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Christian Stör
Sonja Thomaser
Jens Kiffmeier
Stephanie Munk
Nail Akkoyun
Daniel Dillmann
Die pro-europäische Partei PAS von Präsidentin Maia Sandu geht als Siegerin aus der Moldau-Wahl hervor. Ex-Präsident kündigt Protest an.
Update, 12:00 Uhr: Auch EU-Ratspräsident António Costa zeigte sich erfreut über das Ergebnis der Moldau-Wahlen. „Die Menschen in Moldau haben gesprochen und ihre Botschaft ist laut und deutlich: Sie haben Demokratie, Reformen und eine europäische Zukunft gewählt – trotz Druck und Einmischung von Russland“, schrieb er in sozialen Netzwerken. EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola erklärte, die Zukunft Moldaus liege in Europa. „Europa ist Moldau. Moldau ist Europa.“ Moldau ist seit 2022 EU-Beitrittskandidat, im Juni 2024 wurden die Aufnahmegespräche gestartet. Das Land strebt einen EU-Beitritt bis 2030 an.
Von der Leyen nach Wahl in Moldau: Tür der EU steht offen
Update, 10:45 Uhr: Der Sieg der proeuropäischen Regierungspartei bei der Parlamentswahl in Moldau sorgt in Brüssel für große Freude. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb in Anspielung auf russische Beeinflussungsversuche, kein Versuch, Angst und Spaltung zu säen, habe den Willen des Staates brechen können. Er habe mit der Wahl erneut deutlich gemacht, dass er für Europa, Demokratie und Freiheit sei. Die Tür der Europäischen Union stehe offen und man werde Moldau auf jedem Schritt des Weges dorthin unterstützen.
Update, 9:15 Uhr: In der Republik Moldau hat die pro-europäische Regierungspartei die Parlamentswahl klar für sich entschieden und das prorussische Lager deutlich auf Abstand gehalten. Der Wahlkampf wurde von schweren Vorwürfen beider Seiten überschattet. Die Regierung von Präsidentin Sandu warf Russland vor, durch Desinformation und Stimmenkauf in die Wahl einzugreifen. Russland hat eine Einmischung bestritten. Der Co-Vorsitzende des Patriotischen Blocks, der frühere Präsident Igor Dodon, rief seinerseits für den heutigen Montag zu Protesten gegen das Ergebnis der Moldau-Wahl auf.
| PAS | 50,16 % |
| Patriotischer Block | 24,19 % |
| Alternativa | 7,97 % |
| Partidul Nostru | 6,20 % |
| PPDA | 5,62 % |
(Quelle: Wahlkommission. 99,91 Prozent der Stimmen ausgezählt)
Update, 6:55 Uhr: Das Ergebnis der Moldau-Wahlen fällt unerwartet deutlich aus. Die pro-europäische Partei PAS von Präsidentin Maia Sandu hat nach Auszählung von mehr als 99,5 Prozent der Stimmen die Marke von 50 Prozent geknackt. Der pro-russische Patriotische Block kam demnach auf knapp 24,3 Prozent.
Ergebnisse der Moldau-Wahlen liegen vor: Proeuropäische Regierungspartei behält Mehrheit
Update, 29. September, 5:20 Uhr: Bei der richtungsweisenden Parlamentswahl in Moldau hat die proeuropäische Regierungspartei PAS von Staatschefin Maia Sandu ihre Mehrheit im Parlament behalten. Sie errang nach Auszählung fast aller Stimmen 49,8 Prozent, wie die zentrale Wahlkommission in Chisinau in der Nacht mitteilte. An zweiter Stelle kam mit 24,4 Prozent der russlandfreundliche Patriotische Block um Ex-Präsident Igor Dodon.
Außerdem schafften die russlandfreundlichen Kräfte des Wahlbündnisses Alternativa und der Partei Nostru den Einzug in das 101 Sitze zählende Parlament. Zum Wahlblock Alternativa gehören der Bürgermeister der Landeshauptstadt Chisinau, Ion Ceban, und Alexandr Stoianoglo – Sandus Gegenkandidat bei der Stichwahl um das Präsidentenamt 2024. Unerwartet schaffte auch die einst für eine Vereinigung mit Rumänien gegründete Partei PPDA den Sprung über die 5-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung wurde mit rund 52 Prozent angegeben und lag damit etwas höher als 2021 (48 Prozent).
Update, 23.13 Uhr: Die ersten Zahlen aus Moldau liegen vor. Laut einem vorläufigen Ergebnis liegt die pro-europäische PAS-Partei mit 44 Prozent in Führung. Das meldet die Deutsche Welle. Etwa 70 Prozent der Stimmen sind bereits ausgezählt. Der Patriotische Block liegt demnach aktuell bei 28 Prozent. In vielen Teilen des Landes laufen die Auszählungen die Nacht über weiter. Belastbare Ergebnisse werden in Moldau am Montag erwartet.
Update, 21.55 Uhr: Die Wahl in Moldau ist abgeschlossen, das Warten auf die Ergebnisse beginnt. Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale trat Igor Dodon, Führer des sozialistischen Blocks, vor die Kameras des nationalen Fernsehens. Obwohl noch keine Ergebnisse bekannt sind, erklärte er dort laut der britischen BBC den mit seinen Sozialisten verbundenen Patriotischen Wahlblock zum Sieger. Er bedankte sich für eine „rekordverdächtige“ Wahlbeteiligung und forderte die PAS-Regierung zum Rücktritt auf. Seine Anhänger forderte er auf, sich am Montag vor dem Parlament zu versammeln. Dort sollten sie bereit sein, ihren Sieg zu „verteidigen“.
Update, 20.54 Uhr: Noch wenige Minuten läuft die schicksalhafte Wahl in Moldau. Die Wahlbeteiligung liegt laut den Angaben der nationalen Wahlkommission bei etwa 51,9 Prozent. Rund 264.000 Menschen aus dem Ausland haben ihre Stimme abgegeben. Weil in Moldau keine sogenannten Exit Polls (Wählerbefragungen am Wahltag) durchgeführt werden, wird es wohl auch direkten Prognosen geben.
Update, 19:07 Uhr: Bombendrohungen störten am Sonntag die Parlamentswahlen in Moldau. Das Außenministerium meldete laut Zeit, dass vor allem Wahllokale in ausländischen Städten betroffen waren. Nach zwei Stunden lief der Wahlbetrieb wieder normal.
Die Nichtregierungsorganisation Promo-Lex dokumentierte 254 Wahlverstöße. Dazu gehörten unbefugte Personen in Wahllokalen und Wähler, die ihre Stimmzettel fotografierten. Sandu berichtete außerdem von bezahlten Transporten zu ausländischen Wahllokalen und dem Entfernen unbenutzter Stimmzettel, um später bereits gestempelte Stimmen abzugeben.
Wahlen in Moldau entscheiden über Kampf gegen Moskau
Update, 15:20 Uhr: Banges Warten auf die Ergebnisse bei den Wahlen in Moldau: Mit Blick auf eine mögliche Einmischung aus Russland hat der Ökonom Cristian Iftodi die historische Bedeutung des Urnengangs herausgestrichen: „Ich wurde nach der Unabhängigkeit Moldawiens geboren. Ich denke, es ist die wichtigste Wahl in der Geschichte Moldawiens“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Associated Press. „Ich bin fest davon überzeugt, dass Moldawien, obwohl es ein sehr kleines Land ist, eine wirklich wichtige Rolle für die EU spielt. Denn ich glaube, dass die EU geeinter sein kann, wenn sie diesen Kampf gegen Russland gewinnt.“ Zuvor waren immer wieder Berichte veröffentlicht worden, wonach ein pro-russischer Oligarch im Auftrag Moskaus mit einem aktiven Stimmenkauf die Moldau-Wahl beeinflussen könnte.
Update, 13.51 Uhr: Trotz Manipulationsvorwürfe hat der Kreml die Wahlen in Moldau bereits für gültig erklärt. Die Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen hat laut der russischen Nachrichtenagentur Tass die für eine Gültigkeit der Stimme erforderliche Marke von 33 Prozent überschritten. Dies geht aus vorläufigen Daten des Informationssystems hervor, das die Daten auf der Website der Zentralen Wahlkommission in Echtzeit aktualisiert.
Zu diesem Zeitpunkt waren über 962.000 Menschen in die Wahllokale in Moldau gekommen und 132.000 Menschen hatten im Ausland an der Abstimmung teilgenommen.
Moldau in Gefahr: Präsidentin ruft bei Parlamentswahlen zu proeuropäischem Kurs auf
Update, 11.55 Uhr: In der Republik Moldau hat Präsidentin Maia Sandu bei der Parlamentswahl die Menschen zur Stimmabgabe für den proeuropäischen Kurs des Landes aufgerufen. „Moldau, unser liebes Zuhause, ist in Gefahr und braucht die Hilfe von jedem von euch“, sagte Sandu in der Hauptstadt Chisinau. „Ihr könnt es heute retten mit eurer Stimme“, betonte sie und rief die Menschen auf, ihre Stimme nicht zu verkaufen. Sandu warnte immer wieder vor einer Einflussnahme Moskaus.
Moldau, das wie die benachbarte Ukraine EU-Beitrittskandidat ist, sieht sich traditionell zwischen einem prowestlichen Kurs und Russland hin- und hergerissen. „Lasst uns den Dieben und Verrätern nicht erlauben, unsere Zukunft zu verkaufen“, sagte Sandu mit Blick auf die prorussischen Kräfte, die auf Stimmenzuwachs im Parlament hoffen.
Moldau: Massive russische Einflussnahme vor den Wahlen 2025
Update, 9.25 Uhr: Auch Präsidentin Maia Sandu hat bei der Wahl in Moldau mittlerweile ihre Stimme abgegeben. Zuvor appellierte sie an ihre Bürgerinnen und Bürger, die Wahl sei die „wichtigste in der Geschichte“ des Landes. Staatliche Stellen, Journalisten und Nichtregierungsorganisationen haben vor den heutigen Wahlen massive russische Einflussnahme in Moldau registriert. Moskau bezweckt, dass sich das verarmte Land am Rande Europas von der EU abwendet. Die aktuelle pro-europäische Regierung unter Sandu ist eng mit der EU, Frankreich, Deutschland und der Ukraine verbunden. Russlands Präsident Wladimir Putin zielt wohl darauf ab, Moldau nach der Wahl durch instabile Machtverhältnisse weiter zu destabilisieren.
Update, 9 Uhr: In Moldau hat heute Morgen die Parlamentswahl begonnen. Die Wahllokale sind bis 21 Uhr Ortszeit (20 Uhr MESZ) geöffnet. Die Bürger entscheiden über eine weitere EU-Annäherung oder eine Hinwendung zu Russland. In Umfragen führte zuletzt die pro-europäische Partei PAS von Staatschefin Maia Sandu, der Wahlausgang bleibt jedoch offen. Präsidentin Sandu bezeichnete die Wahl als „die wichtigste in der Geschichte“ Moldaus. Sie wirft Moskau massive Wahlbeeinflussung mit hunderten Millionen Euro vor. Die EU-Kommission sprach von einer „beispiellosen Desinformationskampagne“ Russlands. Moskau weist die Vorwürfe zurück.
Putins Zirkel der Macht im Kreml – die Vertrauten des russischen Präsidenten




Wahl in Moldau hat begonnen Präsidentin Maia Sandu bangt um Mehrheit im Parlament
Update, 28. September, 6.15 Uhr: Die Wahlen in Moldau sind gestartet: Seit 6 Uhr (mitteleuropäische Zeit) sind die Wahllokale geöffnet. Bis 20 Uhr können die 3,3, Millionen Wahlberechtigten wählen. Derzeit hat die Partei Aktion und Solidarität (PAS) der proeuropäischen Präsidentin Maia Sandu 63 von 101 Sitzen im Parlament. Unter anderem wegen der Wirtschaftsmisere droht ihr aber der Verlust der absoluten Mehrheit im Parlament, sodass sie nicht mehr allein regieren kann. Eine Koalitionsbildung dürfte schwierig werden.
Moldau ist permanent Ziel russischer Propaganda und Desinformation. Viele Moldauer fürchten, dass der Krieg in der Ukraine auf ihr Land übergreifen könnte. Die ehemalige Sowjetrepublik ist seit 1991 unabhängig und eines der ärmsten Länder Europas.
Update, 22:49 Uhr: Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden zu Beginn des Ukraine-Krieges Schüsse aus der pro-russischen Region Transnistrien in Moldau abgefeuert. Allerdings habe man sie gewarnt und nun seien sie aus Angst vor der Ukraine „leise“, zitierte die Nachrichtenagentur Unian den Staatschef. Allerdings, warnte Selenskyj, könnten die pro-russischen Kräfte wieder „laut“ werden, falls russlandorientierte Parteien die Wahl in Moldau gewinnen sollten.
Update, 14:37 Uhr: Mit Spannung wird die Parlamentswahl in Moldau erwartet. Im Gegensatz zu Deutschland sind die Wahllokale in Moldau am Sonntag allerdings länger geöffnet: von 7:00 Uhr (6:00 Uhr MESZ) bis 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) können die Menschen ihre Stimmen abgeben, berichtet die dpa. Aussagekräftige Ergebnisse werden erst in der Nacht zu Montag erwartet. Letzte Umfragen vor der Moldau-Wahl versprechen bereits einen echten Krimi.
Vor Parlamentswahl: Moldau-Präsidentin berichtet von massiver russischer Einflussnahme
Update vom 27. September, 8:18 Uhr: Unmittelbar vor der Parlamentswahl in Moldau beklagt die pro-europäische Präsidentin Maia Sandu massive russische Einflussnahme. „Es geht hier um die territoriale Integrität und die Unabhängigkeit unserer Republik. Und was wir sehen, ist ein enormer Druck aus Moskau, sich in die Wahlen einzumischen und die Wahlen zu beeinflussen“, sagte Sandu dem Nachrichtenportal ZDFheute.de.
Pro-Russland-Partei bei Moldau-Wahl ausgeschlossen
Update vom 26. September, 20.00 Uhr: Kurz vor der richtungsweisenden Parlamentswahl in der Republik Moldau ist dem russlandorientierten Bündnis Patriotischer Block ein schwerer Schlag zugefügt worden. Die Wahlkommission schloss die diesem Bündnis angehörende Partei Herz Moldaus von der Abstimmung aus. Der Partei werden Medienberichten zufolge Verstöße bei der Finanzierung vorgeworfen. Das Bündnis hat nun eine Frist von 24 Stunden, um seine Liste anzupassen.
Erstmeldung: Chisinau – Die Parlamentswahl in Moldau am kommenden Sonntag entwickelt sich zu einer Richtungsentscheidung zwischen westlicher Orientierung und russischem Einfluss. Präsidentin Maia Sandu (Partei Aktion und Solidarität, PAS) warnte eindringlich vor massiver Einmischung des Kremls in den Wahlkampf in Moldau und bezeichnete die Abstimmung als die wichtigste in der Geschichte des Landes.
Die pro-europäische Staatschefin beschuldigte Russlands Präsidenten Wladimir Putin, „Hunderte Millionen US-Dollar“ aufzuwenden, um Stimmen zu kaufen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, erklärte Sandu in einer Videoansprache: „Der Kreml wendet Hunderte Millionen US-Dollar auf, um Hunderttausende Stimmen auf beiden Seiten des Dnjestrs [Fluss Tyra, Anm. d. Red.] und im Ausland zu kaufen.“ Hunderte Personen erhielten Geld, „um Chaos zu provozieren, Gewalt zu säen und die Gesellschaft einzuschüchtern“.
Razzien verschärfen die Lage kurz vor Parlamentswahl in Moldau
Die Spannungen im Moldau verschärften sich durch landesweite Razzien kurz vor der Parlamentswahl. Laut der dpa wurden 74 Personen festgenommen. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Massenunruhen in Moldau vorbereitet zu haben. Nach Angaben der Ermittler trainierten einige der Festgenommenen in Serbien den Umgang mit Waffen. Die Staatsanwaltschaft führte in den vergangenen Wochen nahezu täglich Durchsuchungen durch, um Wahlbetrug und illegale Parteienfinanzierung aufzudecken.
Besonders brisant: Der pro-russische Oligarch Ilan Schor, der sich ins Ausland abgesetzt hat, versprach AFP zufolge allen Moldauern, die gegen die Regierung demonstrieren, umgerechnet gut 2500 Euro. Die Behörden veröffentlichten Fotos von beschlagnahmten Geldbündeln und Abhörprotokollen als Beweis für die Bestechungsversuche.
| Was wird gewählt? | Alle 101 Abgeordneten des Parlaments der Republik Moldau |
|---|---|
| Wer regiert aktuell? | Partei der Aktion und Solidarität (PAS) |
| Wer tritt zur Parlamentswahl an? | 23 Parteien, Wahlblöcke und Unabhängige |
Im Angesicht dieser Gemengelage warnte Sandu, die 2020 zur Präsidentin gewählt und 2024 im Amt bestätigt worden war, vor dramatischen Konsequenzen einer russischen Machtübernahme in Moldau. Sollte Putin die indirekte Kontrolle über Moldau erlangen, sei nicht nur die europäische Integration des Landes gefährdet. Die Präsidentin befürchtete auch dramatische Auswirkungen auf den weiteren Verlauf im Ukraine-Krieg: „Unser Land wird zum Brückenkopf, um in das Gebiet Odessa einzudringen“, wird Sandu von der dpa zitiert.
Die ehemalige Sowjetrepublik zwischen Rumänien und der Ukraine ist seit dem Ukraine-Krieg im Nachbarland zerrissen zwischen West-Orientierung und Moskau-Nähe. Seit 2022 ist das 2,4-Millionen-Einwohner-Land EU-Beitrittskandidat. Die Verhandlungen begannen im Juni 2024.
Die pro-russische Opposition in Moldau konterte Sandus Warnungen mit scharfer Kritik am Vorgehen der Präsidentin. Sozialistenchef Igor Dodon warf ihr und ihrer Partei vor, das Land „in einen Krieg mit Russland treiben“ zu wollen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass aus Russland berichtet. Der Patriotische Block, Sandus Hauptgegner, machte ihre Regierung im Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl für die verschlechterte Wirtschaftslage und steigende Gaspreise verantwortlich.
Republik Moldau: Infos zum Land zwischen der Ukraine und Rumänien
| Name | Moldau (auch Moldawien genannt) |
|---|---|
| Hauptstadt | Chisinau |
| Gründung | 1991 |
| Amtssprache | Rumänisch |
| Fläche | 33.843 km² |
| Einwohnerzahl | 2,4 Millionen |
Trotz EU-Unterstützung bleibt Moldau eines der ärmsten Länder Europas. Der Frust über die wirtschaftliche Not und unvollendete Reformen brachte den von Russland unterstützten Oppositionsparteien vor der Parlamentswahl Zulauf, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Insgesamt bewerben sich 23 politische Parteien und unabhängige Kandidaten um die 101 Sitze.
Aktuelle Umfragen aus Moldau deuten knappes Ergebnis bei Parlamentswahl an
Obwohl Sandus Partei Aktion und Solidarität in den meisten Umfragen zur Wahl in Moldau führt, ist der Wahlausgang laut Experten völlig ungewiss. „Alles wird sich im letzten Moment entscheiden“, zitiert AFP den Analysten Waleriu Pascha von der Denkfabrik WatchDog.md. Entscheidend dürfte bei der Parlamentswahl in Moldau die Wahlbeteiligung werden, insbesondere der im Ausland lebenden Moldauer. 2021 lag die Wahlbeteiligung bei 52,3 Prozent.
Sollte die PAS zwar stärkste Kraft werden, aber auf Koalitionspartner angewiesen sein, droht Moldau eine Phase der Unsicherheit. Jede Instabilität wiederum „würde den russischen Interessen sehr gelegen kommen“, so der Analyst Pascha gegenüber der AFP. Die Parlamentswahl in Moldau wird somit zur Schicksalsentscheidung zwischen europäischer Integration und russischem Einfluss – mit weitreichenden Folgen für die gesamte Region und den Ukraine-Krieg. (Quellen: dpa, AFP, BPB) (dil)
Rubriklistenbild: © Vadim Ghirda/AP/dpa






