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Ukraine-Krieg: Putin warnt Trump vor „neuer Etappe der Eskalation“ – schwere Verluste für Russland

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    Felix Durach

Putin warnt die USA in Sotschi vor einer Eskalation durch Tomahawk-Waffen. Russland mit Verlusten an der Front. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist geschlossen. Weitere Entwicklungen können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

Update, 9:20 Uhr: Putin hat die USA vor einer neuen Eskalation gewarnt, falls weitreichende Tomahawk-Raketen an die Ukraine geliefert werden. Der Einsatz solcher Waffen sei ohne US-Militärbeteiligung nicht möglich, sagte Putin bei einer Rede auf dem Waldai-Forum in Sotschi. „Das ist gefährlich.“

Russlands Präsident Wladimir Putin bei seiner Rede in Sotschi, bei der er auf den Ukraine-Krieg einging.

Die Waffen könnten die russisch-amerikanischen Beziehungen beschädigen und zu einer „absolut neuen, qualitativ neuen Etappe der Eskalation“ führen. Am Verlauf des Ukraine-Kriegs würden sie dagegen nichts ändern.

Ukraine-Krieg: Neue Zahlen zu Verlusten Russlands an der Front

Update, 9:05 Uhr: Die Ukraine hat neue Verlustzahlen Russlands bekannt gegeben. Die Angaben des ukrainischen Generalstabs sind nicht offiziell bestätigt, Russland gibt sehr viel niedrigere Verluste im Ukraine-Krieg an. Laut den neuen Zahlen der Ukraine hat Putins Armee in den vergangenen 24 Stunden 970 verwundete oder gefallene Soldaten im Ukraine-Krieg zu beklagen. Ein Panzer und 13 Artilleriesysteme seien zerstört worden, sowie ein gepanzertes Fahrzeug.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg: Russlands Kampfdrohnen attackieren Kiew, Odessa und Dnipro

Update von 3. Oktober, 6:39 Uhr: In der Ukraine, die Putin seit dreieinhalb Jahren mit Krieg überzieht, herrschte in der Nacht auf Freitag ebenfalls Luftalarm. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe drangen russische Kampfdrohnen bis in den Westen des Landes vor. Auch über der Hauptstadt Kiew war nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko die Flugabwehr im Einsatz. Drohnenangriffe gab es nach offiziellen Angaben auch in anderen Städten, unter anderem in Odessa und Dnipro.

Aus der zentralukrainischen Stadt Poltawa wurde in der Nacht ein Angriff russischer Marschflugkörper gemeldet. Die Flugabwehr trat in Aktion, in der Umgebung der Stadt waren zahlreiche Explosionen zu hören. Über die Auswirkungen all dieser Angriffe lagen bis zum Morgen zunächst keine offiziellen Angaben vor.

Update, 22:50 Uhr: Kurz nach einem Auftritt von Russlands Präsident Wladimir Putin in Sotschi am Schwarzen Meer ist für die Region Alarm wegen ukrainischer Drohnen ausgerufen worden. Die Flughäfen von Sotschi und Gelendschik mussten den Betrieb einstellen, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija auf Telegram mitteilte. Handybesitzer erhielten eine Warn-SMS, dass im Gebiet Krasnodar Drohnenalarm herrsche. „Verlassen Sie die Straßen, halten Sie sich in Gebäuden von Fenstern fern!“, hieß es.

Wo sich der Kremlchef befand, war nicht bekannt. Für den russischen Präsidenten gibt es in Sotschi eine stark gesicherte Residenz, von der aus Putin oft arbeitet. Dem Flugzeugtracker Flightradar 24 zufolge kreisten mehrere russische Flugzeuge, die in Sotschi landen sollten, über dem Nordkaukasus.

Update, 22:20 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet trotz der Bedenken wichtiger EU-Staaten eine schnelle Entscheidung über die Nutzung des eingefrorenen russischen Vermögens für die Ukraine. „Putin sollte unsere Entschlossenheit nicht unterschätzen“, sagte der CDU-Vorsitzende nach dem Europa-Gipfel in Kopenhagen. „Wir werden das jetzt sorgfältig prüfen und es wird in drei Wochen auf dem nächsten Europäischen Rat, aller Voraussicht nach, dazu eine konkrete Entscheidung geben.“ Gegen den Vorschlag gibt es jedoch massive Bedenken, vor allem in Belgien, wo der größte Teil des Geldes lagert.

Ukraine-Krieg: Putin warnt Trump vor Lieferung von Tomahawk-Raketen an die Ukraine

Update, 21:45 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat die USA davor gewarnt, dass die Lieferung von weitreichenden Tomahawk-Raketen an die Ukraine den Krieg eskalieren lassen könnte. Auf dem politischen Waldai-Forum in Sotschi am Schwarzen Meer betonte Putin, dass der Einsatz dieser Waffen ohne die Beteiligung von US-Militärs nicht möglich sei. „Das ist gefährlich“, erklärte er.

Obwohl diese mächtigen Waffen Russland erheblichen Schaden zufügen könnten, würde sich das Kräfteverhältnis auf dem Schlachtfeld im Ukraine-Krieg nicht ändern, so Putin. Dennoch könnte dies die Beziehungen zwischen Russland und den USA beeinträchtigen und zu einer „absolut neuen, qualitativ neuen Etappe der Eskalation“ führen. Russland plant, seine Flugabwehrsysteme zu verbessern, um auch diese Raketen abwehren zu können, ähnlich wie bei den vorherigen ATACMS-Angriffen.

Vom Schützen bis zum General: Das sind die Dienstgrade der Bundeswehr

Reservisten-Kompanie der Bundeswerh in Sachsen
Wie beim Militär üblich, gibt es auch bei der Bundeswehr eine klare Hierarchie in der Truppe. Jeder Soldat und jede Soldatin erhält einen Dienstgrad, über den neben der Position in der Befehlskette und dem Verantwortungsbereich auch die Besoldung geregelt wird. Welche Dienstgrade es in der Bundeswehr gibt und wer in der Hierarchie ganz oben steht, erfahren Sie in dieser Fotostrecke. © Matthias Hiekel/dpa
Freiwilliger Wehrdienst der Bundeswehr im Heimatschutz in Burg
Grundsätzlich lassen sich die Dienstgrade bei der Bundeswehr in drei Oberkategorien einteilen. Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere. Auf der niedrigsten Hierarchieebene in der Bundeswehr stehen zunächst die Mannschaften. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Öffentliches Gelöbnis von Rekruten der Bundeswehr vor dem Abgeordnetenhaus.
Der niedrigste Dienstgrad von Rekruten in der Bundeswehr richtet sich in der Regel nach der Truppengattung. Mögliche Bezeichnungen für die Rekruten lauten Schütze, Flieger oder Matrose. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Ein Gefreiter und ein Obergefreiter der Bundeswehr.
Die verschiedenen Dienstgrade der Bundeswehr lassen sich zur schnellen Erkennung an den Schulterklappen der Soldaten ablesen. Auf der untersten Ebene in den Mannschaften nach dem einfachen Soldaten steht der Gefreite (r) gefolgt vom Obergefreiten (l). Die Schulterklappen zeigen einen bzw. zwei schräge Streifen. Soldaten können frühestens nach drei bzw. sechs Monaten zum Gefreiten oder Obergefreiten ernannt werden.  © Mathias Ernert/dpa
Ein Hauptgefreiter der deutschen Bundeswehr bei einer Übung auf dem Truppenübungsgelände Bergen in der Lüneburger Heide.
Als Nächstes in der Rangordnung folgt der Hauptgefreite, der Schulterklappen mit drei schrägen Streifen trägt. Im Soldatenjargon werden die Querstreifen auch „Pommes“ oder „Fritte“ bezeichnet. Die Mindestdienstzeit für die Ernennung zum Hauptgefreiten liegt bei 12 Monaten. © Chris Emil Janssen/imago-images
Ein Stabsgefreiter der Bundeswehr berät einen Interessenten
Nach drei Jahren im Dienst können Soldaten in den Rang einen Stabsgefreiten aufsteigen. Stabsgefreite steigen auch eine Besoldungsgruppe auf und tragen Schulterklappen mit vier Streifen. © Michael Gottschalk/dpa
Ein Oberstabsgefreiter der Bundeswehr bei einr Militaeruebung.
Nach einem weiteren Jahr im Dienst – also nach vier Jahren – ist die Beförderung zum Oberstabsgefreiten möglich. Bis 2021 bildete der Dienstgrad – zu erkennen an den fünf Querstreifen an den Schulterklappen – den höchsten Dienstgrad in der Laufbahn der Mannschaftssoldaten. © Juliane Sonntag/imago-images
Ein Korporal der Bundeswehr.
2021 schuf die Bundeswehr im Rahmen der „Modernisierung der Laufbahnen“ zwei neue Dienstgrade für Mannschaftssoldaten. Soldaten erhielten nach sieben Jahren im Dienst die Möglichkeit, zum Korporal aufzusteigen. Der mit der Beförderung verbundene Aufstieg in eine höhere Soldgruppe sollte auch die Laufbahn der Mannschaften attraktiver machen. Das Dienstgradabzeichen zeigt einen breiten Querstreifen. © Sebastian Wilke/Bundeswehr/dpa
Ein Oberstabsgefreiter der Bundeswehr wird zum Korporal befördert.
Der zweite neu eingeführte Dienstgrad war der des Stabskorporal, der künftig als neuer Spitzendienstgrad in den Mannschaften agiert. Soldaten können diesen frühestens nach zehn Jahren im Dienst, davon ein Jahr als Korporal, erhalten.  © Sebastian Wilke/Bundeswehr/dpa
Feierliche Vereidigung von Feldwebel und Unteroffiziersanwärtern der Bundeswehr Aufklärungsbataillon.
Die zweite Hauptgruppe der Bundeswehr sind die Unteroffiziere. „Unteroffiziere sind Spezialisten, aber auch Führer, Ausbilder und Erzieher der ihnen unterstellten Soldatinnen und Soldaten. Sie leiten und schulen das ihnen unterstellte Personal, beraten aber auch ihre eigenen Vorgesetzten“, schreibt die Bundeswehr auf ihrer eigenen Website. © imago-images
Unteroffiziere der Bundeswehr bei einer Übung.
Die Unteroffiziere gliedern sich wiederum in zwei Untergruppen. Unteroffiziere mit und ohne Portepee. Letztere vereint die ersten Dienstgrade der Laufbahn unter sich. Den Anfang macht der Unteroffizier. Dieser wird in die gleiche Besoldungsgruppe eingeteilt wie ein Stabsgefreiter. Die Schulterklappen zeigen eine nach unten offenen goldenen Bandstreifen genannt „Tresse“. Wer die Laufbahn eines Unteroffiziers ohne Portepee durchlaufen will, braucht mindestens einen Hauptschulabschluss. Das Pendant der Marine ist der Maat. © Swen Pförtner/dpa
Eine Stabsunteroffizierin der Bundeswehr mit einem Diensthund.
Stabsunteroffiziere bilden den höchsten Dienstgrad in der Gruppe der Unteroffiziere ohne Portepee. Das Dienstgradabzeichen zeigt eine geschlossene Tresse. Beim Sold liegen die Stabsunteroffiziere in der Gruppe A6 oder A7. Erstere ist auf dem Niveau der Korporale und Stabskorporale. Das Pendant der Marine ist der Obermaat. © Lars Heidrich/dpa
Eine Feldwebel der Bundeswehr hilft bei einer Teststation im Kampf gegen das Coronavirus.
Unteroffiziere mit Portepee bilden die nächsthöhere Untergruppe. Um diese Laufbahn anzustreben, brauchen Anwärter neben einem Hauptschulabschluss auch eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nach Angaben der Bundeswehr muss sich ein Feldwebel in der Regel für acht bis 13 Jahre verpflichten. Das Dienstgradabzeichen des Feldwebels ist ein Winkel mit der Spitze nach oben in einer geschlossenen Tresse. Bei der Marine trägt der vergleichbare Dienstgrad die Bezeichnung Bootsmann. © Nicolas Armer/dpa
Ein Oberfeldwebel der Bundeswehr bei einer Gefechtsübung.
Das Dienstgradabzeichen mit zwei nach oben zeigenden Winkeln weist den Oberfeldwebel aus. Oberfeldwebel werden unter anderem als stellvertretende Zugführer oder Gruppenführer eingesetzt. In der Marine wird die Bezeichnung Oberbootsmann verwendet. © Jochen Lübke/dpa
Eine Oberfeldwebel der Bundeswehr beim Girls' Day im Bundesverteidigungsministerium.
Eine Besoldungsgruppe über dem Oberfeldwebel ist in der Bundeswehr der Hauptfeldwebel angesetzt. Das Dienstgradabzeichen zeigt einen Kopfwinkel mit der Spitze nach oben. Das Pendant der Marine ist der Hauptbootsmann. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Ein Stabsfeldwebel der Bundeswehr
Der Stabsfeldwebel zählt zu den Spitzenverdienern unter den Unteroffizieren mit Portepee (Besoldungsgruppe A9). Stabsfeldwebel werden neben ihren Aufgaben als Zugführer auch als Kompaniefeldwebel – auch „Spieß“ genannt – eingesetzt. Als solcher agiert er als Führer des Unteroffizierkorps einer Einheit und leitet den Innendienst. In der Marine lautet die Bezeichnung für den Dienstgrad Stabsbootsmann. © Juliane Sonntag/imago-images
Ein Oberstabdsfeldwebel der Bundeswehr in einem Büro.
Den höchsten Dienstgrad der Unteroffiziere mit Portepee bildet der Oberstabsfeldwebel. Er kommt vor allem in höheren Stäben und Ämtern zum Einsatz, dient aber ebenso wie der Stabsfeldwebel auch als „Spieß“ oder Zugführer. Das Dienstgradabzeichen für Oberstabsfeldwebel zeigt einen Kopfwinkel, darunter zwei Winkel. Das Pendant in der Marine heißt Oberstabsbootsmann. © Rolf Vennenbernd/dpa
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer.
Die dritte und letzte Obergruppe bei der Bundeswehr sind die Offiziere. Die Bundeswehr bezeichnet sie auf ihrer Website als „Manager in Uniform“. Sie führen Kompanien und Bataillone, arbeiten in Stäben und dem Verteidigungsministerium. Neben einer praktischen militärischen Ausbildung absolvieren Offiziersanwärter auch ein akademisches Studium bei der Bundeswehr. Für fast alle Laufbahnen wird deswegen mindestens eine Fachhochschulreife vorausgesetzt. © Jacob Schröter/imago-images
Ein Leutnant der Bundeswehr steht vor einem Militärflugzeug.
Den Anfang in der Offizierslaufbahn macht der Leutnant. Durch seine Stellung kann er sowohl Soldaten aus der Gruppe der Mannschaften, als auch der Unteroffiziere Befehle erteilen. Der Leutnant ist in der Besoldungsgruppe A9 – auf dem Level eines Stabsfeldwebels – eingeordnet. Das Dienstgradabzeichen des Leutnants zeigt einen Stern.  © Lars Klemmer/dpa
Ein Oberleutnant der Bundeswehr bei der Nato-Großübung in Norwegen.
Eine Besoldungsgruppe weiter oben (A10) ist der Oberleutnant angesetzt. In der Regel erfolgt die Beförderung frühestens zwei Jahren nach der Ernennung zum Offizier. Das Dienstgradabzeichen zeigt zwei Sterne. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Ein Hauptmann der Bundeswehr auf einem Flugplatz.
Eine Stufe über dem Oberleutnant steht in der Rangordnung der Bundeswehr die Gruppe der Hauptleute. Diese beinhaltet die Dienstgrade Hauptmann und Stabshauptmann. Hauptleute werden häufig als militärische Führer in den Verbänden ihre Truppengattungen eingesetzt. Der Dienstgrad des Stabshauptmanns ist Offizieren des militärfachlichen Diensts vorbehalten. Die Schulterklappen zeigen drei (Hauptmann) oder vier (Stabshauptmann) Sterne. In der Marine lautet die Bezeichnung des Dienstgrads Kapitänleutnant bzw. Stabskapitänleutnant. © Achille Abboud/imago-images
Ein Major der Bundeswehr im Gespräch mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius.
Auf die Hauptleute folgt die Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere, die in der Regel auf Stabsposten und als militärische Führer eingesetzt werden. Der erste Dienstgrad in der Gruppe ist der Major. Majore werden auch als Hörsaalleiter in Lehreinrichtungen der Bundeswehr oder in Referaten und Ministerien eingesetzt. Das Dienstgradabzeichen zeigt ein Eichenlaub und einen Stern. Das Pendant der Marine ist der Korvettenkapitän. © Bernhard Herrmann/imago-images
Ein Oberstleutnant der Bundeswehr im Gespräch mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.
Der mittlere Dienstgrad der Stabsoffiziere bildet der Oberstleutnant. Diese werden neben den anderen Anwendungsfeldern der Stabsoffiziere auch als Dezernenten oder Referenten in Ämtern oder im Verteidigungsministerium eingesetzt. Das Dienstgradabzeichen zeigt ein Eichenlaub und zwei Sterne. Das Pendant der Marine ist der Fregattenkapitän. © Revierfoto/imago-images
Ein Oberst der Bundeswehr im Gespräch mit Verteidigungsminister Boris Pistorius.
Der Oberst stellt den höchsten Dienstgrad in der Gruppe der Stabsoffiziere dar. In der Regel wird er in leitenden Positionen in Kommandobehörden, Ämtern oder im Verteidigungsministerium eingesetzt. Sein Dienstgradabzeichen zeigt ein Eichenlaub mit drei Sternen. Das Pendant der Marine ist der Kapitän zur See. © IMAGO/JOERAN STEINSIEK
Ein Brigadegeneral der Bundeswehr.
Die Speerspitze in der Hierarchie der Bundeswehr bilden die Generäle. Sie stehen in der Hierarchie ganz oben und dienen vor allem auf Stabsposten und in der Regel nicht in der kämpfenden Truppe. Der rangniedrigste General ist der Brigadegeneral. Eine Beförderung vom Oberst zum Brigadegeneral erfolgt in der Regel aufgrund der Eignung und Leistung des Offiziers und ist nicht an andere Voraussetzungen gebunden. Sein Dienstgradabzeichen zeigt ein goldenes Eichenlaub mit einem goldenen Stern. In der Marine heißt der vergleichbare Dienstgrad Flottillen­admiral. © IMAGO/Björn Trotzki
Christian Freuding, Generalmajor des Heeres der Bundeswehr, Leiter des Lagezentrums Ukraine und des Planungsstabs des Bundesministers der Verteidigung.
Auf den Brigadegeneral folgt in der Rangordnung der Bundeswehr der Generalmajor. In der Praxis erfolgt die Beförderung erst nach mehreren Jahren als Brigadegeneral. Generalmajore übernehmen leitende Funktionen in Kommandobehörden, dem Verteidigungsministerium oder Einrichtungen der Nato. So dient Generalmajor Christian Freuding (Bild) als Leiter des Lagezentrums Ukraine und des Planungsstabs des Bundesministers der Verteidigung. Das Dienstgradabzeichen des Generalmajors zeigt ein goldenes Eichenlaub und zwei goldene Sterne. Das Pendant der Marine ist der Konteradmiral. © IMAGO/M. Popow
Der Inspekteur der Luftwaffe: Generalleutnant Holger Neumann.
Der zweithöchste Dienstgrad der Bundeswehr ist der Generalleutnant. Bei Luftwaffe und Heer gibt es weniger als zwei Dutzend Offiziere mit diesem Rang, die in wichtigen leitenden Positionen eingesetzt werden. So ist der stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr immer ein Generalleutnant. Auch der Inspekteur der Luftwaffe, Holger Neumann (Stand Mai 2025, Bild), ist im Rang eines Generalleutnants. Sein Dienstabzeichen zeigt ein goldenes Eichenlaub mit drei goldenen Sternen. Das Pendant der Marine ist der Vizeadmiral. © Björn Trotzki/imago-images
Der Generalinspekteur der Bundeswehr: General Carsten Breuer.
Ganz oben in der Hierarchie der Bundeswehr steht der General. Der Dienstgrad ist nur wenigen Soldaten in absoluten Führungspositionen vorbehalten. Der Generalinspekteur der Bundeswehr – höchster militärischer Repräsentant der Bundeswehr – ist General Carsten Breuer (Stand Mai 2025, Bild). Deutsche Generäle dienen auch in Führungspositionen der Nato. Das Dienstgradabzeichen zeigt ein goldenes Eichenlaub und vier goldene Sterne. Zur besseren Unterscheidung von der Dienstgruppe der Generäle wird er deswegen umgangssprachlich als Vier-Sterne-General bezeichnet. Das Pendant der Marine ist der Admiral. © IMAGO/Klaus W. Schmidt

Ukraine-Krieg: Putin droht der Ukraine mit Angriffen gegen ukrainische Kernkraftwerke

Update, 21:14 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit Schlägen gegen ukrainische Kernkraftwerke gedroht, wenn die Ukraine nicht ihre angeblichen Attacken gegen das russisch besetzte AKW Saporischschja einstellt. Er warf der ukrainischen Armee, zwar nicht das AKW direkt, aber dessen Umfeld mit Artillerie zu beschießen. So sei die letzte Hochspannungsleitung zum Kernkraftwerk Saporischschja zerstört worden, das derzeit nur noch mit Strom aus Dieselgeneratoren gekühlt werde.

„Das ist ein gefährliches Spiel“, sagte Putin in Sotschi beim politischen Diskussionsklub Waldai. Die Ukrainer sollten an ihre anderen Kernkraftwerke denken. „Was hindert uns daran, symmetrisch zu reagieren?“, fragte der Kremlchef. Vorwürfe der Kiewer Seite, Russland beschieße selbst das von ihm besetzte AKW Saporischschja, seien Unsinn.

Ukraine-Krieg: Nach der Festsetzung eines russischen Öltankers wirft Putin Frankreich „Piraterie“ vor

Update, 20:30 Uhr: Der Kreml hat mit scharfer Kritik auf die Festsetzung eines russischen Öltankers durch französische Streitkräfte reagiert. Präsident Wladimir Putin bezeichnete das Vorgehen am Donnerstag in Sotschi als „Piraterie“ und wies jede Rechtfertigung zurück.

„Der Tanker ist in neutralen Gewässern ohne jegliche Rechtfertigung beschlagnahmt worden“, erklärte Putin und betonte, dass keine militärische Fracht transportiert worden sei. Die Aktion verschärft die Spannungen zwischen Russland und dem Westen im Ukraine-Krieg weiter.

Ukraine-Krieg: Putin wirft Europa „Politik der ständigen Eskalation“ vor

Update, 19:00 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat Europa für die Fortsetzung des Ukraine-Kriegs verantwortlich gemacht. Bei einem Auftritt beim politischen Diskussionsklub Waldai in Sotschi warf er den europäischen Ländern eine „Politik der ständigen Eskalation“ vor, die friedliche Lösungen verhindere.

Putin kündigte zudem Gegenmaßnahmen auf die europäische Aufrüstung an. „In Deutschland heißt es zum Beispiel, dass die deutsche Armee, die stärkste in Europa werden soll“, sagte er laut dpa. „Niemand zweifelt, dass Gegenmaßnahmen Russlands nicht lange auf sich warten lassen“, sagte Putin weiter. Moskau beharrt weiter auf seinen Maximalforderungen, die einen Nato-Verzicht der Ukraine und Gebietsabtretungen umfassen.

Ukraine-Krieg: Putin-Sprecherin sieht „feurigen Konflikt“ mit der Nato

Update, 18.27 Uhr: Das russische Außenministerium hat eine Eskalation der Spannungen mit dem Westen über das Niveau des Kalten Krieges hinaus erklärt. Sprecherin Maria Sacharowa bezeichnete die aktuelle Konfrontation mit NATO und EU als „feurigen“ Konflikt, der eine neue Dimension erreicht habe. Das berichtet Newsweek.

Die Diplomatin beschuldigte westliche Staaten, Vorwürfe bezüglich russischer Sabotageakte und Cyberattacken zu konstruieren. Diese dienten angeblich der Legitimierung erhöhter Verteidigungsausgaben. „Hier ist schon lange nichts mehr kalt, hier brennt es bereits“, betonte Sacharowa in Moskau mit Blick auf den Ukraine-Krieg.

Update, 17.21 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit führenden europäischen Politikern über Russlands Luftraumverletzungen beraten. Bei dem Treffen mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und Polens Ministerpräsident Donald Tusk wurde über eine effektive Antwort auf Moskaus Verstöße diskutiert.

Die Ukraine sei bereit, die Produktion von Drohnen und elektronischen Kampfsystemen hochzufahren, erklärte Selenskyj. „Wir sind bereit, die Produktion von Drohnen, elektronischen Kriegsführungssystemen und anderen kritischen Komponenten zu steigern, auch durch gemeinsame Produktionsformate und mit Hilfe des SAFE-Instruments“, schrieb der Präsident auf X. Zudem wurden Sicherheitsgarantien und die PURL-Initiative besprochen.

Drohnenvorfälle im Ukraine-Krieg: Litauen sperrt Luftraum in Grenzregion weiterhin

Update, 16:39 Uhr: Litauen hat die Sperrung seines Luftraums entlang der Ostgrenze zu Belarus bis zum 1. Dezember verlängert. Die ursprünglich bis Oktober geltende Maßnahme war im August wegen der russisch-belarussischen Militärübung Sapad und möglicher Drohnen-Bedrohungen verhängt worden. Verteidigungsministerin Dovile Sakaliene begründete die Verlängerung mit neuen Gesetzen, die der litauischen Armee das schnellere Neutralisieren von Drohnen erlauben. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind wiederholt russische Drohnen in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen, wie die Agentur BNS berichtete.

Update, 14:37 Uhr: Russland bereitet sich im Ukraine-Krieg wohl neue Angriffe in der Region Saporischschja: An der Front bei Orichiw haben russische Streitkräfte ihre Angriffskompanien verstärkt, berichtet Ukrinform unter Berufung auf Vladyslav Voloshyn, Sprecher der Verteidigungskräfte der Ukraine im Süden.

„Dazu setzt der Feind mobilisierte russische Soldaten ein, die sich geweigert haben, Verträge für den Dienst in den russischen Streitkräften zu unterzeichnen“, zitiert die ukrainische Nachrichtenagentur Voloshyn. Moskau habe demnach zum Ziel, in die Siedlung Stepove einzudringen, ukrainische Einheiten zu vertreiben und die eroberten Positionen zu festigen.

Update, 11:03 Uhr: Beim EU-Gipfel stehen Russland und der Ukraine-Krieg im Fokus. Dänemarks Staatschefin Mette Frederiksen warnte zu Beginn: „Russland wird nicht aufhören, bis es dazu gezwungen wird.“ An der Seite von Selenskyj fügte sie hinzu: „In den letzten Monaten wurde viel über Frieden in der Ukraine gesprochen, es gab Treffen, Vorbesprechungen und Briefings zu den Treffen, und währenddessen setzt Russland seine brutalen Angriffe fort.“

Europa habe eine große Aufgabe vor sich, erklärte Frederiksen weiter. „Wir müssen unser gemeinsames Europa so stark machen, dass ein Krieg gegen uns undenkbar wird, und wir müssen dies jetzt tun.“

Update, 10:03 Uhr: Polen verfügt über Beweise für geplante Sabotageakte Russlands, bei denen getarnte Sprengsätze in Polen, Litauen und Deutschland zum Einsatz kommen sollten. Laut der polnischen Zeitung Gazeta Wyborcza, die sich auf Angaben der Staatsanwaltschaft und des Inlandsgeheimdienstes beruft, ergaben Ermittlungen gegen einen festgenommenen Agenten Hinweise auf Anschläge mit Drohnen innerhalb der EU. Der Sprengstoff soll in Konservendosen versteckt gewesen sein.

Der mutmaßliche Agent hatte den Auftrag, auf einem Friedhof vergrabene Konservendosen zu bergen und an einem festgelegten Ort zu deponieren. „Nach unserer Einschätzung plante der russische Militärgeheimdienst GRU Terroranschläge mit Drohnen und Konservendosen, die anstelle von Mais Sprengstoffe enthielten“, wird ein anonymer Beamter von der Gazeta Wyborcza zitiert. Ähnliche präparierte „Maisdosen“ wurden auch auf einem Friedhof in Litauen entdeckt.

Selenskyj bei EU-Gipfel in Dänemark eingetroffen

Update, 9:45 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Mittwoch zum Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Kopenhagen eingetroffen. Dort führte er ein bilaterales Gespräch mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Der ukrainische Präsident hatte zuvor per Video-Schalte am informellen EU-Gipfel in der dänischen Hauptstadt teilgenommen.

Update, 8:55 Uhr: Russische Streitkräfte haben in der Nacht zum 2. Oktober die Eisenbahninfrastruktur in mehreren ukrainischen Gebieten angegriffen und dabei einen Lokführer verletzt. Besonders schwer betroffen war ein Depot des staatlichen Bahnbetreibers Ukrzaliznytsia in Odesa, wie Vize-Ministerpräsident Oleksii Kuleba mitteilte. „Russland führte über Nacht einen großangelegten Angriff auf das Ukrzaliznytsia-Depot in Odesa durch. Ein Lokführer erlitt Splitterwunden und erhält alle notwendige medizinische Behandlung“, sagte Kuleba der Ukrainska Pravda. Auch Bahninfrastruktur in Grenzgemeinden im Norden, einschließlich Konotop, wurden im neuerlichen Angriff Russlands auf die Ukraine getroffen. Züge auf den Strecken nach Tschernihiw und Sumy verkehren mit Verspätungen, der Betrieb wurde jedoch wieder aufgenommen.

Angriffe im Ukraine-Krieg: Sorge um AKW Tschernobyl wächst

Update, 7:25 Uhr: In der von Russland angegriffenen Ukraine wächst die Sorge um die Sicherheit der Atomanlagen. An der Schutzhülle um den zerstörten Reaktorblock des Kernkraftwerks Tschernobyl fiel nach Kiewer Regierungsangaben wegen eines russischen Luftangriffs zeitweise der Strom aus. Das von russischen Truppen besetzte AKW Saporischschja ist schon seit vergangener Woche völlig vom Netz abgeschnitten. Die größte Nuklearanlage Europa wird derzeit nur mit Dieselgeneratoren gekühlt. Deren Treibstoff reicht nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA noch für etwa zehn Tage.

Ukraine-Krieg: USA wollen Kiew Geheimdienstinformationen für Raketenangriffe liefern

Update, 2. Oktober, 5:20 Uhr: Die USA wollen die Ukraine laut einem Medienbericht mit Geheimdienstinformationen für Angriffe mit Langstreckenraketen auf die russische Energieinfrastruktur unterstützen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Die Regierung von Donald Trump erwäge zudem, Kiew für Einsätze im Ukraine-Krieg leistungsstarke Waffen zu liefern, die weitere Ziele in Russland in Reichweite bringen könnten. Dem Bericht zufolge bitten US-Regierungsvertreter die NATO-Verbündeten um eine ähnliche Unterstützung.

Update, 22:29 Uhr: Die G7-Staaten haben wohl beschlossen, die Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs erheblich zu verschärfen. Ein Entwurf, der Bloomberg vorliegt, sieht vor, insbesondere die Öleinnahmen Moskaus ins Visier zu nehmen, um Russlands Kriegsfähigkeit im Ukraine-Krieg entscheidend zu schwächen.

In dem Entwurf der sieben führenden Industrienationen (Kanada, USA, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und Großbritannien) heißt es: „Wir sind uns einig, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, den Druck auf Russlands Ölexporte zu maximieren.“ Die geplanten Maßnahmen umfassen Sanktionen gegen russische Ölunternehmen und die sogenannte Schattenflotte von Öltankern. Auch der Finanz- und Rüstungssektor soll verstärkt ins Visier genommen werden.

Unterstützung für Putin im Ukraine-Krieg: Nordkorea soll bis zu 20.000 Arbeiter geschickt haben

Update, 21:50 Uhr: Nordkorea hat laut ukrainischen Berichten etwa 20.000 Arbeitskräfte nach Russland geschickt, um dort militärische Ausrüstung herzustellen. Generalstabschef Andrij Hnatow teilte der Nachrichtenagentur Ukrinform mit, dass diese nordkoreanischen Arbeiter in der russischen Republik Tatarstan bei der Produktion von Geran-Drohnen eingesetzt werden.

Nordkorea hat sich zu einem bedeutenden Unterstützer Russlands im Ukraine-Krieg entwickelt. „Das ist ebenfalls eine Teilnahme am Konflikt“, betonte Hnatow. Pjöngjang liefert Artillerie, Raketen und Tausende von Soldaten. Südkoreanische Geheimdienste berichten, dass Nordkorea plant, in einer dritten Welle der Truppenverlegung weitere 6.000 Soldaten zu entsenden.

Französische Soldaten entern russischen Öltanker

Erstmeldung: Französische Soldaten haben einen Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte geentert, der mutmaßlich eine Rolle bei den ungeklärten Drohnenüberflügen über Dänemark gespielt hat. Die Soldaten der französischen Marine seien vor der französischen Küste an Bord des Schiffes gegangenen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Militärkreisen. Die französische Justiz hatte zuvor Ermittlungen gegen den derzeit unter der Flagge Benins fahrenden Tanker eingeleitet.

Ermittelt werde wegen eines „fehlenden Nachweises der Nationalität“ und der „Weigerung, einer Anweisung zu folgen“, sagte der Staatsanwalt von Brest, Stéphane Kellenberger. Die französische Marine habe den Tanker angezeigt. Luftaufnahmen von der AFP zeigten vermummte Soldaten am Deck des Schiffes vor der Küste von Saint-Nazaire im Westen Frankreichs.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Kremlin Press Service

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