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Shutdown in den USA: Sanders tobt - Trump spricht von „großem Sieg“

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  • Paula Völkner
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Der längste Shutdown in der Geschichte der USA neigt sich dem Ende zu. Kritik an einem möglichen Deal mit den Republikanern kommt auch von Top-Demokraten. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Weitere Entwicklungen zur Haushaltssituation der USA können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

Update, 12. November, 5,06 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat angesichts des näher rückenden Endes des Shutdowns von einem „großen Sieg“ gesprochen. „Glückwunsch an Sie und John und an alle zu diesem großen Sieg“, sagte Trump bei einer Veranstaltung zum Veteranentag. Gerichtet war das an den republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Mike Johnson.

Das US-Repräsentantenhaus berät heute ab 18.00 Uhr deutscher Zeit über einen Übergangshaushalt. Anschließend fehlt noch die Unterschrift Trumps. Seit 1. Oktober werden Behördenmitarbeiter nicht mehr bezahlt, Tausende Flüge wurden wegen Personalengpässen gestrichen und Millionen US-Amerikaner bekommen keine Lebensmittelhilfe mehr, weil ohne beschlossenen Haushalt kein Geld fließt. Es ist der längste Shutdown der US-Geschichte. 

Bernie Sanders attackiert wegen Shutdown-Einigung mit Republikanern die eigene Parteispitze

Update, 9.26 Uhr: Das baldige Ende des Shutdowns in den USA löst einen erbitterten Streit innerhalb der demokratischen Partei aus. Senator Bernie Sanders attackierte die eigene Parteispitze in der MSNBC-Sendung „The Rachel Maddow Show“ aufs Schärfste. „Die Führung der Demokratischen Partei ist in vielerlei Hinsicht völlig abgehoben.“ Sie habe den Kontakt zur Basis vollkommen verloren, so der Vertreter des linken Flügels der Demokraten. Im Streit mit den Republikanern habe seine Partei deshalb einen „ziemlich erbärmlichen“ Eindruck hinterlassen.

Update, 8.48 Uhr: Ein mögliches Shutdown-Ende rückt in greifbare Nähe: Einige US-Demokraten haben einem Übergangshaushalt zugestimmt. Acht Senatoren der demokratischen Fraktion stellten sich gegen ihre eigene Parteiführung und ermöglichten so die Einigung mit den Republikanern. Im Gegenzug sicherten die Republikaner eine Abstimmung über die Verlängerung der „Obamacare“-Subventionen zu, die zum Jahresende auslaufen und 24 Millionen Amerikaner betreffen. „Wir wünschten, wir könnten mehr tun“, sagte der zweithöchste Demokrat im Senat, Dick Durbin, laut Reuters.

Die Vorlage geht nun an das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus und muss anschließend von Präsident Donald Trump unterzeichnet werden. Trump nannte die Einigung „sehr gut“.

Update, 11. November, 4.59 Uhr: Ein Ende der längsten Haushaltssperre in den USA rückt näher: Der Senat hat am Montag (Ortszeit) einem Kompromisshaushalt zugestimmt. 60 Senatoren und damit auch mehrere Senatoren der oppositionellen Demokraten stimmten für den Vorschlag, 40 stimmten dagegen. Der Haushalt geht nun an das Repräsentantenhaus, das ebenfalls zustimmen muss. Es könnte ab Mittwoch über den Haushalt abstimmen. Anschließend würde der Haushalt an Präsident Donald Trump zur Unterzeichnung gehen.

Update, 21:21 Uhr: Top-Demokrat Gavin Newsome hat scharfe Kritik an einem möglichen Abkommen zwischen demokratischen und republikanischen Senatoren über ein Ende des Shutdowns geäußert. Der Gouverneur von Kalifornien erklärte, er sei „zutiefst enttäuscht und besorgt über meine Partei“. „Man fängt nichts an, was man nicht auch zu Ende bringen kann“, sagte Newsom weiter. „Donald Trump hat die Spielregeln geändert. Wir müssen uns ändern.“

Shutdown in den USA vor dem Ende? Schumer kämpft gegen Deal mit Republikanern

Update, 19:45 Uhr: Der demokratische Senator Chuck Schumer äußert erneut seine Ablehnung gegenüber dem Abkommen zur Beendigung des Shutdowns in den USA. Laut Bericht der New York Times nannte Schumer die Einigung einen „republikanischen Gesetzentwurf“.

Der Minderheitenführer der Demokraten im Senat kritisierte dabei, dass der Deal keine konkrete Lösung für die Gesundheitszuschüsse enthalte, die zum Jahresende auslaufen sollen. Den Republikanern wirft er vor, sich geweigert zu haben, „auch nur einen Millimeter nachzugeben“. Schumer steht infolge der Abstimmung am Sonntag von demokratischer Seite in der Kritik, die eigenen Reihen nicht geschlossen zu haben.

Trump setzt auf Härte: ICE und Nationalgarde im Einsatz - Razzien, Proteste und Ausschreitungen

ICE-Razzia in New York
Seit dem Amtsantritt von Donald Trump brodelt es in den USA. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die harte Migrationspolitik des US-Präsidenten. In seiner Antrittsrede hatte er angekündigt, „Millionen und Abermillionen“ Menschen ohne Papiere abschieben zu wollen. Trumps verlängerter Arm ist die Einwanderungsbehörde ICE. Deren Beamte treten in der Regel vermummt auf, nehmen Menschen fest und transportieren sie in unmarkierten Fahrzeugen ab. Im Oktober kam es beispielsweise in der Canal Street in New York zu brutalen Szenen (im Bild). © Michael Nigro/Imago
Anti-Trump
Völlig unklar ist dabei, wer überhaupt festgenommen wird. Handelt es sich um gefährliche Kriminelle, wie die Trump-Regierung es darstellt? Sind es Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus? Es gibt zudem Berichte, dass bei ICE-Razzien auch Personen verhaftet wurden, die die US-Staatsbürgerschaft besitzen. Im Sommer erinnerten die Menschen in New York an die Betroffenen. © Aashish Kiphayet/Imago
Proteste gegen Trump
Schon früh warf der Fall eines Familenvaters ein Schlaglicht auf das harte Vorgehen von Trump. Der Salvadorianer Kilmar Abrego Garcia war trotz Abschiebeschutzes in das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis „Cecot“ in El Salvador gebracht worden. Nach langem juristischem Tauziehen wurde er im Juni in die USA zurückgebracht. Die US-Regierung sprach damals von einem „administrativen Fehler“. © Jim West/Imago
Kilmar Abrego Garcia
Kilmar Abrego Garcia (Mitte) ist mit einer US-Bürgerin verheiratet und lebte bis zu seiner Abschiebung im Bundesstaat Maryland im Osten der USA. Ende Oktober teilte die US-Regierung in einem Gerichtsdokument mit, sie plane, ihn in die „blühende Demokratie“ Liberia abzuschieben. Sein Anwalt Simon Sandoval-Moshenberg erklärte, der Salvadorianer habe keinerlei Verbindung zu Liberia. Eine Abschiebung dorthin sei „grausam und verfassungswidrig“.  © Andrew Harnik/AFP
Proteste gegen Aktion von US-Bundeseinwanderungsbehörde
Am 6. Juni 2025 begannen in der Innenstadt von Los Angeles die ersten Proteste gegen die ICE-Razzien. Los Angeles hatte bereits im November 2024 nach der Wiederwahl von Donald Trump ein Gesetz verabschiedet, um die Zusammenarbeit der örtlichen Strafverfolgung mit den Bundesbehörden zu begrenzen. © Matthew Hoen/dpa
Proteste gegen Aktion von US-Bundeseinwanderungsbehörde
Die Proteste in Los Angeles blieben zunächst friedlich, entwickelten sich jedoch über mehrere Wochen zu anhaltenden Demonstrationen. Immer wieder versammelten sich die Menschen in der Innenstadt von Los Angeles und forderten ein Ende der ICE-Razzien. © Jill Connelly/dpa
Proteste gegen Aktion von US-Bundeseinwanderungsbehörde
Als Reaktion auf die anhaltenden Proteste ordnete Trump im Juni 2025 die Entsendung von 700 Marines und 4000 Nationalgardisten nach Los Angeles an. Diese Entscheidung erfolgte gegen den Widerstand von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, der die Bundesintervention ablehnte.  © Brian Cahn/dpa
Proteste in den USA
Kalifornien reichte am 9. Juni 2025 eine Klage gegen die Trump-Regierung vor einem US-Bezirksgericht ein. Die Klage, bekannt als Newsom v. Trump, forderte eine einstweilige Verfügung gegen die Entsendung der kalifornischen Nationalgarde. © Apu Gomes/AFP
Trump in Alligator Alcatraz
Ende Juni eröffnete Trump dann eine als „Alligator Alcatraz“ bekannt gewordene Haftanstalt in einem Sumpfgebiet Floridas. Sie sollte helfen, seine Abschiebepolitik umzusetzen. Innerhalb weniger Tage wurden auf einem wenig genutzten Flugplatz Zelte für 3000 Gefangene sowie Hunderte mobile Unterkünfte für 1000 Angestellte errichtet. Der Name spielt auf das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz in der Bucht von San Francisco an. Von 1934 bis 1963 war es die am meisten gefürchtete Haftanstalt der USA.  © Imago
Proteste gegen Trump
Am 11. August 2025 erließ Trump ein Dekret, um erstmals in der Geschichte die Kontrolle über die Polizei von der Stadtregierung in Washington, DC, an die Bundesregierung zu übertragen. Trump begründete diese Maßnahme mit „grassierender Kriminalität“. Trump stützte seine Anordnung auf ein Gesetz namens „Home Rule Act“, das im Notstand die Polizei in der US-Hauptstadt unter Bundeskommando stellt. © Allison Bailey/Imago
Donald Trump Proteste
Noch am selben Tag kam es zu Protesten gegen Trumps Entscheidung, die Präsenz von Bundesbehörden und der Nationalgarde in der Hauptstadt zu verstärken. Unter anderem warfen die Menschen dem Präsidenten vor, die USA in den Faschismus zu führen.  © Cheriss May/Imago
Vance und Hegseth
Am 20. August besuchten US-Vizepräsident JD Vance (rechts) und Verteidigungsminister Pete Hegseth die in Washington, DC, stationierten Nationalgardisten. Vance lobte die Einsatzkräfte, die seiner Darstellung nach binnen weniger Tage für einen deutlichen Rückgang der Kriminalität gesorgt hätten. Auch hier kam es zu Protesten. Die Menschen riefen „Free DC“ (Befreit Washington) und buhten lautstark, als Vance und Hegseth sich im Hauptbahnhof Union Station aufhielten. © Alexander Kubitza/Imago
Donald Trump
Zwei Tage später stattete auch Trump selbst den von ihm dorthin entsandten Polizisten und Soldaten einen Besuch ab. „Wir werden die Stadt sicher machen und dann an andere Orte weiterziehen, aber wir werden eine Weile hier bleiben“, erklärte Trump vor einem Gebäude der US Park Police, einer Polizeibehörde des Bundes, im Stadtteil Anacostia. „Wir wollen, dass alles absolut perfekt läuft“, sagte der Republikaner. © Tia Dufour/Imago
'Operation Midway Blitz'
Am 9. September 2025 startete ein Großeinsatz der ICE-Behörde in der Millionenmetropole Chicago – gegen den Widerstand der Stadtverwaltung und des Gouverneurs von Illinois, JB Pritzker. Die „Operation Midway Blitz“ sollte sich nach Angaben des Heimatschutzministeriums gegen „kriminelle, illegale Ausländer“ richten.  © Chris Riha/Imago
Protest in Chicago
Zugleich verbreitete Trump eine mit KI erstellte Grafik, die die Skyline der Millionenstadt zeigte und in Gestaltung und Wortwahl an den Kriegsfilm „Apocalypse Now“ erinnerte. Trumps martialischer Post auf der Plattform Truth Social war mit den Worten „Ich liebe den Geruch von Abschiebungen am Morgen“ versehen – eine Anspielung auf das bekannte Film-Zitat „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen.“ Die Menschen in Chicago waren entsetzt und verglichen ICE mit der Gestapo. © Jacek Boczarski/Imago
Proteste gegen ICE
Die Ankündigung des Einsatzes fiel mit einer Entscheidung des Supreme Courts zusammen, das den Behörden verdachtsunabhängige Kontrollen von Migranten im Raum Los Angeles vorerst wieder erlaubte. Im Juli hatte ein Gericht Beamten in Los Angeles verboten, wahllos Personen etwa aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Sprache und ohne hinreichenden Verdacht anzuhalten. Kritiker sprechen in diesen Fällen von „Racial Profiling“.  © Jonathan Alcorn/dpa
Sonia Sotomayor
Die Entscheidung galt zwar zunächst nur für den Raum Los Angeles. Doch viele befürchteten einen gefährlichen Präzedenzfall. Auch am Supreme Court gab es scharfe Kritik. Die Regierung habe „so gut wie erklärt, dass alle Latinos, ob US-Bürger oder nicht, die schlecht bezahlte Jobs haben, jederzeit zur Festnahme freigegeben sind“, schrieb Richterin Sonia Sotomayor in ihrer abweichenden Meinung. „Anstatt tatenlos zuzusehen, wie unsere verfassungsmäßigen Freiheiten verloren gehen, lege ich Widerspruch ein.“  © Matias J. Ocner/Imago
Donald Trump in Quantico
Bei einem Treffen am 30. September mit mehr als 800 Generälen und Admirälen stimmte Trump das Militär auf einen „Krieg“ in den Vereinigten Staaten ein. Dabei warf er „radikalen linken Demokraten“ erneut vor, von ihnen regierte Städte wie San Francisco, Chicago oder New York unkontrollierter Kriminalität und Einwanderung preisgegeben zu haben. Die US-Regierung müsse eingreifen, bevor die Lage außer Kontrolle gerate, sagte Trump, der laut Verfassung Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist.  © Jim Watson /AFP
US-Bundesbeamte in Portland
Kurz zuvor hatte Trump die Nationalgarde auch in die ebenfalls von den oppositionellen Demokraten regierte Stadt Portland im Nordwesten der USA beordert. Er begründete dies damit, dass dort unkontrollierte Gewalt auf den Straßen herrsche. Zudem bezeichnete er die Stadt als „vom Krieg verwüstet“.  © Ethan Swope/dpa
Portland - Proteste
Vor allem in sogenannten Sanctuary Cities, die Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung Schutz gewähren und zu denen Portland zählt, sind Proteste gegen Trumps rigide Migrationspolitik an der Tagesordnung.  © Jenny Kane/dpa
Proteste in den USA - Portland
Die von Demokraten regierten Städte versuchen mit allen juristischen Mitteln, sich gegen die von Trump angeordnete Entsendung von Nationalgardisten zu wehren. Eine Bundesrichterin untersagte im Oktober in Portland die Stationierung von Soldaten. Es gebe „keinen Aufstand in Portland noch eine Bedrohung für die nationale Sicherheit“, urteilte Karin J. Immergut. Die Proteste in Portland gegen Trumps Migrationspolitik bedeuteten keine „Aufruhrgefahr“.  © Jenny Kane/dpa
Stephen Miller
Trumps Vize-Stabschef im Weißen Haus, Stephen Miller, brandmarkte daraufhin die Gerichtsentscheidung von Immergut in Online-Netzwerken als „Aufstand“. Er warf den führenden Politikerinnen und Politikern in Oregon einen „organisierten terroristischen Angriff auf die Bundesregierung“ vor. © Andrew Leyden/Imago
Kristi Noem In Indiana
Bei ihrem radikalen Vorgehen setzt die US-Regierung zunehmend auf eine Rhetorik, die mit der Realität vor Ort nichts zu tun hat. Heimatschutzministerin Kristi Noem (Mitte) sagte dem Sender Fox News, Chicago sei „ein Kriegsgebiet“. „Kriminelle“ würden dort „das Leben von Menschen zerstören“. In Bezug auf Portland erklärte Trump, die Stadt brenne. „Überall sind Aufständische.“ © Tia Dufour/Imago
US-Nationalgarde in Memphis
Einsatzkräfte der Nationalgarde wurden auch in die von den Demokraten regierte Stadt Memphis entsandt. Sie seien an „Sicherheitspatrouillen, der Sicherung von Standorten und Verkehrskontrollen“ beteiligt, erklärten die Behörden im Bundesstaat Tennessee. Die Truppen stünden „unter dem Befehl des Präsidenten“, ihr Einsatz sei von Gouverneur Bill Lee genehmigt worden. © George Walker IV/dpa
ICE in Chicago
Trump hat die umstrittenen Razzien Anfang November verteidigt und ein noch härteres Vorgehen gefordert. In einem Interview mit dem Sender CBS antwortete Trump auf die Frage, ob die Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE zu weit gegangen seien: „Ich denke, sie sind nicht weit genug gegangen.“ Interviewerin Norah O‘Donnell verwies auf Fälle, in denen ICE-Beamte eine Frau zu Boden warfen, Tränengas in Wohngebieten einsetzten und Autoscheiben einschlugen. „Sind Sie mit diesen Taktiken einverstanden?“, fragte sie. „Ja, denn man muss die Leute rausbekommen“, antwortete der Präsident. © Octavio Jones/AFP
Gregory Bovino
Kaum ein Name und ein Gesicht wird so sehr mit den Razzien in Verbindung gebracht wie Gregory Bovino (Mitte). Er besitzt den Ruf, bei seinen Feldzügen rücksichtslos vorzugehen. Teils wird ihm vorgeworfen, sich einer Nazi-Ästhetik zu bedienen, wegen seines militärischen Haarschnitts und eines zweireihigen Mantels mit ausladendem Kragen. Bovinos Garderobe sehe aus, als habe er gezielt bei Ebay nach einer SS-Kluft Ausschau gehalten, sagte der demokratische Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom. © Octavio Jones/AFP
Proteste in Minneapolis
Im Januar 2026 eskaliert schließlich die Lage im US-Bundesstaat Minnesota. Minneapolis und ihre Schwesterstadt Saint Paul werden von Tausenden Beamten der Migrationsbehörde ICE heimgesucht. Die maskierten Beamten zerren Menschen teils mit roher Gewalt von der Straße und aus ihren Häusern. © Holden Smith/Imago
Renee Good
Dann geschieht das Unfassbare: Anfang Januar tötet ein ICE-Beamter die unbewaffnete US-Bürgerin Renee Good in ihrem Auto mit drei Schüssen. Good war bereits das vierte Todesopfer bei ICE-Einsätzen seit Beginn der massiven Abschiebekampagne der Regierung von Präsident Donald Trump. © Seth Herald/Imago
Alex Pretti
Wenig später ist auch Alex Pretti (links) tot. Auf mehreren Videos ist zu sehen, wie mehrere Beamte den Krankenpfleger niederringen und auf ihn einschlagen. Dann feuert ein Beamter auf den wehrlosen Mann. Die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar bezeichnet die tödlichen Polizeischüsse danach als „Hinrichtung“. Sie wirft Trump vor, Minneapolis in ein „Kriegsgebiet“ zu verwandeln. © AFP
Good und Pretti
Auch Trump äußert sich gegenüber Fox News dazu: „Unterm Strich war es schrecklich. Beide Vorfälle waren schrecklich.“ Doch er scheint den Einsatz im Interview aber grundsätzlich zu verteidigen: „Wir haben Tausende unbelehrbare Kriminelle aus Minnesota entfernt“, sagt der Präsident. © Octavio Jones/AFP

Update, 18:27 Uhr: Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, hofft, dass seine Kammer das Kompromisspaket zur Staatsfinanzierung innerhalb weniger „Stunden“ verabschieden kann, wie der US-Sender CNN berichtet. „Wir werden in naher Zukunft über das endgültige Paket abstimmen, und ich hoffe, dass dies innerhalb von Stunden und nicht Tagen geschehen wird“, erklärte der Republikaner im Senat.

Der Senat hatte am Sonntag mit Stimmen der Demokraten dafür gestimmt, über einen aus dem Repräsentantenhaus stammenden Übergangsetat zu beraten. Damit ist eine erste wichtige Hürde im Parlament zur Beendigung des längsten Shutdowns in der Geschichte der USA überwunden. Thune forderte die Senatoren nun auf, „diesen Gesetzentwurf nicht sinnlos in die Länge zu ziehen“, damit das Repräsentantenhaus ihn schnell verabschieden und an US-Präsident Donald Trump weiterleiten kann. Die Regeln des Senats erlauben es jedem Senator, den Prozess zu verzögern, wenn er dies wünscht, wie die New York Times schreibt.

Update, 17:26 Uhr: US-Präsident Donald Trump droht Fluglotsen in den USA: Gleichzeitig stellt Trump einen möglichen Bonus für jene Fluglotsen in Aussicht, die trotz ausbleibender Bezahlung während des Shutdowns nicht der Arbeit ferngeblieben sind. „Alle Fluglotsen müssen JETZT wieder an die Arbeit gehen!!! Wer dies nicht tut, wird erheblich ‚abgestraft‘“, schreibt er US-Präsident auf seiner Online-Plattform Truth Social. Den Fluglotsen, die trotz ausbleibender Bezahlung gearbeitet haben, „werde ich für ihre herausragenden Dienste für unser Land eine PRÄMIE von 10.000 Dollar pro Person empfehlen“.

Nach Angaben von Gewerkschafts- und Regierungsvertretern hat die Zahl der Fehlzeiten in Flugsicherungseinrichtungen zugenommen, da die Fluglotsen keine Gehaltszahlungen erhielten, wie die New York Times schreibt. Auch US-Verkehrsminister Sean Duffy postete mehrfach zu jüngsten Flugausfällen in den USA und erklärte unter anderem am Sonntag, derzeit schieden 15 bis 20 Fluglotsen täglich aus dem Dienst, weil sie nicht bezahlt würden. Normalerweise liege diese Zahl bei vier pro Tag. 

Shutdown in den USA: Erneut Flug-Chaos

Update, 16:51 Uhr: Während der Senat am Sonntag einen ersten konkreten Schritt zur Beendigung des Shutdowns unternommen hat, bleiben die Auswirkungen nach wie vor spürbar: Wegen des teilweisen Stillstands der Regierungsgeschäfte in den USA und Ausfällen bei den Fluglotsen sind auch für den heutigen Montag zahlreiche inländische und internationale Flüge gestrichen worden. So sollen insgesamt fast 1.500 Verbindungen innerhalb der USA sowie internationale Abflüge und Ankünfte wegfallen, wie die Webseite „FlightAware“ schreibt. Mehr als 8.600 Flüge sollen demnach Verspätung haben.

Bereits am Wochenende waren mehr als 4.500 nationale und internationale Flüge der Webseite zufolge ausgefallen. Hintergrund ist der Streit zwischen Demokraten und Republikanern im US-Kongress über den Haushalt. Der Senat votierte am Sonntag mit Stimmen der Demokraten dafür, über einen aus dem Repräsentantenhaus stammenden Übergangsetat zu beraten. Dies ist aber lediglich eine erste wichtige Hürde im Parlament zur Beendigung des längsten Shutdowns in der Geschichte der USA.

Ende des US-Shutdowns in Sicht? Heftige Reaktionen bei den Demokraten

Update, 15:23 Uhr: Die Reaktionen auf den Kompromiss im US-Senat, der den Shutdown in den USA beenden soll, fallen vor allem auf Seiten der Demokraten heftig aus. „Es ist kompletter Mist“, sagte die demokratische Kongressabgeordnete Becca Balint gegenüber Axios das Gesetzespaket, das die Republikaner mithilfe von acht Demokraten durchgebracht hatten. Senatorin Elizabeth Warren, die dem linken Parteiflügel der Demokraten angehört, kommentierte ähnlich. „Ich werde keinen Deal unterstützen, der nichts dafür tut, die Gesundheitsversorgung erschwinglicher zu machen“, so Warren gegenüber CNN. Mehrere US-Medien sahen bereits einen parteiniternen Bürgerkrieg innderhalb der Demokraten. Im Fadenkreuz der Kritiker steht dabei vor allem Minderheitenführer Chuck Schumer. Der Senator hatte zwar selbst gegen eine Einigung im Shutdown-Streit gestimmt, es war ihm aber nicht gelungen, die Partei insgesamt auf Linie zu halten.

Shutdown USA: Kompromiss im Haushaltsstreit deutet sich an – Demokrat fordert Schumers Rückritt

Update, 14:34 Uhr: Im Zuge eines sich andeutenden Kompromisses im Haushaltsstreit in den USA werden Vorwürfe an den Minderheitenführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, laut. Der kalifornische Demokrat Ro Khanna forderte Schumer zum Rücktritt auf: „Senator Schumer ist nicht mehr effektiv und sollte ersetzt werden“, schrieb Khanna in einem Post auf der Plattform X. „Wenn Sie nicht in der Lage sind, den Kampf gegen die explodierenden Krankenkassenbeiträge für die Amerikaner anzuführen, wofür wollen Sie dann überhaupt kämpfen?“ Auch der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, kritisierte Schumer auf X, ohne dabei den Namen des Minderheitenführers zu benutzen.

Ende des US-Shutdowns in Sicht? Worum es im Haushalts-Streit geht

Update, 11:17 Uhr: Beim aktuellen Streit um den US-Haushalt geht es im Kern darum, ob bestimmte finanzielle Zuschüsse für die Krankenversicherung verlängert werden. Die Demokraten wollen verhindern, dass für Millionen Menschen die Kosten steigen. Die Republikaner lehnten eine Verlängerung bislang ab, weil das Auslaufen der Zuschüsse im großen Steuergesetz vorgesehen ist, das Trump jüngst durchsetzte und zu seinen zentralen politischen Projekten zählt. Entsprechend ungern würde seine Partei wenige Monate nach dessen Verabschiedung Teile davon wieder aufgeben.

Shutdown in den USA vor Ende: Acht Mitglieder der demokratischen Fraktion lenken ein

Update, 10:42 Uhr: Der US-Shutdown könnte vor einem Ende stehen. Acht Mitglieder der demokratischen Fraktion im Senat brachten demnach maßgebliche Fortschritte in der festgefahrenen Situation. Der Senat stimmte in der Folge mit 60 zu 40 Stimmen für die Weiterleitung des Gesetzentwurfs des Repräsentantenhauses. Laut The Hill soll es sich um folgende Senatorinnen und Senatoren handeln:

  1. John Fetterman (Pennsylvania)
  2. Angus King (Maine)
  3. Catherine Cortez Masto (Nevada)
  4. Jacky Rosen (Nevada)
  5. Dick Durbin (Illinois)
  6. Jeanne Shaheen (New Hampshire)
  7. Maggie Hassan (New Hampshire)
  8. Tim Kaine (Virginia)

US-Shutdown vor Ende? Trump äußert sich zuversichtlich

Update, 6:15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich zur Annäherung im Haushaltsstreit geäußert: „Es sieht so aus, als würden wir dem Ende des Shutdowns sehr nahe kommen“, sagte er angesichts der Einigung, die in einer Probeabstimmung bestätigt wurde. Gesichert ist das Ende des Shutdowns damit jedoch noch nicht ganz: Nach einer noch ausstehenden finalen Bestätigung im Senat müsste das US-Repräsentantenhaus dem zwischen den Parteien ausgearbeiteten Kompromiss zustimmen. Anschließend müsste Trump unterschreiben. Diese Schritte könnten Tage in Anspruch nehmen.

Update, 10. November, 4:55 Uhr: Im wochenlang festgefahrenen Streit über die Verabschiedung eines Haushalts in den USA gibt es offenkundig Bewegung. Republikaner und Demokraten im Senat konnten sich laut Angaben des demokratischen Senators Tim Kaine und übereinstimmenden US-Medienberichten auf Eckpunkte eines Kompromisses verständigen. Die Übergangslösung könnte die Finanzierung der Regierungsausgaben bis Ende Januar sichern, wie unter anderem die Sender CNN und Fox News berichteten. Für die Verfahrensabstimmung müssen im US-Senat mindestens 60 Stimmen erreicht werden. US-Medien zufolge haben sich genügend Demokraten bereit gezeigt, den Kompromiss mitzutragen. Danach müsste der Kompromiss noch vom US-Repräsentantenhaus abgesegnet werden.

Shutdown-Ende in Sicht? Kompromiss zwischen Republikaner und Demokraten bahnt sich an

Erstmeldung vom 9. November 2025: Washington DC - Der längste Shutdown in der Geschichte der USA beschäftigt den US-Kongress auch am Wochenende. Die Auswirkungen auf das tägliche Leben der Amerikanerinnen und Amerikaner werden immer drastischer. Deshalb will der US-Senat bereits am Sonntag in den Hallen des US-Kapitols in Washington DC zusammenkommen, um über eine Einigung im 40 Tage dauernden Streit um den Haushalt zu verhandeln. Eine Sondersitzung am Samstag (8. November) hatte laut US-Medien nur wenig Fortschritte erbracht. Eine Abstimmung hatte die Fraktionsspitze der Republikaner im Senat unter Mehrheitsführer John Thune abgelehnt.

Die Hoffnung liegt deshalb auf der Sondersitzung zum US-Shutdown am Sonntag (9. November). Die Fraktion der Demokraten im US-Senat verlangt für ihre Zustimmung zum Haushalt eine Verlängerung der Steuergutschriften für Kosten der allgemeinen Gesundheitsvorsorge namens Affordable Care Act – auch bekannt als „Obamacare“. Der demokratische Minderheitenführer im Senat, Chuck Schumer, unterbreitete laut dem Nachrichtenportal The Hill einen Vorschlag, der eine einjährige Verlängerung der Subventionen vorsieht.

Republikaner-Chef Thune hatte Schumers Vorschlag zur Finanzierung von Obamacare im Vorfeld bereits abgelehnt. US-Präsident Donald Trump wetterte auf Truth Social gegen den Plan der Demokraten und forderte die Abschaffung des Systems. Das Geld solle lieber „direkt an die Menschen gehen“, so Trump. (Verwendete Quellen: thehill.com, cnn.com, espn.com) (dil)

Rubriklistenbild: © Mark Schiefelbein/AP/dpa

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