Trump gibt bizarre PK im Oval Office: „Niemand weiß, was Magnete sind“
VonTadhg Nagel
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Trump verliert sich in bizarren Theorien. Er warnt vor Chinas Magneten-Monopol und droht mit Zöllen. Doch niemand versteht seine Ausführungen.
Washington, D.C. – Es ist nicht das erste Mal, dass sich US-Präsident Donald Trump über Magnete äußert – und erneut sorgen seine Ausführungen für Verwirrung. Bereits im Wahlkampf hatte der Präsident behauptet, Magnete könnten mit einem Glas Wasser unwirksam gemacht werden. Auch vor US-Soldaten in Japan wiederholte er diese Theorie und erklärte, man nehme „ein kleines Glas Wasser, gießt es auf die Magnete, und ich weiß nicht, was dann passieren wird“. Am Montag (10. November) legte Trump im Oval Office nach – mit einer umfangreichen Abschweifung über China, Seltene Erden und die angebliche Rätselhaftigkeit von Magneten.
Anlass war eine Frage der CNN-Reporterin Kaitlan Collins zur Kritik der Abgeordneten Marjorie Taylor Greene. Die Republikanerin hatte geäußert, sie wünsche sich, dass Trump sich stärker auf die Innenpolitik konzentriere. Der Präsident entgegnete, Greene habe „ihren Weg verloren“, bevor er zu einem Monolog über internationale Handelspolitik ansetzte.
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„China wollte uns mit Seltenen Erden schlagen. Jetzt fragen sich alle: ‚Oh, was bedeutet das?‘ Magnete“, erklärte Trump. „Wenn China sich weigern würde, Magnete zu liefern, weil es ein Monopol auf Magnete hat, da es diese über einen Zeitraum von 32 Jahren herstellen darf, gäbe es weltweit keine Autos mehr. Es gäbe kein Radio mehr. Es gäbe keinen Fernseher mehr. Es gäbe kein Internet mehr. Es gäbe nichts mehr, weil Magnete so wichtig sind.“ Dann fügte er hinzu: „Nun weiß niemand, was Magnete sind.“
Trump verknüpfte seine Ausführungen mit seiner Zollpolitik gegenüber China. „Wenn ich also nicht in der Lage gewesen wäre, China zu sagen: ‚Sehen Sie, wenn Sie uns das antun, werden wir Ihnen einen Zoll von 158 % auferlegen‘, dann wären das 100 % zusätzlich zu den 58 % gewesen“, sagte er. China habe daraufhin „sofort angerufen und gesagt: ‚Hören Sie, wir werden Frieden schließen.‘ Und wir haben Frieden geschlossen. Wir haben ein großartiges Abkommen geschlossen.“ Erneut behauptete Trump fälschlicherweise, dass Zölle von den Exporteuren gezahlt würden. Tatsächlich werden sie von den Importeuren getragen und in der Regel über höhere Preise an die Verbraucher weitergegeben.
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Magnete als Wahlkampfthema in Iowa: Trump behauptet, Wasser mache Magnete unwirksam
Magnete sind bei Trump ein wiederkehrendes Thema. Während einer Wahlkampfveranstaltung im letzten Jahr behauptete er fälschlicherweise, dass Magnete durch das Verschütten von Wasser unwirksam gemacht werden können. „Alles, was ich über Magnete weiß, ist Folgendes: Geben Sie mir ein Glas Wasser, lassen Sie mich es auf die Magnete fallen, und das war’s dann mit den Magneten“, gab er damals in Iowa zum Besten.
Diese Aussage wiederholte er im Oktober. „Wissen Sie, das Neue sind Magnete“, so Trump in einer Rede vor US-Soldaten in Japan. „Anstatt also Hydraulik zu verwenden, die von Blitzen getroffen werden kann, was kein Problem darstellt, nimmt man ein kleines Glas Wasser, gießt es auf die Magnete, und ich weiß nicht, was dann passieren wird.“
Trump über Magnete im Oval Office: USA-Präsident sorgt erneut mit bizarren Theorien für Verwirrung
Obwohl der US-Präsident Magnete nicht zu verstehen scheint, üben sie eine große Anziehungskraft auf ihn aus. Während Trump im Sommer den südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung empfing, schweifte er ebenfalls in einen wirren Monolog über Magnete ab. An China gerichtet sagte er: „Sie müssen uns Magnete geben“, und drohte: „Wenn sie uns keine Magnete geben, müssen wir ihnen 200 Prozent Zoll auf irgendetwas auferlegen, verstehen Sie?“
Dann behauptete er, China habe sich „intelligent verhalten und sich quasi ein Monopol auf die Magnete der Welt gesichert, und niemand brauchte Magnete, bis sie vor 20 Jahren alle davon überzeugt haben: ‚Lasst uns alle Magnete herstellen‘“. Abschließend verkündete er, die USA seien nun „stark in der Welt der Magnete vertreten – allerdings nur aus Sicht der nationalen Sicherheit“. Abschließend merkte noch an, sein Land habe etwas „viel Mächtigeres, und das sind Zölle“. (Quellen: CNN, Daily Beast, Fox News, Mediaite, Reason) (tpn)