Nancy Pelosi

Russland: Kreml zeigt sich anlässlich Pelosi-Reise solidarisch mit China

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Während der erwarteten Spannungen rund um den geplanten Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi erklärt Russland seine Solidarität mit China.

Moskau - «Alles im Zusammenhang mit dieser Tour und dem möglichen Besuch in Taiwan trägt natürlich eine höchst provokative Note», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der russischen Agentur Interfax zufolge in Moskau. «Wir wollen noch einmal betonen, dass wir hier absolut solidarisch mit China sind.»

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses wurde nach Angaben aus dem Parlament in Taipeh in Taiwan am Dienstagabend (Ortszeit) in der Inselrepublik erwartet. Es wäre der ranghöchste Besuch aus den USA seit einem Vierteljahrhundert im demokratischen Taiwan, das von der Führung in Peking nur als Teil der Volksrepublik China angesehen wird.

Chinas Volksbefreiungsarmee erhöhte die Drohkulisse mit Manövern, Schießübungen, Militärflugzeugen und Kriegsschiffen nahe Taiwan und der Sperrung von Seegebieten. Als Reaktion verschärfte Taiwans Militär seine Einsatzbereitschaft an der Grenze zu China. Russland wiederum hat zu China enge Beziehungen, die vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs eine besondere Bedeutung bekommen haben, da Moskau sich dadurch international in hohem Maße isoliert hat. (dpa)

Moskau (dpa) - Trotz fehlender größerer Erfolge in den vergangenen Wochen läuft für Russlands Armee im Osten der Ukraine nach eigener Darstellung alles nach Plan. «Nach der Übernahme der Kontrolle auf dem Gebiet der Volksrepublik Luhansk wird die Volksrepublik Donezk planmäßig befreit», sagte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag der russischen Agentur Interfax zufolge.

Russland hatte Anfang Juli die Eroberung der ostukrainischen Region Luhansk verkündet - im benachbarten Donezk seitdem allerdings nur verhältnismäßig geringe Geländegewinne verzeichnet. Schoigu zählte sechs Ortschaften in Donezk auf, die seine Truppen zuletzt erobert haben sollen.

Immer wieder rechtfertigt Moskau seinen schon mehr als fünf Monate dauernden Angriffskrieg mit einer angeblichen «Befreiung» des Nachbarlands von Nationalisten. Die Ukraine will verloren gegangene Gebiete auch mithilfe westlicher Waffen zurückerobern und startete zuletzt eine teilweise erfolgreiche Gegenoffensive im südlichen ukrainischen Gebiet Cherson.

Schoigus Aussagen zufolge soll die russische Armee in den vergangenen Wochen unter anderem sechs Abschussanlagen für aus den USA gelieferte Himars-Raketen, fünf für Geschosse des Typs Harpoon sowie 33 M777-Haubitzen zerstört haben. Unabhängig überprüfen ließ sich das nicht. Außerdem sei das wichtige ukrainische Kohlekraftwerk Wuhlehirsk mittlerweile unter russischer Kontrolle, sagte Schoigu.

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