Haushalt 2026: Verteidigungsetat steigt stark – Klingbeil nennt drei klare Prioritäten
VonFranziska Schwarz
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Bundesfinanzminister Klingbeil stellt heute den Haushalt 2026 vor. Welche finanziellen Engpässe drohen Schwarz-Rot?
Update, 14.21 Uhr: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) fordert eine längere Lebensarbeitszeit. Auch das war Thema bei der heutigen Pressekonferenz zum Haushalt 2026. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat Reiches Vorstoß mit den Worten kritisiert, es helfe nicht, wenn es Rufe „von der Seitenlinie“ gebe. In den Koalitionsverhandlungen sei sehr klar besprochen worden, dass es keine Erhöhung des Renteneintrittsalters geben werde.
Haushalt: Klingbeil sieht massive Herausforderung für Regierung durch Finanzlücken ab 2027
Update, 13.23 Uhr: Die Pressekonferenz zum Bundeshaushalt 2026 ist beendet. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erwartet in den kommenden Jahren für Schwarz-Rot äußerst schwierige Verhandlungen über künftige Bundeshaushalte. Allein für das Jahr 2027 gebe es eine Finanzierungslücke von über 30 Milliarden Euro, so Klingbeil. Mit den Beratungen über den Haushalt 2027 müsse jetzt begonnen werden. „Es gibt jetzt keine Zeit zu verlieren“, sagte Klingbeil. „Das wird eine der größten innenpolitischen Herausforderungen, die wir jetzt in den nächsten zwölf Monaten zu bewältigen haben.“
Klingbeil in Pressekonferenz zu Haushalt 2026: „Waren im Zollstreit zu schwach“
Update, 13.09 Uhr: „Wir waren im Zollstreit zu schwach”, gibt SPD-Finanzminister Lars Klingbeil mit Blick auf US-Präsident Donald Trump in der Pressekonferenz zum Haushalt 2026 zu – auf Nachfrage.
Update, 12.48 Uhr: „Ohne Wladimir Putin wäre vieles einfacher“, begründete Klingbeil den stark erhöhten Verteidigungsetat, „aber wir müssen jetzt in unsere Sicherheit investieren”. Hintergrund ist der vom Kremlchef angefangene Ukraine-Krieg.
Update, 12.38 Uhr: Der Haushalt 2026 sei „ein Stück weit harte Arbeit, aber sicher überschrieben“, kündigte Klingbeil in der Bundespressekonferenz an. Der Fokus liege auf Arbeitsplätzen. Drei klare Prioritäten habe Schwarz-Rot: Investitionen in die Modernisierung, Entlastung von Unternehmen und Arbeitnehmern, sowie Konsolidierung des Haushaltes – der Druck bei letztem Thema sei groß. „Wir investieren so viel wie noch nie. 2026 wird das Jahr mit Rekordinvestitionen“, so Klingbeil. Das Land solle auch gerechter werden.
Update, 30. Juli, 11.58 Uhr: Der Verteidigungsetat wächst im Entwurf für den Haushalt 2026 am stärksten: Der Gesamtetat sieht Ausgaben von 520,5 Milliarden Euro vor, wie unter anderem Reuters berichtet. Die Prioritäten liegen auf der Stärkung der äußeren und inneren Sicherheit sowie auf Investitionen in die Infrastruktur.
Klingbeils Haushalt 2026: Rente, Bürgergeld – und ein erster Steuer-Schreck
Erstmeldung vom 30. Juli: Berlin – Die Diskussion um den Haushalt 2026 steht im Mittelpunkt, nachdem das Bundeskabinett kürzlich die Pläne für das laufende Jahr verabschiedet hat. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch in den Jahren nach 2026, da die Finanzplanung bis 2029 eine erhebliche Lücke aufweist.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die schwarz-rote Koalition bereits auf bevorstehende Sparmaßnahmen eingestimmt. Nach der Kabinettsentscheidung ist nun der Bundestag gefordert.
Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“
Haushalt 2026: Die wirklichen Herausforderungen für Schwarz-Rot kommen später
Einige Bereiche werden weniger finanzielle Mittel erhalten, während für andere gar keine vorgesehen sind. So ist derzeit keine Senkung der Ticketsteuer im Luftverkehr geplant. „Momentan sind keine Spielräume im Bundeshaushalt abzusehen“, so Regierungskreise. Im Mai 2024 wurde die Luftverkehrsteuer erheblich angehoben, was die Kosten für Flüge ab deutschen Flughäfen potenziell erhöht.
Auch eine Senkung der Stromsteuer für Unternehmen und private Haushalte ist nicht vorgesehen. Dies würde zusätzliche 5,4 Milliarden Euro erfordern, für die entsprechende finanzielle Spielräume geschaffen werden müssten.
Klingbeil stellt Haushalt 2026 vor – FDP warnt Merz vor „Blamage“
FDP-Chef Christian Dürr hat die schwarz-rote Koalition scharf kritisiert. „Derart unsolide Finanzpolitik soll die Union offenbar geradezu zwingen, die Schuldenbremse vollständig aufzugeben“, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Er forderte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf, „das Steuer herumzureißen und seinem Koalitionspartner Grenzen aufzuzeigen, wenn er sich politisch nicht völlig blamieren will“. Dürr kritisierte weiter, dass Klingbeil „einen Haushaltsentwurf vor, der neben der Neuverschuldung auch noch die Finanzlöcher ins Unermessliche wachsen lässt“.
Die vorherige Regierung aus SPD, Grünen und FDP zerbrach im letzten Herbst aufgrund von Streitigkeiten über den Bundeshaushalt. Die FDP hatte bis zu ihrem Ausscheiden aus der Regierung und dem Bundestag im Februar auf die Einhaltung der Schuldenbremse bestanden. Diese soll nun reformiert werden, wobei sie für Verteidigungsausgaben bereits teilweise ausgesetzt ist. (frs mit Nachrichtenagenturen)