Expertengruppe warnt

Putins atomare „Herausforderung”: Siko-Papier sieht fünf Optionen für Europa – aber „keine gute”

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Die atomare Aufrüstung ist zurück – und die USA werden zum unsicheren Kantonisten. Was kann Europa tun? Ein Bericht gibt wenig optimistische Antworten.

Wladimir Putin und seine Propagandisten drohen immer wieder mit Russlands Atomwaffen. Nicht immer erfolgreich – vermeintliche „rote Linien” des Kreml haben sich bereits als Fata Morgana erwiesen, wie Experte Nico Lange unserer Redaktion schon vor einiger Zeit erläuterte. Aber für Moskau und seine vielfach attestierten Großmachtambitionen bleibt das Nukleararsenal ein zentraler Faktor. Und Europa droht eine „Abschreckungslücke“. Zu diesen Schlüssen kommt nun jedenfalls eine Expertengruppe. Sie schreibt von der „Russland-Herausforderung“. Einen entsprechenden Bericht wird sie am Wochenende bei der Münchner Sicherheitskonferenz vorstellen.

Wladimir Putin auf einem Foto aus dem Jahr 2018 – damals versprach er, Atomwaffen nicht für einen Erstschlag zu nutzen. Mittlerweile gibt es eine neue russische Nuklear-Doktrin.

Europas Problem ist ein doppelter „Schock“, urteilen die Autoren der „European Nuclear Study Group“, darunter etwa die Sicherheitsexpertin Claudia Major und Ippen.Media-Kolumnist James W. Davis: Der Ukraine-Krieg habe das Vertrauen untergraben, europäische Sicherheit mit geringen Ausgaben und „minimaler Angewiesenheit auf nukleare Abschreckung” erhalten zu können. Zugleich wackle die Unterstützung der USA – und mit ihr der nukleare Schutzschirm der Vereinigten Staaten. Der Bericht nennt Gefahren- und Lösungsszenarien. Das ernüchternde Fazit lautet: Eine „gute Option“ gebe es nicht. Umso mehr dränge die Zeit.

Europas Antworten auf nukleare Bedrohungen: Expertengruppe sieht fünf Optionen

Abschreckung beruhe nicht allein auf den praktischen Fähigkeiten, sondern auch auf Wahrnehmungen, schreibt die Expertengruppe in dem Papier. Wenn Russland glaube, dass die USA zögern könnten, notfalls auch mit Atomwaffen zu eskalieren, um Europa zu verteidigen – und Europa die nötigen Mittel fehlten, das Problem zu beheben –, werde „nukleare Erpressung“ attraktiver. Insofern gehe es genauso um ein politisches wie um ein militärisches Problem. „Das grundlegende Risiko ist, dass Europas Anführer erst handeln, wenn die Kosten eines Handelns zu hoch oder sogar katastrophal geworden sind – wenn effektive Antworten nicht mehr verfügbar sind“, lautet die Warnung: „Europa muss jetzt handeln, um ein strategisches Versagen in der Zukunft zu verhindern.“

Ein fiktives Beispiel findet sich im Text: So könne hypothetisch eine Krise in Asien die Aufmerksamkeit der USA binden – und zusammen mit einer brüchigen Verbindung zwischen Europa und Washington eine vermeintliche „Gelegenheit“ für Russland darstellen. „Moskau stellt Zwangsforderungen an einen NATO-Verbündeten und zündet eine nukleare Waffe auf See, um Entschlossenheit zu demonstrieren und den Zusammenhalt der Allianz zu testen“ – lautet das Szenario. Mit „glaubhaften Fähigkeiten und klar definierten Rollen“ könne Europa einem solchen Druck besser standhalten.

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Das Papier nennt fünf mögliche Wege, das zu erreichen:

  • Stärker auf die erweiterte nukleare Abschreckung der USA setzen
  • Die Bedeutung Frankreichs und Großbritanniens in der europäischen Abschreckung vergrößern
  • Eine „Euro-Abschreckung“ einrichten
  • Neue nationale Nukleararsenale schaffen
  • Sich auf konventionelle militärische Abschreckung fokussieren.

Wie reagieren auf Putins Atom-Drohung: „Aus schlechten Optionen wählen“

Das Abschlusskapitel des Berichts trägt allerdings den Titel „aus schlechten Optionen wählen“. Auf kurze Sicht bleibe der US-Schutzschirm noch die glaubhafteste und praktikabelste Variante. Allerdings habe Donald Trump spätestens mit der Grönland-Krise Zweifel geweckt – und das alleine könne ausreichen, um Abschreckung an Substanz verlieren zu lassen. „Die Schlüsselfrage ist, wie die Rolle der USA erhalten werden kann, während man Alternativen entwickelt“, heißt es im Bericht: „Ohne Washington den Eindruck zu vermitteln, dass es nicht mehr benötigt wird.“

Alle vier anderen Optionen betrachtet die Gruppe mit Skepsis: So hätten Frankreich und Großbritannien ohne kleinere „taktische“ Atomwaffen kaum Spielraum für ein abgestuftes Vorgehen, wie auch Expertin Jana Puglierin unserer Redaktion zuletzt sagte. Auch sei die Abschreckungsfunktion für die weiteren Nationen weniger glaubwürdig. Ein geteilter europäischer Schutzschirm sei politisch nahezu unmöglich, es drohe „ein sehr hohes Risiko einer Entscheidungslähmung“.

Nationale atomare Bewaffnung wiederum sei nicht nur faktisch illegal – sie sei auch teuer, nur für die aufrüstenden Staaten glaubwürdig und könne auf Kosten der konventionellen Verteidigung gehen. Und eine starke konventionelle Rüstung sei zwar ohnehin nötig; um ein Nukleararsenal zu ersetzen, verlange sie aber selbst für die aktuelle Stimmungslage „unrealistisch große“ Maßnahmen jenseits des 5-Prozent-Anteils an den nationalen Haushalten.

Die Debatte gar nicht erst zu führen, sei aber das größte Risiko. „Sogar unattraktive Optionen können wichtige Signale senden und diplomatische Funktionen erfüllen“, schreibt die Expertengruppe. Vielleicht überzeugten sie sogar die USA, lieber ihre Sonderstellung zu behalten, als Europa im Zweifelsfall auszuliefern. Unangenehm klar scheint indes: Die Welt könnte auf ein „neues nukleares Zeitalter“ zusteuern. (Quellen: Bericht „Mind the Deterrence Gap“, Jana Puglierin, Nico Lange, eigene Recherchen)

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