Polit-Knall

„Ich vermisse sie jetzt schon“: Scholz würdigt Dreyer als „ganz besondere Politikerin“

Alle Autoren
    schließen
  • Franziska Schwarz
    Franziska Schwarz
  • Sonja Thomaser
    Sonja Thomaser
  • Bedrettin Bölükbasi
    Bedrettin Bölükbasi
  • Stephanie Munk
    Stephanie Munk

Mit emotionalen Worten reagiert Kanzler Scholz auf den angekündigten Rückzug von Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz. Arbeitsminister Schweitzer wird Nachfolger.

Update vom 21. Juni, 7.40 Uhr: Kanzler Olaf Scholz hat die scheidende rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (beide SPD) als „eine ganz besondere Politikerin, (…) Ministerpräsidentin und Frau“ gewürdigt. Ihr angekündigter Rückzug schmerze alle, die lange mit ihr zusammengearbeitet hätten, sehr, „mich jedenfalls“, sagte er in Berlin. Dreyer habe es immer geschafft, viele zusammenzuführen. „Das ist eine große Leistung“, ergänzte Scholz. Dreyer habe Klarheit und Präzision gezeigt, aber auch, dass sie „tough“ unterwegs sein könne. „Das hat mich immer sehr beeindruckt“, sagte Scholz. „Insofern haben wir ihr alle Beifall geklatscht und mein Eindruck war, das kam bei allen von ganzem Herzen, eine außerordentliche Politikerin und ich vermisse sie jetzt schon.“ 

Olaf Scholz (SPD) begrüßt Malu Dreyer (SPD) im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz.

Update vom 20. Juni, 14.22 Uhr: Oppositionspolitiker in Rheinland-Pfalz äußern Verständnis für Dreyers Rückzug – und garnieren das laut einem Bericht mit Kritik. So würdigte Michael Wäschenbach (CDU) die umgängliche Art der SPD-Politikerin zwar, erinnerte aber zugleich an den Untersuchungsausschuss zur Flut im Ahrtal. Dreyer habe sich damals nicht für die „Fehler der Regierung“ entschuldigt, sagte der CDU-Politiker der Siegener Zeitung. Daher sei ihr Rücktritt zum dritten Jahrestag der Flut „absehbar“ gewesen.

Dreyer-Nachfolger Schweitzer will Ampel-Koalition in Rheinland-Pfalz

Update vom 20. Juni, 13.23 Uhr: Sozialminister Alexander Schweitzer soll der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Amt nachfolgen. Welche Pläne hat er für das Bundesland? Das wurde bei Schweitzers „ersten Vorstellungsrunde“ nicht klar, wie der Spiegel berichtet. Die Zeit sei zu kurz gewesen, um ein Konzept auszuarbeiten, zitierte ihn das Nachrichtenmagazin. Sicher sei aber, dass er eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP in Rheinland-Pfalz fortführen wolle, hieß es weiter.

Malu Dreyer spricht nach Europawahl von „sozialdemokratischer Krise“

Update vom 20. Juni, 12.30 Uhr: Malu Dreyer hat sich in einem ZDF-Interview zu den Gründen ihres Rücktritts auch über den Zustand der SPD geäußert. Diese müsse nach dem schlechten Abschneiden bei der Europawahl jetzt natürlich kämpfen. Sie sei aber „sehr zuversichtlich“, dass ihre Partei Wege aus „dieser sozialdemokratischen Krise“ finden werde, meinte sie.

Schweitzer will sich seine Vorgängerin Dreyer als Vorbild nehmen

Update vom 20. Juni, 11.16 Uhr: Alexander Schweitzer, der designierte Nachfolger von Malu Dreyer als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, hat im Gespräch mit dem SWR über die Vorgänge der vergangenen Tage berichtet. Der Entscheidung der scheidenden Landeschefin sei eine Reihe von intensiven Gesprächen vorangegangen, sagte der Arbeitsminister. „Malu Dreyer hat mich darum gebeten und deswegen stehe ich jetzt hier“, zog Schweitzer sein Fazit.

„Ich werde mir sehr stark Malu Dreyer zum Vorbild nehmen und den unmittelbaren Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern suchen“, führte der SPD-Politiker mit Blick auf die kommenden Monate weiter aus. Schweitzer muss am 10. Juli vom rheinland-pfälzischen Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Im Parlament verfügt das von Dreyer angeführte Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP über die Mehrheit.

Dreyer hört als Ministerpräsidentin auf – Schweitzer ein Nachfolger mit viel Führungserfahrung

Update vom 20. Juni, 9.43 Uhr: Der Münchner Merkur würdigt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin ausdrücklich, wirft aber auch einen Blick nach vorn, und zwar auf ihren Nachfolger Alexander Schweitzer. „Schweitzer hat viel Führungserfahrung – und ist in der Landes-SPD seit Langem als Kandidat für höchste Aufgaben im Gespräch“, heißt es in dem Artikel Rücktritt von Malu Dreyer.

Der SPD-Landesverband Rheinland-Pfalz hat für Donnerstagvormittag eine Pressekonferenz angesetzt, um über die großen Veränderungen in der Partei zu sprechen. Neben Dreyer hatte auch SPD-Landeschef Roger Lewentz seinen Rückzug angekündigt.

Kronprinz der SPD: Nach Rücktritt von Dreyer übernimmt Schweitzer ihr Amt

Update vom 20. Juni, 7.15 Uhr: Der bisherige Landesminister für Arbeit und Soziales, Transformation und Digitalisierung in Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer (SPD), soll als künftiger rheinland-pfälzischer Ministerpräsident auf Malu Dreyer folgen, die ihren Rücktritt verkündet hat. Schweitzer gilt schon länger als Kronprinz der SPD in Rheinland-Pfalz.

Update vom 19. Juni, 21.07 Uhr: Mit dem Rücktritt von Dreyer wird auch die wichtigste medienpolitische Position auf Länderebene vakant. Wie ihr Vorgänger Kurt Beck ist Dreyer Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, die maßgeblich die Medienpolitik in Deutschland bestimmt. Der Vorsitz der Rundfunkkommission liegt traditionell bei Rheinland-Pfalz. Wer Dreyer hier nachfolgt, ist noch offen.

Update vom 19. Juni, 16.43 Uhr: Nach der Amtsübergabe an ihren Nachfolger Alexander Schweitzer am 10. Juli werde sie „erstmal ausruhen und nichts tun“, sagte Dreyer. Nach dieser Phase werde sie auf keinen Fall mehr einen Vollzeitjob annehmen, sich aber für Demokratie engagieren – neben der Frauenpolitik ihr Leidenschaftsthema. Denn: „Die Demokratie ist so stark angegriffen wie niemals zuvor.“ 

Nach Rücktritt von Malu Dreyer: Alexander Schweitzer will in Rheinland-Pfalz an Ampel festhalten

Update vom 19. Juni, 14.55 Uhr: Der künftige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) will nach seiner Wahl zum Regierungschef an der Ampel-Regierung im Land festhalten. Er strebe auch nach der Landtagswahl im Jahr 2026 eine Regierungskoalition mit den Grünen und der FDP an, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Mainz. Das Bündnis habe einen guten Koalitionsvertrag. Als neuer Ministerpräsident werde er aber auch neue Akzente setzen, kündigte Schweitzer an. 

Der bisherige Landesminister für Arbeit und Soziales, Transformation und Digitalisierung soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause im Landtag als Nachfolger der amtierenden Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) gewählt werden.

Rücktritt wegen Europawahl-Ergebnis? Dreyer dementiert Zusammenhang

Update vom 19. Juni, 14.35 Uhr: Die rheinland-pfälzische SPD-Fraktion hat sich einstimmig für Alexander Schweitzer als Nachfolger von Malu Dreyer an der Spitze der Landesregierung ausgesprochen. Das sagte Dreyer bei der Verkündung ihres Rücktritts am Mittwoch in Mainz. Sie sei sich sicher, ihr Amt in die besten Hände zu geben. Schweitzer sei der richtige Mann in diesem Moment. Dreyer sagte außerdem, die Entscheidung hänge nicht mit dem schlechten Ergebnis der SPD bei der Europawahl zusammen.

Die SPD im Land setze weiter auf eine Doppelspitze, sagte Dreyer. Während sie 2013 die erste Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz geworden sei, werde Sabine Bätzing-Lichtenthäler künftig die erste Landeschefin der SPD Rheinland-Pfalz als Nachfolgerin von Roger Lewentz sein. SPD-Fraktionschefin im Mainzer Landtag soll Bätzing-Lichtenthäler aber bleiben. 

Update vom 19. Juni, 14.10 Uhr: Dreyer erklärt weiter den Grund für die Entscheidung, ihr Amt niederzulegen. Die Entscheidung sei in den vergangenen Wochen gereift. Vor einigen Tagen habe sie die Entscheidung schließlich getroffen. Der Wahlkampf neben ihrem „sehr anspruchsvollen Job“ habe ihr gezeigt, „dass ich einfach an die Grenzen komme und dass mir meine Kraft ausgeht“. Sie gehe mit „schwerem Herzen“, nicht da sie amtsmüde sei, sondern ihre Kraft nicht mehr ausreiche. Zudem gehe sie „in wirklich großer Dankbarkeit“ und „Zuversicht“.

Rücktritt von Malu Dreyer: „Habe nicht mehr die Energie, die ich mal hatte“

Update vom 19. Juni, 14.05 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ist nun vor die Presse getreten, um ihren Rücktritt zu verkünden. An ihrer Seite: Ihr Nachfolger, der bisherige Landesminister für Arbeit und Soziales, Transformation und Digitalisierung, Alexander Schweitzer (SPD). Dreyer spricht von einer „schweren Entscheidung, heute Ihnen mitzuteilen, dass ich das Amt der Ministerpräsidentin - davon zurücktreten werde“. In ihrer Arbeit als Ministerpräsidentin habe die Begegnung mit Menschen ihr Kraft gegeben. „Leider muss ich für mich einfach feststellen, dass diese Kraft endlich ist“, erklärt Dreyer. Sie habe nicht mehr die Energie, „die ich mal hatte“.

Update vom 19. Juni, 14.00 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat den angekündigten Rücktritt der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer „mit sehr großem Respekt“ zur Kenntnis genommen. Der Kanzler habe „größte Wertschätzung“ für Dreyer als Regierungschefin einer erfolgreichen Ampel-Koalition, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch in Berlin. „Er schätzt sie sehr als verlässliche und volksnahe Politikerin, die sich nicht ohne Grund hoher Beliebtheit erfreut.“ 

Dreyer legt Amt nieder: Nachfolger steht offenbar schon fest

Update vom 19. Juni, 13.50 Uhr: Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), zieht sich offenbar in wenigen Wochen von ihrem Amt zurück, das sie seit 2013 innehat. Ihr Nachfolger soll der bisherige Landesminister für Arbeit und Soziales, Transformation und Digitalisierung, Alexander Schweitzer (SPD), werden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Details sollen am Mittwochnachmittag (14.00 Uhr) auf einer Pressekonferenz in Mainz bekannt gegeben werden.

Der hessische Regierungschef Boris Rhein (CDU) hat nach der Rücktrittsankündigung die gute Zusammenarbeit der beiden Politiker gewürdigt. „Malu Dreyer hat Rheinland-Pfalz seit 2013 geführt. Das ist eine enorme Leistung“, sagte Rhein. „Ich habe immer gut und konstruktiv mit ihr zusammengearbeitet. Für die Zukunft wünsche ich Malu Dreyer alles Gute.“

Update vom 19. Juni, 13 Uhr: Kurz nachdem bekannt wurde, dass Malu Dreyer wohl als Ministerpräsidentin zurücktreten will, wird ein weiterer Rückzug bekannt: Roger Lewentz wird sein Amt als SPD-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz aufgeben. Seine Nachfolgerin soll die Fraktionsvorsitzende im Landtag, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, werden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen erfuhr. Zuvor hatte die Zeitung Rheinpfalz darüber berichtet. Lewentz war seit 2012 Chef der SPD in Rheinland-Pfalz. Der Grund für den Schritt war zunächst unklar.

Polit-Knall in Rheinland-Pfalz: Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) tritt wohl zurück

Erstmeldung: Mainz – Bekannt geben will Malu Dreyer (SPD) ihren Schritt wohl am Vormittag in der SPD-Landtagsfraktion, doch jetzt schon sickerte durch: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin gibt ihr Amt auf. Über den geplanten Rücktritt berichtet der Spiegel unter Berufung auf Parteikreise. Dreyers Nachfolger soll demnach Arbeitsminister Alexander Schweitzer werden.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer während einer Pressekonferenz.

Malu Dreyer soll Rücktritt als Ministerpräsidentin am Nachmittag bekannt geben

Malu Dreyer (63) steht in Rheinland-Pfalz derzeit an der Spitze einer Ampel-Koalition aus SPD. Grünen und FDP. Am Nachmittag will Dreyer ihren Rücktritt offenbar bei einer Pressekonferenz offiziell verkünden. Die Hintergründe für ihren Rückzug waren zunächst nicht bekannt.

Wie es in dem Spiegel-Bericht heißt, habe Malu Dreyer sich zum Rücktritt entschlossen, um ihrem Nachfolger die Chance zu geben, sich vor zu den nächsten Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz zu profilieren und bekannter zu machen. Die nächsten Wahlen finden im Frühjahr 2026 statt. Malu Dreyer ist seit 2013 Regierungschefin in Rheinland-Pfalz.

Kabinett Scholz: Nach dem Ampel-Aus kommt Rot-Grün ohne Mehrheit

Olaf Scholz spricht zur Energiepolitik.
Olaf Scholz (SPD) ist der neunte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Politisch wird er dem konservativen Flügel der Sozialdemokraten zugerechnet. Lange Zeit galt er als reiner „Scholzomat“ – ein Spitzname, den er sich wegen seiner mechanisch wirkenden Sprechblasen in seiner Zeit als Generalsekretär unter Kanzler Gerhard Schröder verdiente. Kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine kündigte er in einer Sondersitzung des deutschen Bundestages einen Wandel der deutschen Politik an: „Wir erleben eine Zeitenwende.“  © Britta Pedersen/dpa
Robert Habeck auf Deutschlandtour.
Robert Habeck ist Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz sowie Stellvertreter des Kanzlers. Vom 27. Januar 2018 bis zum 14. Februar 2022 hatte er zusammen mit Annalena Baerbock den Bundesvorsitz der Partei Bündnis 90/Die Grünen inne. Habeck ist auch als Schriftsteller tätig. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea Paluch veröffentlichte er mehrere Romane, u.a. Hauke Haiens Tod (2001). © Soeren Stache/dpa
Jörg Kukies kommt zu Beginn der Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.
Am 7. November 2024 hat Jörg Kukies das Amt des Finanzminister übernommen. Der Sozialdemokrat Kukies ist derzeit Staatssekretär im Kanzleramt und gilt als einer der wichtigsten Berater von Kanzler Scholz. Er ist sein Mann für Wirtschaft und Finanzen und verhandelt für ihn die Abschlussdokumente der G7- und G20-Gipfel.  © Michael Kappeler/dpa
Christian Lindner im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022.
Christian Lindner ist Bundesminister der Finanzen im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker ist seit dem 7. Dezember 2013 Bundesvorsitzender der Liberalen. Schon 2017 sah es lange so aus, als würde die FDP an der Regierung beteiligt sein. Doch nach vierwöchigen Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Jamaika-Koalition erklärte Lindner die Verhandlungen schließlich für gescheitert. Seine Begründung: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren!“ © Emmanuele Contini/Imago
Nancy Faeser (SPD), alte und neue Landesvorsitzende der SPD in Hessen und Bundesinnenministerin, freut sich über ihre Wiederwahl.
Nancy Faeser führt im Kabinett Scholz als erste Frau das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Die Juristin ist seit dem 2. November 2019 Vorsitzende der SPD Hessen. Zuvor war sie 16 Jahre lang Abgeordnete des Hessischen Landtags und ab 2019 als Vorsitzende der hessischen SPD-Fraktion auch Oppositionsführerin. Zudem war sie Spitzenkandidatin der SPD bei der Landtagswahl in Hessen 2023. Als Abgeordnete im Landtag erhielt sie zwei Drohbriefe, die mit NSU 2.0 unterschrieben waren. © Andreas Arnold/dpa
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. © Thomas Imo/Imago
Marco Buschmann FDP, Bundesjustizminister, stellt Eckpunktepapier zum Selbstbestimmungsgesetz vor.
Marco Buschmann war bis zum 7. November 2024 Bundesminister der Justiz im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker war von Oktober 2017 bis Dezember 2021 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. Im Herbst 2020 warnte er während der Corona-Pandemie vor einer Verfassungskrise. Buschmann war auch Mitkoordinator der erfolgreichen Verfassungsklage der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP gegen den Berliner Mietendeckel. Nach dem Rauswurf von Finanzminister Christian Lindner verließ Buschmann die Ampel.  © Jürgen Heinrich/Imago
Volker Wissing, Bundesverkehrsminister FDP, vor der Kabinettssitzung im Berliner Kanzleramt Bundeskanzleramt in Berlin
Volker Wissing wurde nah dem Ampel-Aus für sein Ausscheren aus dem Kurs von FDP-Parteichef Christian Lindner belohnt. Der Bundesminister für Digitales und Verkehr erhielt zusätzlich das Justizressort. Einer der letzten großen Ampel-Fans in der FDP zog nach dem Koalitionsbruch Konsequenzen: In einem beispiellosen Schritt trat er aus der Partei aus und bleibt bis zu den geplanten Neuwahlen als Parteiloser im Amt. Der Jurist war vom 19. September 2020 bis zum 23. April 2022 Generalsekretär der FDP. Wissing gibt als Hobby Weinbau an, vor allem im familieneigenen Weingut.  © Stefan Boness/Imago
Hubertus Heil besucht die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Spandau.
Hubertus Heil ist im Kabinett Scholz Bundesminister für Arbeit und Soziales – ein Amt, das der SPD-Politiker bereits seit dem 14. März 2018 innehat. Heil ist seit Dezember 2019 stellvertretender Bundesvorsitzender der Sozialdemokraten. Von November 2005 bis November 2009 und von Juni bis Dezember 2017 war er Generalsekretär seiner Partei. Heil spricht sich für einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro aus, eine Erhöhung des Rentenalters auf über 67 Jahre lehnt er ab. © M. Popow/Imago
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen.
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen. © Michael Kappeler/dpa
Verteidigungsministerin Lambrecht besucht Marder-Kompanie
Bis zum 19. Januar 2023 hatte Christine Lambrecht das Amt der Verteidigungsministerin inne. Die SPD-Politikerin stand zumeist unter einem immensen Druck. Kritische Stimmen warfen ihr fehlende Sachkenntnis, die schleppend angelaufene Beschaffung für die Bundeswehr, aber auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit vor. Irritation rief schließlich eine Neujahrsbotschaft hervor, in der sie begleitet von Silvesterfeuerwerk in Berlin über den Ukraine-Krieg sprach. © Robert Michael/dpa
Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft läuft beim Treffen der G7 Agrarminister zum Eingang des Schlosses Hohenheim.
Cem Özdemir ist Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Scholz. Özdemir ist der erste Bundesminister mit türkischem Migrationshintergrund. Von November 2008 bis Januar 2018 war er Bundesvorsitzender der Grünen. Im Dezember 2021 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ gewählt. Nach dem Ampel-Aus übernahm er auch das Ministerium für Bildung und Forschung.  © Bernd Weißbrod/dpa
Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht beim hybriden Gipfeltreffen „Women7-Summit“.
Elisabeth „Lisa“ Paus ist seit dem 25. April 2022 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Kabinett Scholz. Sie ist die Nachfolgerin von Anne Spiegel, die zuvor von diesem Posten zurückgetreten war. Paus gehört zum linken Parteiflügel der Grünen. Sie ist seit 2009 Abgeordnete im Deutschen Bundestag.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt im Schloss Bellevue anlässlich des Amtswechsels im Bundesfamilienministerium die Entlassungsurkunde an Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), bisherige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Vorgängerin von Lisa Paus war Anne Spiegel, die am 25. April 2022 die Entlassungsurkunde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt. „Es war zu viel“, hatte die Grünen-Politikerin vorher bekennen müssen. Ihr Verhalten als Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 wurde vom Untersuchungsausschuss des Landtags bis ins Detail untersucht. Die Kritik wurde zum Sturm – ihr Amt als Bundesfamilienministerin gab Spiegel deshalb auf. In ihrer Rücktrittserklärung betonte Spiegel, dass sie das Amt nicht länger belasten wolle und entschuldigte sich für begangene Fehler. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen von Journalisten zum Infektionsgeschehen und zur Impfentwicklung.
Karl Lauterbach ist Bundesminister für Gesundheit im Kabinett Scholz. Der SPD-Politiker ist Professor am Universitätsklinikum Köln und dort Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie. Wegen seines Bundestagsmandats ist er derzeit beurlaubt. Während der Pandemie ist er für viele zu einer Reizfigur geworden. Als Minister konnte er sich mit seiner Forderung nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht nicht durchsetzen.  © Wolfgang Kumm/dpa
Steffi Lemke, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz beim Treffen der G7 Klima-, Energie- und Umweltministerinnen und -minister.
Steffi Lemke hat im Kabinett Scholz den Posten als Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz inne. Die Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen absolvierte ein Studium der Agrarwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 1993 als Diplom-Agraringenieurin abschloss. Von 2002 bis 2013 war sie politische Bundesgeschäftsführerin ihrer Partei. © Chris Emil Janssen/Imago
Bettina Stark-Watzinger im Portrait bei der Bundespressekonferenz zum Thema Veroeffentlichung des nationalen Bildungsberichts Bildung in Deutschland.
Bettina Stark-Watzinger ist Bundesministerin für Bildung und Forschung im Kabinett Scholz. Seit 2017 ist sie Abgeordnete im Deutschen Bundestag und seit März 2021 Vorsitzende der FDP Hessen. Ihr Studium der Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main schloss sie 1993 als Diplom-Volkswirtin ab. Sie ist Mitglied im Stiftungsrat der Karl-Hermann-Flach-Stiftung. © Imago
Svenja Schulze SPD, Bundesministerin fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, aufgenommen im Rahmen der Konferenz fuer globale Ernaehrungssicherheit im Auswaertigen Amt in Berlin.
Svenja Schulze ist Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Kabinett Scholz. Die SPD-Politikerin ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), ver.di, im Naturschutzbund Deutschland (NABU) und im Verein Slowfood. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauenzeiten“. © Florian Gaertner/Imago
Klara Geywitz im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022. Kabinettssitzung in Berlin.
Klara Geywitz ist Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Scholz. Zudem ist sie Beauftragte der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich. Im Dezember 2019 wurde sie zu einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Geywitz gehört seit 2014 dem Vorstand der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit an. © Emmanuele Contini/Imago
Wolfgang Schmidt hisst die Regenbogenfahne am Bundeskanzleramt in Berlin.
Wolfgang Schmidt ist Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes im Kabinett Scholz. In dieser Funktion ist er außerdem Beauftragter der Nachrichtendienste des Bundes. Schmidt, der seit 1989 der SPD angehört, gilt als engster Vertrauter von Olaf Scholz. © Christian Spicker/Imago

Schweitzer wird schon länger als Malu Dreyers Nachfolger gehandelt

Der derzeitige Arbeitsminister in Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, soll offenbar als Ministerpräsident nachfolgen. Er werde schon länger als Dreyers Nachfolger gehandelt, heißt es, und habe in weiten Teilen der SPD Unterstützung.

Schweitzer ist seit Mai 2021 Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung in Rheinland-Pfalz. Er ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Im Gespräch für Dreyers Nachfolger war zuvor offenbar auch Innenminister Michael Ebling, der ab morgen auch beim Treffen der Innenminister der Länder mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser dabei sein wird. Es soll dabei vor allem um Migration und Abschiebungen gehen.

Ministerpräsident von Rheinland-PfalzZeitraum
Wilhelm Boden, CDU1946 bis 1947
Peter Altmeier, CDU1947 bis 1969
Helmut Kohl, CDU1969 bis 1976
Bernhard Vogel, CDU1976 bis 1988
Carl-Ludwig Wagner, CDU1988 bis 1991
Rudolf Scharping, SPD1991 bis 1994
Kurt Beck, SPD1994 bis 2013
Malu Dreyer, SPDseit Januar 2013

Ministerpräsidentin im Rollstuhl: Malu Dreyer gilt bei Krankheit Multiple Sklerose als Vorbild

Malu Dreyer ist an Multiple Sklerose erkrankt und ist mittlerweile bei längeren Strecken auf einen Rollstuhl angewiesen. Die Diagnose bekam sie bereits 1995, damals war Dreyer Mitte 30. Die SPD-Politikerin gilt als großes Vorbild im Umgang mit der Krankheit und besuchte beispielsweise 2021 trotz ihrer Einschränkungen das Hochwassergebiet im Ahrtal. Ob die Krankheit etwas mit ihrem Rücktritt zu tun hat, blieb zunächst unklar.

Malu Dreyer war kurzzeitig SPD-Chefin – Mann brachte drei Kinder mit in Ehe

Malu Dreyer ist seit 2004 mit Klaus Jensen, dem einstigen Oberbürgermeister von Trier, verheiratet. Er brachte drei Kinder mit in die Ehe, eigene Kinder hat das Paar nicht.

Dreyer ist seit über 30 Jahren Mitglied der SPD. Von 2016 bis 2017 war sie Präsidentin des Bundesrates. Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles 2019 führte sie die SPD einige Monate lang kommissarisch. (smu)

Rubriklistenbild: © Hannes P Albert/dpa

Kommentare