Schuss auf Aktivisten

Nach Attentat auf Trump-Vertrauten: Kirk-Witwe wendet sich mit Videoansprache an den Täter

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    Jakob Koch

Wenige Tage nach dem Tod von Charlie Kirk konnte der mutmaßliche Täter festgenommen werden. Trump reagiert.

Update 12.59 Uhr: Tyler Robinson, der 22-jährige Hauptverdächtige im Mordfall des konservativen Aktivisten Charlie Kirk, stammt aus einer „MAGA“-Familie, wie seine Großmutter bestätigt hat. Obwohl führende MAGA-Persönlichkeiten schnell mit dem Finger auf die Linke zeigten, nachdem Kirk getötet wurde, besteht Tylers Großmutter Debbie Robinson, 69, darauf, dass sie aus einer Familie von Trump-Unterstützern kommen.

Update, 9.49 Uhr: Donald Trump lehnte in der Fox News-Sendung „Fox & Friends“ jeden Aufruf zur nationalen Einheit ab und verschärfte stattdessen seine Rhetorik. Auf die Frage der Co-Moderatorin Ainsley Earhardt, wie das gespaltene Land wieder versöhnt werden könne, antwortete Trump: „Ich sage Ihnen etwas, das mir Ärger einbringen wird, aber das ist mir völlig egal. Die Radikalen auf der linken Seite sind das Problem. Sie sind bösartig und schrecklich und politisch geschickt.“

Er behauptete außerdem, „professionelle Unruhestifter“ würden von dem ungarisch-jüdischen US-Milliardär George Soros bezahlt, und drohte dem 95-jährigen Holocaust-Überlebenden mit einer Untersuchung.

Attentat auf Charlie Kirk: Bilder zeigen das Entsetzen – und den mutmaßlichen Täter

Nach dem Attentat auf Charlie Kirk veröffentlichte das FBI Bilder und ein Video des mutmaßlichen Täters. Die Trauer in den USA ist groß nach dem Tod des US-Aktivisten.
Nach dem Attentat auf Charlie Kirk veröffentlichte das FBI Bilder und ein Video des mutmaßlichen Täters. Die Trauer in den USA ist groß nach dem Tod des US-Aktivisten. Eine Chronologie der Ereignisse. © FBI (2)/IMAGO / SOPA Images
Diese Aufnahme entstand nur Minuten vor dem tödlichen Attentat. Charlie Kirk beantwortet gerade Fragen aus dem Publikum - eine Routine, die ihm zum Verhängnis werden sollte.
Diese Aufnahme entstand nur Minuten vor dem tödlichen Attentat. Charlie Kirk beantwortet gerade Fragen aus dem Publikum - eine Routine, die ihm zum Verhängnis werden sollte. © Tess Crowley
Die letzten Minuten von Charlie Kirk: Der 31-Jährige wirft noch Baseballkappen in die Menge, bevor der tödliche Schuss fällt.
Die letzten Minuten von Charlie Kirk: Der 31-Jährige wirft noch Baseballkappen in die Menge, bevor der tödliche Schuss fällt.  © Tess Crowley/dpa
Auf diesem Campus der Utah Valley University in Orem ereignete sich das tödliche Attentat auf Charlie Kirk. Der 31-jährige Aktivist wurde vor 3000 Zuschauern von einem Scharfschützen erschossen, der sich auf einem nahegelegenen Dach positioniert hatte.
Auf diesem Campus der Utah Valley University in Orem ereignete sich das tödliche Attentat auf Charlie Kirk. Der 31-jährige Aktivist wurde vor 3000 Zuschauern von einem Scharfschützen erschossen, der sich auf einem nahegelegenen Dach positioniert hatte. © Lindsey Wasson/dpa
Charlie Kirk galt als einer der einflussreichsten konservativen Aktivisten der USA.
Charlie Kirk galt als einer der einflussreichsten konservativen Aktivisten der USA.  © IMAGO/Charles-McClintock Wilson
Sekunden vor seinem Tod wurde Charlie Kirk von einem Zuschauer nach Waffengewalt gefragt. Seine letzte Antwort „Zählt man Bandengewalt mit oder nicht?“ sollten seine letzten öffentlichen Worte werden.
Sekunden vor seinem Tod wurde Charlie Kirk von einem Zuschauer nach Waffengewalt gefragt. Seine letzte Antwort „Zählt man Bandengewalt mit oder nicht?“ sollten seine letzten öffentlichen Worte werden. © IMAGO/Charles McClintock-Wilson
Diese dramatischen Szenen spielten sich ab, als Charlie Kirk erschossen wurde. Augenzeugen berichten von Panik unter den 3000 Zuschauern, die sofort zu Boden gingen und um ihr Leben rannten.
Diese dramatischen Szenen spielten sich ab, als Charlie Kirk erschossen wurde. Augenzeugen berichten von Panik unter den 3000 Zuschauern, die sofort zu Boden gingen und um ihr Leben rannten. © Tess Crowley/dpa
Schock und Fassungslosigkeit auf dem Campus der Utah Valley University: Studenten und Besucher können nicht glauben, was sie gerade miterlebt haben. Viele weinen und trösten sich gegenseitig nach dem brutalen Attentat.
Schock und Fassungslosigkeit auf dem Campus der Utah Valley University: Studenten und Besucher können nicht glauben, was sie gerade miterlebt haben. Viele weinen und trösten sich gegenseitig nach dem brutalen Attentat. © IMAGO/Charles McClintock Wilson
Was als normale Universitätsveranstaltung begann, endet mit einem Großaufgebot von Rettungskräften.
Was als normale Universitätsveranstaltung begann, endet mit einem Großaufgebot von Rettungskräften. © Tyler Tate/dpa
Falsche Spur: Diese Festnahme erwies sich als Fehlgriff der Ermittler. Der Mann wurde nach stundenlangen Verhören wieder freigelassen - der wahre Charlie Kirk-Attentäter ist weiterhin auf der Flucht.
Falsche Spur: Diese Festnahme erwies sich als Fehlgriff der Ermittler. Der Mann wurde nach stundenlangen Verhören wieder freigelassen - der wahre Charlie Kirk-Attentäter ist weiterhin auf der Flucht. © IMAGO/Charles McClintock-Wilson
Spurensicherung am Schauplatz der Tragödie: Polizeibeamte durchkämmen das Gelände rund um das „American Comeback Tour“-Zelt, unter dem Charlie Kirk erschossen wurde. Jeder Zentimeter wird nach Hinweisen auf den flüchtigen Täter abgesucht.
Spurensicherung am Schauplatz der Tragödie: Polizeibeamte durchkämmen das Gelände rund um das „American Comeback Tour“-Zelt, unter dem Charlie Kirk erschossen wurde. Jeder Zentimeter wird nach Hinweisen auf den flüchtigen Täter abgesucht. © Tess Crowley/dpa
Stille Trauer hinter Absperrband: Auch die Polizeiabsperrung kann die Menschen nicht davon abhalten, Charlie Kirk die letzte Ehre zu erweisen.
Stille Trauer hinter Absperrband: Auch die Polizeiabsperrung kann die Menschen nicht davon abhalten, Charlie Kirk die letzte Ehre zu erweisen.  © IMAGO/Joe Rondone/The Republic
Symbole der Trauer und des Patriotismus: Die Gedenkstätte wird zum Wallfahrtsort für konservative Amerikaner.
Symbole der Trauer und des Patriotismus: Die Gedenkstätte wird zum Wallfahrtsort für konservative Amerikaner. © IMAGO/Joe Rondone/The Republic
Nationale Trauer im Yankee Stadium: Charlie Kirks Portrait erstrahlt auf der riesigen Videowand, während tausende Fans eine Schweigeminute einhalten.
Nationale Trauer im Yankee Stadium: Charlie Kirks Portrait erstrahlt auf der riesigen Videowand, während tausende Fans eine Schweigeminute einhalten.  © IMAGO/Vincent Carchietta
Tatort-Rekonstruktion unter der Brücke: Forensiker arbeiten daran, den genauen Ablauf des Attentats zu verstehen.
Tatort-Rekonstruktion unter der Brücke: Forensiker arbeiten daran, den genauen Ablauf des Attentats zu verstehen.  © Lindsey Wasson/dpa
Trauernde halten große Portraits von Charlie Kirk in die Höhe und gedenken des erschossenen Aktivisten.
Trauernde halten große Portraits von Charlie Kirk in die Höhe und gedenken des erschossenen Aktivisten.  © Madeleine Kelly/dpa
Blumen, Ballons und Bibelverse: Diese bewegende Gedenkstätte zeigt Charlie Kirk als christlichen Märtyrer.
Blumen, Ballons und Bibelverse: Diese bewegende Gedenkstätte zeigt Charlie Kirk als christlichen Märtyrer. © Ross D. Franklin/dpa
Hunderte junge Menschen versammelten sich zu einer spontanen Gedenkfeier für Charlie Kirk.
Hunderte junge Menschen versammelten sich zu einer spontanen Gedenkfeier für Charlie Kirk. © Tess Crowley/dpa
Vor dem Hauptquartier von Turning Point USA wird die Tragödie greifbar.
Vor dem Hauptquartier von Turning Point USA wird die Tragödie greifbar. © Ross D. Franklin/dpa
Charlie Kirks Büros: Die Zentrale seiner politischen Organisation wird zum Symbol einer Bewegung ohne Anführer.
Charlie Kirks Büros: Die Zentrale seiner politischen Organisation wird zum Symbol einer Bewegung ohne Anführer. © Ross D. Franklin/dpa
Nationale Trauer im Herzen der Macht: Die amerikanische Flagge weht auf halbmast vor dem Weißen Haus zu Ehren von Charlie Kirk.
Nationale Trauer im Herzen der Macht: Die amerikanische Flagge weht auf halbmast vor dem Weißen Haus zu Ehren von Charlie Kirk. © Mark Schiefelbein/dpa
Stiller Protest nach der Tragödie: Ein Charlie Kirk-Anhänger steht mit seinem „Pray for America“-Schild am Straßenrand.
Stiller Protest nach der Tragödie: Ein Charlie Kirk-Anhänger steht mit seinem „Pray for America“-Schild am Straßenrand. © Alex Goodlett/dpa
Nächtliche Kerzenwache für Charlie Kirk: Die Mischung aus amerikanischen Flaggen und christlichen Botschaften macht deutlich, wie seine Anhänger Patriotismus und Glauben miteinander verbinden.
Nächtliche Kerzenwache für Charlie Kirk: Die Mischung aus amerikanischen Flaggen und christlichen Botschaften macht deutlich, wie seine Anhänger Patriotismus und Glauben miteinander verbinden. © Ross D. Franklin/dpa
Anhänger Charlie Kirks versammeln sich vor dem Krankenhaus, in das der schwer verletzte Aktivist eingeliefert wurde. Die Nachricht seines Todes trifft sie wie ein Schlag.
Anhänger Charlie Kirks versammeln sich vor dem Krankenhaus, in das der schwer verletzte Aktivist eingeliefert wurde. Die Nachricht seines Todes trifft sie wie ein Schlag. © IMAGO/Madeleine Kelly
Auch Donald Trump ist auf einem Foto der Kirk-Gedenkstätte vor dem Timpanogos Regional Hospital zu sehen.
Auch Donald Trump ist auf einem Foto der Kirk-Gedenkstätte vor dem Timpanogos Regional Hospital zu sehen. © Lindsey Wasson/dpa
Donald Trump reagiert mit scharfen Worten auf Charlie Kirks Tod. Der US-Präsident macht die „radikale Linke“ für das Attentat verantwortlich und verspricht, alle Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. (Archivbild)
Donald Trump reagiert mit scharfen Worten auf Charlie Kirks Tod. Der US-Präsident macht die „radikale Linke“ für das Attentat verantwortlich und verspricht, alle Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. (Archivbild) © Manuel Balce Ceneta/dpa
US-Fahnder veröffentlichten Bilder einer „Person von Interesse“ – sie sollen den miutmaßlichen Täter zeigen.
US-Fahnder veröffentlichten Bilder einer „Person von Interesse“ – sie sollen den miutmaßlichen Täter zeigen. © FBI (2)
Beamte stehen auf einem Dach mit Blick auf den Tatort. Das FBI hat neue Überwachungsaufnahmen vom mutmaßlichen Attentäter auf Charlie Kirk veröffentlicht.
Beamte stehen auf einem Dach mit Blick auf den Tatort. Das FBI hat zwei Tage nach der tat Überwachungsaufnahmen vom mutmaßlichen Attentäter auf Charlie Kirk veröffentlicht.  © IMAGO / UPI Photo/ FBI (Collage)
US-Medien berichten über den Tatverdächtigen im Fall Charlie Kirk.
Zwei Tage nach der Tat verkündete Donald Trump live im TV die Festnahme des mutmaßlichen Täters im Fall Charlie Kirk. Es handelt sich um einen 22-Jährigen aus Utah. © Patrick T. Fallon/AFP

Update, 13. September, 7.19 Uhr: Erika Kirk, die Witwe des erschossenen Trump-Vertrauten Charlie Kirk, hat sich erstmals nach dem tödlichen Attentat auf ihren Mann an die Öffentlichkeit gewandt. In einer Videoansprache aus dem Hauptsitz von Kirks Organisation „Turning Point USA“ sagte die 36-Jährige: „Charlie liebte das Leben. Er liebte sein Leben. Er liebte Amerika.“ Besonders dankte sie Donald Trump: „Herr Präsident, mein Mann hat Sie geliebt. Und er wusste, dass Sie ihn auch geliebt haben.“

Erika Kirk kündigte an, die Arbeit ihres Mannes fortzusetzen und richtete kämpferische Worte an den Täter: „Sie haben keine Ahnung, was Sie damit ausgelöst haben. Das Weinen dieser Witwe wird in der ganzen Welt wie ein Schlachtruf widerhallen.“ Sie betonte: „Die Bewegung, die mein Mann aufgebaut hat, wird nicht sterben.“ Kirks Projekte, einschließlich seines Podcasts und der Hochschul-Tour „The American Comeback“, sollen weiterlaufen.

Erika Kirk hat sich erstmals nach dem tödlichen Attentat auf ihren Mann öffentlich gemeldet – und auch den mutmaßlichen Täter adressiert.

Attentat auf Charlie Kirk: Vater übergab mutmaßlichen Täter der Polizei – Trump will Höchststrafe

Update, 18:30 Uhr: Über den mutmaßlichen Täter im Fall Charlie Kirk ist nun einiges bekannt, doch vieles ist noch nicht bestätigt. Sowohl das FBI und Donald Trump gehen aber davon aus, dass der 22-jährige Verdächtige der Täter ist.

Update, 16.14 Uhr: „Wir haben ihn“, beginnt ein Sprecher die Pressekonferenz. Ein Familienmitglied des Verdächtigen habe der Polizei einen Hinweis übermittelt, aufgrund dessen der mutmaßliche Schütze überführt werden konnte. Das Familienmitglied habe der Polizei erklärt, der mutmaßliche Schütze sei „politisch“ gewesen. Er habe Charlie Kirks politische Ansichten verurteilt. Auf einer der im Wald gefundenen Patronen soll „Hey Faschist, fang“ eingraviert gewesen sein.

Update, 15.57 Uhr: In wenigen Minuten soll eine Pressekonferenz mit FBI-Direktor Kash Patel stattfinden. Dabei soll es um den mutmaßlichen Täter im Mordfall Charlie Kirk gehen, berichtet Reuters. Wir halten Sie in diesem Ticker über die Pressekonferenz auf dem Laufenden.

Update, 15.14 Uhr: Präsident Trump gab am Freitag bekannt, dass ein Verdächtiger im Fall der Ermordung von Charlie Kirk von seinem eigenen Vater den Behörden übergeben wurde. Die New York Post meldete, dass es sich um einen 22-Jährigen aus Utah handelt – die Zeitung beruft sich auf Ermittlerkreise. Die Festnahme erfolgte nach einer mehrtägigen Fahndung, nachdem Kirk am 10. September während einer Veranstaltung an der Utah Valley University erschossen worden war.

Attentat auf Charlie Kirk: Trump verkündet Festnahme von Täter – und fordert Todesstrafe

Update, 14:35 Uhr: In der Sendung von Fox News äußerte Trump seine Hoffnung, dass der mutmaßliche Täter die Todesstrafe erhalten werde. „Nun, ich hoffe – er wird wohl für schuldig befunden werden, würde ich vermuten – und ich hoffe, er bekommt die Todesstrafe.“ Der US-Präsident fügte hinzu: „In Utah gibt es die Todesstrafe, und sie haben dort einen sehr guten Gouverneur. Ich habe ihn kennengelernt, und der Gouverneur ist in diesem Fall sehr entschlossen, die Todesstrafe zu verhängen.“

Update, 14:09 Uhr: Laut US-Präsident Donald Trump ist der mutmaßliche Schütze, der den rechts-konservativen Aktivisten Charlie Kirk erschossen hat, in Gewahrsam. Das erklärte Trump in der Fox-News-Sendung „Fox & Friends“. „Mit hoher Sicherheit haben wir ihn in Gewahrsam genommen“, sagte Trump. Wer genau der Schütze ist, sagte Trump nicht. Der US-Präsident erklärte, er habe erst fünf Minuten vor Beginn der Sendung erfahren, dass die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst habe.

Update, 14:00 Uhr: Charlie Kirks Ehefrau Erika hielt nach ihrer Ankunft in Arizona einen Rosenkranz aus dem Autofenster, um Unterstützern zu zeigen. Erika Kirk verließ am Donnerstag die Air Force Two in Phoenix in Begleitung von Vizepräsident JD Vance und seiner Frau Usha Vance.

Präsident Donald Trump bestätigte Charlie Kirks Tod am Mittwoch in einer Videoansprache und sagte: „Ich bin voller Trauer und Wut über die abscheuliche Ermordung von Charlie Kirk auf einem College-Campus in Utah.“ Er fuhr fort: „Er ist ein Märtyrer für Wahrheit und Freiheit, und es gab nie jemanden, der von der Jugend so respektiert wurde. Charlie war auch ein Mann tiefen, tiefen Glaubens, und wir finden Trost in dem Wissen, dass er jetzt in Frieden mit Gott im Himmel ist. Unsere Gebete sind bei seiner Frau, Erika, den zwei jungen, geliebten Kindern und seiner ganzen Familie, die er mehr als alles andere auf dieser Welt liebte.“

Donald Trump gibt unerwartet bekannt, man habe Charlie Kirks mutmaßlichen Mörder gefasst.

Update, 11.43 Uhr: Trumps Nichte Mary L. Trump macht ihren Onkel für den Mord an dem rechtskonservativen Kommentator Charlie Kirk mitverantwortlich. Nachdem der Schütze den 31-jährigen Kirk an einer Universität in Utah erschossen hatte, bezeichnete Präsident Trump ihn als „Märtyrer“ und machte die „radikale Linke“ für den Terrorismus im Land verantwortlich. Seine Nichte widersprach dieser Darstellung mit den Worten: „Das Feuer wurde von den Republikanern entfacht.“

Video zu Attentat auf Charlie Kirk: Täter springt von Uni-Gebäude und flieht

Update, 8.28 Uhr: Die US-Polizeibehörden haben neue Erkenntnisse im Fall des erschossenen rechten Aktivisten Charlie Kirk veröffentlicht. Das FBI präsentierte ein etwa zehnminütiges Video, das den mutmaßlichen Schützen beim Sprung von einem Universitätsgebäude und seiner anschließenden Flucht zu Fuß zeigt. Bei dem Sprung hinterließ der Mann offenbar Handabdrücke und weitere Spuren, die möglicherweise DNA enthalten. Anhand von Schuhabdrücken gehen die Ermittler davon aus, dass der Verdächtige Converse-Schuhe trug. Die Bundespolizei hat außerdem Fotos des Verdächtigen veröffentlicht und eine Belohnung von bis zu 100.000 US-Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zur Identifizierung oder Festnahme führen.

Tatort Utah Valley University: Die Luftaufnahme zeigt den Campus-Bereich (rot markiert), wo der Schuss auf Charlie Kirk abgegeben wurde. Polizei sicherte nach dem Attentat das Event-Gelände der ‚American Comeback Tour‘ ab.

Laut Utahs Gouverneur Spencer Cox sind bereits mehr als 7000 Hinweise bei der Bundespolizei eingegangen. FBI-Direktor Kash Patel ist persönlich nach Utah gereist, um die Ermittlungen zu leiten, nachdem ein zunächst festgenommener Verdächtiger wieder freigelassen werden musste. Cox kündigte an, im Falle einer Festnahme die Todesstrafe zu beantragen.

Das Video wurde vom FBI auf YouTube veröffentlicht:

Nach Attentat auf Charlie Kirk: Trumps US-Außenministerium droht Ausländern

Update, 5.55 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod von Charlie Kirk droht das US-Außenministerium Ausländern mit Konsequenzen, sollten sie im Internet Gewalt rechtfertigen. Vize-Außenminister Christopher Landau schrieb auf der Plattform X – ohne Kirks Namen zu nennen: „Angesichts des schrecklichen Mordes an einer führenden politischen Persönlichkeit gestern möchte ich betonen, dass Ausländer, die Gewalt und Hass verherrlichen, in unserem Land keine willkommenen Besucher sind.“ 

Er sei empört, dass einige in sozialen Medien die Tat rechtfertigten oder verharmlosten. Er habe Konsularvertreter angewiesen, Maßnahmen zu ergreifen, schrieb Landau weiter, ohne Details zu nennen. Der Vize-Außenminister rief in seinem Post dazu auf, ihm Kommentare von Ausländern zu melden, damit das Außenministerium „das amerikanische Volk schützen kann“. Beispiele oder Beweise für mutmaßliche Aktionen von Ausländern lieferte er nicht.

Trump ruft nach Kirk-Attentat zu Gewaltverzicht auf

Update vom 12. September, 5.25 Uhr: Donald Trump hat nach dem Attentat auf den ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk zu Gewaltverzicht aufgerufen. Kirk sei ein Verfechter von Gewaltlosigkeit gewesen, sagte der US-Präsident der Presse. „Ich möchte, dass die Menschen auch so reagieren“, fügte er hinzu. Aus dem Trump-Lager waren nach dem Attentat martialische Töne zu hören. „Charlie Kirk ist ein Kriegsopfer“, sagte der frühere Präsidentenberater Steve Bannon. „Wir befinden uns im Krieg in diesem Land.“ Fox-News-Kommentator Jesse Watters sagte, das rechte Lager werde sich für Kirks Tod „rächen“. Die oppositionellen Demokraten hatten den Angriff auf Kirk scharf verurteilt.

US-Fahnder veröffentlichen nach Anschlag auf Trump-Verbündeten Bilder einer „Person von Interesse“

Update, 19:31 Uhr: Das FBI hat eine Belohnung über 100.000 US-Dollar ausgesetzt für Hinweise, die zur Verhaftung und Identifizierung des Schützen führen. Mittlerweile seien mehr als 130 Hinweise bei der Behörde eingegangen, teilte das FBI mit. Laut der offiziellen Website der Utah Valley University wird der Campus bis Montag geschlossen bleiben. Alle Vorlesungen und Veranstaltungen an der Universität sind vorerst abgesagt.

Update, 18:05 Uhr: Die Fahndung nach dem Schützen läuft weiter auf Hochtouren. Mittlerweile hat das FBI auf der Social-Media-Plattform X ein Bild des mutmaßlichen Schützen veröffentlicht. Darauf sieht man einen jungen Mann, mit dunkelblauer Kappe, schwarzer Sonnenbrille und schwarzem Pullover, bedruckt mit einer amerikanischen Flagge. In dem Beitrag auf X bittet das FBI die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung zur Identifizierung des Mannes.

Update, 15:40 Uhr: Das FBI hat eine intensive Fahndung nach dem flüchtigen Schützen eingeleitet, der vom Dach eines Gebäudes aus geschossen hatte und anschließend verschwunden ist. Der Täter sei im College-Alter und habe sich „gut in das Universitätspublikum eingefügt“, teilten die Behörden mit.

Die Ermittler stellten die Tatwaffe sicher - ein „leistungsstarkes Repetiergewehr“ - sowie Handabdrücke und Videoaufnahmen. „Wir haben Bilder des Verdächtigen“, erklärte das FBI, gab diese jedoch noch nicht an die Öffentlichkeit weiter. Zwei kurzzeitig festgenommene Personen wurden wieder freigelassen – es handelte sich laut FBI um „Personen von besonderem Interesse“, nicht um Verdächtige.

Erstmeldung: Orem – Der Schock sitzt tief: Stunden nach dem tödlichen Attentat auf Charlie Kirk läuft die Fahndung nach dem Täter noch immer auf Hochtouren. Der 31-jährige konservative Aktivist und Trump-Unterstützer wurde am Mittwochmittag (Ortszeit) während einer Veranstaltung an der Utah Valley University von einem Scharfschützen erschossen – der Täter ist weiterhin auf der Flucht.

Attentat auf Charlie Kirk aktuell: Täter feuerte aus der Distanz von einem Dach

Wie Reuters berichtet, ereignete sich das Attentat gegen 12:20 Uhr Ortszeit vor 3000 Zuschauern. Kirk befand sich gerade mitten in seiner Präsentation, als ein einzelner Schuss aus einem entfernten Gebäude auf dem Campus abgefeuert wurde. Der Täter hatte sich offenbar in einer Art Scharfschützen-Nest auf dem Dach des Losee Centers positioniert, etwa 180 Meter von Kirk entfernt.

Augenzeugen beschrieben gegenüber NBC News dramatische Szenen: „Wir hörten den Schuss, und die Leute gingen sofort zu Boden“, berichtete Taylor Dufur, der mit seiner Frau nur wenige Meter von Kirk entfernt stand. „Ich sah, wie er aus seinem Stuhl fiel, und das Blut aus seinem Hals strömte.“ Videos der Szene kursieren in sozialen Netzwerken. US-Präsident Donald Trump verkündete den Tod von Charlie Kirk selbst.

Polizei nach Tod von Kirk ohne heiße Spur: Zwei Verdächtige wieder freigelassen

Besonders brisant: Obwohl zunächst gemeldet wurde, ein Verdächtiger sei festgenommen worden, stellte sich dies als Falschmeldung heraus. Wie die Utah State Police am Mittwochabend mitteilte, wurden zwar zwei Männer vorübergehend festgenommen und verhört, beide wurden jedoch wieder freigelassen. „Es gibt keine aktuellen Verbindungen zur Schießerei mit diesen beiden Personen“, hieß es in der offiziellen Stellungnahme.

Beau Mason, Kommissar des Utah Department of Public Safety, bestätigte vier Stunden nach dem Attentat, dass der Täter noch immer „auf freiem Fuß“ sei. Die Ermittlungen und Fahndung liefen weiter.

Fatale Fehleinschätzung: Campus-Veranstaltung als Sicherheitsrisiko unterschätzt

Kirk, der als enger Trump-Vertrauter und Gründer der größten konservativen Jugendorganisation der USA galt, war bereits in der Vergangenheit Ziel von Drohungen gewesen. Seine Veranstaltungen zogen regelmäßig tausende Besucher an und polarisierten stark. Wie Reuters berichtet, waren lediglich sechs Universitätspolizisten für die Sicherheit der Großveranstaltung zuständig. Jeff Long, Chef der Universitätspolizei, bestätigte, dass er mit Kirks privatem Sicherheitsteam koordiniert hatte – offenbar ohne Erfolg.

Tatort Utah Valley University: Die Luftaufnahme zeigt den Campus-Bereich (rot markiert), wo der Schuss auf Charlie Kirk abgegeben wurde. Polizei sicherte nach dem Attentat das Event-Gelände der ‚American Comeback Tour‘ ab.

Trotz der 3000 Besucher gab es am Eingang der Veranstaltung keinerlei Sicherheitskontrollen. Augenzeuge Tyler McGettigan berichtete NBC News: „Ich war überrascht, dass ich keine Sicherheitskontrolle passieren musste. Es gab keinen Checkpoint. Buchstäblich jeder konnte hineingehen, wenn er wollte.“

Trump macht „radikale Linke“ für Tod von Kirk verantwortlich

Utahs republikanischer Gouverneur Spencer Cox sprach bereits von einem „politischen Attentat“ und nannte es einen „dunklen Tag für unseren Staat“. Präsident Trump, der Kirk als engen Verbündeten schätzte, machte in einer Videobotschaft „radikale Linke“ für die Tat verantwortlich und kündigte an: „Meine Regierung wird jeden einzelnen von denen aufspüren, die zu dieser Gräueltat beigetragen haben.“

Sekunden vor dem tödlichen Schuss wurde Kirk von einem Zuschauer nach Waffengewalt in Amerika gefragt. Seine letzte Antwort: „Zählt man Bandengewalt mit oder nicht?“ Dann fiel der Schuss.

Hintergrund: Erschossener Donald Trump-Unterstützer – Wer war Charlie Kirk? (Quellen: Reuters, NBC News, ABC News) (jkk)

Rubriklistenbild: © IMAGO / ZUMA Press / FBI

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