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Franziska Schwarz
Nail Akkoyun
Felix Durach
Ringen um Frieden: Putin empfängt Witkoff und droht Europa. Die Lage im umkämpften Pokrowsk ist unklar. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Update, 22:35 Uhr: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Plan der USA zur Beendigung des Ukraine-Kriegs beraten. Putin empfing Witkoff und den Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Trump, Jared Kushner, am Dienstagabend im Kreml. Am Verhandlungstisch saßen auf russischer Seite zudem die Kreml-Berater Juri Uschakow und Kirill Dmitrijew, wie auf im russischen Fernsehen ausgestrahlten Bildern zu sehen war. Details aus den Gesprächen wurden bislang aber nicht bekannt.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Selenskyj sorgt sich vor Ukraine-Verhandlungen – und pocht auf Sicherheitsgarantien
Update, 21:10 Uhr: Selenskyj wiederholte in Irland die Forderung nach Ukraine-Sicherheitsgarantien für einen langen Zeitraum. „Wir müssen den Krieg so beenden, dass Russland nicht innerhalb eines Jahres mit der dritten Invasion in zehn Jahren zurückkehrt“, sagte er. „Sie haben ihr Ziel, unseren Staat zu besetzen, nicht erreicht.“
Update, 20:03 Uhr: Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat in Dublin seine Befürchtungen über ein schwindendes US-Interesse am Ukraine-Krieg zum Ausdruck gebracht. Auf die direkte Frage nach einem möglichen amerikanischen Desinteresse antwortete Selenskyj: „Ja, ich habe Angst. Wenn jemand von unseren Verbündeten müde ist, habe ich Angst.“ Russland arbeite gezielt daran, die Aufmerksamkeit der USA von der Ukraine wegzulenken, warnte Selenskyj weiter.
Ukraine-Krieg aktuell: Während Verhandlungen in Moskau – Trump spricht von „Chaos“
Update, 19:08 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den Ukraine-Krieg als „Chaos“ bezeichnet und die Lage als schwierig eingeschätzt. Dies äußerte er zu Beginn seiner letzten Kabinettssitzung des laufenden Jahres, während zeitgleich amerikanisch-russische Verhandlungen über eine Friedenslösung in Moskau stattfinden. Die Äußerungen Trumps fallen in eine Phase intensiver diplomatischer Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts.
Update, 18:07 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin hat nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass in Moskau den US-Sondergesandten Steve Witkoff empfangen. An dem Treffen zu einem möglichen Ende des Ukraine-Kriegs nimmt demnach auch der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump teil, Jared Kushner.
Beide waren auch schon an Gesprächen zwischen einer ukrainischen und einer US-Delegation am Sonntag in Florida und zuvor bei Verhandlungen in Genf beteiligt. Während Witkoff bereits zum sechsten Mal für Gespräche mit Putin in Russland ist, ist es für Kushner die erste Verhandlung mit dem Kremlchef.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew-Delegation soll sich mit Wittkof und Kushner treffen
Update, 17:35 Uhr: Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs könnten sich am Mittwoch in Brüssel fortsetzen. Eine ukrainische Delegation erwägt dort offenbar ein Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, wie AFP aus Kiewer Regierungskreisen erfuhr. Ob Präsident Selenskyj dieser Delegation angehören wird, ist noch unklar.
Die Ukraine sei zu einem solchen Gespräch bereit, eine Bestätigung stehe jedoch noch aus. Witkoff und Kushner trafen am Dienstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau. Parallel dazu tagen am Mittwoch die NATO-Außenminister in Brüssel und beraten über die jüngsten Gespräche zwischen USA, Ukraine und Russland sowie die weitere Unterstützung Kiews.
Update, 16:47 Uhr: Russlands Staatschef Wladimir Putin hat europäische Änderungen an Donald Trumps Friedensplan für den Ukraine-Krieg kategorisch abgelehnt. Die Modifikationen am 28-Punkte-Plan seien darauf ausgelegt, Verhandlungen zu blockieren, erklärte Putin laut der Nachrichtenagentur Interfax vor wichtigen Gesprächen in Moskau.
Der Kreml-Chef empfängt den US-Gesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zu direkten Friedensgesprächen. Putin stellte klar, dass Europa sich selbst aus den Verhandlungen ausgeschlossen habe. „Wir haben nicht vor, mit Europa zu kämpfen, das habe ich schon 100 Mal gesagt“, sagte Putin weiter. „Aber wenn Europa wiederum kämpfen will und anfängt, dann
Update, 15:52 Uhr: Der US-Sondergesandte Witkoff und Trumps Schwiegersohn Kushner wollen nach ihrem Treffen mit Putin auch den ukrainischen Präsidenten Selenskyj treffen. Laut Axios soll das Meeting bereits am Mittwoch stattfinden, wie zwei Insider berichten. Witkoff und Kushner werden Selenskyj über die Gesprächsinhalte mit Putin unterrichten.
Ukraine-Krieg aktuell: NATO ohne Konsens für Ukraine-Beitritt
Update, 15:14 Uhr: Die NATO-Mitgliedstaaten haben sich nach Angaben ihres Generalsekretärs noch nicht auf die Zustimmung für einen möglichen einen Ukraine-Beitritt geeinigt. Mark Rutte erklärte in Brüssel: „Für einen NATO-Beitritt der Ukraine ist ein Konsens aller Bündnispartner erforderlich. Und im Moment gibt es keinen Konsens über einen NATO-Beitritt der Ukraine.“ Russland fordert den Verzicht auf eine NATO-Mitgliedschaft als Kernbedingung für einen Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt. Rutte äußerte sich jedoch optimistisch zu den von den USA angeführten Friedensverhandlungen.
Update, 14:40 Uhr: Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn des US-Präsidenten, sind für das Treffen mit Putin im Kreml angekommen. Das meldet das Portal Kyiv Post in einem Beitrag auf X. Auch ein Vertreter des chinesischen Außenministeriums soll demnach für die Gespräche im Kreml eingetroffen sein.
Ukraine-Krieg aktuell: Türkei meldet erneuten Angriff auf russischen Tanker
Update, 14:20 Uhr: Im Schwarzen Meer wurde am Dienstag wohl erneut ein russischer Tanker angegriffen, 80 nautische Meilen vor der türkischen Küste. Die türkische Seefahrtsbehörde bestätigte die Attacke auf die „Midvolga 2“, einen Chemikalien- und Öltanker unter russischer Flagge.
Der Angriff ereignete sich vor dem geplanten Treffen zwischen Trumps Sondergesandten Witkoff und Russlands Präsident Putin. Am Wochenende waren bereits zwei weitere Öltanker attackiert worden, die laut Kiew zur russischen Schattenflotte gehören.
Update, 13:20 Uhr: Witkoff will bei seinem Treffen mit Putin in Moskau heute „kreative Lösungen“ vorschlagen, damit der Ukraine-Krieg beendet werden kann. Das berichtet CNN unter Berufung auf einen Insider. Die Details in Trump-Diplomat präsentiert Putin heute neuen Ukraine-NATO-Plan.
Gespräche über ein Ende vom Ukraine-Krieg: Witkoff für Treffen mit Putin in Moskau eingetroffen
Update, 12:53 Uhr: Das Treffen von Wladimir Putin und Steve Witkoff heute in soll gegen 17:00 (15:00 Uhr deutscher Zeit) beginnen. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der Ukrajinska Prawda bei einem Briefing für indische Medien. Berichten zufolge ist Witkoff bereits in Moskau gelandet.
Der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge sagte Peskow bei dem Pressetermin auch, es seien von russischer Seite noch „einige grundlegende“ Fragen zu klären. Der Friedensplan von Donald Trump biete dafür „eine sehr gute Grundlage, und wir hoffen, dass wir uns an dieses Fundament halten können“, so der Kremlsprecher.
Selenskyj: USA und Ukraine haben Friedensplan im Ukraine-Krieg „verfeinert“
Update, 12:26 Uhr: Die Ukraine und die USA haben Selenskyj zufolge einen in Genf entwickelten Rahmen für ein Friedensabkommen „verfeinert“. Dies sei bei den jüngsten Gesprächen in Florida geschehen, zitiert Reuters Selenskyj aus einem aktuellen X-Post.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Die Ukraine wolle weitere ausländische Partner in den diplomatischen Prozess einbeziehen und gehe die Diplomatie „mit größter Ernsthaftigkeit“ an, so Selenskyj. Zugleich warf er Russland – wohl mit Blick auf Pokrowsk – vor, im Vorfeld der Gespräche „Desinformationskampagnen“ gestartet zu haben.
Update, 11:34 Uhr: Wie ist die Lage in Pokrowsk, von dem Putin behauptet, es sei von seinen Truppen vollständig eingenommen? Die ukrainische Armee weist die Darstellung des Kremlchefs jetzt zurück. Sie sei in Pokrowsk mit Such- und Angriffstruppen im Einsatz, erklärte sie in Onlinemedien. Russische Soldaten, die im Zentrum der Stadt die russische Flagge gehisst hätten, seien geflüchtet, hieß es.
Dies sei lediglich eine Propaganda-Aktion gewesen, so das ukrainische Militär. Das russische Verteidigungsministerium hatte gestern (1. Dezember) ein Video veröffentlicht, das russische Soldaten beim Hissen der Flagge auf einem zentralen Platz zeigen soll.
Kiew meldet im Ukraine-Krieg: Halten Stellung in Schlacht um Pokrowsk
Update, 10:42 Uhr: Das ukrainische Militär hat russische Angaben über die vollständige Eroberung von Pokrowsk zurückgewiesen. Eine in der strategisch wichtigen Stadt kämpfende Armee-Einheit teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, sie halte noch den nördlichen Teil von Pokrowsk. Die Erklärung steht im direkten Gegensatz zu Äußerungen Putin, der zuvor die vollständige Einnahme Pokrowsk durch russische Truppen verkündet hatte.
Update, 10:01 Uhr: Witkoff – der heute in Moskau Putin treffen will – ist kein Diplomat, sondern wie Trump Immobilienunternehmer. In den laufenden Ukraine-Verhandlungen wird ihm mitunter eine zu große Nähe zu Russland vorgeworfen. Wie der Spiegel berichtet, hatte Witkoff sich selbst schon als „Amateur-Diplomat“ bezeichnet. In normalen Zeiten, so schreibt das Nachrichtenmagazin, wäre er nach Ansicht vieler längst nicht mehr im Amt. Aber es herrsche nun einmal Ausnahmezustand.
Ukraine-Krieg aktuell: Feuer auf Tanker von Putin-Schattenflotte im Schwarzen Meer
Update, 9:17 Uhr: Ein russischer Frachter ist vor der türkischen Küste angegriffen worden. Die türkische Schifffahrtsbehörde bestätigte, dass alle 13 Besatzungsmitglieder unverletzt blieben, wie Reuters berichtet. Das mit Sonnenblumenöl beladene Schiff war von Russland nach Georgien unterwegs und steuert nun den türkischen Hafen Sinop an. Zu den Hintergründen des Angriffs machten die Behörden keine Angaben. Erst vergangenen Freitag (28. November) hatte die Ukraine zwei russische Öl-Tanker im Schwarzen Meer mit Marinedrohnen attackiert.
Ukraine-Krieg aktuell: Treibstoffanlage in Russland nach Drohnenangriff in Brand
Update, 2. Dezember, 8:31 Uhr: Neue Attacke auf Russlands Wirtschaft: Bei einem Drohnenangriff in der zentralrussischen Region Orjol sind Treibstoff- und Energieversorgungsanlagen in Brand geraten. Nach Angaben des regionalen Gouverneurs Andrej Klytschkow wurden dabei keine Personen verletzt, wie Reuters berichtet. Löschkräfte seien vor Ort im Einsatz, um die Brände zu bekämpfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin verkündet „Sicherheitszone“ – heute empfängt er Trumps umstrittenen Mann
Erstmeldung: Moskau – Die diplomatischen Bemühungen im Ukraine-Krieg laufen weiter auf Hochtouren. Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und dessen Schwiegersohn Jared Kushner wollen heute (2. Dezember) mit Kremlchef Wladimir Putin zusammentreffen. Bei dem Gespräch soll es um eine mögliche Beendigung des Ukraine-Kriegs gehen, wie aus Washington verlautete. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte das Treffen bestätigt.
Nach den jüngsten Verhandlungen zwischen ukrainischen und US-Vertretern im US-Bundesstaat Florida bezeichnete Trump die Chancen auf ein Abkommen zwischen Russland und der Ukraine als „gut“.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin verkündet „Sicherheitszone“
Der ursprüngliche 28-Punkte-Friedensplan aus den USA war Moskau in zentralen Forderungen weit entgegengekommen. Ein überarbeiteter Vorschlag berücksichtigt die Interessen Kiews stärker. Dessen ungeachtet hatte Putin aber seine Maximalforderungen bekräftigt.
Unterdessen soll Putin am 1. Dezember einen Kommandoposten der russischen Armee an der Front in der Ukraine besucht haben. Dabei soll er seine Absicht verkündet haben, entlang der Grenze zur Ukraine eine „Sicherheitszone“ zu errichten. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass schrieb, die Generalstäbe berichteten Putin bei dem Termin über die „Befreiung“ von Krasnoarmijsk (Region Donezk) und Wowtschansk (Region Charkiw).
Dieses Zitat befand sich in der Tass-Meldung nicht, doch die Ukrajinska Prawda berichtete, Putin habe bei dem Frontbesuch die Situation auf dem Schlachtfeld zynisch als „eine Tragödie für das ukrainische Volk“ bezeichnet.
Ukraine-Friedensplan aktuell: Witkoff heute bei Kreml-Chef Putin
Trumps Sondergesandter Witkoff, der heute mit Putin spricht, ist umstritten. Seine diplomatische Erfahrung ist begrenzt – und doch verhandelt der frühere Immobilieninvestor weltpolitische Angelegenheiten.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg veröffentlichte kürzlich das Transkript eines etwa fünfminütigen Telefonats von Mitte Oktober. Darin gibt Witkoff dem außenpolitischen Berater Putins, Juri Uschakow, offenbar Tipps, wie man Trumps Aufmerksamkeit erreichen könne – mit Schmeicheleien für dessen Gaza-Friedensplan.
Witkoff hält Putin für „keinen schlechten Kerl“ – Trump stellt sich in Skandal hinter seinen Berater
US-Präsident Trump stellte sich nach der Bloomberg-Veröffentlichung über Witkoff hinter seinen Berater. Auch Putin nahm den US-Unterhändler in Schutz. „Er ist ein amerikanischer Bürger und verteidigt die Position seines Präsidenten und seines Landes“, sagte der Kremlchef.
Witkoff hat in den vergangenen Monaten immer wieder versucht, zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. Nach einem Treffen im März sagte er über Putin, der den Angriffskrieg auf die Ukraine 2022 befohlen hatte, dass er diesen nicht für einen „schlechten Kerl“ halte. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)
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