Präsidentschaftswahlen in Russland

Wie läuft die Russland-Wahl in den besetzten Gebieten und auf der Krim-Halbinsel ab?

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Russland wählt. Erstmals auch auf dem Gebiet der Ukraine: In den besetzten Gebieten sind die Menschen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Moskau schreckt auch vor Zwangsmaßnahmen nicht zurück.

Moskau – Moskau spricht von Wahlen, Kremlgegner von Scheinwahlen. Das Ergebnis der Wahl in Russland jedenfalls gilt als sicher: Der russische Präsident Wladimir Putin bleibt für weitere sechs Jahre im Amt. Und noch etwas steht offenbar bereits fest: Die Behörden in den besetzten Gebieten werden nach der Wahl behaupten, dass eine überwältigende Mehrheit für Putin abgestimmt habe. So jedenfalls die Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums.

Mobile Wahllokale und bewaffnete Soldaten: So laufen die „Wahlen“ in den besetzten Gebieten ab

Die Präsidentschaftswahlen in Russland finden vom 15. bis 17. März statt. In den besetzten Gebieten in der Ukraine hat die Stimmabgabe vorzeitig begonnen, wie lokale Behörden mitteilten. Russland habe keine legitime Grundlage, um Wahlen auf dem Gebiet der Ukraine abzuhalten, teilte das britische Verteidigungsministerium auf der Plattform X (vormals Twitter) mit. Die Glaubwürdigkeit der Wahlen in den besetzten Gebieten werde etwa von fehlender Repräsentation und Zwangsmaßnahmen untergraben, um die Menschen zum Wählen zu bewegen. Laut den Briten habe man im Gebiet Luhansk 2600 Beamte abgestellt, um Menschen daheim zu besuchen und zum Wählen zu überreden.

Auch Leiter von Bildungs- und anderen staatlichen Einrichtungen seien angewiesen worden, dafür zu sorgen, dass andere zur Wahl gehen. Es sei „sehr wahrscheinlich, dass die Besatzungsbehörden in diesen Gebieten eine hohe Wahlbeteiligung mit einer überwältigenden Unterstützung für [Präsident Wladimir] Putin behaupten werden, unabhängig davon, was wirklich geschieht“, teilte das Verteidigungsministerium in London weiter mit. Fotos aus den besetzten Gebieten zeigen als mobile Wahllokale bezeichnete durchsichtige Boxen und bewaffnete Soldaten, die das Wählen bewachen. Kiew beschuldigt Moskau, die Menschen dort mit Drohungen und Gewalt zur Wahl zu zwingen.

Ein mobiles Wahllokal in der von Russland besetzten Oblast Luhansk ermöglicht eine vorgezogene Stimmabgabe (Bild vom 11. März 2024).

Die besetzten Gebiete

Die ukrainische Halbinsel Krim wurde im Jahr 2014 völkerrechtswidrig von Russland annektiert. Im Jahr 2022 hielt Moskau in den vier ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja Scheinreferenden ab und annektierte auch diese Gebiete im Anschluss. Die UN-Generalversammlung verurteilte dies scharf. 143 Länder forderten Russland dazu auf, die Entscheidung rückgängig zu machen. Laut der russischen Wahlkommission gibt es insgesamt 112,3 Millionen Wahlberechtigte in Russland und russisch besetzten Gebieten der Ukraine. 1,9 Millionen Wahlberechtigte leben im Ausland.

Putins Machtprobe: Wahlen in den besetzten Gebieten ohne unabhängige Wahlbeobachter

Da es keine unabhängigen Wahlbeobachter gebe und in mindestens einer Stadt Wählerlisten fehlten, sei das Potenzial für eine Fälschung der Ergebnisse erhöht, erklärte das britische Verteidigungsministerium zu den Wahlen in den besetzten Gebieten weiter. Auf dem Wahlzettel finden sich drei „Gegenkandidaten“ von Kreml-freundlichen Parteien, die Umfragen zufolge nur auf einstellige Prozentzahlen kommen und somit keine Gefahr für Putin darstellen. „Selbst wenn viele Stimmen auf einen von ihnen entfallen würden, gibt es ja noch die elektronische Abstimmung, das Wählen im Internet“, erklärte die Politikwissenschaftlerin Margarita Zavadskaya im Gespräch mit Deutschlandfunk.

Neben Wladimir Putin stehen drei weitere Namen auf dem Wahlzettel bei den Russland-Wahlen: Wladislaw Dawankow, Nikolai Charitonow und Leonid Sluzki.

Wenn jemand zu viele Stimmen bekomme, „dann wird das einfach über diese Black Box korrigiert. Stimmen für Putin werden einfach generiert.“ Die Online-Wahloption ist laut der Nachrichtenagentur AP in 27 russischen Regionen sowie der Halbinsel Krim verfügbar. Oppositionelle Kandidaten wie Boris Nadeschdin ließ der Kreml ohnehin nicht zur Wahl zu. Es sei für Putin-Gegner trotzdem sinnvoll, zur Wahl zu gehen und der Staatsmacht „maximalen Schaden“ zuzufügen, so Zavadskaya.

Protestaktion „Mittags gegen Putin“: Nawalny-Schriftzug auf dem Wahlzettel

Die Opposition ruft deshalb zur Protestaktion „Mittags gegen Putin“ auf: Alle Gegner des Präsidenten sollten am Sonntag, dem 17. März, gleichzeitig um 12.00 Uhr zu den Wahllokalen kommen und anschließend für einen der Gegenkandidaten stimmen oder den Wahlzettel mit dem Schriftzug „Nawalny“ ungültig machen. Auch die Witwe des Oppositionellen Alexej Nawalny, Julia Nawalnaya, warb für die Aktion.

Putin betrachte „diese Wahlen als ein Referendum […] über die Billigung des Krieges“, hatte der Hoffnungsträger der russischen Opposition Nawalny vor seinem Tod aus dem Gefängnis erklärt. „Lasst uns seine Pläne durchkreuzen und dafür sorgen, dass sich am 17. März niemand für das gefälschte Ergebnis interessiert, sondern ganz Russland gesehen und verstanden hat: Der Wille der Mehrheit ist, dass Putin gehen muss“, so die Nachricht des Oppositionellen, der vor seinem Tod ebenfalls zum Protest der Wahlen aufrief.

Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in Bildern

Wladimir Putin ist seit dem 24. Februar 2022 auch Kriegsherr – auch wenn in Russland nach offizieller Lesart nur von einer militärischen „Spezialoperation“ in der Ukraine gesprochen wird.
Am 24. Februar 2022 befahl Wladimir Putin den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine. Setdem ist er nicht nur Präsident Russlands, sondern Kriegsherr – auch wenn in Russland der Ukraine-Krieg nach offizieller Lesart nur eine militärische „Spezialoperation“ genannt wird. © Mikhail Klimentyev/Imago
Wladmir Putin mit Flottenchef Kurojedow
Von 1975 bis 1982 war der am 7. Oktober 1952 geborene Putin KGB-Offizier, von 1984 bis 1985 besuchte er die KGB-Hochschule in Moskau. Ab 1985 war er in der DDR tätig, hauptsächlich in Dresden. Danach ging es wieder zurück nach St. Petersburg. Vom 25. Juli 1998 bis August 1999 war Putin Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB. In dieser Eigenschaft traf er sich im November 1998 mit Flottenchef Wladmir Kurojedow (rechts). © Stringer/dpa
So sah Wladimir Putin im Alter von 40 Jahren aus, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm.
Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt Wladimir Putin im Jahr 1992 im Alter von 40 Jahren, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm. Zwei Jahre später wurde er von einem der Vizebürgermeister zum ersten Vizebürgermeister der Stadt ernannt. Sein politischer Aufstieg nahm Formen an. © Russian Look/IMAGO
Dieses Foto zeigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Jahr 1994 in seinem Büro. Damals war er 42 Jahre alt und Vizebürgermeister von St. Petersburg.
In seinem ersten Jahr als erster Vizebürgermeister der Stadt St. Petersburg im Jahr 1994 wurde Wladimir Putin in seinem Büro fotografiert. Damals war er 42 Jahre alt. Von körperlichen Beschwerden aus dieser Zeit ist nichts bekannt. Putin war zudem bereits seit seiner Jugend sportlich und ging unter anderem dem Kampfsport Judo nach, in dem er sich einen Schwarzen Gurt verdiente. © Russian Look/IMAGO
Drei Jahre später enstand dieses Foto von Wladimir Putin zusammen mit Anatoly Sobchak, ehemaliger Bürgermeister von St. Petersburg.
Dieses Foto entstand drei Jahre später, 1997, und zeigt Wladimir Putin – damals 45 Jahre alt – zusammen mit Anatoly Sobchak, dem ehemaligen Bürgermeister von St. Petersburg. © Russian Look/IMAGO
Wladimir Putin mit Boris Jelzin im Kreml.
Im Jahr 1999 übernahm Putin zum ersten Mal das Amt des Ministerpräsidenten – mit Option auf die Nachfolge von Präsident Boris Jelzin (links). Als Jelzin am 31. Dezember 1999 sein Amt niederlegte, übernahm Putin kommissarisch auch die Amtsgeschäfte des Präsidenten. Im Mai 2000 wurde Putin dann regulär zum Präsidenten Russlands gewählt. © dpa
Im Jahr 2000 wurde Putin zum ersten Mal Präsident der Russichen Föderation. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder in Berlin.
Im Jahr 2000 wurde Wladimir Putin erstmals zum Präsidenten der Russischen Föderation gewählt. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Berlin. Die Beiden sollte im weiteren Verlauf eine innige Freundschaft verbinden, die auch über Schröders politische Karriere hinaus Bestand hatte. © Thomas Imo/IMAGO
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen.
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen. © Mikhail Metzel/Imago
Am 7. Mai 2000 legte Putin seinen Amtseid ab.
Am 7. Mai 2000 legte Putin unter den Augen von Boris Jelzin seinen Amtseid ab. Mit einer Ausnahme einer Zeit als Regierungschef von 2008 bis 2012 hat Putin seither das Amt des Präsidenten der Russischen Föderation inne.  © Imago
Wladimir Putin und Bill Clinton bei der Unterzeichnung eines Vertrages in New York.
Im September 2000 führte Putin der Weg in die USA. Bill Clinton (rechts) war der erste US-Präsident, mit dem er es in den kommenden Jahren zu tun bekam. in seiner Mit dem damals noch amtierenden US-Präsidenten B © Imago
Mit einer Umarmung begrüßen sich Gerhard Schröder und Wladmir Putin im Foyer des Taschenbergpalais in Dresden.
Als Russlands Präsident reiste Putin im September 2001 zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Im Foyer des Taschenbergpalais in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden begrüßte ihn auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (links). Die beiden verstanden sich offensichtlich schon damals ausnehmend gut. Die Freundschaft hat auch heute noch Bestand. © Jan-Peter Kasper/dpa
Der schwarze Labrador von Wladimir Putin läuft beim Treffen seines Herrchens mit Angela Merkel durchs Zimmer.
Putin spielt gerne psychologische Spielchen – so auch 2007 mit Kanzlerin Angela Merkel. Bei ihrem Treffen in Sotschi am Schwarzen Meer ließ Putin während einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Labradorhündin ohne Leine herumlaufen. Merkel, einst in ihrer Jugend von einem Hund gebissen worden, fühlte sich sichtlich unwohl.  © Dmitry Astakhov/dpa
George Bush und Wladimir Putin spazieren auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei.
George W. Bush (rechts) war der zweite US-Präsident, mit dem es Putin zu tun bekam. Im April 2008 trafen sich beiden Staatschefs auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei. © Imago
Wladimir Putin neuer russischer Regierungschef.
Am 7. Mai 2008 löste Dmitri Medwedew nach zwei Amtszeiten Putin im Amt des russischen Präsidenten ab. Einen Tag danach wählte die Duma Putin auf Vorschlag des neuen Präsidenten zum neuen Regierungschef. Putin blieb auch in dieser Position der starke Mann. © dpa
Im Jahr 2009 ließ sich Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend zur Demonstration von Macht fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt.
Im Jahr 2009 ließ sich Wladimir Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt. Mit solchen Fotos pflegte Putin sein Macho-Image. Er wollte er laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ Wirkung in der russischen Bevölkerung erzielen und auch international demonstrieren, dass er ein starker Gegner ist. © epa Alexey Druzhinyn
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben.
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben. Das gilt für Reiten wie offenbar auch fürs Angeln. © Aleksey Nikolskyi/Imago
Putin und Obama stoßen miteinander an.
Am 7. Mai 2012 wurde Putin erneut zum Präsidenten gewählt. Sein Verhältnis zu US-Präsident Barack Obama war von Distanz geprägt. Das war auch im September 2015 bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in New York der Fall.  © Amanda Voisard/dpa
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause.
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause. © Alexei Nikolsky/Imago
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam.
Als Donald Trump die US-Wahl 2016 gegen Hillary Clinton gewann, hatte Russland wohl seine Hände mit im Spiel. Putin hatte sicher seinen Grund. Mit Donald Trump kam er jedenfalls gut zurecht. Im November 2017 begrüßten sie sich Familienfoto im Rahmen des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Da Nang (Vietnam) herzlich.  © Mikhail Klimentyev/dpa
Der chinesische Präsident Xi Jinping (r) und der russische Präsident Wladimir Putin (l) geben sich am 04.07.2017 im Kreml in Moskau (Russland) bei einem Gespräch die Hände
Unter Putin sind sich Russland und China zuletzt immer nähergekommen. Ein wichtiger Termin war der 4. Juli 2017, als der chinesische Präsident Xi Jiping im Kreml in Moskau zu Besuch war. Damals wurden mehrere Verträge und Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin und Olaf Scholz am Tisch im Kreml.
So pflegt Putin inzwischen seine Gäste zu empfangen – vor allem die aus dem Westen. Am 15. Februar 2022 reiste Kanzler Olaf Scholz nach Moskau. Damals hatte der Ukraine-Krieg noch nicht begonnen. Putin ließ sich von Scholz aber nicht beeindrucken. © Kremlin Pool/Imago
Wladimir Putin im Kreml.
Putin forcierte in seiner dritten Amtszeit die kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit dem 21. März 2014 betrachtet Russland die Krim als Teil des eigenen Staatsgebiets, seit September 2015 unterstützt die russische Luftwaffe im Militäreinsatz in Syrien den syrischen Präsidenten Assad im dortigen Bürgerkrieg.  © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin (links) und Joe Biden schütteln sich bei ihrem Treffen in der „Villa la Grange“ die Hand.
Anlässlich der Genfer Gipfelkonferenz traf sich Putin am 16. Juni 2021 mit US-Präsident Joe Biden zu einem Gespräch. Schon damals waren die russischen Truppenaufmärsche an der Grenze zur Ukraine ein Thema. © Denis Balibouse/dpa
Wladimir Putin lacht
Genutzt hat das Gipfelgespräch wenig. Am 24. Februar 2022 begann mit dem Einmarsch der russischen Truppen ins Nachbarland der Ukraine-Krieg. Putin wusste es wohl schon in Genf.  © Denis Balibouse/dpa
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen.
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen. © Alexei Nikolsky/Imago

Putin rief auch in den annektierten Gebieten der Ukraine zur Russland-Wahl auf und bezeichnete die Teilnahme als „Ausdruck von Patriotismus“, wie der Kremlchef laut der russischen Nachrichtenagentur Tass in einer Videoansprache sagte. Russland hatte unlängst die Verfassung umgeschrieben und dem 71-Jährigen so zwei weitere Amtszeiten ermöglicht. Bis zum Jahr 2036 könnte Putin Präsident zu bleiben. Schon jetzt ist der Kremlchef der am längsten amtierende russische Machthaber seit dem Diktator Josef Stalin. (bme)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Stanislav Krasilnikov/SNA

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