Panzer-Verluste Russlands: Ukrainer stemmen sich gegen Kursk-Gegenoffensive
VonPatrick Mayer
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Russland intensiviert seine Offensive in Kursk gegen die eingedrungenen ukrainischen Einheiten - Panzer-Verluste für Wladimir Putin inbegriffen.
Kursk - Die Grenzregion Kursk in Russland soll ein Faustpfand für Kiew in möglichen Verhandlungen mit dem Moskau-Regime und vermittelnden Drittstaaten im Ukraine-Krieg sein. Zu diesem Schluss kommen mittlerweile etliche Analysten und wissenschaftliche Beobachter des Blutvergießens.
Gefechte in Region Kursk: Wladimir Putin verliert in Russland etliche Panzer
Und so halten ein paar tausende ukrainische Soldaten wagemutig ihre Linien zwischen mehreren Dutzenden Dörfern und Siedlungen. Sie stehen einer zahlenmäßig massiven russischen Übermacht gegenüber. Mehr als 30.000 Soldaten soll der Kreml mittlerweile an diesen Frontabschnitt im eigenen Land gebracht haben, dabei (oder darunter) sollen tausende nordkoreanische Soldaten sein, die der Verbündete Kim Jong-un Russlands Autokraten Wladimir Putin gesandt hat.
During a Russian attack on Ukrainian positions in the Kursk region, a Russian BTR with infantry approaches a Ukrainian tank and receives a point-blank tank shot.https://t.co/VtOEC3Rdnmpic.twitter.com/grconBIqXv
Panzer-Verluste Russlands: Vogelwilder Angriff auf die ukrainischen Linien in Kursk
Und das teils in vogelwilden Angriffen. Das zeigt ein neuerliches Video von den Schlachtfeldern, das in den Sozialen Netzwerken kursiert. Es soll aus besagter Region Kursk stammen. Ort und Zeitpunkt der Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig verifizieren. Zu sehen ist ein russischer BTR-Radpanzer, dessen Besatzung in kurzem räumlichen Abstand direkt auf gleich zwei waffentechnisch völlig überlegene ukrainische Kampfpanzer mit Glattrohrkanonen zufährt.
Der russische BTR, dessen genaues Modell sich durch die Drohnenaufnahme aus der Luft nicht genau identifizieren lässt, wird daraufhin folgerichtig abgeschossen. Und zwar aus geschätzt vielleicht 50 Metern. Ein Kommentator schrieb bei X dazu: „Engster Panzereinsatz aller Zeiten.“ Ein ukrainischer Militärblogger merkte an: „Während eines russischen Angriffs auf ukrainische Stellungen in der Region Kursk nähert sich ein russischer Schützenpanzer mit Infanterie einem ukrainischen Panzer und wird aus nächster Nähe einen Panzerschuss.“
Russische Verluste im Ukraine-Krieg
getötete und verwundete russische Soldaten*:
650.000 (geschätzt)
militärische Fahrzeuge insgesamt**:
18.316
Kampfpanzer:
3446
Schützenpanzer:
4708
*Quellen: Generalstab in Kiew, amerikanischer Geheimdienst und britisches Verteidigungsministerium (Stand: Mitte Oktober 2024); **Quelle: Open-Source-Intelligence-Website Oryx, Stand: 17. Oktober
Ukraine-Vorstoß in Kursk: Putins russische Armee ist in Offensive übergegangen
Damit nicht genug: Hinter dem ersten steht ein zweiter ukrainischer Panzer und schießt ebenfalls, nachdem mehrere russische Fußsoldaten das Militärgefährt verlassen haben. Im Video sieht es so aus, als durchbohre die zweite Panzergranate den russischen BTR regelrecht und schlage schließlich hinter diesem im Feld ein, was sich ebenfalls nicht unabhängig überprüfen lässt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Ukrainer nach eigenen empfindlichen Verlusten in der Grenzregion längst schwer in der Defensive sind. Immer mehr brutale Videos mutmaßlich dort gefallener ukrainischer Soldaten machen bei X und bei Telegram die Runde.
Wie das unabhängige osteuropäische Medienprojekt Meduza schreibt, verstärken die russischen Streitkräfte ihre Bemühungen, die eingefallenen ukrainischen Truppen aus der Oblast Kursk zu vertreiben. Russischen Fallschirmjägern und Marinesoldaten sei es zuletzt in einem zweiten Versuch gelungen, die Dörfer Zelenyi Shlyakh und Novoivanovka zu erreichen. Und damit wichtige Verteidigungspositionen in der Nähe der Kleinstadt Sudschha. Sollte es den russischen Einheiten gelingen, schreibt Meduza, diese Dörfer einzunehmen und weiter in Richtung der Siedlung Malaya Loknya vorzudringen, könnte die ukrainischen Truppen im Nordwesten der Region vom Nachschub abgeschnitten werden.
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Dieser gestaltet sich für die teils versprengt operierenden Einheiten ohnehin sehr schwierig. Bezeichnend: Vereinzelt tauchten Videos auf, wie sich schwer verwundete Soldaten eigenständig wieder zurück hinter die eigene Grenze schleppen. Offenbar gingen in den vergangenen Wochen auch etliche Panzer (-Fahrzeuge) in der Grenzregion verloren, die die westliche Verteidigungsallianz Kiew zur Verfügung gestellt hatte.