ERAM-Lieferung

Trump-Deal: Verkauf Tausender Waffen – und er bleibt am Drücker

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3.350 Marschflugkörper gehen an die Ukraine-Front. Die USA liefern, der Westen finanziert – und Selenskyj soll bewilligen lassen, wohin er schießen darf.

Washington D.C. – „Präsident Trump hat deutlich gemacht, dass der Krieg in der Ukraine beendet werden muss“, sagt Karoline Leavitt. Laut dem Wall Street Journal (WSJ) verneine die Pressesprecherin des Weißen Hauses jedoch, die USA würden daraus derzeit eine Änderung ihrer Haltung im Ukraine-Krieg ableiten. Dennoch stellt sich Donald Trump aktuell klar gegen Wladimir Putins völkerrechtswidrigen Krieg; Wolodymyr Selenskyj kann kurz durchschnaufen.

ERAM für Selenskyj: „Auch dieser Deal macht Donald Trump nicht verlässlicher“

Dem Wall Street Journal zufolge habe die Trump-Regierung jetzt den Verkauf von 3.350 luftgestützten Raketen mit erweiterter Reichweite (Extended Range Active Missile, kurz ERAM) genehmigt. Das gemäß den WSJ-Angaben 850 Millionen Dollar umfassende Waffenpaket soll in sechs Wochen die Front erreichen und größtenteils von europäischen Staaten finanziert worden sein. „Auch dieser Deal macht Donald Trump nicht verlässlicher“, hatte die Zeit bereits im Juli formuliert, als Donald Trump nach einem zuvor verkündeten Stopp doch wieder Waffen an die Ukraine liefern wollte. Nach seiner Abkehr von der umfangreichen Unterstützung der Ukraine durch die Vorgängerregierung unter dem Demokraten Joe Biden changiert der 47. Präsident der USA in seiner Stimmung deutlich.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Die Raketen mit erweiterter Reichweite beschreibt der Defense Express als ein Hybrid aus Flugzeugbombe und Marschflugkörper mit einer theoretischen Reichweite: von etwas über 400 Kilometern, einer Fluggeschwindigkeit von mindestens 700 Kilometern pro Stunde und einer Präzision von maximal zehn Metern Abweichung zum anvisierten Ziel. Als Nutzlast sei ein Gefechtskopf mit einem Gewicht von 260 Kilogramm angegeben; neben seiner „hohen Splitterwirkung“ wird der Rakete auch eine „signifikante Durchschlagsleistung gegen gehärtete Ziele“ attestiert, schreibt Kristóf Nagy. Der Autor des Militärmagazins hartpunkt erinnert daran, dass die USA diese Distanz-Munition entwickelt hat, um der Ukraine eine kostengünstige Verteidigung zu ermöglichen.

„Ein hochrangiger Offizieller des Weißen Hauses sagte jedoch, Trump könne seine Meinung hinsichtlich der Unterstützung erweiterter Offensivoperationen gegen Russland ändern.“

Wall Street Journal

Laut der ukrainischen Medienplattform United24 erwachse den Verteidigern aufgrund der neuen Munition jetzt ein erweiterter Handlungsspielraum. „In den letzten Monaten haben die ukrainischen Streitkräfte ihre Angriffe auf die Eisenbahn intensiviert – die wichtigste Transportader des russischen Militärs. Ein großer Nachschub an Raketen könnte diesen Kanal für den Transport von Gütern und Waffen an die Front lahmlegen“, schreibt Autor Illia Kabachynskyi. Ihm zufolge seien dank der flugzeuggestützten Raketen alle von Russland okkupierten Territorien sowie die Krim erreichbar; „sodass die Ukraine russische Militärkonzentrationen, Depots, Eisenbahninfrastruktur, Versorgungswege sowie Luftabwehr- und Radarsysteme angreifen kann. Auch Flugplätze und Startplätze für Shahed-Drohnen wären gefährdet“, schreibt Kabachynskyi.

ERAM geben Ukraine Schlagkraft: Bedrohung durch die schwere russische Luftabwehr wäre gemildert

Allein dafür sei die Extended Range Attack Munition entwickelt worden, schrieb Joseph Trevithick Mitte 2024, nachdem die US-Luftwaffe im Januar 2024 ihre erste öffentliche Ausschreibung für diese Waffe veröffentlicht hatte: eine Gut-und-Günstig-Lösung für mehr Schlagkraft sollte sie werden. Der Autor von The War Zone hatte prognostiziert, die ERAM-Rakete würde ukrainischen Piloten mehr Handhabe verleihen für Angriffe auf Ziele weit hinter der Frontlinie. Sie könnten aus größerer Entfernung feuern und ihre Verwundbarkeit gegen die starke Bedrohung durch die schwere russische Luftabwehr wäre gemildert. TWZ-Autor Trevithick vermutet, dass Piloten der ukrainischen Luftwaffe feindliche Streitkräfte oder feindliche statische Ziele auch dann noch aus beträchtlicher Entfernung treffen könnten, wenn sie die Waffen in geringerer Höhe abfeuerten, um besser vor potenzieller Lebensgefahr geschützt zu sein.

Darauf könnte die Munition durch Antriebssystem und Flugprofil justiert werden, glaubt er. Allerdings macht The War Zone auch darauf aufmerksam, dass mit der aktuellen Munitionslieferung allein der Ukraine-Krieg kaum zu gewinnen sein wird. Aufgrund der zwischen Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj festgefahrenen Bemühungen wenigstens um ein Pausieren des Tötens wird weit mehr vonnöten sein als diese Lieferung. Neben dieser großen Zahl von Sprengkörpern fehlt der Ukraine Planbarkeit, um Strategien an den einzelnen Frontabschnitten zu entwickeln. „Die ukrainische Luftwaffe benötigt derzeit eindeutig mehr Munition, und stabile Lieferketten sind für nachhaltige Operationen von entscheidender Bedeutung“, schreibt Trevithick.

Trump dealt trickreich: „Pentagon blockierte stillschweigend ukrainische Langstreckenraketenangriffe“

Die Abhängigkeit von Trump könnte insofern zur Fußangel für Selenskyj werden. Würden Soldaten der Ukraine in der Hoffnung auf die ERAM ihre Offensiven intensivieren und dann doch wieder links liegen gelassen von der US-Regierung, dann würden Selenskyjs Truppen letztendlich umsonst gestorben sein. „Dass er sich jetzt wieder einzureihen scheint in die Reihe der Verbündeten, macht ihn nicht zu deren überzeugtem Vertreter“, warnte Johanna Roth. Im Gegenteil: Er hätte auch jetzt wieder getan, was er am liebsten macht: einen Deal abschließen. Allerdings kommt der wieder mit einem möglichen Pferdefuß, worauf das Wall Street Journal hingewiesen hat.

Deal: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump geben sich am 18. August 2025 im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, D.C., die Hand. Die Ukraine erhält jetzt neue Marschflugkörper. Aber der Angriff von Zielen im russischen Kernland bleibt Selenskyj weiter untersagt.

Möglicherweise resultiert dieser ERAM-Deal auch aus Trumps Frust über Putins Hartleibigkeit gegenüber Verhandlungen beziehungsweise einem Nicht-Abrücken von seinen Maximalforderungen. Allerdings bleibt auch jetzt verboten, dass die Ukraine feuern könne, worauf sie wolle. Das russische Kernland sei immer noch tabu, so das WSJ. „Mehrere US-Offizielle erklärten, der Einsatz der ERAM mit einer Reichweite zwischen 240 und 450 Kilometern erfordere die Genehmigung des Pentagons nach Anfrage durch die Ukraine“, schreiben die WSJ-Autoren Alexander Ward, Michael R. Gordon und Lara Seligman: „Pentagon blockierte stillschweigend ukrainische Langstreckenraketenangriffe auf Russland“, titelt das Wall Street Journal über einen Status quo, der vom Wechsel des demokratischen Präsidenten Joe Biden zum Republikaner Donald Trump konserviert worden ist. Dieser Zustand hält offenbar weiterhin an.

Die Ukraine könne Russland nicht besiegen, wenn sie in dem Krieg, der seit der Invasion Moskaus bereits mehr als drei Jahre andauert, nicht „in die Offensive gehen“ könne, zitiert das WSJ, einen Beitrag, den Donald Trump auf Social Media veröffentlicht haben soll. „Es ist sehr schwer, wenn nicht unmöglich, einen Krieg zu gewinnen, ohne das einfallende Land anzugreifen“, schrieb er. „Es gibt keine Chance, zu gewinnen!“ Johanna Roth hatte in der Zeit eben in solchen Aussagen „ein gewaltiges Risiko für alle Verbündeten“ festgestellt. Donald Trumps Politik scheint stark von seiner Tagesform bestimmt zu sein – was, laut des Wall Street Journals auch seine Mitarbeiter bestätigt haben sollen.

Putin am Drücker: Ausgeschlossen bleibt damit auch eine Lieferung des deutschen Taurus-Marschflugkörpers

Denen zufolge habe Trumps Aussage in den Sozialen Medien keinen Politikwechsel signalisiert; weder hätte der Präsident Überprüfungsmechanismen des Pentagons ausgehebelt noch die Ukraine zum Einsatz von ATACMS (Army Tactical Missile System) oder anderen westlichen Langstreckensystemen ermutigt, so das WSJ. „Ein hochrangiger Offizieller des Weißen Hauses sagte jedoch, Trump könne seine Meinung hinsichtlich der Unterstützung erweiterter Offensivoperationen gegen Russland ändern“, schreibt das Blatt. Trotz der Lieferung von ERAM bleibt das Hü und Hott der US-amerikanischen Außenpolitik gegenüber Russland bestehen.

Ausgeschlossen bleibt damit auch eine Lieferung des deutschen Taurus-Marschflugkörpers, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) von einem Gleichklang der Interessen der Nato-Partner abhängig gemacht hat. Wladimir Selenskyj hat sich also erneut eine minimale Unterstützung aus dem Westen abgetrotzt. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bliebe prinzipiell der Herr über die anvisierten Ziele der Ukraine. Laut dem Kiyv Independent hätte Selenskyj im Gegenzug für mögliche Sicherheitsgarantien angeboten, US-Waffen im Wert von 90 Milliarden Dollar zu kaufen. Trump dagegen intensiviert offenbar seine Bemühungen um die Vermittlung von Frieden zwischen beiden Gegnern.

Insofern könnte Trump der Deal mit der Ukraine trotz seines vermeintlichen Erfolges sauer aufstoßen. Zeit-Autorin Johanna Roth hatte nach den ersten vergeblichen diplomatischen Einflüsterungsversuchen gegenüber Wladimir Putin den Stab über den US-Präsidenten gebrochen. Der Verkauf der ERAM muss insofern erneut als eher schlechte Lösung für alle zu werten sein; was Roths damaligem Urteil Bestand verleiht: „Und für Trump selbst ist es ein Zeichen des Scheiterns, hatte er es doch so dargestellt, als sei er allein in der Lage, Putin den nötigen Respekt einzuflößen.“

Rubriklistenbild: © Mandel Ngan/AFP)

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