News zum Ukraine-Krieg

Polen und Litauen wollen Grenze gegen Belarus sichern: „Auf jegliches Szenario vorbereitet“

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    Franziska Schwarz

Russland soll ukrainische Drohnen erfolgreich abgeschossen haben. Der Vormarsch der Ukraine kommt langsamer voran als erhofft. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

  • Seltener Einblick: 8500 russische Fallschirmjäger laut deren Kommandeur bisher verwundet
  • Cherson unter Beschuss: Kathedrale beschädigt
  • Die verarbeiteten Informationen zum Ukraine-Krieg stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber teils auch von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine sowie deren Verbündeten. Einige Angaben lassen sich deshalb zum Teil nicht unabhängig überprüfen.

Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen und Neuigkeiten finden Sie in unserem aktuellen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update vom 3. August, 21.45 Uhr: Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich zu der Forderung der Ukraine nach deutschen Taurus-Marschflugkörpern geäußert. „Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass das jetzt gerade nicht unsere vorrangigste Priorität hat“, sagte Pistorius, wie die dpa berichtet. „Wir sind nicht die einzigen, die nicht liefern. Auch unsere amerikanischen Verbündeten liefern diese Marschflugkörper nicht. Unsere haben eine besondere Reichweite“, sagte er zur Begründung.

Die Ukraine fordert von Berlin Marschflugkörper vom Typ Taurus, um auch Stellungen der russischen Streitkräfte weit hinter der Frontlinie angreifen zu können. Berlin ist zurückhaltend, es gibt aber auch Stimmen innerhalb der Ampel-Koalition, die für eine Lieferung dieser Präzisionswaffen plädieren. Der FDP-Verteidigungsexperte Marcus Faber argumentiert, dass für eine Lieferung jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, da die Gegenoffensive der Ukraine ins Stocken geraten sei. Die Flugkörper könnten helfen, die Logistikketten der russischen Armee zu unterbrechen und somit deren Munitionsversorgung zu stören.

Nach Provokationen durch Belarus: Polen und Litauen sprechen sich ab

Update vom 3. August, 17.16 Uhr: Die Regierungschefs der Nachbarländer Polen und Litauen sind am Donnerstag (3. August) zu einem Treffen im polnischen Grenzort Suwałki zusammengekommen. „Die Anwesenheit von Wagner-Söldnern in Weißrussland stellt ein zusätzliches Sicherheitsrisiko für Litauen und Polen sowie für die Nato-Verbündeten dar. Wir bleiben wachsam und sind auf jedes mögliche Szenario vorbereitet“, schrieb der litauische Präsident Nausėda auf Twitter.

Das Gespräch mit seinem polnischen Amtskollegen Mateusz Morawiecki sei produktiv gewesen. Dieser hatte am Vortag in einer Videobotschaft gesagt, dass „die Zusammenarbeit zwischen Polen und Litauen angesichts von Bedrohungen und Provokationen von entscheidender Bedeutung ist.“ Polen sei ständig von Provokationen und hybriden Angriffen durch belarussische und russische Geheimdienste bedroht.

Russischer Kommandeur gibt seltenen Einblick – 8500 Fallschirmjäger bisher verwundet

Update vom 3. August, 14.15 Uhr: Ein hochrangiger Offizier hat einen seltenen Einblick in die Kriegsbilanz Russlands gegeben. Demnach sind bisher mindestens 8500 Fallschirmjäger im Ukraine-Krieg verwundet worden. Michail Teplinski, Kommandeur der russischen Luftlandetruppen, machte in einer Videobotschaft vom Mittwoch (2. August) Angaben, aus denen diese Zahl hervorgheht. „Mehr als 5000 verwundete Fallschirmjäger kehrten nach der Behandlung an die Front zurück und mehr als 3500 unserer Verwundeten weigerten sich, die Frontlinie zu verlassen“, sagte er laut der Moscow Times. Das Video entstand anlässlich des „Tages der Fallschirmjäger“ und wurde von einem vom Verteidigungsministerium betriebenen Fernsehsender veröffentlicht.

Wenige Stunden später wurde das Filmmaterial allerdings aus nicht genannten Gründen sowohl von der Internetseite als auch vom Telegram-Kanal des Senders entfernt. Die unabhängige investigative Nachrichtenagentur Agentstvo spekulierte, dass das Material entfernt wurde, weil es „Informationen enthielt, die das Verteidigungsministerium nicht veröffentlicht haben wollte“.

Russland nimmt Cherson unter Beschuss: Kathedrale getroffen

Update vom 3. August, 12.15 Uhr: Russland hat zum wiederholten Mal Cherson im Süden der Ukraine unter Beschuss genommen. Dabei wurde die St.-Katharinen-Kathedrale im Zentrum der Stadt getroffen - und zwar gleich zweimal. Als Rettungskräfte dabei waren, das nach der ersten Attacke in der Kirche entstandene Feuer zu löschen, wurde die Kathedrale erneut angegriffen. Vier Mitarbeiter des Katastrophenschutzes wurden dabei verletzt.

Die St. Katharina-Kathedrale in Cherson. (Archivbild von 2019)

Russland schießt wohl ukrainische Drohnen ab

Update vom 3. August, 10.40 Uhr: Russland hat eigenen Angaben zufolge sechs ukrainische Drohnen in der Region Kaluga abgeschossen. Das Verteidigungsministerium erklärte, es habe „einen terroristischen Angriff des Kiewer Regimes mit Drohnen“ vereitelt. In der Nacht auf Donnerstag seien die Drohnen „mit Hilfe von Flugabwehrsystemen“ abgeschossen worden, erklärte der Regionalgouverneur Wjatscheslaw Schapscha auf Telegram. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben.

Update vom 3. August, 8.20 Uhr: Die US-Denkfabrik „Institute for the Study of War“ (ISW) schreibt in ihrem aktuellen Bericht, dass Moskau eventuell Militärblogger und andere Medien anweisen, über russische Militärprobleme zu schweigen. Das ISW weist auf Streitigkeiten unter den russischen Kriegsbefürwortern über die Berichterstattung über Rückschläge auf der von Russland besetzten Krim hin.

Kiew meldet 820. Luftalarm seit Kriegsbeginn 

Update vom 3. August, 7.10 Uhr: Russland hat in der Nacht erneut Kamikaze-Drohnen auf Kiew abgefeuert. „Wie gestern war es ein massiver Angriff“, berichtete Verwaltungschef Serhij Popko. Der Luftalarm dauerte drei Stunden. Über Opfer oder Schäden ist bisher nichts bekannt. Popko wies darauf hin, dass dies der 820. Luftalarm für Kiew seit Beginn der russischen Invasion im Februar gewesen sei.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Minen halten Ukraine auf: Russische Truppen verschanzen sich

Update vom 3. August, 5.30 Uhr: Die russischen Truppen sind nach ukrainischen Angaben nicht auf dem Vormarsch, sondern haben sich in den von ihnen kontrollierten Gebieten verschanzt und diese vermint. „Der Feind hat sich sehr gründlich auf diese Ereignisse vorbereitet“, sagte der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Oleksij Danilow, im staatlichen Fernsehen. „Die Zahl der Minen auf dem Gebiet, das unsere Truppen zurückerobert haben, ist völlig verrückt. Im Durchschnitt gibt es drei, vier, fünf Minen pro Quadratmeter.“

Das mache es den ukrainischen Truppen schwer, nach Osten und Süden vorzudringen. Der Vormarsch sei langsamer als erhofft, aber man könne nichts überstürzen, weil Menschenleben auf dem Spiel stünden. „Niemand kann uns Fristen setzen, außer wir selbst ... Es gibt keinen festen Zeitplan“, sagt er. „Ich habe nie das Wort Gegenoffensive benutzt. Es gibt militärische Operationen, und die sind komplex, schwierig und hängen von vielen Faktoren ab.“

Update vom 3. August, 4.55 Uhr: Das ukrainische Militär warnt vor möglichen Drohnenangriffen auf die Hauptstadt Kiew. Die Luftabwehreinheiten rund um die Stadt seien im Einsatz. In der östlichen Hälfte des Landes herrscht Luftalarm.

„Massenhaft“ russische Soldaten im Ukraine-Krieg vergiftet?

Update vom 2. August, 21.10 Uhr: Offenbar haben proukrainische Aktivisten im russisch besetzten Mariupol gezielt russische Offiziere vergiftet. Das berichtet der Sender Sky News. Laut der Angaben von Petro Andryushchenko, ein Berater des ukrainischen Bürgermeisters der Stadt, seien 17 russische Soldaten in ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden. Zwei von ihnen seien bereits gestorben.

Es wird angenommen, dass die Männer mit Zyanid und Pestiziden vergiftet wurden, die in Lebensmitteln versteckt waren. Womöglich handelt es sich um Anschläge der sogenannten „Y-Gruppe“, einer Gruppe des ukrainischen Widerstands in Mariupol. Andryushchenko sagte, die Soldaten seien „massenhaft“ auf einem russischen Militärstützpunkt in der Stadt vergiftet worden, als sie am Sonntag den Tag der russischen Marine feierten.

Putin soll Erdoğan in der Türkei treffen

Update vom 2. August, 16.00 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin soll bald in die Türkei reisen und dort seinen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan treffen. Das berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı. Die beiden hätten heute telefoniert und über das ausgelaufene Getreideabkommen diskutiert, heißt es. Erdoğan betonte die Wichtigkeit des Abkommens, Lebensmittelpreise gering zu halten und sprach von einer „Brücke des Friedens“. Laut Kreml erklärte Putin, er sei bereit, das Abkommen wiederherzustellen, sobald der Westen „alle Verpflichtungen gegenüber Russland“ erfülle. Erdoğan sieht sich im Ukraine-Krieg in einer Vermittlerrolle.

Laut Ukraine: Angeblich Hunderte russische Soldaten bei Himars-Angriff getötet

Update vom 2. August, 14.23 Uhr: Laut ukrainischen Angaben haben die ukrainischen Streitkräfte Hunderte russische Soldaten mit einem Angriff getötet. Der Angriff galt demnach einem russischen Trainingslager auf der Insel Dscharylhatsch, die zur Region Cherson gehört. Er soll mit Himars-Mehrfachraketenwerfern erfolgt sein. Unabhängig prüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

Die Angaben stammen vom Nationalen Widerstandszentrum Kiews, das auf Facebook dazu von einer Drohne gefilmtes Filmmaterial zeigte. Hier der besagte Video-Post. Die Echtheit des Materials ließ sich zunächst ebenfalls nicht verifizieren. Wie die Kyiv Post erfahren haben will, sei der Angriff auf Grundlage von Informationen erfolgt, die Widerständler gegen die russischen Besatzer lieferten. Weiter schrieb sie, dass in ukrainischen Medien die Zahl von 200 russischen Todesopfern kursierte. Das Widerstandszentrum (Center of National Resistance of Ukraine) wurde im März 2022 gegründet.

Russland startet Militärmanöver „Ocean Shield 2023“ in der Ostsee

Update vom 2. August, 13.04 Uhr: Russland hat am Mittwoch (2. August) den Start von Militärübungen in der Ostsee verkündet. Das Manöver „Ocean Shield 2023“ sei unter Beteiligung von mehr als 30 Kampf- und anderen Schiffen, 20 Unterstützungsschiffen, 30 Flugzeugen und rund 6000 Militärangehörigen gestartet, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Das Ziel der Übungen sei die Überprüfung der „Fähigkeit der Militärflotte, Russlands nationale Interessen zu verteidigen“.

Das Manöver findet vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit europäischen Ländern hinsichtlich des Konflikts in der Ukraine statt. Die Ostsee ist hauptsächlich von Mitgliedsstaaten des Militärbündnisses Nato umringt, das Moskau als existentielle Bedrohung ansieht.

Bericht: USA erwarten Gegenoffensive bis zum Herbst

Update vom 2. August, 11.53 Uhr: Die USA gehen davon, dass die Gegenoffensive der Ukraine vielleicht bis zum Winter, aber mindestens bis zum Herbst andauern wird. Das berichtete Politico unter Berufung auf Pentagon-Beamte. Etwa 150.000 ukrainische Soldaten kämpften im Rahmen der Gegenoffensive aktuell in drei Richtungen, hieß es in dem Bericht weiter: Bachmut, Melitopol und Berdjansk. Dort erzielten sie „schrittweise Fortschritte“, würden jedoch auf „erbitterten Widerstand“ der Russen treffen.

Polen sieht gezielte Provokation Belarus‘ gegen die Nato

Update vom 2. August, 10.42 Uhr: „Das ist absolut gefährlich“: Das polnische Verteidigungsministerium stuft die Verletzung des Luftraums durch Hubschrauber aus Belarus als „gezielte Provokation“ gegen Polen und die Ostflanke der Nato ein. „Wenn solche Situationen vorkommen und eskalieren, wird unsere Reaktion dem Gefahrenpotenzial angemessen sein“, zitierte die Nachrichtenagentur PAP den Vizeverteidigungsminister Wojciech Skurkiewicz weiter.

Militärhubschrauber nehmen im Januar an russisch-weißrussischen Militärübungen auf dem Truppenübungsplatz Ruzhansky in Weißrussland teil.

Das belarussische Verteidigungsministerium in Minsk wies indes den Vorwurf der Luftraumverletzung zurück, wie die Staatsagentur Belta meldete. Polen ist besorgt wegen Aktivitäten der russischen Privatarmee Wagner im Nachbarland. „Wir haben gesagt, dass wir mit Provokationen rechnen, und das war eine kurzzeitige Provokation“, sagte Vizeinnenminister Maciej Wasik. Es habe in den vergangenen Jahren von Belarus aus schon mehrere provokative Zwischenfälle gegeben.

Polen verstärkt Truppen an Grenze zu Belarus nach Zwischenfall

Update vom 2. August, 9.54 Uhr: Die Grenze Polens zu Belarus ist etwa 400 Kilometer lang. Seit 2022 sind dort gut 186 Kilometer mit einem 5,5 Meter hohen Zaun versehen worden. Die polnische Regierung hat nun die Zahl ihrer Soldaten dort erhöht – zunächst wegen Truppenbewegungen von Wagner-Söldnern in Belarus, nun wegen zwei belarussischen Hubschraubern, die in Grenznähe trainiert hätten.

Polen befindet sich aktuell im Wahlkampfmodus, denn im Herbst wird in dem EU-Mitgliedstaat ein neues Parlament bestimmt. Vertreter der polnischen Armee sprachen angesichts der Wagner-Söldner in Belarus von einer russischen Propaganda-Aktion, die Unruhe stiften solle.

Russland baut im Ukraine-Krieg neue Kampfeinheiten auf

Update vom 2. August, 9.30 Uhr: Russland baut für Ukraine-Krieg in größerem Maßstab neue Kampfeinheiten auf. In den vergangenen zwei Monaten seien wahrscheinlich mehrere Formationen gebildet worden, schätzen britische Geheimdienste. Darunter auch die 25. Armee, teilte das britische Verteidigungsministerium nun mit.

Seit Kriegsbeginn habe Russland vor allem bestehende Einheiten mit mobilisierten Reservisten aufgefüllt und keine völlig neuen Truppenteile aufgestellt. „Eine Ausnahme war das im Sommer 2022 geschaffene 3. Armeekorps, das allgemein schlechte Leistungen zeigte“, hieß es.„Russland wird wahrscheinlich jede neue Formation als Reservetruppe in der Ukraine einsetzen. Längerfristig strebt Russland jedoch eine Stärkung seiner Streitkräfte gegenüber der Nato an.“

Das britische Verteidigungsministerium zeigte sich jedoch skeptisch: „Ohne eine große neue Welle einer verpflichtenden Mobilmachung wird Russland wahrscheinlich nicht genug neue Truppen finden, um auch nur eine neue Armee zu versorgen.“

Wagner-Söldner in Belarus beunruhigen im Ukraine-Krieg Polen

Erstmeldung: Kiew – Als die Wagner-Söldner von Jewgeni Prigoschin nach Belarus umsiedelten, schickte Warschau mehr Truppen an die Grenze. Nun war ein belarussischer Hubschrauber im polnischen Luftraum unterwegs – und Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak reagiert sofort.

Polen verstärkt Truppen an Grenze zu Belarus und informiert Nato

Polen wirft Belarus mit Machthaber Alexander Lukaschenko vor, in den polnischen Luftraum eingedrungen zu sein und hat daraufhin die Zahl der Soldaten an der Grenze zum Nachbarland erhöht. Zwei belarussische Hubschrauber hätten in der Nähe der Grenze trainiert, zitierte die polnische Nachrichtenagentur PAP das Verteidigungsministerium.

Der Grenzübertritt habe am Dienstag (1. August) in der Gegend von Bialowieza in einer sehr geringen Höhe stattgefunden, sodass er von Radarsystemen nur schwer habe erfasst werden können. Verteidigungsminister Blaszczak habe außerdem angeordnet, zusätzliche Ressourcen – darunter Kampfhubschrauber – an der Grenze bereitzustellen. Polen habe die Nato über den Vorfall informiert.

China will im Ukraine-Krieg Drohnen-Exporte stärker kontrollieren

Unterdessen hat China Exportkontrollen für chinesische Drohnen und drohnenbezogene Ausrüstung angekündigt. Die Exportkontrollen, die auch bestimmte Drohnen für den Privatgebrauch betreffen sollen, würden am 1. September in Kraft treten, teilte das Pekinger Handelsministerium mit. 

Zwar hieß es in der Mitteilung, die neuen Regeln richteten sich nicht gegen ein bestimmtes Land. Analysten vermuteten jedoch, dass China mit der Maßnahme auf Kritik reagieren könnte, wonach chinesische Drohnen von Russland in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt würden. Peking hat Berichte zurückgewiesen, es liefere Moskau Material für den Krieg. (mit Material von Nachrichtenagenturen)

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