VonJana Stäbenerschließen
Auch in Ostdeutschland haben mehr als 100.000 Menschen gegen rechts demonstriert. Plakate der „mutigen Menschen“ zeigen, wer Courage hat.
Hunderttausende Menschen sind am Wochenende in ganz Deutschland gegen Rechtsextremismus (der auch die Bauernproteste unterwanderte), auf die Straßen gegangen. In München musste der Protest am Sonntag (21. Januar) wegen zu vielen Teilnehmern und Teilnehmerinnen abgebrochen werden. In Berlin kamen nach Schätzungen der Polizei ebenfalls bis zu 100.000 Demonstrierende mit Schildern gegen rechts zusammen.
Insgesamt 100.000 Menschen gingen in Leipzig und Dresden auf die Straße. Die Teilnehmerzahlen bei Protesten gegen rechts in Sachsen übertrafen alle Erwartungen. Auch in vielen kleineren Städten im Osten Deutschlands protestierten Tausende. In Erfurt machten sich nach Angaben der Polizei 6000 Menschen gegen rechts stark, in Halle waren es 16.000, in Chemnitz 12.000 und in Görlitz 2000.
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Demos gegen rechts: „Chapeau an alle Antifaschist*innen im Osten“
Ein Demoteilnehmer aus Bonn schreibt auf Threads ein paar Sätze über die Proteste in Ostdeutschland: „Im Rheinland ist es einfach: Hier kommt die AfD auf vier Prozent. Niemand von uns kennt Nazis. Aber wenn deine Nachbarin, dein Kollege, deine Mitschüler*innen Faschos sind? Dann braucht es wahre Courage. Chapeau an alle Antifaschist*innen im Osten.“
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Auch andere Personen sind einfach nur „wirklich glücklich“, wie viele Menschen am Wochenende in Ostdeutschland gegen rechts demonstriert haben und bedanken sich. „Ich freue mich neben den beeindruckenden Zahlen in den Großstädten insbesondere so viele Menschen in kleineren Städten auf der Straße gegen den Rechtsextremismus zu sehen. Und gerade über die mutigen Menschen in Ostdeutschland“, schließt sich auch die Extremismus-Expertin Pia Lamberty an.
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(Mit Material der dpa)
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