01 Uhr: Es dauert nicht lange, bis der US-Präsident den G7-Gipfel in Kanada zur Trump-Show macht. In der Debatte über seine Migrationspolitik richtete Donald Trump erneut scharfe Worte gegen demokratisch regierte US-Städte und hat dabei insbesondere Chicago ins Visier genommen. „Sie haben einen wirklich schlechten Gouverneur in Chicago und einen schlechten Bürgermeister“, sagte er. Der demokratische Gouverneur von Illinois, J. B. Pritzker, sei „wahrscheinlich der schlechteste im ganzen Land“. In Los Angeles und New York sehe es nicht anders aus.
Trump wiederholte außerdem die Lüge, unter seinem demokratischen Amtsvorgänger Joe Biden seien 21 Millionen Migranten in die USA gelangt. Er sprach von „riesigen Zahlen“ an Schwerverbrechern, die sich vornehmlich in Großstädten aufhielten – und unterstellte den Demokraten, dort gezielt ihre Wählerschaft vergrößern zu wollen.
Update, 18.23 Uhr: Donald Trump hat den Ausschluss Russlands aus den G8 erneut scharf kritisiert. Kurz vor dem offiziellen Beginn des diesjährigen G7-Gipfels in Kanada beklagte Trump, die Entscheidung damals sei ein „großer Fehler“ gewesen. „Ich glaube, es gäbe jetzt keinen Krieg, wenn Russland dabei wäre“, sagte der US-Präsident bei einem Treffen mit Kanadas Premierminister Mark Carney mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Es mache die Sache deutlich schwieriger, dass Russlands Präsident Wladimir Putin nicht mehr mit am Tisch sitze.
Putin sei sehr beleidigt gewesen, als er aus der Runde verbannt worden sei, sagte Trump weiter. „So wie ich es wäre, so wie Sie es wären, so wie es jeder wäre.“ Der Kreml-Chef spreche deshalb mit niemandem außer mit ihm, betonte Trump. Momentan sei nicht der richtige Zeitpunkt, Russland wieder aufzunehmen, weil in der Zwischenzeit zu viel passiert sei, betonte er. Doch der Ausschluss damals sei falsch gewesen.
Erstmeldung: Berlin/Kananaskis – Die verschiedenen Herangehensweisen der G7-Führungskräfte gegenüber Donald Trump werden entscheidend für den Ausgang des kommenden Gipfeltreffens sein. Die Spitzenvertreter der sieben führenden Industriestaaten (G7) kommen am Montag (16. Juni) in den kanadischen Rocky Mountains zusammen. Während Bundeskanzler Friedrich Merz zum ersten Mal an diesem Format teilnimmt, richtet sich das Hauptaugenmerk auf US-Präsident Trump, der bekanntermaßen wenig Begeisterung für derartige internationale Kooperationen zeigt.
Die erste Begegnung zwischen dem Kanzler und Trump im Weißen Haus fand ohne Zwischenfälle statt – was in der Trump-Ära bereits als diplomatischer Erfolg gewertet werden kann. In Kanada beabsichtigt Merz jetzt, die Verbindung weiter zu festigen. Im Anschluss an die Zusammenkunft beschrieb er seine Strategie im Umgang mit der Trump-Administration folgendermaßen: „Man kann mit ihnen reden, aber man darf sich nicht einschüchtern lassen.“ Zudem betonte er: „Hören wir mal auf, mit erhobenem Zeigefinger und gerümpfter Nase über Donald Trump zu reden.“
Herausforderung für Merz beim G7-Gipfel wegen Trump
Laut einer Mitteilung des Berliner Kanzleramts vom Donnerstag besteht die „größte Herausforderung“ in Kananaskis darin, den Zusammenhalt der G7-Gemeinschaft zu bewahren und den unberechenbaren US-Präsidenten Donald Trump in die gemeinsamen westlichen Standpunkte zu integrieren.
Was genau ist der G7-Gipfel eigentlich?
Die Gruppe der Sieben ist ein jährliches Treffen der Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industrienationen: Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und den USA. Die Europäische Union nimmt als strategischer Partner teil, gilt aber nicht als offizieller Mitgliedsstaat.
Das Forum behandelt zentrale globale Herausforderungen von internationaler Sicherheit und Wirtschaftsstabilität bis zu Klimawandel und technologischem Fortschritt. Die G7 gestaltet globale Politiken und fördert Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit. Als informelle Gruppe ohne ständiges Sekretariat kann die G7 flexibel auf globale Entwicklungen reagieren und Lösungen für internationale Probleme entwickeln.
Der Gipfel in Kanada steht für den Kanzler „in der Fortsetzung seiner Reise nach Washington“. Ob eine zusätzliche Zweierbegegnung zwischen Merz und Trump stattfinden wird, ist gegenwärtig noch nicht geklärt. Die Bundesregierung rechnet nicht mit entscheidenden Fortschritten bei den zentralen Themen: Sie betrachtet das Gipfeltreffen vielmehr als „Zwischenetappe“, die möglicherweise das Fundament für weiterführende Gespräche schaffen könnte.
Alle Infos zum G7-Gipfel
Wann?
vom 15. bis 17. Juni 2025
Wo?
Kananaskis, Kanada inmitten des Rocky Mountain Gebirges
Wer nimmt teil?
die USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien und die EU
Themen beim G7-Gipfel mit Trump: Russland, Ukraine, Zölle und mehr
Hinsichtlich der Ukraine-Unterstützung wird voraussichtlich der Nato-Gipfel in Den Haag zum Monatsende ausschlaggebend sein. Vorbereitende Diskussionen in Kananaskis könnten jedoch „die Grundlage für einen erfolgreichen Nato-Gipfel“ schaffen, wie aus Berliner Kreisen verlautete. Bereits die Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Niveaus der US-Unterstützung für die Ukraine würde als Erfolg gewertet werden. Mit einer Übereinkunft bezüglich zusätzlicher Sanktionen gegen Russland oder einer gemeinsamen G7-Stellungnahme zur Ukraine wird beim Gipfel nicht gerechnet.