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Russland setzt einen riesigen Markt in Flammen und attackiert Charkiw mit Raketen und Fliegerbomben. Entwicklungen zum Ukraine-Krieg im Ticker.
Update, 12:40 Uhr: Russlands Angriffe auf die Ukraine haben in der Nacht einen riesigen Rohstoffmarkt der Ukraine in Brand gesetzt. Der ukrainische Katastrophenschutz berichtet via Telegram, dass im Bezirk Kiew der Barabaschowo-Markt in Flammen gestanden habe, der größte Industriemarkt nicht nur der Ukraine, sondern ganz Osteuropas.
Russlands Truppen haben heute am frühen Morgen laut Kyiv Post außerdem die ukrainische Großstadt Charkiw und die umliegende Region mit gelenkten Fliegerbomben und Raketen angegriffen. Das fatale Ergebnis der Attacken sind Brände, Zerstörung und Verletzte. Getroffen worden seien etliche private Häuser, eine Schule, eine Firma, Autos, Garagen und ein U-Bahn-Eingang, wie der Leiter der Charkiwer Regionalverwaltung mitgeteilt habe. Acht Menschen seien bei den Angriffen verletzt worden.
Update, 11:54 Uhr: Das ohnehin durch den Ukraine-Krieg schwer gebeutelte Odessa haben heftige Regenfälle und Stürme heimgesucht. Neun Menschen starben laut Kiew Post in der südukrainischen Großstadt infolge von Rekordregenfällen und schweren Überschwemmungen. Darunter ist eine fünfköpfige Familie, die im Erdgeschoss ihres Hauses von einer Flutwelle erfasst wurde. Die ganze Nacht über evakuierten Rettungskräfte in den Fluten eingeschlossene Personen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg: Schwester von König Charles besucht überraschend Selenskyj in Kiew
Update, 11:34 Uhr: Die britische Prinzessin Anne hat überraschend die Ukraine besucht. Die Schwester von König Charles traf bereits gestern im Auftrag des britischen Außenministeriums in Kiew ein, wie die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf den Buckingham-Palast berichtete.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Die 75-jährige Princess Royal besuchte mit der ukrainischen First Lady Olena Selenska ein Denkmal für im Ukraine-Krieg getötete Kinder und legte einen Teddybären nieder. Sie traf sich auch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und überreichte ihm einen Umschlag mit dem Emblem des Königshauses – vermutlich einen persönlichen Brief von König Charles, spekulierte PA.
Update, 10:50 Uhr: Seit über einer Woche ist das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine ohne Strom, was zu Befürchtungen einer nuklearen Katastrophe im Ukraine-Krieg führt. Solange die Notstromaggregate funktionieren, ist die Lage unter Kontrolle, teilte jetzt die UN-Atomaufsichtsbehörde mit.
Die Kraftwerksleitung habe die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) darüber informiert, dass die Brennstoffreserven noch für mehr als zehn Betriebstage reichen würde, heißt es in einer Erklärung. IAOE-Chef Rafael Grossi warnte: „Keine der beiden Seiten würde von einem Atomunfall profitieren. Ich stehe in ständigem Kontakt mit beiden Seiten, mit dem Ziel, eine schnelle Wiederanbindung des Kraftwerks an das Stromnetz zu ermöglichen.“
Ukraine-Krieg: Ukrainische Drohnen legen Russlands Ölproduktion lahm
Update, 10.15 Uhr: 38 Prozent aller Ölraffinerien in Russland stehen aktuell still – ein historischer Höchststand, der wohl an ukrainischen Drohnenangriffen im Zuge des Ukraine-Kriegs liegt. Das berichtete die russische Medienholding RBK unter Berufung auf die Consultingagentur Siala. Etwa 70 Prozent der stillgelegten russischen Anlagen sollen durch ukrainische Drohnenattacken ausgeschaltet worden sein. Die Ukraine hätte damit rund ein Viertel aller russischen Ölraffinerien zum Stillstand gebracht.
Auch die in Brand stehende Raffinerie Jaroslawnefteorgsintes wurde bereits von Drohnen attackiert. Beim aktuellen Feuer sollen Drohnen jedoch keine Rolle gespielt haben, heißt es offiziell.
Update, 9:10 Uhr: In der Ölraffinerie der russischen Großstadt Jaroslawl 300 Kilometer nordöstlich von Moskau ist nach Behördenangaben ein Großbrand ausgebrochen. Das Feuer habe rein technische Ursachen und sei nicht von Drohnenangriffen verursacht worden, betonte Gouverneur Michail Jewrajew bei Telegram. „Eine Drohnenattacke wurde heute nicht festgestellt.“ Von ukrainischer Seite gibt es bislang keinen Kommentar zu dem Vorfall.
Anwohner berichteten von starken Flammen und einer riesigen Rauchwolke über der Fabrik. Die Raffinerie Jaroslawnefteorgsintes ist mit einer Verarbeitungskapazität von 15 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr eine der größten in Russland und die größte im Norden des europäischen Landesteils. Sollte die Anlage länger ausfallen, drohen sich die Engpässe bei der Benzinversorgung in Russland weiter zu verschärfen.
Update, 06:41 Uhr: Wegen der russischen Luftraumverletzungen in mehreren NATO-Ländern wird am Mittwoch (1. Oktober, 13 Uhr) ein informelles Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU in Kopenhagen einberufen. Dort wird über die Verteidigungsfähigkeit Europas, sowie die Schließung der Verteidigungslücke im Osten beraten und Hilfen für die Ukraine diskutiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob man eingefrorene russische Vermögen dafür aufwenden wird. Als wichtigstes Projekt für die Luftabwehr wird der sogenannte Drohnenwall betrachtet. Damit sollen feindliche Drohnen kostengünstig abgewehrt werden können.
Update vom 1. Oktober, 06:19 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht auf Mittwoch (1. Oktober) erneut mit aus der Luft angegriffen. Wie die Ukrainska Pravda berichtete, seien bei der Attacke auf die Stadt Charkiw ballistische Raketen und Lenkbomben zum Einsatz gekommen. Derzeit werde von sechs verletzten Personen berichtet, wie die Nachrichtenseite unter Berufung auf regionale Behörden berichtete.
Ukraine-Krieg: Sorge um Atomkraftwerk Saporischschja
Update, 22:11 Uhr: Die Lage in dem von Russland kontrollierten und seit nunmehr einer Woche vom Stromnetz getrennten AKW Saporischschja ist nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj „kritisch“. „So etwas hat es vorher noch nie gegeben“, sagte der ukrainische Präsident am Dienstag in seiner abendlichen Videoansprache. Aufgrund russischer Angriffe auf das größte Atomgelände Europas sei das AKW von der Stromversorgung und dem Stromnetz abgeschnitten.
Die Anlage werde mit Strom aus Diesel-Generatoren versorgt, sagte der Präsident weiter. Einer der Notstromgeneratoren habe jedoch „eine Fehlfunktion“ gehabt. Selenskyj warf Moskau zudem vor, durch Luftangriffe die Reparatur von Stromleitungen zu behindern. Mit Blick auf die Sicherheitsrisiken sagte er, dies sei „eine Bedrohung für absolut alle“.
Russland verstärkt Angriffe im Ukraine-Krieg – besonders im Raum Pokrowsk
Update, 20:54 Uhr: An der ukrainischen Front haben russische Truppen seit Tagesbeginn 89 Angriffe gestartet – die meisten davon im umkämpften Raum Pokrowsk. Der ukrainische Generalstab meldete auf Facebook, dass an vier Frontabschnitten noch immer Kämpfe andauern. Allein bei Pokrowsk führte die russische Armee 32 Sturmangriffe durch, von denen 29 abgewehrt wurden. Besonders heftig umkämpft waren die Ortschaften Wolodymyriwka, Pokrowsk und Udatschne. Parallel beschossen russische Einheiten mehrere Städte in den Gebieten Sumy und Tschernihiw mit Artillerie und warfen im Raum Kursk elf Gleitbomben ab.
Lage im Ukraine-Krieg: Russland fehlen die Soldaten auf der Krim-Halbinsel
Update, 20:25 Uhr: Russland hat Probleme bei der Mobilisierung in der besetzten Krim – nur 59 Prozent des Jahresziels wurden erreicht. Das geht aus einer Recherche des Kyiv Independent hervor. Bislang konnten nur 963 von geplanten 1.636 Personen für die russischen Streitkräfte rekrutiert werden.
Die Zwangsrekrutierung ukrainischer Bürger in besetzten Gebieten stellt einen Kriegsverbrechen dar und verstößt gegen die Genfer Konvention. Russland führt zweimal jährlich Einberufungen durch – die aktuelle Herbstrunde läuft noch bis Ende Dezember. Ukrainer in besetzten Gebieten werden zur Annahme russischer Pässe gedrängt, was sie für den Militärdienst im Ukraine-Krieg verfügbar macht.
EU-Treffen in Kopenhagen am Mittwoch – Hauptthemen: Drohnenwall, neue Gelder für die Ukraine
Update, 19:51 Uhr: EU-Staats- und Regierungschefs treffen sich am Mittwoch in Kopenhagen zu Beratungen über verstärkte Abschreckung und Verteidigung. Anlass sind jüngste russische Luftraumverletzungen durch Kampfjets und Kamikaze-Drohnen im Kontext des Ukraine-Kriegs.
Bundeskanzler Friedrich Merz und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schlagen vor, eingefrorene russische Zentralbankgelder für zusätzliche Ukraine-Darlehen von etwa 140 Milliarden Euro zu nutzen. Weiter soll über einen sogenannten „Drohnenwall“ diskutiert werden. Dieser soll mit modernster Technik unbemannte Flugkörper erkennen und abfangen. Die deutsche Fregatte „Hamburg“ sichert den Gipfel ab.
Lage im Ukraine-Krieg: Russland leidet unter Soldatenmangel und verlegt Truppen an der Ukraine-Front
Update, 19:14 Uhr: Russland hat Truppen aus dem Gebiet Cherson in das Gebiet Donezk verlegt. Das ukrainische Militär wertet dies als Zeichen für Personalmangel in der russischen Armee. „Das zeugt davon, dass die Situation mit Personal in der russischen Armee gar nicht so ideal ist“, sagte Viktor Trehubow, Sprecher des ukrainischen Einsatzkommandos „Dnipro“, wie Ukrinform berichtet. Während früher russische Truppen aus Reserven verstärkt wurden, würden derzeit Einheiten aus anderen Frontabschnitten verlegt.
Update, 18:46 Uhr: Russische Angriffe haben im Gebiet Sumy großflächige Stromausfälle verursacht und ein Hochhaus in der gleichnamigen Stadt getroffen. Wie der regionale Energieversorger „Sumyoblenerho“ auf Facebook mitteilte, ist durch Beschuss der kritischen Infrastruktur die Stromversorgung in Konotop, Schostka und Teilen der umliegenden Verwaltungseinheiten unterbrochen worden.
In der Stadt Sumy schlug eine russische Drohne in ein Hochhaus ein, wie der stellvertretende Bürgermeister Artem Kobsar auf Telegram berichtete. Bei dem Angriff wurden keine Opfer gemeldet, während die Reparaturarbeiten an der beschädigten Infrastruktur bereits begonnen haben.
Lage im Ukraine-Krieg: Russland greift Dnipro mit Drohnen an – ein Toter
Update, 18:07 Uhr: In der südostukrainischen Industriestadt Dnipro kam es zu einem russischen Drohnenangriff, bei dem ein Zivilist ums Leben kam. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich auf Telegram mit den Worten: „Ein dreister Drohnenschlag – tagsüber, auf zivile Infrastruktur“. Er forderte erneut schärfere Sanktionen der internationalen Gemeinschaft gegen Russland.
Laut Serhij Lyssak, dem Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, erlitten 15 weitere Personen Verletzungen. 13 von ihnen mussten in Krankenhäusern medizinisch versorgt werden. In sozialen Netzwerken und ukrainischen Medien kursieren Videos, die ein brennendes Wohnhaus und mehrere ausgebrannte Fahrzeuge auf einer belebten Straße zeigen.
Festnahme in Polen: Verdächtiger bei der Nord-Stream-Sabotage soll nach Deutschland ausgeliefert werden
Update, 17:41 Uhr: Die Festnahme eines Verdächtigen in Polen im Zusammenhang mit der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines im September 2022 wurde von der Bundesanwaltschaft bestätigt. Die Behörde in Karlsruhe erklärte, dass es sich um einen ausgebildeten Taucher handele, der vermutlich zur Gruppe gehörte, die in der Nähe der Insel Bornholm Sprengsätze an den Pipelines anbrachte.
Der Verdächtige, ein Ukrainer, soll an den Tauchgängen teilgenommen haben. Die obersten Strafverfolger Deutschlands werfen Wolodymyr Z. unter anderem vor, gemeinschaftlich eine Sprengstoffexplosion herbeigeführt und verfassungsfeindliche Sabotage begangen zu haben. Er soll nach Deutschland überstellt werden, um dort dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt zu werden. Die Auslieferung könnte jedoch mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen.
Update, 17:04 Uhr: US-Präsident Donald Trump bezeichnete Wladimir Putin als „Papiertiger“ in seiner Rede vor den ranghöchsten US-Militärführern. Über die Verluste im Ukraine-Krieg sagte Trump: „Es sind Soldaten, es sind junge Menschen, sie verlassen ihre Eltern, sie winken zum Abschied und zwei Tage später werden sie in die Luft gesprengt.“
Der Ukraine-Krieg sei der „schlimmste Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg“. „Fünf- bis siebentausend Soldaten sterben pro Woche. Ich glaube, wir werden das schaffen, aber das hat sich als das Schwierigste herausgestellt. Ich bin so enttäuscht von Präsident Putin.“ Trump erklärte, er habe Putin gesagt: „Sie machen keinen guten Eindruck. Sie führen seit vier Jahren einen Krieg, der eine Woche hätte dauern sollen. Sind Sie ein Papiertiger?“
Rubriklistenbild: © Ukrainischer Katastrophenschutz @Telegram







