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Ukraine-Krieg aktuell: Trump spricht von „sehr gutem Treffen“ – Putin „will Krieg beenden“

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Die EU will die Einfuhr von russischem Gas stoppen. Der Kreml lobt die Bemühungen der Trump-Regierung zum Ende des Ukraine-Kriegs. Der News-Ticker zur Lage.

Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.

Update, 7:05 Uhr: Die Gespräche über einen möglichen Frieden im Ukraine-Krieg gehen weiter: Nach dem Treffen von US-Vertretern mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau wird heute eine ukrainische Delegation in den USA erwartet. „Wir bereiten Treffen in den Vereinigten Staaten vor“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Nach seinen Angaben soll erneut eine Delegation um den Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, und Generalstabschef Andrij Hnatow die Gespräche mit den USA führen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 4. Dezember, 5:10 Uhr: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff trifft sich nach Angaben eines US-Regierungsvertreters am heutigen Donnerstag im Bundesstaat Florida mit dem ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umerow. Bei dem Treffen dabei sein soll auch Jared Kushner, der Schwiegersohn und Berater von Präsident Donald Trump, wie der Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein Berater Juri Uschakow bei dem Treffen mit der US-Delegation in Moskau.

Update, 22:55 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat dem russischen Staatschef Wladimir Putin den Willen zu einer Friedenslösung in der Ukraine bescheinigt. „Er will den Krieg beenden“, sagte Trump am Mittwoch in Washington. Der Präsident sprach von einem „sehr guten Treffen“ zwischen seinem Schwiegersohn Jared Kushner, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Putin in Moskau. Aus dem Kreml hatte es zuvor geheißen, in den zentralen Territorialfragen sei „noch keine Kompromisslösung“ gefunden worden. 

Update, 20:15 Uhr: Nach den gestrigen Verhandlungen zu einem Ende des Ukraine-Kriegs setzt Russland die Angriffe auf das Gebiet Donezk fort. In der Stadt Slowjansk sei es zu einem Luftangriff gekommen, teilte Gouverneur Vadym Filashkin mit. „Mindestens acht Menschen, darunter zwei Kinder“, seien verletzt worden, zitiert die Ukrainska Pravda den ukrainischen Politiker.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Update, 19:07 Uhr: Der Kiewer Generalstab bestätigte am Abend einen Angriff auf das russische Treibstofflager Dmitrijewka. Es sei getroffen und ein Brand festgestellt worden, schrieb der Generalstab bei Facebook. Mehrere Tanks brannten demnach. Das Objekt werde im Ukraine-Krieg zur Versorgung von Russlands Streitkräften genutzt, hieß es zur Begründung. Außerdem bestätigte der Generalstab einen Angriff auf ein Treibstofflager im Kreis Liwny in der Region Orjol am Vortag. 

NATO-Chef: Beitritt der Ukraine weiterhin möglich

Update, 18:00 Uhr: NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte am Mittwoch, dass der Ukraine die Tür für einen Beitritt zur Allianz weiter offen stehe. Doch fügte er sogleich hinzu, dass es innerhalb der NATO derzeit „keinen Konsens“ für die Aufnahme der Ukraine gebe. Für die Aufnahme neuer Mitglieder ist die Zustimmung aller Mitgliedstaaten der NATO notwendig, dies sind aktuell 32 Länder. Russland macht eine Nicht-Aufnahme der Ukraine zu einem zentralen Bestandteil für Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg.

EU will Kiew weiter finanziell unterstützen – auch durch russische Gelder

Update, 16:38 Uhr: Die EU-Kommission will die Ukraine in den kommenden zwei Jahren mit einer Finanzspritze von 90 Milliarden Euro unterstützen und hat dazu einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt. Der Plan solle die Ukraine mit Blick auf mögliche Friedensverhandlungen in „eine starke Position bringen“, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Belgien sprach sich unterdessen erneut entschieden gegen ein Reparationsdarlehen für die Ukraine-Finanzierung aus.

Für das Darlehen gibt es zwei mögliche Ansätze: Die erste Möglichkeit sieht vor, dass die EU das Darlehen über ihren nächsten mehrjährigen Haushalt ab 2028 absichert. Die zweite Option basiert auf einem Vorschlag der Kommission aus dem September, der vorsieht, eingefrorene russische Gelder für das Reparationsdarlehen zu verwenden. In beiden Szenarien müsste die Ukraine die Mittel nur dann zurückzahlen, wenn Russland nach Kriegsende Reparationen an die Ukraine leistet.

Update, 15:16 Uhr: In den Gesprächen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und der US-Delegation wurde laut dem russischen Präsidentenberater Juri Uschakow auch die von der Ukraine angestrebte NATO-Mitgliedschaft thematisiert. „Das ist eine der zentralen Fragen und sie ist diskutiert worden“, erklärte der diplomatische Berater Putins am Mittwoch vor Journalisten in Moskau, ohne weitere Details zu nennen. Moskau steht einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine entschieden ablehnend gegenüber.

Uschakow fügte hinzu, dass der Verlauf der Kämpfe in der Ukraine die Verhandlungen zugunsten Moskaus beeinflusst habe. An der Front hatten die russischen Truppen zuletzt kontinuierlich Geländegewinne verzeichnet.

Rückschlag für die Ukraine an der Front: Russland mit Erfolgen nahe Pokrowsk

Update, 14:23 Uhr: Laut den ukrainischen Militäranalysten von „DeepState“ haben russische Truppen drei weitere Ortschaften in der Ukraine eingenommen. Die russischen Streitkräfte rückten in Balahan, Solodke und Satyschschja vor und eroberten im November insgesamt 505 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet. Auch in Pokrowsk sollen sie weiter vorgedrungen sein.

Nach Angaben von „DeepState“ fanden 40 Prozent der russischen Geländegewinne in der Nähe von Huljajpole im Gebiet Saporischschja statt. Am Morgen berichtete das ukrainische Oberkommando Ost, dass die Verteidiger zusätzliche Versorgungsrouten für die Einheiten an der Ukraine-Front in Pokrowsk und Myrnohrad sichern.

Update, 13:47 Uhr: Moskau plant, die Gespräche über den US-Friedensplan geheim zu halten. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte am Mittwoch: „Je stiller diese Gespräche geführt werden, desto produktiver sind sie“. Er fügte hinzu: „An dieses Prinzip werden wir uns halten, und wir hoffen, dass unsere amerikanischen Gegenüber sich auch an dieses Prinzip halten“, wie die Nachrichtenagentur Tass berichtet.

Obwohl das Treffen am Dienstagabend zu keiner Einigung führte, wollte Peskow dies nicht als Zurückweisung des US-Friedensplans verstanden wissen. Er erklärte: „Wir sind bereit, uns so oft zu treffen, wie nötig, um eine Friedensregelung zu erreichen“. Ein weiteres Telefonat zwischen Putin und US-Präsident Donald Trump könne jederzeit arrangiert werden.

Schweden warnt vor der Bedrohung der NATO durch Russland

Update, 13:07 Uhr: Schwedens Außenministerin Maria Malmer Stenergard hat vor der wachsenden Bedrohung durch Russland gewarnt und verstärkte Militärinvestitionen angekündigt. Die Ministerin reagierte damit auf Wladimir Putins jüngste Erklärung, er sei „jederzeit“ zu einem Krieg mit Europa bereit. „Wir wissen, und besonders wir, die wir in der Nähe Russlands leben, dass sie eine echte Bedrohung darstellen“, erklärte Stenergard am Rande eines NATO-Ministertreffens laut European Pravda. Stockholm müsse seine eigenen militärischen Investitionen im Kontext des Ukraine-Kriegs verstärken, um Moskau einzudämmen.

Update, 11:49 Uhr: Der US-Friedensplan für den Ukraine-Krieg ist von Russland nicht vollständig abgelehnt worden, heißt es aus dem Kreml. Berichte, die das Gegenteil behaupteten, wies Kremlsprecher Dmitri Peskow als unzutreffend zurück. Am Mittwoch erklärte Peskow auf einer Pressekonferenz, dass es erstmals einen „direkten Meinungsaustausch“ über die amerikanischen Friedensvorschläge gegeben habe. Peskow betonte zugleich, dass man zu weiteren Gesprächen mit Washington bereit sei. „Wir sind dankbar für die Bemühungen der Trump-Regierung.“ Er fügte hinzu: „Und wir sind weiterhin bereit, uns so oft wie nötig zu treffen, um eine Friedensregelung zu erzielen.“

Präsidentenberater Juri Uschakow bestätigte, dass einige der US-Vorschläge „mehr oder weniger akzeptabel“ seien, während andere Formulierungen weiterhin als inakzeptabel angesehen würden. Laut der Nachrichtenagentur Tass sagte Peskow, dass „einige Punkte wurden akzeptiert, andere als inakzeptabel eingestuft“ worden seien.

Update, 10:12 Uhr: In der russischen Region Tambow ist ein Öldepot durch einen Drohnenangriff aus der Ukraine in Brand geraten. Jewgeni Perwischow, der Regionalgouverneur, bestätigte, dass Trümmer einer unbemannten Drohne auf die Anlage in Dmitrijewka gefallen seien und dort ein Feuer entfacht hätten. Das berichtet Kyiv Independent.

Der Vorfall trug sich in der Nacht zum 3. Dezember zu. Der Telegram-Kanal Astra berichtete, dass das Nikiforowskaja-Öldepot das Ziel des Angriffs gewesen sei. Perwischow gab an, dass es keine Verletzten gebe und dass Feuerwehr und Polizei vor Ort im Einsatz seien. Die Ukraine hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert, greife jedoch regelmäßig russische Ölanlagen an, um die militärische Logistik und Kriegsfinanzierung Moskaus im Ukraine-Krieg zu beeinträchtigen.

Gespräche in Moskau vorerst ohne konkrete Ergebnisse – „keine Kompromisslösung“

Update, 07:35 Uhr: Hat es in Moskau belastbare Annäherungen gegeben? Das werden wohl kommenden Stunden und Tage zeigen, wenn Steve Witkoff und Jared Kushner die Ukrainer und ihre Verbündeten konsultieren. Die beiden könnten nach Brüssel weiterreisen, um dort heute eine ukrainische Delegation zu treffen, wie aus Regierungskreisen in Kiew verlautete.

Wolodymyr Selenskyj hatte gefordert, über die Ergebnisse informiert zu werden. „Es darf kein Spiel hinter dem Rücken der Ukraine gespielt werden“, sagte der ukrainische Präsident gestern vor Reportern in Dublin. Er sei zu einem weiteren Treffen mit US-Präsident Donald Trump bereit, dies hänge jedoch vom Erfolg der Gespräche in Moskau ab.

In der Frage der von Russland besetzten Gebiete in der Ukraine, die etwa 19 Prozent des Landes ausmachen, sei „noch keine Kompromisslösung“ gefunden worden, „einige Vorschläge der USA“ könnten jedoch „diskutiert“ werden, hatte Kremlberater Juri Uschakow nach dem Moskau-Gespräch die Medien informiert. 

Ukraine-Krieg aktuell: Rubio thematisiert nach Moskau-Gesprächen Sicherheitsgarantien

Update, 06:53 Uhr: Bei den amerikanisch-russischen Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs geht es nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio voran. „Was wir also versucht haben – und ich denke, wir haben dabei einige Fortschritte erzielt – ist herauszufinden, womit die Ukrainer leben könnten, das ihnen Sicherheitsgarantien für die Zukunft gibt“, sagte Rubio in einem wenige Stunden später ausgestrahlten Interview mit dem Sender Fox News.

Erstmeldung: Moskau – Der erhoffte Durchbruch ist ausgeblieben: Russland und die USA sind einem Kriegsende in der Ukraine bei einem langen Treffen im Kreml anscheinend nicht näher gekommen, doch der Dialog soll nach Moskauer Angaben fortgesetzt werden.

Präsident Wladimir Putin sprach mehr als fünf Stunden mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner. Unmittelbar vor dem Treffen im Kreml hatte Putin heftige Vorwürfe gegen Europa erhoben und erklärt, dass sein Land im Falle eines Angriffs für einen „Krieg“ mit Europa „bereit“ sei.

Bei der Schlüsselfrage der von Russland besetzten Gebiete sei „noch keine Kompromisslösung“ gefunden worden, sagte der Kreml-Berater Juri Uschakow nach Gesprächsabschluss zu Medienvertretern. Laut der Ukrajinska Prawda betonte Uschakow, die Territorialfrage sei für Russen wie Amerikaner gleichermaßen von größter Bedeutung.

Darüber hinaus sollen bei dem Treffen auch „große Perspektiven für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit“ zwischen Russland und den Vereinigten Staaten erörtert worden sein, berichtete die Prawda.

Auf die Frage nach einem persönlichen Treffen zwischen Putin und Trump antwortete Uschakow laut dem Bericht: „Die Möglichkeit eines Treffens zwischen Putin und Trump hängt davon ab, welche Fortschritte auf dem Weg zu einer Einigung erzielt werden.“

EU will komplett auf Gas aus Russland verzichten

Unterdessen hat die EU reagiert. Die Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland wurde für die EU zum Fallstrick. Als Lehre aus dem Ukraine-Krieg wappnet sie sich nun dafür, den Gashahn spätestens in zwei Jahren ganz zuzudrehen.

Die EU will bis spätestens Ende 2027 vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Das sieht eine Einigung zwischen Vertretern der Regierungen der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments vor, die vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs erzielt wurde.  (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Kristina Kormilitsyna

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