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Donald Trump setzt seinen Siegeszug bei den Vorwahlen der Republikaner auch am Super Tuesday fort. Seine Rivalin Nikki Haley kann einen Achtungserfolg verbuchen. Alle Ergebnisse der Vorwahlen im Überblick.
Washington, D.C. – In den USA stand der Höhepunkt des Vorwahlkampfs an: der Super Tuesday. Am 5. März fanden in 15 der 50 Bundesstaaten Vorwahlen statt. Für die Präsidentschaftskandidat:innen von Republikanern und Demokraten standen Hunderte von Delegierten auf dem Spiel, die bei der US-Wahl im November für den Spitzenkandidaten oder die -kandidatin votierten.
Entschieden wurden die Vorwahlen am Super Tuesday noch nicht, für die Präsidentschaftswahl in den USA spielten die Ergebnisse allerdings eine entscheidende Rolle. Wer an diesem Wahltag die Nase vorn hatte, wurde in der Vergangenheit oft auch Präsidentschaftskandidatin oder -kandidat. Hier ein Blick auf die vorläufigen Ergebnisse der Republikaner am Super Tuesday. (Die Ergebnisse der Demokraten finden Sie weiter unten.)
Vorläufige Ergebnisse der Vorwahlen der Republikaner am Super Tuesday:
| Staat | Trump in % | Haley in % |
|---|---|---|
| Alabama | 83,2 | 13,0 |
| Alaska | 87,6 | 12,0 |
| Arkansas | 76,9 | 18,4 |
| Colorado | 63,3 | 33,5 |
| Kalifornien | 78,6 | 17,9 |
| Maine | 72,4 | 25,8 |
| Massachusetts | 59,9 | 36,8 |
| Minnesota | 69,1 | 28,8 |
| North Carolina | 73,9 | 23,3 |
| Oklahoma | 81,8 | 15,9 |
| Tennessee | 77,3 | 19,6 |
| Texas | 77,9 | 17,4 |
| Utah | 58,2 | 40,7 |
| Vermont | 45,9 | 49,9 |
| Virginia | 63,1 | 34,8 |
(Quelle: AP, Stand, 12.25 Uhr)
Vorwahlen der Republikaner nach dem Super Tuesday: So viele Delegierte haben Trump und Haley aktuell gesammelt
| Donald Trump | 995 |
| Nikki Haley | 89 |
| Ron DeSantis (ausgeschieden) | 9 |
| Vivek Ramaswamy (ausgeschieden) | 3 |
Vorwahlen der Demokraten nach dem Super Tuesday: So viele Delegierte hat Biden aktuell gesammelt
| Joe Biden | 1497 |
| UncommittedUncommitted | 7 |
| Andere (Jason Palmer) | 3 |
(Quelle: AP, Stand, 12.25 Uhr)
US-Bundesstaaten, in denen am Super Tuesday Vorwahlen stattfinden
In folgenden Staaten halten Republikaner Vorwahlen ab (Zahl der Delegierten in Klammern):
- Alabama (50)
- Alaska (29)
- Arkansas (40)
- Colorado (37)
- Kalifornien (169)
- Maine (20)
- Massachussets (40)
- Minnesota (39)
- North Carolina (74)
- Oklahoma (43)
- Tennessee (58)
- Texas (161)
- Utah (40)
- Vermont (17)
- Virginia (48)
Vorwahlen der Demokraten sind in:
- Alabama (52)
- Amerikanisch-Samoa (6, Außengebiet)
- Arkansas (31)
- Colorado (72)
- Iowa (40, Abstimmung ausschließlich per Post. Ergebnisse werden am Super Tuesday veröffentlicht.)
- Kalifornien (424)
- Maine (24)
- Massachusetts (92)
- Minnesota (75)
- North Carolina (116)
- Oklahoma (36)
- Tennessee (63)
- Texas (244)
- Utah (30)
- Vermont (16)
- Virginia (99)
US-Wahl 2024: Am Super Tuesday geht es um mehr als ein Drittel der Delegierten
Am wichtigsten Tag der Vorwahlen wurden mehr als ein Drittel der Delegierten bestimmt. Bei den Republikanern ging es um 865 Delegierte, bei den Demokraten um 1420. Zur Nominierung benötigte der demokratische Kandidat 1968 Delegierte, der republikanische 1215.
Donald Trump galt als Favorit bei den Republikanern. Der frühere Präsident entschied bereits mehrere Vorwahlen für sich, zuletzt in North Dakota. Trumps schärfste Rivalin ist die frühere UN-Botschafterin Nikki Haley, die zwar abgeschlagen hinter Trump liegt, doch zuletzt in Washington D.C. ihren ersten Vorwahl-Sieg einfahren konnte. Bei den Demokraten stellte sich die Sache anders dar. Denn Amtsinhaber Joe Biden hat keine Konkurrenz zu fürchten, gleichwohl muss auch er die parteiinternen Vorwahlen durchlaufen.
Ergebnisse des Super Tuesdays im Überblick
Die ersten Ergebnisse des Super Tuesdays sind inzwischen eingelaufen. Wegen individueller Bestimmungen in einzelnen Staaten – in Kalifornien werden etwa fristgerecht abgestempelte Briefwahlstimmen noch bis 12. März berücksichtigt –, kann es auch länger dauern. Hier ein Blick auf die vorläufigen Ergebnisse der Demokraten.
Vorläufige Ergebnisse der Vorwahlen der Demokraten am Super Tuesday:
| Staat | Biden in % | Andere in % |
|---|---|---|
| Alabama | 89,1 | Uncommitted 6,0 | Dean Philipps 4,9 |
| Arkansas | 88,5 | Marianne Williamson 4,8 | Andere 6,7 |
| Colorado | 83,5 | Noncommittted 8,1 | Andere 8,3 |
| Iowa | 90,9 | Uncommitted 3,9 | Andere 5,2 |
| Kalifornien | 89,3 | Marianne Williamson 3,4 | Andere 7,2 |
| Maine | 92,9 | Dean Philipps 7,1 |
| Massachusetts | 82,9 | No Preference 9,4 | Andere 7,7 |
| Minnesota | 70,6 | Uncommitted 18,9 | Andere 10,5 |
| North Carolina | 87,3 | No Preference 12,7 |
| Oklahoma | 73,0 | Marianne Williamson 9,1 | Andere 17,9 |
| Tennessee | 92,1 | Uncommitted 7,9 |
| Texas | 84,6 | Marianne Williamson 4,5 | Andere 11,0 |
| Utah | 87,5 | Marianne Williamson 4,9 | Andere 7,6 |
| Vermont | 88,7 | Marianne Williamson 7,8 | Dean Philipps 3,5 |
| Virginia | 89,5 | Marianne Williamson 4,5 | Andere 6,0 |
(Quelle: AP, Stand, 12.25 Uhr)
Für Nikki Haley war der Super Tuesday die letzte Chance, ihre Kandidatur am Leben zu erhalten. Doch die frühere Gouverneurin von South Carolina konnte das Ruder nicht mehr herumreißen. Umfragen in den USA zum Super Tuesday sahen Trump ohnehin deutlich vorne. (mt)
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