„Dürfte bald einsetzen“

Trump: „Chamenei ist tot“ – US-Präsident lässt wüste Beschimpfung und Iran-Prognose folgen

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Donald Trump bestätigt den Tod von Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran meldet bislang nur Gegenteiliges. Aus den USA folgt eine Prognose für das Land.

Ali Chamenei, der geistliche Führer des Iran, ist offenbar tot. Das bestätigte nun zumindest US-Präsident Donald Trump in einem Posting auf seiner Plattform Truth Social. Trump lässt in seinem Schreiben kein gutes Haar an dem Ajatollah.

US-Präsident Donald Trump spricht mit Journalisten, bevor er mit Marine One vom South Lawn des Weißen Hauses abfliegt. (Archivbild)

Chamenei sei „einer der bösartigsten Menschen der Geschichte“, gewesen, schreibt Trump. Sein Tod sei nicht nur „Gerechtigkeit für das iranische Volk, sondern für alle großartigen Amerikaner und all jene Menschen aus aller Welt, die von Chamenei und seiner Bande blutrünstiger Schläger getötet oder verstümmelt wurden“, heißt es weiter.

Trump meldet Tod von Chamenei – dann folgt Iran-Prognose

Trump verweist explizit auf die enge Zusammenarbeit mit Israel bei dem US-Angriff auf den Iran. Der Ajatollah habe den Geheimdiensten und den High-Tech-Überwachungssystemen nicht entfliehen können.

Für die Bevölkerung des Iran sei dies „die größte Chance, das Land zurückzuerobern“, gibt Trump weiter zu Protokoll. Nach Angaben des US-Präsidenten würden viele Mitglieder der Revolutionsgarden, des Militärs und anderer Polizei- und Sicherheitskräfte nicht mehr kämpfen wollen. Sie würden von den USA Straffreiheit erbitten. Diese hatte Trump am Vortag angeboten. Trump zitiert sich dementsprechend in dem Posting selbst mit den Worten: „Jetzt mögen sie Straffreiheit haben, später erwartet sie nur der Tod“.

Menschen auf der Straße, Rauch über Städten: Bilder der Eskalation im Nahen Osten

Menschen beobachten Rauch nach einer Explosion in Teheran.
Menschen beobachten Rauch nach einer Explosion in Teheran. ©  Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Menschen in Teheran auf der Straße, nachdem der Angriff auf ihr Land begonnen hatte.
Menschen in Teheran auf der Straße, nachdem der Angriff auf ihr Land begonnen hatte.  © IMAGO / Xinhua
Rauch steigt nach einer Explosion in Teheran auf.
Rauch steigt nach einer Explosion in Teheran auf. © Vahid Salemi/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Donald Trump bestätigt den Beginn der Angriffe von Seiten der USA auf den Iran.
Donald Trump bestätigt den Beginn der Angriffe von Seiten der USA auf den Iran. © IMAGO/CNP / AdMedia
Die Spuren einer abgefangenen Luftabwehrrakete sind über der Altstadt von Jerusalem zu sehen.
Die Spuren einer abgefangenen Luftabwehrrakete sind über der Altstadt von Jerusalem zu sehen. ©  Mahmoud Illean/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk
Ein ankommendes Geschoss explodiert in der Bucht von Haifa, während Israel nach seinen Angriffen auf den Iran einen landesweiten Alarm ausgerufen hat.
Ein ankommendes Geschoss explodiert in der Bucht von Haifa, während Israel nach seinen Angriffen auf den Iran einen landesweiten Alarm ausgerufen hat. © Leo Correa/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk ++
Fahrzeuge stehen vor einer Tankstelle in Teheran.
Fahrzeuge stehen vor einer Tankstelle in Teheran. © Vahid Salemi/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Israel, Tel Aviv: Menschen suchen Schutz in einer Tiefgarage, nachdem Alarm wegen ankommender Raketen aus dem Iran ausgelöst wurde. Der Iran hat nach Angriffen der USA und Israels Raketen auf Israel abgefeuert, teilten die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) am Samstag mit.
Israel, Tel Aviv: Menschen suchen Schutz in einer Tiefgarage, nachdem Alarm wegen ankommender Raketen aus dem Iran ausgelöst wurde. Der Iran hat nach Angriffen der USA und Israels Raketen auf Israel abgefeuert, teilten die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) am Samstag mit. ©  Oren Ziv/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Libanon, Beirut: Ein Reisender prüft die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.
Libanon, Beirut: Ein Reisender prüft die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Rauch steigt nach einer Explosion zwischen den Häusern in Teheran auf.
Rauch steigt nach einer Explosion zwischen den Häusern in Teheran auf. © Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Trump hofft in seinem Posting weiter, dass die iranischen Sicherheitskräfte des Regimes sich „friedlich mit den iranischen Patrioten zusammenschließen und gemeinsam daran arbeiten, dem Land zu seiner verdienten Größe zu verhelfen“. Ein solcher Prozess „dürfte bald einsetzen“, prognostiziert der US-Präsident weiter. Schließlich sei nicht nur Chamenei tot, sondern das ganze Land „innerhalb eines einzigen Tages schwer zerstört und beinahe ausgelöscht“ worden.

Irakische Schiiten rufen Slogans, tragen ein Porträt von Ajatollah Ali Chamenei und schwenken iranische Flaggen während einer Demonstration in der Nähe der US-Botschaft in Bagdad gegen die jüngsten US-israelischen Angriffe auf den Iran.

Allerdings werde man die „schweren Bombardements die ganze Woche oder so lange wie nötig ununterbrochen fortsetzen“, so Trump. So soll im gesamten Nahen Osten „und in der ganzen Welt“ Frieden einkehren.

Von iranischer Seite ist der Tod Chameneis bislang nicht bestätigt. Im Gegenteil, war aus Teheran zuvor gemeldet worden, dass der Ajatollah wohlauf sei. Doch nach Medienberichten soll der Leichnam von Chamenei geborgen worden sein. Ein Foto soll sogar Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanjahu vorliegen. (Verwendete Quellen: Truth Social, dpa, AFP)

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/dpa

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