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Felix Busjaeger
Franziska Schwarz
Nail Akkoyun
Bedrettin Bölükbasi
In Dubai kommt es zu einem Angriff auf das US-Konsulat. Das US-Militär veröffentlicht offizielle Angaben zu den Verlusten. Alle News zum Iran-Krieg im aktuellen Ticker.
Dieser Ticker ist beendet. Weitere News zum Iran-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.
Update, 9:37 Uhr: Vor der Küste Sri Lankas ist am Mittwoch ein iranisches Kriegsschiff aus bislang ungeklärter Ursache gesunken. Außenminister Vijitha Herath erklärte, 32 „lebensgefährlich verletzte“ Matrosen seien rund 40 Kilometer südlich der srilankischen Küste von der Fregatte „IRIS Dena“ gerettet worden. Auf die Frage eines Oppositionsabgeordneten, ob das Schiff im Rahmen der anhaltenden US-israelischen Angriffe auf den Iran attackiert worden sei, gab Herath keine Antwort.
An der Rettungsaktion waren laut dem Außenminister zwei Marineschiffe und ein Flugzeug beteiligt. Die Fregatte hatte demnach mit 180 Besatzungsmitgliedern an Bord einen Notruf abgesetzt. Marine und Luftwaffe Sri Lankas teilten mit, dass Bilder der Rettungsaktion nicht veröffentlicht würden, da sie das Militär eines anderen Staats beträfen.
Iran-Krieg aktuell: Israel droht mit Eskalation wegen Chamenei-Nachfolger
Update, 9:10 Uhr: Israel hat offen damit gedroht, auch den Nachfolger von Ajatollah Ali Chamenei zu töten, der am Samstag bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen war. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte auf X, jeder künftige iranische Anführer, der „um weiterhin das Programm zur Vernichtung Israels voranzutreiben, die USA, die freie Welt und die Staaten der Region zu bedrohen und das iranische Volk zu unterdrücken“ eingesetzt werde, sei „ein eindeutiges Ziel für eine Eliminierung“ – unabhängig davon, „wie er heißt oder wo er sich versteckt“.
Israel werde gemeinsam mit den USA daran arbeiten, „die Fähigkeiten des Regimes zu zerschlagen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das iranische Volk es stürzt und ersetzt“. Als möglicher Nachfolger Chameneis gilt dessen Sohn Modschtaba.
Update, 8:49 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht durch den Krieg im Iran keine erhöhte Bedrohungslage für Deutschland. Es gebe wie vor dem Krieg eine abstrakte Bedrohung, sagte der CSU-Politiker im ZDF-Morgenmagazin. „Das hat sich nicht deutlich verändert“, betonte der Minister. Es gebe „keine konkreten Anschlagspäne, die wir kennen“. Dobrindt verwies darauf, dass die Sicherheit für US-amerikanische, israelische und jüdische Einrichtungen in Deutschland erhöht worden seien. Seit dem Wochenende habe es zudem rund 60 Demonstrationen gegeben, die ruhig verlaufen seien.
Iran-Krieg aktuell: Israel greift Basidsch-Milizen an
Update, 7:48 Uhr: Israel hat bei den massiven Angriffen im Iran nach Militärangaben auch Stellungen der Basidsch-Milizen ins Visier genommen. Es seien „Dutzende Stützpunkte“ der Basidsch-Kräfte angegriffen worden, teilte ein Sprecher der israelischen Armee auf X mit. Kampfjets hätten zahlreiche Geschosse abgeworfen. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt.
Update, 7:28 Uhr: Iranische Kurden-Milizen haben laut Reuters Gespräche mit den USA über koordinierte Angriffe auf iranische Sicherheitskräfte geführt. Drei mit den Überlegungen vertraute Personen bestätigten Reuters, dass das Ziel ein geschwächtes Militär und ein dadurch ausgelöster Aufstand im Iran sei. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen sei bislang jedoch nicht getroffen worden.
Menschen auf der Straße, Rauch über Städten: Bilder der Eskalation im Nahen Osten




Iran-Krieg aktuell: Trump verspricht Schutz für Schiffe in der Straße von Hormus
Update, 6:45 Uhr: Angesichts iranischer Bedrohungen für Handelsschiffe in der Straße von Hormus greift US-Präsident Donald Trump zu einem Doppelansatz aus militärischer Präsenz und finanziellen Absicherungen. Neben möglichen Marine-Eskorten soll auch die Entwicklungsfinanzierungsbehörde DFC Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region bereitstellen.
Die Maßnahme ziele zwar vorrangig auf Energietransporte ab, stehe laut Trump jedoch sämtlichen Reedereien offen. „Um jeden Preis“ wollten die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen, machte der Präsident deutlich.
Update, 4. März, 5:34 Uhr: Das US-Militär hat seit Beginn des Kriegs gegen den Iran nach eigenen Angaben dort fast 2.000 Ziele angegriffen. Innerhalb von weniger als 100 Stunden habe das Militär auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört, sagte Admiral Brad Cooper, der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom) in einem auf X veröffentlichten Video.
Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Es gehe darum, die gesamte iranische Marine zu versenken, bekräftigte er. Nun gebe es kein einziges iranisches Schiff mehr im Persischen Golf, in der Straße von Hormus oder im Golf von Oman, sagte Cooper.
Update, 22:56 Uhr: Der Iran hat möglicherweise einen neuen Obersten Führer. So soll der 56-jährige Modschtaba Chamenei die Nachfolge seines Vaters, des getöteten Ajatollah Ali Chameneis, antreten. Dies berichtet das Exil-Medium Iran International. Der Expertenrat in Teheran habe auf Druck der iranischen Revolutionsgarden entsprechend entschieden, heißt es in dem Bericht. Offiziell wurde sich dazu bisher nicht geäußert.
Iran-Krieg aktuell: Merz zweifelt an Trumps Iran-Strategie
Update, 22:30 Uhr: Nach Einschätzung von Kanzler Merz haben die USA derzeit keinen Plan, wer das Führungsvakuum im Iran füllen könnte. Merz sagte nach seinem Treffen mit Donald Trump, die Vereinigten Staaten hätten „keine wirklich ausformulierte Strategie (...) über die zukünftige zivile Führung“ im Iran. Die USA und Israel hatten bei ihren Luftangriffen auf den Iran seit Samstag den obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Trump selbst räumte inzwischen ein, die Nachfolgefrage sei ungeklärt.
Der US-Präsident sagte bei dem Empfang für Merz im Oval Office: „Die meisten der Leute, an die wir gedacht hatten, sind tot“. Die USA hätten zwar zwischenzeitlich eine andere Gruppe in den Blick genommen. Diese iranischen Vertreter könnten aber „ebenfalls tot sein laut Berichten“, betonte Trump. Namen nannte er nicht.
Update, 21.11 Uhr: Das US-Konsulat in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) wurde offenbar von einer iranischen Drohne angegriffen. Das berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf „eine Quelle aus der Region“. Videos in sozialen Netzwerken zeigen eine schwarze Rauchwolke über dem Konsulatsgebäude. Auf X schrieb das Medienbüro von Dubai von einem „Drohnenvorfall“; ein ausgebrochenes Feuer war inzwischen gelöscht worden. Zudem habe es keine Verletzten gegeben.
Ukraine-Krieg aktuell: Ajatollah Ali Chamenei soll in Geburtsstadt beigesetzt werden
Update, 21:00 Uhr: Der bei den US-israelischen Luftangriffen getötete iranische Führer Ajatollah Ali Chamenei soll in seiner Geburtsstadt Maschhad beigesetzt werden. Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars. Ein Datum für die Beisetzung in der heiligen Stadt wurde nicht genannt. Die ostiranische Pilgerstadt Maschhad ist die zweitgrößte Stadt des Iran. Dort wurde Ali Chamenei 1939 als Sohn eines Geistlichen geboren. Sein Vater ist dort im Imam-Resa-Schrein begraben.
Update, 20:04 Uhr: Nach dem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt auf Zypern verstärken die NATO-Staaten Großbritannien und Frankreich ihre Präsenz in der Region. Die Briten werden Hubschrauber zur Drohnenabwehr sowie ein Kriegsschiff entsenden, wie Premierminister Keir Starmer ankündigte. Der staatlichen zyprischen Nachrichtenagentur KYPE zufolge entsendet Frankreich Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte in den östlichen Mittelmeerraum.
Der britische Stützpunkt von Akrotiri nahe der Hafenstadt Limassol war in der Nacht zum Montag mit einer Drohne angegriffen worden. Regierungsangaben zufolge wurden später zwei weitere Drohnen abgefangen. Die auf dem Stützpunkt niedergegangene Drohne sei vom Typ Shahed gewesen, teilte Präsident Nikos Christodoulidis mit. Diese Drohnen werden vor allem im Iran produziert. Zyprische Medien berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise, die Drohnen könnten aus dem Libanon gestartet worden sein.
Update, 19:49 Uhr: Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs hat die pro-iranische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon wieder Raketen auf den Großraum der israelischen Großstadt Tel Aviv gefeuert. Die israelische Armee teilte nach Sirenengeheul in der Küstenmetropole mit, es seien mehrere Geschosse identifiziert worden, die vom Libanon aus nach Israel geflogen seien. Die Luftabwehr habe die meisten davon abgefangen. Ein Geschoss sei auf offenem Gebiet niedergegangen.
Iran-Krieg aktuell: Trump lobt Merz und Deutschland bei Washington-Treffen
Update, 18:38 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Hoffnung auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs geäußert. Dieser solle „so bald wie möglich“ enden, sagte Merz am Dienstag bei einem Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus. Der Krieg schade der Wirtschaft, sagte Merz zur Begründung. Er verwies auf die gestiegenen Öl- und Gaspreise.
Trump äußerte sich zufrieden mit der bisherigen Unterstützung durch Deutschland im Iran-Krieg. „Sie lassen uns in gewissen Gebieten landen“, sagte der US-Präsident. Er spielte damit auf die Verträge zur Nutzung von Luftwaffenbasen in Deutschland an. Die Bundesregierung hatte darauf verwiesen, dass die Abkommen unabhängig vom Iran gelten.
Update, 18:02 Uhr: Die israelische Luftwaffe hat am Dienstag im Iran nach Armeeangaben mehrere Produktionsstätten für ballistische Raketen angegriffen. Die Angriffe hätten sich „gezielt“ gegen Industrieanlagen gerichtet, die Waffen und insbesondere ballistische Raketen herstellten, erklärte die Armee. Insbesondere im zentraliranischen Isfahan seien „dutzende Ziele“ ins Visier genommen worden, darunter Abschussrampen und Lagerstätten.
Iran-Krieg aktuell: Deutschland startet ersten Evakuierungsflug am Mittwoch
Update, 17:05 Uhr: Der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung für in Nahost gestrandete Reisende startet am Mittwoch. „Morgen wird es einen ersten Flug nach Maskat im Oman geben“, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Dienstag dem Sender Welt TV. Mit diesem sollen demnach „Alte, Kranke, Schwache, Schwangere, Kinder“ nach Deutschland ausgeflogen werden. Weitere solche Flüge in den nächsten Tagen seien in Planung.
Wadephul konnte nicht beziffern, wie viele Menschen mit dem ersten Flug evakuiert werden. „Es wird eine ganz klassische Maschine der Größenordnung sein, die Touristen auch diese weitere Entfernung transportieren kann.“ Außerdem bleibe abzuwarten, wie viele Betroffene wirklich am Flughafen sein werden. Dies hänge auch davon ab, wer die Anreise über den Landweg aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman schafft.
Nächster Trump-Paukenschlag im Iran-Krieg
Update, 15:52 Uhr: Donald Trump hat Gespräche mit der iranischen Führung vorerst ausgeschlossen. „Ihre Luftabwehr, Luftwaffe, Marine und Führung sind weg“, schrieb Trump am Dienstag auf seiner Onlineplattform Truth Social. „Sie wollen reden. Ich habe gesagt: ‚Zu spät!‘“
Noch am Sonntag hatte Trump grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Sie wollen reden und ich habe zugestimmt, zu reden, also werde ich mit ihnen reden“, sagte er dem US-Magazin The Atlantic. „Sie hätten das früher tun sollen.“ Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani lehnte am Montag allerdings jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung ab. „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“, erklärte Laridschani auf X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen.
Neue Angriffe auf den Iran gestartet
15.20 Uhr: Israels Armee hat nach eigenen Angaben eine großangelegte Angriffsserie in der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen. Ziel der Luftangriffe sei Infrastruktur der iranischen Führung, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Einwohner der Stadt berichteten von heftigen Explosionen.
Nach Angaben iranischer Medien ist dabei das Gebäude des Expertenrats getroffen worden, der einen Nachfolger des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei wählen soll. Die „amerikanisch-zionistischen Verbrecher“ hätten das Expertenrats-Gebäude in der südlich von Teheran gelegenen Stadt Ghom angegriffen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Örtliche Medien zeigten Aufnahmen des schwerbeschädigten Gebäudes.
Update, 14:55 Uhr: Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind mehrere Menschen im Zentrum des Landes durch Raketentrümmer verletzt worden. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, es habe mehrere Einschläge von Trümmerteilen in verschiedenen Gegenden rund um die Küstenmetropole Tel Aviv gegeben. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom erlitten dabei mindestens fünf Menschen leichte bis mittelschwere Verletzungen.
Update, 14:15 Uhr: Angesichts des Iran-Kriegs ziehen die USA den Großteil ihres Botschaftspersonals aus sechs Staaten im Nahen Osten ab. Betroffen seien „nicht für Notfälle zuständige Mitarbeiter der US-Regierung“ in Bahrain, dem Irak, Jordanien, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, erklärte das US-Außenministerium am Dienstag. Die Ausreise der Betroffenen sei per Änderung der Sicherheitshinweise beschlossen worden.
Die Aufforderung für den Irak begründete das Außenministerium mit „Sicherheitsbedenken“, zu den anderen fünf Staaten hieß es, es bestehe eine „anhaltende Bedrohung durch Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran“.
Update, 12:56 Uhr: Am vierten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran haben die iranischen Revolutionsgarden massive Vergeltungsschläge angekündigt. „Der Feind muss mit anhaltenden Vergeltungsschlägen rechnen; das Tor zur Hölle wird sich für die USA und Israel weiter und weiter öffnen“, sagte Gardensprecher Ali Mohammad Naini am Dienstag im staatlichen Fernsehen.
Die iranischen Streitkräfte gaben derweil neue Drohnenangriffe auf Israel und einen US-Militärstützpunkt in Katar bekannt. Die Armee habe „Militärgebiete des zionistischen Regimes“ sowie die „Stützpunkte der US-Streitkräfte in Al-Udeid“ mit „zerstörerischen Kampfdrohnen“ angegriffen, berichtete die Tageszeitung „Schargh“ unter Berufung auf die Armee.
Iran-Krieg aktuell: IAEA meldet Schäden an iranischer Anlage zur Urananreicherung
Update, 11:39 Uhr: Inmitten der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Organisation geht nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist, wie sie mitteilte.
Israel und die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Sommer Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bombardiert und schwer beschädigt – darunter auch Natans, wo die Anlage zur Anreicherung von Uran steht. Die Technologie kann zur Herstellung von Reaktor-Brennstoff oder auch Atomwaffen genutzt werden – Teheran bestreitet aber, solche Waffen zu entwickeln.
Update, 11:07 Uhr: Teheran hat europäische Länder davor gewarnt, in den US-israelischen Krieg gegen den Iran einzutreten. „Jede derartige Handlung gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren“ und als „Kriegshandlung“ angesehen werden, erklärte am Dienstag der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei offenbar mit Blick auf eine vorherige Erklärung europäischer Staaten. Frankreich, Deutschland und Großbritannien hatten am Sonntagabend bei Bedarf „Defensivmaßnahmen“ gegen den Iran angekündigt.
Sie seien „entsetzt angesichts der wahllosen und unverhältnismäßigen Raketenangriffe des Iran auf Länder in der Region“, hatten die Staats- und Regierungschefs der sogenannten E3 in ihrer gemeinsamen Erklärung betont. Teheran müsse „seine rücksichtslosen Angriffe unverzüglich einstellen“.
Update, 10:42 Uhr: Der saudische Sender Al Arabiya berichtet, dass Israel vergangene Nacht mit Spezialeinheiten sowie Einheiten des Geheimdienstes Mossad auf iranischem Boden operiert hat. Gestern führte Israel sehr intensive Operationen durch und attackierte vor allem Hauptquartiere der iranischen Armee und Revolutionsgarde. Laut einem Bericht des Senders Kan News schätzt Israel, dass dabei etwa 2000 Soldaten getötet wurden.
Iran-Krieg aktuell: Israel schaltet Hisbollah-Funktionär aus
Update, 8:58 Uhr: Israel hat einen hochrangigen Funktionär der Hisbollah-Miliz im Libanon ausgeschaltet. Es handle sich um Reza Chusai, den Leiter der Waffenaufrüstung der Hisbollah und Stabschef des Libanon-Korps innerhalb der Quds-Gruppe der Iranischen Revolutionsgarde. Die israelische Marine habe einen geheimdienstgestützten Angriff in der Gegend von Beirut durchgeführt und Chusai eliminiert.
Update vom 3. März, 8:35 Uhr: Israel hat Truppen in den Süden des Libanon geschickt, teilte die israelische Armee mit. Dies erfolge im Rahmen einer „Stationierung zur Vorwärtsverteidigung“. So wolle man für den Norden von Israel eine zusätzliche Ebene an Schutz gewährleisten. Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte den Einsatz. Somit sind israelische Soldaten tiefer in den Süden des Libanon eingedrungen als die fünf Posten, die sie aktuell halten. Zuletzt hatte die Hisbollah Raketenangriffe auf den Norden von Israel gestartet.
Erstmeldung: Am vierten Tag des von den USA und Israel gestarteten Krieges gegen den Iran haben die Armeen der Länder erneut Angriffe in der Region verübt. In mehreren Golfstaaten kam es am Dienstag zu Explosionen, in Saudi-Arabien und Kuwait wurden die US-Botschaften mit Drohnen angegriffen, wie örtliche Behörden und Diplomaten berichteten.
Iran attackiert US-Botschaften im Nahen Osten
Die US-Armee meldete die Zerstörung von Kommandoposten der Iranischen Revolutionsgarden. Derweil verübte die israelische Armee eigenen Angaben zufolge mehrere Angriffe im Libanon und in Teheran, bei denen unter anderem das Gebäude des staatlichen iranischen Senders Irib getroffen wurde.
Die US-Botschaft in Riad sei mit zwei Drohnen angegriffen worden, erklärte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums. Dabei seien ein begrenztes Feuer ausgebrochen und ein geringer Sachschaden verursacht worden. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte später, acht Drohnen nahe Riad und al-Chardsch abgefangen und zerstört zu haben. Ein Experte warnte die USA davor, den Widerstand aus Iran zu unterschätzen.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Armee werde „bald“ Vergeltungsmaßnahmen ergreifen. Die US-Botschaft rief US-Bürger in Riad, Dschidda und Dharan auf, in geschlossenen Räumen zu verbleiben. Auch in Kuwait wurde die US-Botschaft mit Drohnen attackiert. Das Gebäude sei direkt getroffen worden, teilte ein in Kuwait stationierter Diplomat der Nachrichtenagentur AFP mit. Unterdessen prophezeite der US-Präsident weitere Todesopfer auf US-Seite.
Iran-Krieg aktuell: Israel und USA attackieren Militär-Infrastruktur
Die US-Armee erklärte, Kommandoposten und zentrale Waffensysteme der Iranischen Revolutionsgarden zerstört zu haben. „Iranische Luftverteidigungskapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussanlagen sowie Militärflugplätze“ seien getroffen worden. Zuvor hatte die US-Armee erklärt, in den ersten 48 Stunden des Krieges mehr als 1250 Ziele im Iran angegriffen zu haben.
Das US-Außenministerium rief US-Bürger in fast allen Ländern des Nahen Ostens auf, die Region „sofort“ auf kommerziellem Wege zu verlassen. Der Aufruf betraf vierzehn Länder der Region: Den Iran, Jordanien, Kuwait, den Libanon, den Oman, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, den Jemen, Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien, den Irak, Syrien sowie Israel und die Palästinensergebiete.
Iran-Krieg aktuell: Israelische Armee attackiert zeitgleich Iran und Libanon
Unterdessen verübte die israelische Armee mehrere Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon. Bei Angriffen in Teheran sei der Sitz des iranischen Staatsrundfunks Irib „angegriffen und zerstört“ worden, erklärte die Armee. Sie bezeichnete den Sender als „das Kommunikationszentrum des iranischen Terrorregimes“. Irib berichtete seinerseits von zwei Explosionen nahe seiner Zentrale, erklärte jedoch, seinen Sendebetrieb fortzusetzen. Nach Zählung der in den USA ansässigen Menschenrechtsorganisation Hrana wurden am Montag bei den Angriffen im Iran insgesamt 85 Zivilisten und elf Armeeangehörige getötet.
Die israelische Armee setzte außerdem ihre Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon fort. Sie erklärte, „Kommandozentralen und Waffenlager der Hisbollah in Beirut“ anzugreifen und sprach im Laufe des Dienstagmorgens Evakuierungsbefehle für etwa 50 Standorte, größtenteils im Süden des Libanon, aus, darunter die Viertel Ghobeiri, Hadath und Haret Hreik im Süden Beiruts.
Zuvor hatte der der Hisbollah nahestehende Sender Al-Manar im Onlinedienst Telegram erklärt, die israelische Armee habe sein Büro in Harat Hreik attackiert. Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge wurden bei den israelischen Angriffen bislang insgesamt mindestens 31 Menschen getötet und mindestens 149 weitere verletzt.
USA und Israel optimistisch über Zeitverlauf des Iran-Krieges
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte dem US-Sender Fox News derweil, der Iran-Krieg werde kein „endloser Krieg“ werden. „Es kann einige Zeit dauern, aber es wird keine Jahre dauern“, sagte er und betonte, die Angriffe auf den Iran seien notwendig gewesen, da „ihre Raketenprogramme und ihre Atombombenprogramme innerhalb weniger Monate unangreifbar“ gewesen wären. Zuletzt warnte der Iran vor der Überschreitung einer „roten Linie“.
Trump erklärte unterdessen, die USA kämen mit ihrem Militäreinsatz schneller voran als geplant. „Wir sind unseren Zeitprognosen bereits erheblich voraus“, sagte er bei einer Veranstaltung im Weißen Haus in Washington. Zugleich betonte er, dass die US-Streitkräfte „weitaus länger“ im Einsatz bleiben könnten als die ursprünglich geplanten „vier bis fünf Wochen“. Trump schloss außerdem in einem Interview mit der New York Post den Einsatz von Bodentruppen nicht aus, fügte aber hinzu: „Wahrscheinlich brauchen wir sie nicht.“ (red mit Agenturen)
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