Schwere Verluste

Meilenstein im Ukraine-Krieg: Russland verliert angeblich mehr als 4000 Panzer

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Russland soll nach ukrainischen Angaben bereits 4000 Panzer verloren haben. Fachleute machen klägliches Versagen der Armee verantwortlich.

Kiew – Zerstört, erbeutet oder einfach zurückgelassen: Wie viele Fahrzeuge Russland und die Ukraine im Krieg verloren haben, lässt sich nicht zuverlässig beantworten. Kiew, Moskau und internationale Beobachter liefern jeweils unterschiedliche Angaben. Die Ukraine berichtet nun von einem bemerkenswerten Meilenstein. Demnach haben die russischen Angreifer bereits 4006 Panzer verloren. Das teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte am Dienstag (20. Juni) auf Twitter mit.

Im Osten der Ukraine toben schwere Gefechte, innerhalb eines Tages seien neun verlorene Panzer hinzugekommen. Doch kann diese hohe Zahl überhaupt stimmen? Und wie konnte es zu diesen verheerenden Verlusten für Russland kommen?

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Schoigu fordert mehr Panzer

Selbst Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte zuletzt eingeräumt, dass Russland Panzer fehlen. Er forderte, die Produktion deutlich zu steigern, „um den Bedarf der russischen Streitkräfte zu decken, die die militärische Sonderoperation durchführen“.

Schon seit Kriegsbeginn tut sich Russland schwer. Die schnelle Eroberung der Ukraine schlug fehl. Nun droht auch der Verlust der besetzten Gebiete im Osten des Landes, wenn die ukrainische Gegenoffensive ihre volle Wirkung erzielt. Besonders organisatorische und logistische Fehler sind nach Einschätzung von Fachleuten mit für die Probleme Russlands im Ukraine-Krieg verantwortlich. Das sei auch der Grund für die hohen Panzerverluste.

„Es ist eine sehr, sehr hohe Zahl“, sagte etwa Ed Arnold von der britischen Denkfabrik Royal United Services Institute mit Hinblick auf die von Kiew genannten 4006 Panzer. „Es ist ein signifikanter Verlust“, urteilte er im Gespräch mit dem Portal Newsweek. Laut Hamish de Bretton-Gordon, ehemaliger Oberst in der britischen Armee, sind die Zahlen aus Kiew „wahrscheinlich genauer“ als andere Schätzungen. Die Ukrainer seien schließlich selbst auf dem Schlachtfeld vertreten.

Russland hat wohl wischen 2000 und 4000 Panzer verloren

Auch Frederik Mertens vom The Hague Centre for Strategic Studies (HCSS) geht davon aus, dass 4000 verlorene Panzer aufseiten Russlands „glaubhaft“ seien. Und der Bericht „The Military Balance“ des International Institute for Strategic Studies (IISS) kommt nur auf 1800 betriebsbereite russische Panzer am Anfang des Jahres. Die Definitionsfrage, ob bestimmte gepanzerte Fahrzeuge als Panzer zählen oder nicht, könnte erklären, wieso die von Kiew genannte Zahl deutlich höher liegt.

Ein zerstörter T-72-Panzer der russischen Armee in der Oblast Donezk, Ukraine.

Die niederländische Open-Source-Intelligence-Website Oryx kommt mit einer Zählung auf 2048 Panzer, die Russland bislang verloren hat, etwa zwei Drittel der verfügbaren Kampffahrzeuge. Nur Verluste, die durch Bilder und Video bestätigt werden können, sind berücksichtigt. Bedeutet: Es handelt sich laut Fachleuten um einen Minimalwert.

Fachleute gehen von groben Fehlern bei der Planung des russischen Angriffs aus. Der Kreml hätte nicht mit dem erbitterten Widerstand der Ukraine gerechnet, meinte Arnold. Demzufolge hätten die russischen Truppen ihre Panzer falsch eingesetzt. „Wenn man sie nicht richtig verwendet, sind sie sehr verwundbar. Die schlechte Planung hat alles verschlimmert“, zitiert ihn Newsweek. In dieser Phase des Krieges würde Russland eigentlich deutlich mehr Panzer einsetzen - wenn sie noch verfügbar wären.

Russland greift im Ukraine-Krieg auf alte Sowjet-Panzer zurück

Aufnahmen aus den ersten Tagen und Wochen der Invasion zeigten lange Reihen russischer Panzer ohne jede Infanterie-Unterstützung. Die ukrainischen Streitkräfte seien gut darauf vorbereitet gewesen, die Panzer in solchen Situationen aus dem Hinterhalt anzugreifen. „Kompetente Befehlshaber“ hätten versuchen müssen, dies um jeden Preis zu verhindern, fügte Paul van Hooft vom HCSS hinzu. „Aber sie haben so weiter gemacht.“

Elite-Panzereinheiten seien schon zu Kriegsbeginn ausgeschaltet worden, sagte de Bretton-Gordon. Russland musste also schnell neue Soldaten an Panzern ausbilden. Fehlende Motivation, unzureichendes Training und ein geringes Maß an Disziplin seien deutlich sichtbar. Russland mache deshalb einfach weiter damit, „Maschinen und Menschen auf die Probleme zu werfen“. Das zeige auch der Einsatz von alten Panzern aus Sowjet-Zeiten – laut van Hooft „leichte Beute“ für die Ukrainer, die teils über moderne westliche Panzer verfügen.

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

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Der Krieg begann Ende Februar mit Angriffen Russlands auf zahlreiche Städte der Ukraine. Die Truppen aus Moskau nahmen frühzeitig auch Kiew, die Haupstadt des Landes, unter Raketenbeschuss. Eine der russischen Raketen wurde als Teil einer Ausstellung vor dem Nationalmuseum für Militärgeschichte platziert. Kurator Pavlo Netesov wollte nach eigener Aussage mit der Ausstellung der zerstörten Ausrüstung die Bewohnerinnen und Bewohner Kiews an die Straßenkämpfe erinnern, die in anderen Städte der Ukraine tobten, von denen die Hauptstadt aber verschont blieb. © Sergei Supinsky/afp
Wolodymyr Selenskyi in Donezk
Eine dieser Städte war Donezk. Im Mai 2022 besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die einstige Millionenmetropole und hörte sich dort den Bericht von Frontsoldaten an. In Donezk tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits seit 2014. Seitdem herrscht dort ein von Moskau installiertes Regime, das sich selbst Volksrepublik Donezk nennt. Nach einigen vorübergehenden Waffenstillstandsabkommen ist die Stadt im Südosten nun wieder Ort erbitterterte Kämpfe. © Uncredited/dpa
Menschen suchen Deckung in Lyssytschansk
Es ist vor allem die Zivilbevölkerung, wie diese beiden Kinder und Seniorinnen in Lyssytschansk, die unter dem Ukraine-Krieg leiden. Die Großstadt liegt mitten im Donbass, die seit Kriegsausbruch am schwersten umkämpfte Region in der Ukraine. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht fliehen oder konnten, müssen nun regelmäßig Schutz vor Artilleriebeschuss suchen. © Aris Messinis/afp
Tschassiw Jar, Kleinstadt der Ukraine in der Nähe Lyssytschansk
Unweit von Lyssytschansk liegt die Kleinstadt Tschassiw Jar. Dort räumen Arbeiter die Trümmer eines Hauses von der Straße, das von einer russischen „Hurrikan“-Rakete getroffen wurde. Im Juli 2022 feierte Russland vor allem in der Donbass-Region militärische Erfolge. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden erobert. Die Truppen Wladimir Putins schienen die Ukraine im Sturm zu erobern. © Anatolii Stepanov/afp
brennendes Weizenfeld in der Region Saporischschja
Dieser Mann in Militäruniform ist in einem brennenden Weizenfeld in der Region Saporischschja, während russische Truppen Felder beschießen, um die örtlichen Landwirte an der Getreideernte zu hindern. Die Ukraine auszuhungern und die Ernte zu stehlen, war von Anfang an Teil der russischen Strategie © Uncredited/dpa
Das sechsmonatige Jubiläum im August war ein trauriger Abschnitt im russischen Angriffs-Krieg
Das sechsmonatige Jubiläum des UKraine-Kriegs im August war ein trauriger Abschnitt der russischen Invasion. Doch die ukrainischen Streitkräfte leisteten mit Herz und allen Mitteln weiter Widerstand und feierten ihre Nation, wie hier mit Drohne und ukrainischer Flagge über dem „Monument des Mutterlands“ in Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp
Hier wurde im September in der Stadt Kupiansk in der Kharkiv Region eine Brücke bombadiert
Im September begannen die Truppen Wladimir Putins, die Infrastruktur der ukrainischen Städte unter Beschuss zu nehmen. In der Stadt Kupiansk in der Region Kharkiw bombardierte Moskau eine Brücke. An vielen anderen Städten versuchten die russischen Streitkräfte, die Energieversorgung zu stören. © Yasuyoshi Chiba/afp
Statt eines kurzen Angriffskriegs, den der russische Präsident Wladimir Putin geplant hatte, dauert der Krieg immer noch an.
Weil die Erfolge in der Ukraine ausblieben, benötigten die russischen Truppen immer mehr Rekruten für die Front. Präsident Wladimir Putin verkündete deshalb eine Teilmobilisierung im eigenen Land. Tausende junger Männer mussten sich wie dieser Mann in der Stadt Kineschma von ihren Müttern verabschieden und in den Ukraine-Krieg ziehen. © Vladimir Smirnov/imago
Hier sieht man Putin bei einer Ansprache auf einem großen Screen auf dem Roten Platz anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen im September besetzt waren
Im Osten der Ukraine schuf Wladimir Putin Ende September Tatsachen. Vier Regionen des Landes, die zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, wurden annektiert. Anlässlich der Gebietsgewinne richtete sich Putin in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung Russlands. Zumindest auf dem Roten Platz in Moskau wurde Putins Rede frenetisch bejubelt. © Alexander Nemenov/afp
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf. Sie ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und der annektierten Krim-Halbinsel. Russland versprach, die Täter zu finden, ohne die Ukraine sofort zu beschuldigen. © Uncredited/afp
Ukrainische Artilleristen feuern eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk Ende Oktober während des russischen Einmarsches in die Ukraine
Ebenfalls im Oktober gelingt es der Ukraine, an vielen Frontabschnitten vorzurücken. Das gelingt den Streitkräften vor allem dank der Unterstützung aus dem Westen, die immer mehr schweres Gerät in den Konflikt liefert. Hier feuern ukrainische Artilleristen eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk ab. © Dimitar Dilkoff/afp
Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern
Mitte November gelingt den ukrainischen Truppen ein großer Erfolg. Sie können die Hafenstadt Cherson im Südosten des Landes zurückerobern. Die Millionenmetropole besitzt neben hohem strategischem auch symbolischen Wert im Kampf gegen Russland. Ein Bewohner feiert die Befreieung mit erhobenem Daumen im Zentrum der Stadt. © Celestino Arce Lavin/dpa
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Russland attackierte die Ukraine mit einem massiven Angriff auf die zivile Infrastruktur, wodurch Millionen von Haushalten ohne Strom blieben. Unmittelbar nach dem Vorfall gab es Befürchtungen, dass es sich um eine neue Eskalation des Konflikts handeln könnte, doch am 16. November 2022 gab Polen bekannt, dass das Geschoss wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte. Diese Theorie wurde dann auch von Washington bestätigt. © Wojtek Radwanski/Damien Simonart/afp
ein Werk des britischen Straßenkünstlers Banksy auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion
Auch Banksy besuchte die Ukraine inmitten des Krieges. Ein am 17. November 2022 aufgenommenes Foto zeigt ein Werk des britischen Straßenkünstlers auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Ukraine sich auf einen Winter des Krieges einstellen wird müssen. © Sergei Supinsky/afp
Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten
Weitere harte Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Sogar Kernkraftwerke werden zum Ziel russischer Raketen. Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten, der durch Beschuss im Zuge der russischen Militäroperation in der Ukraine in Enerhodar beschädigt wurde. © Alexey Kudenko/imago
Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022
Kleine Momente des Glücks im Wahnsinn des Krieges: Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022, als die Stadt nach den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur von einem geplanten Stromausfall betroffen ist. © Yuriy Dyachyshyn/afp
Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine
Für einen Augenblick darf dieses Mädchen einfach Kind sein. Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine © Dimitar Dilkoff/afp
Ukraine-Krieg - Jahrestag Kriegsbeginn- Kiew
Ukrainische Soldaten erinnern am 24. Februar 2023 an der Sophienkathedrale in Kiew an den Beginn des Ukraine-Kriegs ein Jahr zuvor. © Kay Nietfeld/dpa
Ukraine-Krieg - Orthodoxe Ostern in Saporischschja
Die kirchlichen Rituale werden in der Ukraine auch im April 2023 befolgt: Orthodoxe christliche Priester und Gläubige bei der Segnung der traditionellen Osterkörbe am Ostersonntag in der St. Nikolaus-Kirche in Saporischschja. © Andriy Andriyenko/dpa
Ukraine-Krieg - Ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes
Ukrainische Soldaten gestikulieren im September 2023 auf ihrem Bradley Fighting Vehicle (BFV) in der Frontstadt Orichiw. Aus ihrem amerikanischen Schützenpanzer berichten sie von schweren Gefechten. Seit Kriegsbeginn stand Orichiw unter ständigem Beschuss der russischen Armee. © Oliver Weiken/dpa
Ukraine-Krieg - Kupjansk
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Mitte) wird am 30. November 2023 während eines Besuchs in einem Gefechtsstand an der Front in Kupjansk über die Kriegssituation informiert. © dpa
Lwiw
Auch im Dezember 2023 feiern die Menschen in der Ukraine Weihnachten. In Lwiw besuchen sie den Gottesdienst an Heiligabend und bereiten sich darauf vor, den ersten Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember zu feiern.  © Yuriy Dyachyshyn/AFP
Ukraine-Krieg - Charkiw
Ein großer Haufen Trümmer mit Resten von russischen Raketen liegt in der Stadt Charkiw. In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2024 schlug eine russische Rakete in einem Wohngebiet von Chugugyv ein und tötete eine 67-jährige Frau. © Ximena Borrazas/dpa
Charkiw
Trotz Gesprächen über eine Waffenruhe dauert der Ukraine-Blick auch im Jahr 2025 weiter an. Charkiw steht mehrmals schwer unter russischem Beschuss. Das Kunstwerk „Kreuz des Friedens“ mit einem Kruzifix aus 20.000 Fragmenten russischer Artilleriegeschosse wurde vom amerikanisch-ukrainischen Künstler Sergey Melnikoff (besser bekannt als MFF) und dem ukrainischen Künstler Viktor Belchik geschaffen. © Sergey Bobok/AFP
Ukraine-Krieg - Sumy
Bei einem schweren russischen Luftschlag mit ballistischen Raketen gegen die Stadt Sumy kommen am Palmsonntag 2025 mehr als 30 Menschen ums Leben. Mehr als 100 Zivilpersonen werden verletzt. Unter den Toten sind auch Kinder. © Evgeniy Maloletka/dpa

Dass Russland sich wenig bis gar nicht darum bemühe, beschädigte Panzer zu bergen, verstärke die Probleme an der Front nur. Putins Truppen hätten viele nun fehlende Panzer unnötigerweise auf dem Schlachtfeld zurückgelassen.

Unter dem Strich bleibt aber: Wie viele Panzer und Soldaten Russland seit der Invasion wirklich verloren hat, lässt sich nicht unabhängig prüfen. Präsident Wladimir Putin hatte Anfang Juni von 54 verlorenen Panzern in weniger als 14 Tagen gesprochen, als die ukrainische Gegenoffensive Fahrt aufnahm. Bis Russland wieder auf 2000 moderne Panzer zurückgreifen kann, werde einige Zeit vergehen, sagte de Bretton-Gordon Newsweek.

Wie viele Panzer hat die Ukraine verloren?

Auf der anderen Seite verfügte die Ukraine zu Beginn des Jahres über 953 Kampfpanzer, wie der Bericht „The Military Balance“ des IISS aufführt. Allerdings seien neue Lieferungen durch westliche Staaten darin nicht berücksichtigt. Laut Oryx soll Kiew seit Februar 2022 insgesamt 539 Panzer verloren haben.

Zuletzt verbreitete der Kreml Aufnahmen angeblich zerstörter und erbeuteter Panzer aus dem Westen, mit denen die russischen Truppen Erkenntnisse zu Schwachstellen des Leopard-2-Panzers sammeln können. (lrg)

Rubriklistenbild: © Ihor Tkachov/AFP

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