Ticker zum Treffen am Dienstag

Merz trifft Trump: US-Präsident wird bei Nachfrage ausfällig – und erklärt Kalkül hinter Iran-Angriff

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Bundeskanzler Merz trifft Trump inmitten der Iran-Eskalation. Beide reden über den Iran-Krieg. Auch die Ukraine, die Zollpolitik und Angela Merkel werden erwähnt.

Update, 18:28 Uhr: Die Pressebegegnung im Weißen Haus ist beendet. Bundeskanzler Merz war bei dem Termin im Weißen Haus meist in der Rolle des Zuhörers. Trump beanspruchte einen Großteil der Redezeit für sich und beantwortete in der anschließenden Fragerunde sogar eine direkt an Merz gerichtete Frage selbst. Mit Blick auf den Kanzler fand Trump aber lobende Worte. Der Besuch seines „Freundes“ Merz in Washington sei eine „Ehre“. Merz sei in Deutschland „sehr beliebt“ und das „Gegenteil von Angela (Merkel, Anm. d. Red.)“, sagte Trump.

Der US-Präsident bedankte sich beim Kanzler auch für dessen Unterstützung mit Blick auf den Iran-Krieg. „Er hilft uns beim Iran“, sagt Trump wohl mit Blick auf logistische Unterstützung für US-Truppen aus Deutschland. Den befürchteten Zorn des US-Präsidenten bekam Merz nicht ab. Dieser richtete sich viel mehr gegen Großbritannien und Spanien, die Trump als Negativbeispiele in der NATO benannte.

Der Politikwissenschaftler Hendrick Ohnesorge von der Universität Bonn analysierte nach dem Treffen beim TV-Sender phoenix, das Treffen sei für Merz gut gelaufen. Dass der Kanzler bei dem Treffen eher eine „Statistenrolle“ einnehmen musste, könne man jedoch nicht von der Hand weisen. „30 Minuten Gespräch und vielleicht hat drei davon der Kanzler gehabt“, sagte Ohnesorge und sprach von einer „Trump-Show“.

Update, 18:20 Uhr: Jetzt darf Merz eine Frage beantworten. Wie steht der Kanzler zu der Ankündigung, die Handelsbeziehungen zu Spanien einzuschränken, will ein Journalist wissen. Merz erklärt, dass Spanien sich wie alle anderen NATO-Länder auch an das Ziel für Verteidigungsausgaben halten müsse. Deswegen sei man auch in Gesprächen mit der Regierung in Madrid. Eine Antwort, die auch Trump zu gefallen scheint.

Update, 18:17 Uhr: Trump betont weiter die vom Iran ausgehende Gefahr mit Blick auf Atomwaffen. Ohne die Operation Midnight Hammer – den US-Angriff auf die iranischen Atomanlagen im Sommer 2025 – hätte der Iran innerhalb von Monaten Atomwaffen gegen Israel einsetzen können, behauptet Trump. „Dann würden wir jetzt hier nicht sitzen“, sagt der US-Präsident weiter.

Update, 18:15 Uhr: Der Kanzler bekommt bislang kaum Redezeit von Trump. Selbst eine direkt an Merz gerichtete Frage einer anwesenden Journalistin zu dessen Reise nach China beantwortet Trump kurzerhand selbst und spricht über die US-Beziehungen zu China. Merz kommt anschließend nicht mehr zu der Frage zu Wort.

Update, 18:11 Uhr: Mit Blick auf den Zollstreit kritisiert Trump die Entscheidung des Supreme Courts gegen die vom US-Präsidenten eingeführten Strafzölle. Auf eine Rückfrage, wie die US-Regierung Deutschland behandeln wolle, scherzt Trump: „Ich denke, wir sollten sie hart treffen“ und schlägt Merz anschließend belustigt gegen das Bein.

Update, 18:05 Uhr: Mit Blick auf den Ukraine-Krieg bespielt Trump sein altes Narrativ. „Es wäre nie zu dem Krieg gekommen, wenn er Präsident der USA gewesen wäre“, behauptet Trump. Der US-Präsident bedauert weiterhin, dass man zahlreiche Hightech-Waffen „dummerweise“ an die Ukraine geliefert hätte. Diese Waffen würden jetzt in den Arsenalen der US-Streitkräfte fehlen.

Trump lobt Unterstützung bei Iran-Angriffen: „Deutschland war großartig, fantastisch“

Update, 18:00 Uhr: Mit Blick auf die fehlende Unterstützung der europäischen Staaten beim Angriff auf den Iran spricht Trump von gemischten Eindrücken. „Deutschland war großartig, fantastisch“, lobt der US-Präsident. Auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte erhält lobende Worte. Kritik gibt es hingegen an Großbritannien und Spanien. „Wir haben hier nicht mit Winston Churchill zu tun“, sagt Trump mit Blick auf Premierminister Keir Starmer. Zu Spanien wolle er die Handelsbeziehungen abbrechen.

Friedrich Merz traf Donald Trump am Dienstag im Oval Office – der Iran-Krieg kam zur Sprache.

Von Deutschland erwarte man nicht, dass es Soldaten in die Region schicke, bekräftigt Trump und bedankt sich für die bisherige Unterstützung. Merz mache einen deutlich besseren Job als Bundeskanzler als seine Vorgängerin Merkel, betont Trump weiter.

Update, 17:55 Uhr: Die erste Frage der anwesenden Journalisten dreht sich um den Angriff auf den Iran. Trump berichtet von gescheiterten Verhandlungen mit den iranischen „Spinnern“. Der US-Präsident sei davon ausgegangen, dass der Iran zuerst angreifen würde und wollte gemeinsam mit Israel einem Angriff zuvorkommen. Als Worst-Case-Szenario für den Iran-Krieg benennt Trump eine Nachfolge des getöteten Führers Ali Chamenei, die dessen Kurs fortsetzen wolle. Die Macht müsse dem iranischen Volk übergeben werden, fordert Trump.

Update, 17:52 Uhr: Merz bedankt sich bei Trump für die Gastfreundschaft und die Möglichkeit, im Gästehaus des Präsidenten – dem Blair House – zu übernachten. Als Themen für das Gespräch nennt der Kanzler neben dem Iran-Krieg auch die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs.

Treffen in Washington: Trump lobt seinen „Freund“ Merz – „sehr beliebt“ in Deutschland

Update, 17:50 Uhr: Das Treffen beginnt. Friedrich Merz hat neben Donald Trump im Oval Office Platz genommen. Trump startet die Pressebegegnung mit Lob für seinen „Freund“ Friedrich Merz. Der Kanzler sei laut Trump „sehr beliebt” in Deutschland, sein Besuch im Oval Office „eine Ehre”.

Update, 17:24 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist am Dienstag zu seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Weißen Haus eingetroffen. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP. Geplant ist ein rund halbstündiges Gespräch im Oval Office. Daran sollte sich ein gemeinsames Mittagessen anschließen. Der ursprüngliche Zeitplan hat sich jedoch offenbar etwa nach hinten verschoben. Das Gespräch zwischen Merz und Trump sollte bereits laufen.

Update, 16:50 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich in Washington mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern aus Deutschland und den USA getroffen, bevor US-Präsident Trump ihn im Weißen Haus empfangen wird. An dem Arbeitsfrühstück nahmen laut Bundesregierung unter anderem BMW-Chef Oliver Zipse und Lockheed Martin-Chef Frank St. John teil, dessen Unternehmen die F-35-Kampfjets für Deutschland produziert.

Merz ist der erste europäische Regierungsvertreter, der seit Beginn des Iran-Kriegs am Samstag mit Trump zusammenkommt. Geplant sind Gespräche über Trumps Zollpolitik, die Ukraine-Unterstützung und die jüngsten Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Es ist bereits der dritte Washington-Besuch des Kanzlers.

Iran-Angriffe: Grüne fordern bei Merz-Besuch in Washington Antworten von Trump

Update, 16:10 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat von Kanzler Friedrich Merz (CDU) gefordert, bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump über die amerikanische Absichten im Iran-Krieg zu sprechen. Die Grünen-Politikerin stellte zentrale Fragen: „Was ist denn jetzt die Strategie? Wie geht es weiter im Nahen Osten für die Menschen dort?“

Haßelmann kritisierte zudem den jüngsten Angriff der USA und Israels vom Samstag scharf. „Dieser Angriff, der jetzt erfolgt ist am Samstag durch die USA und Israel hatte kein völkerrechtliches Mandat“, erklärte sie in Berlin. Europa müsse der Trump-Administration deutlich machen, gemeinsam für eine regelbasierte Ordnung einzustehen.

Erstmeldung vom 3. März: Es war so etwas wie die Feuerprobe seiner noch jungen Amtszeit, als Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Juni vergangenen Jahres nach Washington zu Donald Trump reiste. Kurz zuvor hatte der US-Präsident vor den Augen der Weltöffentlichkeit den ukrainischen und den südafrikanischen Staatschef im Oval Office auflaufen lassen. Zahlreiche Beobachter befürchteten ein ähnliches Schicksal für Merz, doch der Kanzler überstand den Termin unbeschadet. Am Dienstagabend ist Merz erneut zu Gast bei Trump – und auch dieses Mal ist die Lage heikel.

Verlief überraschend harmonisch: der letzte Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office.

Merz’ Besuch erfolgt nur wenige Tage nach dem Beginn der Operation Epic Fury – dem koordinierten Angriff der USA und Israels auf den Iran, der zum Tod von Ajatollah Ali Chamenei führte. Drei Tage nach Beginn der amerikanisch-israelischen Militäraktion steht der Bundeskanzler in Washington also vor einem diplomatischen Balanceakt. Das Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Oval Office wird von der eskalierenden Lage im Nahen Osten überschattet, die sich inzwischen zu einem regionalen Krieg ausgeweitet hat.

Anders als bei seinem harmonischen Antrittsbesuch im Juni dürfte Merz dieses Mal unter Druck geraten. Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth haben bereits europäische Verbündete für mangelnde Unterstützung kritisiert. Trump zeigte sich vom britischen Premierminister Keir Starmer enttäuscht, der die Nutzung britischer Stützpunkte durch die US-Armee zu spät erlaubt habe. Hegseth warf den „traditionellen Verbündeten“ vor, beim „Einsatz von Gewalt nur zu zögern und zaudern“.

Der Kanzler könnte also unter dem schlechten Timing leiden, dass er als erster europäischer Regierungschef nach dem Iran-Angriff auf Trump trifft und zum Ziel für dessen Unmut über mangelnde Unterstützung werde. Merz selbst hat sich bislang zurückhaltend positioniert. Zwar äußerte er Verständnis für die Militärschläge, mahnte aber gleichzeitig: „Das ist nicht ohne Risiko.“ Der Kanzler warnte vor unkalkulierbaren Eskalationen und bezweifelte, ob Militärschläge von außen einen politischen Wandel von innen ermöglichen könnten. Dabei verwies er auf gescheiterte US-Interventionen in Afghanistan, dem Irak und Libyen.

Besuche im Weißen Haus: Trumps legendäre Momente im Oval Office

Friedrich Merz trifft Donald Trump
529408025.jpg © Evan Vucci/dpa
Friedrich Merz beim Besteigen der „Konrad Adenauer“, dem deuschen Pendant der Air Force One.
Friedrich Merz beim Besteigen der „Konrad Adenauer“, dem deutschen Pendant der Air Force One. Das Flugzeug bringt den Bundeskanzler am Mittwoch nach Washington DC. In der US-Hauptstadt wird Merz zum Antrittbesuch bei Donald Trump erwartet. Es ist das erste persönliche Treffen der beiden und das erste Mal, dass Merz zu Gast im Weißen Haus ist. © Michael Kappeler/dpa
Für Friedrich Merz ist es der erste offizielle Besuch im Weißen Haus.
Für Friedrich Merz ist es der erste offizielle Besuch im Weißen Haus. In den USA kennt sich der neue Bundeskanzler aber aus. Von 2009 bis 2019 war er Vorsitzender der „Atlantik-Brücke“, ein Verein, dem etwa 800 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft angehören. Die „Atlantik-Brücke“ dient ihren Mitgliedern als Netzwerk und Austauschforum und hat zum Ziel, die transatlantische Zusammenarbeit zwischen den USA auf der einen und Deutschland sowie Europa auf der anderen Seite zu fördern. © Bernd Von Jutrczenka/dpa
 Per Dekret benannte der neue US-Präsident den Golf von Mexiko in Golf von Amerika um
Kaum angekommen im Oval Office sorgte Donald Trump für den nächsten Eklat. Per Dekret benannte der neue US-Präsident den Golf von Mexiko in Golf von Amerika um. Weil die Nachrichtenagentur AP diese Umbenennung nicht mitmachen wollte, verbannte die Trump-Administration ihre Vertreterinnen und Vertreter von den Pressekonferenzen des Weißen Hauses. © imago
Statuette, die an das Attentatsversuch auf Trump im Wahlkampf erinnert.
Das Oval Office hat Donald Trump längst nach seinen Vorstellungen umgestaltet. Der neue Präsident scheute dabei keine Kosten. Der Teppichboden wurde ausgetauscht, deutlich mehr Flaggen aufgestellt und zahlreiche neue Bilder aufgehängt. Daneben finden sich im Oval Office etliche Memorabilias wie eine Statuette, die an das Attentatsversuch auf Trump im Wahlkampf erinnert.  © Alex Brandon/dpa
Donald Trump, hier in Begleitung von Verteidigungsminister Pete Hegseth
Einen besonders prominenten Platz vergab Donald Trump, hier in Begleitung von Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der Präsentation eines neuen Kampfjets, an ein Bild Ronald Reagans. Der 40. Präsident der USA gilt Trump seit jeher als Vorbild. Seinen Wahlspruch, „Make America Great Again“, der zum Namen einer ganzen Bewegung geworden ist, hat sich Trump ebenfalls bei Reagan abgeschaut. © IMAGO/Pool/ABACA
X Æ A-Xii, der jüngste Sohn von Elon Musk
Ein außergewöhnlicher Moment im Oval Office war der Auftritt von X Æ A-Xii, der jüngste Sohn von Elon Musk. Donald Trump hatte den reichsten Mann der Welt damit beauftragt, die Regierungsausgaben der USA radikal zu kürzen. Musk stellte sich daraufhin derart auffällig ins Rampenlicht, das viele Beobachterinnen und Beobachter in dem gebürtigen Südafrikaner den eigentlichen US-Präsidenten sahen. © JIM WATSON/AFP
Kid Rock und Donald Trump im Oval Office
Elon Musk und Sohnemann X Æ A-Xii waren aber nicht die Einzigen, die seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ihre Momente im Oval Office hatten. Einen solchen feierte auch Kid Rock. Der in die Jahre gekommene Rockstar ist seit langem Anhänger Trumps und besuchte diesen kurz nach seiner Wahl in Washington DC. Für seine Audienz im Oval Office wählte Kid Rock ein Outfit, das an menschliche Kanonenkugeln und furchtlose Motorrad-Stuntfahrer erinnerte. © SAUL LOEB/AFP
Donald Trump beim Interview im Oval Office
Ebenfalls im Oval Office kam es zu einem weiteren Eklat, an dem Donald Trump maßgeblich beteiligt war. Während eines Fernsehinterviews behauptete der US-Präsident, man habe die Tätowierung „MS13“ auf den Knöcheln eines abgeschobenen Südamerikaners gefunden, was wiederum dessen Mitgliedschaft in der gleichnamigen Kriminellen-Gang beweisen würde. Mehrfach wies der Reporter Trump daraufhin, dass es sich bei seinem angeblichen Beweisfoto um eine mit Photoshop bearbeitete Aufnahme handle. Trump wiederum ließ sich davon aber nicht stören. © IMAGO/White House
Wolodymyr Selenskyj mit seinem Outfit in Washington DC
Während die Garderobe von Elon Musk und Kid Rock bei ihren Besuchen im Oval Office die MAGA-Welt um Donald Trump unbeeindruckt hinterließ, sorgte Wolodymyr Selenskyj mit seinem Outfit in Washington DC für einen handfesten Eklat. Der ukrainische Präsident erschien zum Antrittbesuch im schwarzen Pullover – für den ebenfalls anwesenden Brian Glenn offenbar zu viel des Guten. „Haben Sie keinen Anzug“, fragte der rechtsradikale Kommentator Selenskyj, der sich im Oval Office auch von Vizepräsident JD Vance so einiges anhören durfte. © imago
das Treffen zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron im Weißen Haus
Harmonischer lief dagegen das Treffen zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron im Weißen Haus. Frankreichs Präsident ließ bei dem Besuch seinen Charme spielen, was Trump offensichtlich gefiel. Selbst als Macron ihn bei der Frage, welches Land wie viel Hilfe an die Ukraine geleistet habe, korrigierte, quittierte Trump das nur mit einem Lächeln. © LUDOVIC MARIN/AFP
Keir Starmer folgte bei seinem Besuch im Oval Office
Keir Starmer folgte bei seinem Besuch im Oval Office dem Vorbild Emmanuel Macrons. Wie schon Frankreichs Präsident bemühte sich auch der britische Premierminister um ein harmonisches Verhältnis zu Donald Trump. Starmer brachte sogar eine schriftliche Einladung Trumps an den Hof von König Charles III. mit – wohl wissend, dass Trump schon immer ein Faible für die britischen Royals hatte. Der britische Premierminister war der sechste Regierungschef, der Trump im Oval Office einen Besuch abstattete. © Carl Court/dpa
Beste Laune herrschte im Oval Office bei dem Staatsbesuch von Giorgia Meloni
Beste Laune herrschte im Oval Office bei dem Staatsbesuch von Giorgia Meloni. Donald Trump nannte Italiens Regierungschefin „eine großartige Premierministerin.“ Sie mache „einen fantastischen Job in Italien“ und sei „eine der wirklichen Führungspersönlichkeiten der Welt.“ Die Post-Faschistin Meloni habe laut Trumps Laudatio im Weißen Haus seit ihrem Amtsantritt „Europa im Sturm erobert“. © imago
Nato-Generalsekretär Marc Rutte in Washington DC.
Was zu anderen Zeiten ein dröger Standard-Termin gewesen wäre, wird unter Donald Trump zum Treffen mit Zündstoff: Der Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Washington DC. Der amtierende US-Präsident gilt als Kritiker des Verteidigungsbündnisses und will, dass sein Land weniger Verantwortung für die anderen Mitglieder übernimmt. Rutte bemühte sich bei seinem Besuch, die so entstandenen Wogen zu glätten. © imago
Mark Carney und Donald Trump im Weißen Haus
Ähnlich gestaltete sich die Situation beim Antrittsbesuch von Mark Carney, dem neuen Premierminister Kanadas, in Washington DC. Trump hatte im Vorfeld zur Wahl in Kanada die Idee in Umlauf gebracht, die USA könnten sich den nordischen Nachbarstaat einfach einverleiben. Kanada würde so der 51. Bundesstaat werden. Doch im Oval Office stellte Carney klar: „Kanada steht nicht zum Verkauf.“ © imago
Donald Trump beim Besuch von Cyril Ramaphosa
Einen weiteren Eklat verursachte Donald Trump beim Besuch von Cyril Ramaphosa. Der Präsident Südafrikas sah sich im Oval Office mit Videoaufnahmen konfrontiert, die einen angeblichen Genozid an der weißen Bevölkerung seines Landes dokumentieren sollen. Ramaphosa war eigentlich nach Washington DC gereist, um mit Trump über Zollabkommen zu verhandeln. Dessen plötzlichen Themenwechsel nahm Südafrikas Präsident gelassen hin. © imago
Donald Trump Trikot im weißen haus
Nicht nur Staats- und Regierungschefs gehen ein und aus im Weißen Haus. Donald Trump empfängt dort auch regelmäßig Vertreter aus Kultur und Sport. Im Mai 2025 verkündete der US-Präsident aus dem Oval Office, dass der Draft der American Football Liga (NFL) im Jahr 2027 in Washington DC stattfinden werde. Dafür bekam Trump ein persönliches Trikot des städtischen Football-Teams, der Washington Commanders, überreicht. Die Nummer 47 steht dabei für sein Amt: Trump ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der dazugehörige Football erinnert zudem an seine erste Amtszeit, als Trump der 45. US-Präsident war. © imago
Eine Sportart, für die Donald Trump viel Begeisterung aufbringt, ist die Ultimate Fighting Championship (UFC)
Eine Sportart, für die Donald Trump viel Begeisterung aufbringt, ist die Ultimate Fighting Championship (UFC). Deren im Ruhestand befindlicher Superstar ist der Ire Conor McGregor. Zum St. Patricks Day lud der US-Präsident den ehemaligen UFC-Weltmeister mitsamt Familie ins Weiße Haus ein. Im Oval Office gefiel es McGregor offenbar so gut, dass er im Anschluss an das Familienfoto mit Trump und Elon Musk beschloss, eine eigene politische Karriere zu beginnen und bei der nächsten Wahl in seiner Heimat Irland für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. © imago
So fand Skandal-Rapper Kanye West seinen Weg ins Weiße Haus
Bereits während seiner ersten Amtszeit im Oval Office lud Donald Trump jeden ein, der ihm mit seinem Besuch Schlagzeilen versprechen konnte. So fand Skandal-Rapper Kanye West seinen Weg ins Weiße Haus, um dort mit dem US-Präsidenten über Schusswaffengewalt, Sozialpolitik und Trumps Strategie zu sprechen. West trug während seines Besuchs die Trumps berühmte rote MAGA-Mütze. Sie sorge dafür, dass er sich „wie Superman“ fühle, so West. © SAUL LOEB/AFP
First Lady Melania Trump ganz alleine auf dem Sofa,
Im Jahr 2017 machte ein weiteres Bild aus dem Oval Office die Runde. Dort zu sehen: First Lady Melania Trump ganz alleine auf dem Sofa, umringt von Fotografen und Journalisten, die ihr aber keine Beachtung zu schenken scheinen. Das Weiße Haus verbreitete das Foto auf seinen Social-Media-Kanälen ausgerechnet als Geburtstagsgruß an die Ehefrau Donald Trumps. © BRENDAN SMIALOWSKI
Bundeskanzlerin Merkel trifft US-Präsident Trump
Merz-Vorgängerin Angela Merkel hatte gleich mehrere Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus. Die Ex-Kanzlerin regierte von 2017 bis 2021 zeitgleich mit Trump. Wie der US-Präsident dabei auf Merkel wirkte, beschrieb sie ausführlich in ihren Memoiren. „Je mehr Menschen im Raum waren, desto größer war sein Drang, der Sieger zu sein. Man kann mit ihm nicht plaudern, jede Begegnung ist ein Wettkampf: Du oder ich“, so die ehemalige Kanzlerin über Trumps Verhalten im Oval Office.  © Evan Vucci/dpa
Angela Merkel und Barack Obama
Ganz anders gestaltete sich dagegen die Beziehung zwischen Angela Merkel und Barack Obama, Donald Trumps Vorgänger im Amt des US-Präsidenten. Merkel besuchte Obama mehrfach im Weißen Haus. Der US-Präsident beschrieb die damalige Bundeskanzlerin nach ihrer Amtszeit als „nett und freundlich.“ © imago
Obama und Merkel im Weißen Haus
Dabei stand die Beziehung der deutschen Bundeskanzlerin und des neuen US-Präsidenten zu Beginn unter einem ungünstigen Stern. Präsidentschaftskandidat Barack Obama wollte im Wahlkampf der US-Wahl 2008 vor dem Brandenburger Tor auftreten. Merkel aber verhinderte den Auftritt des Demokraten, damit nicht der Eindruck entstünde, sie würde sich gegen den Kandidaten der Republikaner, John McCain, stellen. Nach Obamas Wahlsieg soll Merkel befürchtet haben, der neue US-Präsident trage ihr die Entscheidung noch nach. „Sie war immer besorgt, dass ich deshalb noch wütend bin“, sagte Obama bei der Vorstellung von Merkels Memoiren in Washington DC. „Das bin ich aber wirklich nicht“, versicherte er der ehemaligen Kanzlerin. © imago
Obama und Trump im Oval Office
Ein deutlich unangenehmer Termin für Barack Obama dürfte dagegen das Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus gewesen sein. Der alte US-Präsident empfing seinen Nachfolger nach dessen Sieg bei der US-Wahl 2016 zur Übergabe der Amtsgeschäfte im Oval Office. © Michael Reynolds/dpa
Merkel und Barroso bei Bush in Washington
Für Friedrich Merz wird der Besuch bei Donald Trump eine Premiere sein. Noch nie war der Bundeskanzler zu Gast im Weißen Haus. Seine Vorgängerin im Amt, Angela Merkel, traf dagegen gleich vier US-Präsidenten in deren Amtssitz. Neben Barack Obama und Donald Trump luden auch Joe Biden und George W. Bush die deutsche Bundeskanzlerin nach Washington DC ein. © dpa
Kanzler Scholz in den USA
Vor Friedrich Merz regierte Olaf Scholz Deutschland als Bundeskanzler. In seiner weniger als vier Jahre dauernden Amtszeit besuchte Scholz gleich mehrfach das Weiße Haus. Donald Trumps Vorgänger Joe Biden empfing den deutschen Bundeskanzler jedes Mal freundlich zum Gespräch im Oval Office. © Michael Kappeler/dpa
Schröder zu Treffen mit Bush im Weißen Haus
Bundeskanzler Gerhard Schröder war ebenfalls Gast im Weißen Haus. Im Jahr 2005 empfing der damalige US-Präsident George W. Bush den Sozialdemokraten im Oval Office.  © dpa
Bush und Kohl im Weißen Haus
Vor Gerhard Schröder reiste Bundeskanzler Helmut Kohl ebenfalls nach Washington DC. Der Altkanzler traf dort George Bush, Vorgänger und Vater des späteren US-Präsideten George W. Bush, zum Gespräch im Oval Office des Weißen Hauses. © imago

Diese vorsichtige Haltung steht im Kontrast zu Merz‘ früheren Äußerungen. Im Januar hatte er selbst ein Ende der iranischen Führung vorhergesagt und die Militärschläge deutlich unterstützt: „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle“, sagte Merz damals dem ZDF. Neben dem Iran-Konflikt könnten auch der Zollstreit und die Ukraine-Verhandlungen zur Sprache kommen. Merz wünscht sich „eine noch engere transatlantische Kooperation“ bei den Friedensbemühungen für die Ukraine.

Für das Treffen am Dienstagvormittag (Ortszeit, 17.15 Uhr deutscher Zeit) sind zunächst 30 Minuten im Oval Office angesetzt - Verlängerung möglich. Anschließend ist ein gemeinsames Mittagessen geplant. (Quellen: dpa, ZDF) (fdu)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld / dpa

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