Trump hat mehrere Optionen

„In nur wenigen Stunden“: Ex-Vizeadmiral erwartet schnelle Vernichtung von Irans Militär

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Noch pocht Trump auf Verhandlungen mit dem Iran. Ein Ex-US-Vizeadmiral hält eine massive Zerstörung des Landes innerhalb von nur Stunden für möglich.

Die USA haben massive militärische Verstärkungen in den Nahen Osten entsandt. Die Vorbereitungen für einen militärischen Angriff auf den Iran laufen auf Hochtouren. Noch scheint die Regierung von US-Präsident Donald Trump die Hoffnung auf Diplomatie nicht aufgegeben zu haben. Doch das Eskalationspotential ist so groß wie noch nie. Sollten die USA tatsächlich einen Militärschlag gegen den Iran starten, so erwartet ein ehemaliger hochrangiger Kommandeur eine schnelle Vernichtung der iranischen Armee-Infrastruktur.

Setzt er sie gegen den Iran ein? US-Präsident Donald Trump hat in der Region auch F-35-Kampfjets zur Verfügung. (Symbolbild)

US-Angriffsplan gegen den Iran: Ex-Militär lobt amerikanische Fähigkeiten

Bob Harward, ein ehemaliger Vizekommandeur der amerikanischen CENTCOM (Zentralkommando) und Ex-Vizeadmiral, tippt auf eine massive Zerstörungswelle innerhalb iranischer Armeestrukturen, falls Verhandlungen scheitern und die Waffen sprechen müssen. Trump habe gezeigt, dass er mache, was er sage, so Harward gegenüber der israelischen Zeitung Jerusalem Post. Genau hierfür sammle der Präsident jetzt Truppen an.

„Wenn man die iranische Revolutionsgarde ins Visier nimmt und deren Hauptquartiere und Einrichtungen angreift, kann man das wahrscheinlich in nur wenigen Stunden tun. Das ist beispiellos“, betonte der Ex-Vizeadmiral. Ehemals hätten die USA täglich nur 40 bis 50 Luftangriffe durchführen können. Das habe sich jetzt aber vor allem nach den Erfahrungen im Irak und in Afghanistan geändert. „Nun haben wir die Fähigkeit, täglich hunderte Schläge durchzuführen, und das verändert die Gleichung für das Regime vollkommen“, hieß es vom ehemaligen CENTCOM-Vizechef.

Mit Blick auf die zu angreifenden Ziele sagte er der Zeitung, zuerst würde man strategische Raketenstützpunkte und Werferstandorte attackieren. In einem zweiten Schritt würde es schließlich gegen Überbleibsel der Revolutionsgarde gehen, die Vergeltungsangriffe gegen etwa Israel starten könnten. „Ich glaube nicht, dass jemand das Ausmaß oder die Kapazität, über die wir verfügen, wirklich versteht, weil es noch nie jemand zuvor gesehen hat“, warnte Harward.

USA planen Angriff gegen den Iran: Trump warnt vor „sehr schlimmen Dingen“

Laut einem Bericht des US-Senders CNN unter Berufung auf informierte Quellen stehen Trump jetzt jedenfalls mehrere Optionen zur Verfügung. Diese reichen von gezielten Angriffen hin zu Militäroperationen, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen könnten. Zu den möglichen Plänen gehören auch Schläge gegen führende Köpfe des Regimes und Vorstöße für einen Sturz des Regimes.

Spekulationen, dass ein Angriff kurz bevorsteht, wiesen die Quellen im CNN-Bericht zurück. Zwar wird die amerikanische Armee offenbar schon am Wochenende bereit für eine Attacke sein, allerdings verwiesen die Quellen auf diplomatische Verhandlungen mit dem Iran. Das Verhandlungsteam der USA habe Hoffnung auf eine Einigung mit den iranischen Kollegen. Noch seien dem US-Militär keine Listen von Zielen weitergeleitet worden.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Die US-Zeitung Wall Street Journal (WSJ) berichtete unter Berufung auf informierte Quellen, eine weitere Option, die Trump erwäge, sei ein begrenzter Angriff als erster Schritt. Dies soll offenbar als eine Warnung an das Mullah-Regime dienen und dafür sorgen, dass die amerikanischen Forderungen bei Verhandlungen akzeptiert werden, indem es unter Druck gesetzt wird: Ohne dabei direkt als ersten Schritt einen großflächigen Krieg und somit iranische Vergeltung zu riskieren.

Die USA haben zum ersten Mal seit der Invasion des Irak im Jahr 2003 eine dermaßen riesige Luftstreitkraft im Nahen Osten versammelt. Experten halten daher kriegsähnliche Zustände statt einer begrenzten Operation für sehr wahrscheinlich. Trumps jüngste Warnung an Teheran war jedenfalls sehr deutlich: Sollte es keine Einigung geben, so würden „sehr schlimme Dinge“ passieren. (Quellen: Jerusalem Post, CNN, Wall Street Journal, eigene Recherche) (bb)

Rubriklistenbild: © Tom Reynolds/LOCKHEED MARTIN AERONAUTICS/dpa, SAUL LOEB / AFP

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