Task Force soll liefern

Spionage aus Russland? Vermehrte Drohnensichtungen über Bundeswehr-Standorten alarmieren Ampel

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Der Politik drängt sich der Verdacht auf, dass Russland über Drohnen Bundeswehr-Standorte ausspioniert. Der Fokus liegt wohl auf Moskaus Kriegsgegner.

Berlin – Ein neues Phänomen sind sie nicht mehr. Aber die Drohnensichtungen über Truppenübungsplätzen der Bundeswehr nehmen offenbar zu. Im Wochentakt bekommen die militärischen Sicherheitsbereiche, also auch die Kasernen, Besuch der Flugobjekte, berichtet die Bild.

Drohnensichtungen bei der Bundeswehr: Verdacht fällt auf Russland

Für Politiker aller Ampel-Parteien ist das ein Alarmsignal. Denn – auch wenn es dafür keine Beweise gibt – geht die Befürchtung um, Russland würde die Drohnen in diese besonders geschützten Gebiete schicken. Mit dem Ziel, die Bundeswehr und damit Deutschland auszuspionieren.

Auffällig ist demnach, dass vor allem Standorte betroffen sind, an denen die Bundeswehr Ukrainer ausbildet, damit diese sich im Ukraine-Krieg den russischen Invasoren erwehren können. Moskau würde natürlich nur zu gerne wissen, wie der überfallene Nachbar mit den westlichen Militärgeräten umzugehen weiß.

Fahrt über den Truppenübungsplatz: Die Bundeswehr wird auf ihrem Gelände wohl immer häufiger von Drohnen ausspioniert.

Spioniert Russland die Bundeswehr aus? „Teilweise dringen mehrere Drohnen zeitlich in Luftraum ein“

Die Tagesschau hatte in diesem Zusammenhang im vergangenen Sommer von Ermittlungen der Truppe wegen ungeklärter Drohnenflüge über dem Truppenübungsplatz in Altengrabow in Sachsen-Anhalt berichtet. Ein Sprecher des Territorialen Kommandos der Bundeswehr habe dem MDR Sachsen-Anhalt mitgeteilt, es habe bis dahin im Jahr 2023 eine hohe zweistellige Zahl von Drohnen-Meldungen über Liegenschaften der Truppe gegeben.

Konkreter wird Marcus Faber gegenüber der Bild: „Über dem Truppenübungsplatz Klietz, wo die Bundeswehr Ukrainer am Leo 1 ausbildet, werden regelmäßig Drohnen gesichtet“, wird der FDP-Verteidigungsexperte zitiert. „Bei anderen Liegenschaften dringen teilweise mehrere Drohnen zeitgleich in den Luftraum ein.“ Seine Schlussfolgerung lautet: „Das ist klar organisiert und weist stark auf Russland hin.“

Festnahme nach Drohnensichtung: Feldjäger greifen Doku-Filmer nahe Bundeswehr-Gelände auf

Dem Bericht zufolge vermutet auch die Bundeswehr Moskau hinter den Flügen. Laut Tagesspiegel spürten Feldjäger im November bei Altengrabow – auf dem Gelände halten sich ebenfalls Ukrainer auf – zwar einen Mann auf, der eine Drohne um das Areal steuerte. Die vorläufige Festnahme erwies sich demnach jedoch als übereilt: Es habe sich lediglich um einen Filmer gehandelt, der Aufnahmen für das Doku-TV-Format „Lost Places“ machte.

Faber sagte der Bild: „Bislang ist es nicht gelungen, eine Drohne oder ihren Piloten festzusetzen.“ Dies habe Nils Hilmer, Staatssekretär von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), vor Abgeordneten zugegeben.

Drohnen über Bundeswehr-Standorten gesichtet: Erste Meldungen in Bayern schon im Jahr 2022

Bereits im Jahr 2022 waren verdächtige Drohnenüberflüge über dem Truppenübungsplatz im bayerischen Wildflecken gemeldet worden. Dort wurden dem Business Insider zufolge ukrainische Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen des Typs Dingo vertraut gemacht.

Zuvor hatte der Spiegel berichtet, der Militärische Abschirmdienst (MAD) habe im Umfeld der Militärstandorte Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz und Grafenwöhr in Bayern verdächtige Fahrzeuge bemerkt. Aus diesen heraus seien vermutlich Zufahrten zu den Kasernen beobachtet worden. Auch hier seien damals Ukrainer trainiert worden.

Drohneneinsatz aus Russland? Bundeswehr und Politik vermuten Moskau hinter den Überflügen der Truppenübungsplätze.

Bundeswehr reagiert auf Drohnensichtungen: Task Force muss noch Zuständigkeiten klären

Im Oktober 2022 warnte Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer vor „Aufklärungsflügen mit Drohnen vor Kasernen“. Gut ein Jahr später, im November 2023, gründete die Bundeswehr die „Task Force für Kleindrohnen“. Geleitet wird sie von Brigadegeneral Wolfgang Jordan vom Heereskommando.

Noch gibt es aber keine greifbaren Ergebnisse. Vielmehr müssten erst die Zuständigkeiten mit den Innenministerien geklärt werden. So soll es der Pistorius-Vertraute Hilmer den Abgeordneten erklärt haben. Mit anderen Worten: Zunächst müssen noch bürokratische Hürden überwunden werden.

Drohnen über Bundeswehr-Gelände gesichtet: FDP-Politiker sieht „einen Riesennachholbedarf“

Die Verteidigungsexperten der Ampel-Parteien mahnen jedoch, auf die Tube zu drücken. „Es kann nicht sein, dass der Generalinspekteur feststellt, dass es ein massives Problem mit Drohnen gibt, dann aber ein Jahr lang nichts passiert“, kritisiert Andreas Schwarz von der SPD: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Russland Truppenübungsplätze mit Drohnen ausspioniert und wir verheddern uns im Zuständigkeits-Wirrwarr.“

Schleudersitz ade? Von Scharping bis Pistorius – wer im Bendlerblock das Sagen hat

Rudolf Scharping (1998 bis 2002): Als die Ehrenformation der polnischen Armee den Minister im Februar 1999 im polnischen Krakau begrüßte, war Scharpings Welt noch in Ordnung. Doch dann stolperte er über zwei verhängnisvolle Affären. Während nämlich die Bundeswehr kurz vor einem Einsatz in Mazedonien stand, ließ er sich quietschvergnügt mit seiner Lebensgefährtin im Swimmingpool fotografieren. Und auch die dubiosen Deals mit PR-Mann Moritz Hunzinger stießen der SPD sauer auf. Im Juli 2002 wurde Scharping schließlich entlassen.
Das Verteidigungsressort ist schwieriger zu führen als alle anderen Ministerien. In den vergangenen Jahren sind viele Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber daran gescheitert. Das begann mit Rudolf Scharping, der von 1998 bis 2002 im Amt war. Als die Ehrenformation der polnischen Armee den Minister im Februar 1999 im polnischen Krakau begrüßte, war Scharpings Welt noch in Ordnung.  © Ferdinand Ostrop/dpa
Scharping und Lebensgefährtin
Doch dann stolperte er über zwei verhängnisvolle Affären. Erstens: Während die Bundeswehr kurz vor einem Einsatz in Mazedonien stand, ließ er sich quietschvergnügt mit seiner Lebensgefährtin Gräfin Pilati im Swimmingpool fotografieren.  © Gero Breloer/dpa
Scharping soll laut SPD-Fraktion abgelöst werden
Und auch die dubiosen Deals mit PR-Mann Moritz Hunzinger stießen der SPD sauer auf. Im Juli 2002 wurde Scharping schließlich entlassen. © Tim Brakemeier/dpa
Verteidigungsminister Struck bei Soldaten in Bosnien
Danach übernahm Peter Struck (hier mit Soldaten in Bosnien zu sehen). Der SPD-Politiker machte schon kurz nach seiner Amtsübernahme klar, welche Richtlinien für die Bundeswehr unter seiner Führung gelten sollten.  © Fehim Demir/dpa
Afghanistan: Von der ISAF zur NATO
„Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt“, sagte Struck in Bezug auf den Afghanistan-Einsatz.  © Peter Kneffel/dpa
Peter Struck (2002 bis 2005): Der SPD-Politiker machte schon kurz nach seiner Amtsübernahme klar, welche Richtlinien für die Bundeswehr unter seiner Führung gelten sollten. „Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt“, sagte Struck in Bezug auf den Afghanistan-Einsatz. Im Februar 2003 musste er dann nach einem Raketenangriff auf das deutsche Isaf-Camp in Kabul bei nahezu völliger Dunkelheit in einem Schutzraum von Feldjägern abgeschirmt werden.
Er bekam das im Februar 2003 am eigenen Leib zu spüren, als er nach einem Raketenangriff auf das deutsche Isaf-Camp in Kabul bei nahezu völliger Dunkelheit in einem Schutzraum von Feldjägern abgeschirmt werden musste.  © Boris Roessler/dpa
Franz Josef Jung (2005 bis 2009): Der CDU-Politiker suchte kurz nach seinem Amtsantritt die Nähe zu den deutschen Soldaten wie zum Beispiel im Dezember 2005, als er im Hafen von Dschibuti auf der Fregatte Lübeck mit ihnen zusammensaß. Die Dienstreise führte ihn später auch nach Kabul, doch von „Krieg“ wollte er im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr lieber nicht reden. Nach dem auf deutschen Befehl hin angeforderten Luftangriff bei Kundus mit zahlreichen zivilen Opfern trat Jung zurück – nachdem er kurz zuvor ins Arbeitsministerium gewechselt war.
Nachfolger von Struck wurde Franz Josef Jung. Der CDU-Politiker war von 2005 bis 2009 im Amt. Jung suchte kurz nach seinem Amtsantritt sofort die Nähe zu den deutschen Soldaten. So zum Beispiel auch im Dezember 2005, als er im Hafen von Dschibuti auf der Fregatte Lübeck mit ihnen zusammensaß. © Michael Hanschke/dpa
Verteidigungsminister Jung in Kabul
Die Dienstreise führte ihn später bis nach Kabul, doch von einem „Krieg“ wollte er im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr lieber nicht reden.  © Michael Hanschke/dpa
Bild: Bundeswehr hielt Infos zu Luftangriff zurück
Nach dem auf deutschen Befehl hin angeforderten Luftangriff bei Kundus mit zahlreichen zivilen Opfern trat Jung zurück – nachdem er kurz zuvor ins Arbeitsministerium gewechselt war. © Kargar/dpa
Karl-Theodor zu Guttenberg (2009 bis 2011): Der CSU-Politiker machte zunächst alles anders als sein Vorgänger. Schon im November 2009 machte er sich in einem Transportflugzeug der Bundeswehr auf den Weg nach Kabul und sprach den Soldaten mit dem Bekenntnis, dass es sich in Afghanistan um ein Krieg handelte, aus dem Herzen. Er schaffte die Wehrpflicht ab und verkleinerte die Truppe. Das Ende kam, als er Plagiate in seiner Doktorarbeit einräumen musste. Am 1. März 2011 erklärte er seinen Rücktritt.
Karl-Theodor zu Guttenberg machte zunächst alles anders als sein Vorgänger. Schon im November 2009 machte er sich in einem Transportflugzeug der Bundeswehr auf den Weg nach Kabul und sprach den Soldaten mit dem Bekenntnis, dass es sich in Afghanistan um einen Krieg handelte, aus dem Herzen.  © Michael Kappeler/dpa
Aussetzung der Wehrpflicht
Guttenberg schaffte die Wehrpflicht ab und verkleinerte die Truppe. Die Soldaten der Bundeswehr, die am 5. Mai 2011 am Kyffhäuserdenkmal bei Steinthaleben nahe Bad Frankenhausen ihren Eid ablegten, waren die ersten Freiwilligen nach dem Aussetzen der Wehrpflicht.  © Martin Schutt/dpa
Politischer Aschermittwoch - Rosenmontagszug wird zerlegt
Das Ende kam, als Guttenberg Plagiate in seiner Doktorarbeit einräumen musste. Am 1. März 2011 erklärte er seinen Rücktritt.  © Julian Stratenschulte/dpa
Thomas de Maizière (2011 bis 2013): Auch den CDU-Politiker zog es früh nach Afghanistan, wo er per Hubschrauber von Masar-i-Scharif nach Kundus flog, um deutsche Soldaten zu besuchen. Doch es war ein anderes Flugobjekt, das ihm zu schaffen machte. Das Debakel um die viel zu teure Drohne Euro Hawk stellte ihn Anfang 2013 vor unlösbare Probleme. Er wechselte ins Innenressort, wurde nach der 2017 von Kanzlerin Merkel aber nicht wieder ins Kabinett berufen.
Danach folgte Thomas de Maizière. Auch den CDU-Politiker zog es früh nach Afghanistan, wo er per Hubschrauber von Masar-i-Scharif nach Kundus flog, um deutsche Soldaten zu besuchen.  © Michael Kappeler/dpa
Aufklärungsdrohne Euro Hawk
Doch es war ein anderes Flugobjekt, das ihm zu schaffen machte. Das Debakel um die viel zu teure Drohne Euro Hawk stellte ihn Anfang 2013 vor unlösbare Probleme.  © Armin Weigel/dpa
Großer Zapfenstreich für De Maiziere
Er wechselte ins Innenressort, wurde nach der Wahl 2017 von Kanzlerin Merkel aber nicht wieder ins Kabinett berufen. Nachfolgerin wurde Ursula von der Leyen, die ihn 8. Januar 2014 in Berlin mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedete. © Maurizio Gambarini/dpa
Ursula von der Leyen (2013 bis 2019): Die CDU-Politikerin war die erste Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums. Wegen rechter Umtriebe übte sie schwere Kritik an der eigenen Truppe und erkannte ein generelles Problem in der Bundeswehr, der sie ein „Haltungsproblem“, „Führungsschwäche auf verschiedenen Ebenen“ und „falsch verstandenen Korpsgeist“ vorwarf. Ihrer Bindung an die Soldaten dürfte das eher geschadet haben. Eine Berateraffäre führte zu einem Untersuchungsausschuss zu ihrer Amtszeit. Dort musste sie aber erst aussagen, als sie bereits zur EU-Kommissionschefin nach Brüssel befördert worden war.
Ursula von der Leyen war die erste Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums. Wegen rechter Umtriebe übte sie schwere Kritik an der eigenen Truppe.  © Arne Immanuel Bänsch/dpa
Deutsche Verteidigungsministerin in Afghanistan
Von der Leyen erkannte ein generelles Problem in der Bundeswehr, der sie ein „Haltungsproblem“, „Führungsschwäche auf verschiedenen Ebenen“ und „falsch verstandenen Korpsgeist“ vorwarf.  © Kay Nietfeld/dpa
Marine stellt Fregatte „Baden-Württemberg“ in Dienst
Ihrer Bindung an die Soldaten dürfte das eher geschadet haben. Eine Berateraffäre führte zu einem Untersuchungsausschuss zu ihrer Amtszeit. Dort musste sie aber erst aussagen, als sie bereits zur EU-Kommissionschefin nach Brüssel befördert worden war. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Annegret Kramp-Karrenbauer (2019 bis 2021): Nach von der Leyens Aussage vom „Haltungsproblem“ der Bundeswehr hatte es ihre Nachfolgerin schwer, Vertrauen zur Truppe aufzubauen. Auch unter ihrer Führung litt die Bundeswehr weiter an mangelhafter Ausrüstung. Wegen der Munitionsaffäre beim KSK (Kommando Spezialkräfte) geriet AKK unter Druck. Auch der übereilte Abzug aus Afghanistan nach dem Vormarsch der Taliban fiel in ihre Amtszeit.
Danach durfte Annegret Kramp-Karrenbauer ran. Nach von der Leyens Aussage vom „Haltungsproblem“ der Bundeswehr hatte es ihre Nachfolgerin schwer, Vertrauen zur Truppe aufzubauen.  © Christophe Gateau/dpa
Kramp-Karrenbauer bei deutschen Soldaten in Afghanistan
Auch unter ihrer Führung litt die Bundeswehr weiter an mangelhafter Ausrüstung. Wegen der Munitionsaffäre beim KSK (Kommando Spezialkräfte) geriet AKK unter Druck.  © Sabine Oelbeck/dpa
Abschlussappell zum Ende des Afghanistan-Einsatzes
Auch der übereilte Abzug aus Afghanistan nach dem Vormarsch der Taliban fiel in ihre Amtszeit. Zusammen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier leitete sie den Abschlussappell zum Ende des Afghanistan-Einsatzes.  © Kay Nietfeld/dpa
Christine Lambrecht (2021 bis 2023): In besseren Zeiten hatte die SPD-Politikerin noch Grund zum Lachen, so zum Beispiel bei ihrem Besuch in Mali, wo sie von Verteidigungsattache Carsten Boos begrüßt wurde. Doch zumeist stand sie unter einem immensen Druck. Vorgeworfen wurden ihr fehlende Sachkenntnis, die schleppend angelaufene Beschaffung für die Bundeswehr, aber auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit. Ein Foto ihres Sohnes, der in einem Hubschrauber der Bundeswehr mitreiste, sorgte ebenfalls für Aufregung. Irritation rief schließlich eine Neujahrsbotschaft hervor, in der sie begleitet von Silvesterfeuerwerk in Berlin über den Ukraine-Krieg sprach.
In besseren Zeiten hatte Christine Lambrecht noch Grund zum Lachen, so zum Beispiel bei ihrem Besuch in Mali, wo sie von Verteidigungsattaché Carsten Boos begrüßt wurde.  © Michael Kappeler/dpa
Verteidigungsministerin Lambrecht besucht Marder-Kompanie
Doch zumeist stand sie unter einem immensen Druck. Vorgeworfen wurden ihr fehlende Sachkenntnis, die schleppend angelaufene Beschaffung für die Bundeswehr, aber auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit.  © Robert Michael/dpa
Verteidigungsministerin Lambrecht in Mali
Ein Foto ihres Sohnes, der in einem Hubschrauber der Bundeswehr mitreiste, sorgte ebenfalls für Aufregung. Irritation rief schließlich eine Neujahrsbotschaft hervor, in der sie begleitet von Silvesterfeuerwerk in Berlin über den Ukraine-Krieg sprach. © Michael Kappeler/dpa
Das Chefbüro im Bendlerblock gilt gemeinhin als Schleudersitz und damit auch als potenzieller Karrierekiller. Für Boris Pistorius scheint das bisher nicht zu gelten. Der Verteidigungsminister gilt seit seinem Amtsantritt Anfang 2023 als beliebtester Politiker in Deutschland. Pistorius war von Februar 2013 bis Januar 2023 Innenminister in Niedersachsen. Zuvor war er von 2006 bis 2013 Oberbürgermeister in Osnabrück. Pistorius ist verwitwet und hat zwei Töchter.
Das Chefbüro im Bendlerblock gilt gemeinhin als Schleudersitz und damit auch als potenzieller Karrierekiller. Auf Boris Pistorius scheint das bisher nicht zuzutreffen.  © Axel Heimken/afp
Pistorius besucht Artillerietruppe
Der Verteidigungsminister, der von Februar 2013 bis Januar 2023 Innenminister in Niedersachsen war, gilt seit seinem Amtsantritt Anfang 2023 als beliebtester Politiker in Deutschland. Pistorius ist verwitwet und hat zwei Töchter. Im September 2024 besuchte er die Artillerieschule der Bundeswehr. Dabei fuhr er auf einer Panzerhaubitze 2000 über das Gelände. © Boris Roessler/dpa
Nationaler Veteranentag
Am Nationalen Veteranentag auf dem Bürgerfest rund um das Reichstagsgebäude bekam Pistorius ein Trikot vom Laufteam Bundeswehr. Der Gedenktag wurde 2025 erstmals begangen. An diesem Tag sollen jährlich der Dienst, der Einsatz und die Leistungen der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gewürdigt werden, die im Einsatz stehen oder standen.  © Fabian Sommer/dpa

Grünen-Politiker Sebastian Schäfer pflichtete bei: „Es gibt keine Drohnenstrategie. Wir brauchen sie dringend.“ Faber sieht bei dem Thema Drohnen „einen Riesennachholbedarf“. In den nächsten Monaten müsse die Task Force Ergebnisse liefern.

Zudem betont der FDP-Politiker: „Unsere Armee braucht moderne Jammer.“ Bei diesen handelt es sich um Störsender, die es schwierig bis unmöglich machen, Funksignale einwandfrei zu empfangen. So können Drohnen zur Umkehr oder zu einer Notlandung gezwungen werden. Die Bundeswehr nutzt bislang den Typ HP-47, es sollen aber neue Geräte beschafft werden. (mg)

Rubriklistenbild: © Sven Eckelkamp/Imago/Ukrinform/dpa/Montage

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