Kämpfe bei Kursk

Putin versammelt russische und nordkoreanische Soldaten in Kursk

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Abgekämpfte ukrainische Truppen begegnen in Kursk jungen, bis zur Erschöpfung gedrillten Nordkoreanern: Offenbar bereitet Putin in Kursk einen Schlag vor.

Kursk – „In einer Sache sind sie vielleicht sogar besser als die Russen, nämlich in Sachen Zusammenhalt und Disziplin“, urteilt George Barros. Den Analysten am US-Thinktank Institute for the Study of War (ISW) treibt die Frage um, welchen Einsatzwert die nordkoreanischen Truppen an der Seite ihrer neuen russischen Waffenbrüder hätten. Die New York Times (NYT) verbreitet aktuell die These, Wladimir Putin ziehe gerade 50.000 Kräfte zusammen, um die eingedrungenen Truppen der Ukraine von seinem Territorium zu fegen.

Bewegung an der Kursk-Front: Ukraine-Krieg steuert möglicherweise auf Entscheidung zu

Allerdings sind die Meldungen widersprüchlich. Das ISW wollte kürzlich belegen können, dass die Ukraine bei Kursk wieder in der Vorwärtsbewegung sei – trotz erster Zusammenstöße der ukrainischen Kräfte mit den Hilfstruppen Wladimir Putins aus Nordkorea. Demnach habe die Ukraine also wieder die Initiative ergriffen. Scheinbar kommt an die dortige Front Bewegung. Möglicherweise steuert der jetzt ins dritte Jahr gehende Krieg auf eine Entscheidung zu.

Die möglichen Gegner der ukrainischen Truppen in Kursk: Nordkoreanische Soldaten beim Training.

Sollte Wladimir Putin trotz nordkoreanischer Unterstützung mit einer Gegenoffensive scheitern, wäre politisch seine Reputation perdu und die Moral seiner Invasionsarmee angeknackst – nebenbei hätte Nordkoreas Diktator Kim Jong-un vor der Welt und vor Südkorea sein Gesicht verloren. Geriete die Ukraine in den Rückwärtsgang, müsste sie vermutlich einsehen, dass sie an keiner Front mehr vorwärts käme. So oder so scheint eine Entscheidung überfällig, um Verhandlungen aufzunehmen. Mit welchem Ergebnis auch immer.

„Tausende zusätzliche Infanteristen können in Kursk einen Unterschied machen. Diese Soldaten sind jünger und körperlich besser in Form als viele russische Zeitsoldaten.“

Rob Lee, New York Times

Russland übt an mehreren Fronten Druck aus: Kursk-Plan über Entlastung der Ostukraine ist gescheitert

Tragischerweise ist wohl der Plan der Ukraine gescheitert, Russland in die Bedrängnis zu bringen, Truppen aus der Ostukraine zurück zu verlegen. Laut der NYT herrsche in den USA die Überzeugung, dass Russland seine Truppen zusammengezogen habe, ohne Soldaten aus der Ostukraine abziehen zu müssen – für die Ukraine die oberste Priorität auf dem Schlachtfeld –, was Moskau ermögliche, an mehreren Fronten gleichzeitig Druck auszuüben, wie die NYT-Autoren Julian E. Barnes, Eric Schmitt und Michael Schwirtz zusammengetragen haben.

Die Meldungen über die russische Massierung von Truppen in der Stärke von 50.000 Kräften gehen allerdings bereits seit mindestens vier Wochen durch die Medien. Newsweek hatte bereits Mitte Oktober veröffentlicht, Russland hätte bereits 50.000 Kräfte bei Kursk zusammengezogen, um eine Gegenoffensive voranzutreiben. Möglicherweise galoppiert lediglich die gegenseitige Propaganda den kämpfenden Einheiten voraus – oder die Welt versucht, das Unfassbare in Worte zu kleiden. John V. Parachini hatte Mitte September sogar gemutmaßt, Russland könne Chemiewaffen einsetzen, wenn der Ukraine auf eigenem Territorium mit Pulver und Blei nicht mehr beizukommen sei.

Nordkoreanische Soldaten für Putin im Ukraine-Krieg – Russlands Strategie der rohen Gewalt

Nur mit dem Einsatz nordkoreanischer Soldaten in russischen Uniformen hatte keiner gerechnet. Richtig lag der Beobachter des US-Thinktanks Rand Corporation allerdings damit, dass, wie er schrieb, Russland wahrscheinlich seine Strategie der rohen Gewalt fortsetzen würde. Insofern ist tatsächlich davon auszugehen, dass die russische Führung die Soldaten des kommunistischen Bruderstaates in den Tod treiben wird.

Südkorea beispielsweise ist inzwischen besorgt darüber, dass Tausende nordkoreanische Soldaten auf einem Kriegsschauplatz Kampferfahrung sammelten und die erworbenen Fähigkeiten nach ihrer Rückkehr möglicherweise gegen Südkorea richten könnten, wie der britische Indpendent nahelegt. Möglicherweise hat diese Befürchtung ihre Berechtigung. Das vermeintlich in Kursk eingesetzte 11. Korps Nordkoreas, auch Sturmkorps genannt, soll individuell kampfstarke Soldaten umfassen.

Damit konterkariert Russland die Meinung vieler Beobachter, seine Invasionsarmee sei durch den plötzlichen Einfall feindlicher Truppen in die Defensive gedrängt worden. „Der vielleicht bedeutendste Erfolg besteht darin, dass Kiew mit diesem Manöver den Russen seine Initiative aufzwingt. Moskau war gezwungen, zu ungünstigen Bedingungen zu reagieren und zusätzliche Kräfte an einem neuen Stützpunkt einzusetzen“, schreibt Dmytro Zhmailo. Die Einschätzung des Autors der Moscow Times zum jetzigen Zeitpunkt wirkt irritierend.

Putin setzt auf zusätzliche Kräfte im Ukraine-Krieg

Tatsächlich hat Wladimir Putin Personal in die besetzte Region umgruppiert. Aber eben frische und zusätzliche Kräfte, anstatt der bisher über alle Medien hinweg geteilten Behauptung, Russland sei gezwungen, seine bisherigen Verbände auszudünnen, beispielsweise an der Front um Charkiw. Das wird sich wahrscheinlich fortsetzen. „Russland beginnt eigentlich erst hinter dem Ural – in Städten, deren Namen Sie vermutlich noch nie gehört haben mit Straßen, die bis heute nicht asphaltiert sind“, sagt Markus Reisner. Der Oberst des Österreichischen Bundesheeres hatte jüngst im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr eine Lagebeurteilung abgeben; die fiel desaströs aus.

„Dort sind 50.000 Euro mit einer Bonuszahlung von bis zu 16.000 Euro viel Geld – das Fünffache vom Durchschnittseinkommen. Und der Buryate als eine von 160 Ethnien in Russland weiß nicht, was ihn an der Front erwartet. Und wenn er dann dort ist, dann ist es zu spät. Und wenn der sich umdreht, dann steht dort wie vor 80 Jahren ein Kommissar und zeigt ihm den Weg an die Front.“ Reisner zufolge schiebe der Russe nach – bis zu 30.000 Mann pro Monat. „Die schaffen das; auch nicht unbegrenzt, aber vielleicht ein bißchen länger als die Ukraine.“

Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Kontroverse Berichte über Putins Truppen in Kursk

Der Aussage des Österreichers steht entgegen, dass Newsweek Anfang Oktober über einen Dokumentarfilm des ukrainischen öffentlich-rechtlichen Senders Suspilne berichtet hat. In dem Streifen hatte Oleksandr Syrskyi behauptet, „dass 50.000 russische Soldaten von anderen Fronten, von denen sie in der Ukraine Offensivoperationen durchgeführt hatten, abgezogen worden seien“, wie Newsweek schreibt. Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte behauptete, „dieser Schritt der Russischen Föderation schwäche die Position des russischen Militärs auf dem Schlachtfeld, insbesondere an den Fronten um Saporischschja, Cherson und Kramatorsk in der Ukraine“.

Offenbar eine Fehleinschätzung des militärischen Führers. Anders herum: Sollte diese Aussage den Tatsachen entsprechen und die aktuelle Meldung der New York Times stimmen, hätte Russland in Kursk demnächst 100.000 Mann stehen. Damit wäre dann ein Fünftel von Wladimir Putins Invasionsarmee rund um Kursk stationiert – seine Einschätzung hatte der ukrainische Heerführer im Juli gegenüber dem britischen Guardian abgegeben. Ihm zufolge betrug die russische Truppenstärke Mitte 2024 mehr als 500.000 Soldaten. Er rechnete, laut seinen Aussagen, damit, dass diese Zahl bis Ende des Jahres auf fast 700.000 Mann gestiegen sein würde.

Nordkorea – Kim Jong-uns abgeschottete Diktatur

Menschen an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea
Nordkorea ist das wohl geheimnisvollste Land der Erde: eine totalitäre Diktatur, in der der Einzelne nichts zählt, ohne Freiheiten und Menschenrechte, abgeschottet vom Rest der Welt. Schätzungsweise 26 Millionen Menschen leben in dem Land, das im Norden an China und Russland grenzt und im Süden an das freiheitliche, demokratische Südkorea. Nordkoreas Grenzen sind für die meisten Menschen unüberwindbar – kaum einer kommt rein, noch weniger Menschen kommen raus.  © Ed Jones/afp
Die Skyline von Pjöngjang
Hauptstadt sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes ist Pjöngjang. Rund drei Millionen Menschen leben in der nordkoreanischen Metropole, die so anders ist als die anderen Mega-Städte Asiens. Pjöngjang ist grau, geprägt von Hochhäusern, gesichtslosen Wohnblöcken und gigantischen Monumenten, die der herrschenden Kim-Familie huldigen sollen. Wer in der Hauptstadt leben darf, ist privilegiert: Hier ist die Stromversorgung besser als auf dem Land, die Regale der Geschäfte sind voller, es gibt Freizeitparks, Kinos, Theater. © Olaf Schuelke/Imago
Kim Jong-un auf einem Pferd
Beherrscht wird Nordkorea seit 2011 von Kim Jong-un, einem Diktator, der skrupellos vor allem ein Ziel verfolgt: den eigenen Machterhalt und den seiner Sippe. Nordkorea ist das einzige kommunistische Land der Welt mit einer Erb-Monarchie, in der die politische Macht vom Vater auf den Sohn übergeht. Die sogenannte „Paektu-Blutlinie“ kontrolliert das Land seit dessen Gründung im Jahr 1948. Die Macht der Kims ist unanfechtbar, Aufstände gab es nie, dafür sorgt die lückenlose Überwachung und Kontrolle der gesamten Gesellschaft. © KCNA via KNS/afp
Sowjetische Soldaten in Pjöngjang
Korea war über Jahrhunderte ein geeintes Land. Die Geschichte der Teilung beginnt erst im 20. Jahrhundert: Von 1910 bis 1945 ist Korea eine japanische Kolonie, nach der Niederlage der Japaner besetzen sowjetische Truppen den Norden des Landes, der Süden wird von amerikanischen Truppen besetzt. Weil Verhandlungen über eine Vereinigung der beiden Landesteile scheitern, gründen sich 1948 auf der koreanischen Halbinsel zwei Staaten. © Jacob Gudkov/Imago
Szene des Koreakriegs
Zwei Jahre später dann die Tragödie: Der Korea-Krieg bricht aus. Kim Il-sung, Machthaber im Norden, schickt seine Truppen in den Südteil des Landes, um Korea mit Gewalt zu vereinen. Wenige Wochen später greifen die UN-Truppen unter Führung der USA den Norden an, stoßen bis an die chinesische Grenze vor. Das beunruhigt Peking – das nun auf der Seite von Nordkorea in den Krieg eingreift. 1953 wird ein Waffenstillstand verhandelt, das Land bleibt entlang des 38. Breitengrades geteilt. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht unterzeichnet. © Imago
Familie Kim
Kim Il-sung, der Gründer und erste Präsident Nordkoreas, ist ein Machthaber von Stalins Gnaden. Geboren 1912, ist er als junger Mann im Widerstand gegen die japanische Besatzungsmacht aktiv. 1940 geht er ins Exil in die Sowjetunion, wo er schließlich zum späteren Machthaber Nordkoreas aufgebaut wird. Ab 1948 etabliert Kim einen auf ihn zugeschnittenen Personenkult. Mit brutalen Säuberungsaktionen entledigt er sich seiner Gegner. Politisch pendelt sein Land zwischen China und der Sowjetunion, vor allem, nachdem sich die beiden kommunistischen Führungsmächte ab Ende der 50er-Jahre zunehmend voneinander entfremden. © Imago
Kim Il-sung und Kim Jong-il
Schon in den 1970ern beginnt Kim Il-sung, seinen Sohn Jong-il zu seinem Nachfolger aufzubauen. Als er 1994 stirbt, übergibt er Kim Jong-il ein verarmtes Land. Mit dem Untergang der Sowjetunion wenige Jahre zuvor hat Nordkorea seinen wichtigsten und engsten Partner verloren, es stürzt in eine wirtschaftliche Krise, auf die eine fatale Hungersnot folgt. Hunderttausende Menschen verhungern. Unter Kim Jong-il, der 1941 oder 1942 geboren wurde, verschlechtern sich die Beziehungen zwischen Nordkorea und dem Rest der Welt, das Land schottet sich immer mehr ab. Vor allem die USA sowie Südkorea – das sich seit den 80ern zur Demokratie gewandelt hat – werden zu Feindbildern. © KCNA via KNS/afp
Fernsehbilder vom ersten nordkoreanischen Atomtest 2006
Unter Kim Jong-il beginnt die beispiellose Aufrüstung des bettelarmen Landes. Wichtigstes Ziel Kims ist es, Nordkorea zur Atommacht zu machen. 2006 gelingt ihm das, Nordkorea testet erstmals eine Atombombe. Die Welt ist geschockt, die Vereinten Nationen erlassen Strafmaßnahmen, denen insgesamt neun weitere Sanktionsrunden folgen. Heute ist Nordkorea eine Atommacht, die wohl Dutzende Sprengkörper besitzt. © Jung Yeon-Je/afp
Kim Jong-un beobachtet einen Raketentest
Zudem testet das Land regelmäßig ballistische Raketen, auf denen die nuklearen Sprengköpfe montiert werden können. So kann das Regime mit seinen Atomwaffen sogar die USA erreichen – zumindest in der Theorie, denn noch ist unklar, wie leistungsfähig die Raketen tatsächlich sind. © KCNA via KNS/afp
Donald Trump und Kim Jong-un an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea
Kim Jong-il stirbt 2011. Ihm folgt einer seiner Söhne nach: Kim Jong-un. Der treibt das Raketen- und Nuklearprogramm seines Vaters weiter voran. Als Hauptfeinde hat er Südkorea und die USA ausgemacht, die sein Regime regelmäßig mit drastischen Beleidigungen überzieht. Unter US-Präsident Donald Trump sieht es für einen kurzen Moment so aus, als könnten sich die Spannungen zwischen Nordkorea und dem Westen abkühlen – dreimal treffen sich Kim und Trump, auch Südkoreas damaliger Präsident kommt mit Kim zu einem Gipfeltreffen zusammen. © Brendan Smialowski/afp
Passanten in Pjöngjang währen der Corona-Pandemie
Doch die diplomatischen Initiativen scheitern 2019. Ein Jahr später sucht die Corona-Pandemie die Welt heim. Auch Nordkorea schließt seine Grenzen – und schottet sich gegen das Virus so hermetisch ab wie kein anderer Staat weltweit. Trotzdem meldet das Regime im Mai 2022 erste Corona-Fälle. Auch nach dem Ende der Pandemie bleibt Nordkorea ein international isoliertes Land. © Imago
Putin und Kim in Russland
Enge Beziehungen unterhält das Regime in Pjöngjang heute vor allem zu seinen beiden nördlichen Nachbarn China und Russland. Zu Wladimir Putin pflegt Kim ein besonders gutes Verhältnis, denn Russlands Präsident benötigt Nordkoreas Unterstützung für seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine – als Lieferant von Waffen und Munition. Im Herbst 2023 treffen Putin und Kim in Russlands Fernem Osten zusammen, es ist Kims erste Auslandsreise seit der Pandemie. © KCNA via KNS/afp
Kim Jong-un und seine Tochter Ju-ae
Kim Jong-un wurde 1982, 1983 oder 1984 geboren, hat also möglicherweise noch viele Jahre vor sich. Nordkoreas Diktator ist allerdings bei schlechter Gesundheit. Er gilt als Kettenraucher und Alkoholiker und ist sichtbar übergewichtig. Was, wenn er stirbt? Experten glauben, dass Kim seine Tochter Ju-ae zu seiner Nachfolgerin aufbauen will. Seit November 2022 zeigen Staatsmedien das Mädchen, das wohl 2012 oder 2013 zur Welt gekommen ist, regelmäßig an der Seite ihres mächtigen Vaters. © KCNA via KNS/afp
Kim Yo-jong
Aber auch Kims Schwester Kim Yo-jong gilt als mögliche Erbin auf den Thron. Die Macht, die die Kims seit bald 80 Jahren innehaben, dürften sie jedenfalls so schnell nicht aus der Hand geben. © Jorge Silva/afp

Gegenüber dem Guardian versuchte der Offizier Zuversicht zu verbreiten. Sehr oft hätten „widerstandsfähige und heldenhafte“ ukrainische Einheiten größere feindliche Gruppen besiegt, wie er dem Guardian-Autor Luke Harding diktierte. Für den österreichischen Historiker und aktiven Soldaten Reisner eine sehr gewagte Äußerung, wie er gegenüber den Bundeswehr-Offizieren angab: Die US-amerikanischen HIMARS-Mehrfachraketenwerfer (High Mobility Artillery Rocket System) seien für die Russen tatsächlich eine Überraschung gewesen und hätten sie gezwungen, mit ihrer gesamten Logistik auf Distanz zu bleiben.

Nordkoreaner könnten im Ukraine-Krieg eine Wende bringen – „Tausende zusätzliche Infanteristen“

Allerdings, so moniert er, hätte die Ukraine 20 Stück davon bekommen; die Amerikaner allein besäßen seines Wissens nach insgesamt 340 davon. Für ihn die falsche Strategie. Laut der New York Times sähen US-Offizielle allerdings die meisten Bodengewinne Russlands dem Umstand der defizitären ukrainischen Truppenstärke geschuldet. Die gleichen Quellen der NYT äußerten die Befürchtung, Nordkorea allein könnte bis zu 100.000 Soldaten nachschieben.

Im Mai hatte die Ukrainska Prawda berichtet, das Durchschnittsalter der ukrainischen Kämpfer läge zwischen 40 und 45 Jahren. Das Durchschnittsalter der russischen Armee wird durch das frische nordkoreanische Blut wahrscheinlich deutlich gesenkt, vermutet Rob Lee. Der Analyst des US-Thinktank Foreign Policy Research Institute rechnet damit, dass die Nordkoreaner unabhängig von ihrer Zahl eine Wende bewirken, wie ihn die New York Times zitiert: „Tausende zusätzliche Infanteristen können in Kursk einen Unterschied machen. Diese Soldaten sind jünger und körperlich besser in Form als viele russische Zeitsoldaten.“

Rubriklistenbild: © STR / KCNA VIA KNS / AFP

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