VonPatrick Mayerschließen
Lenkt Wladimir Putin ein? Der russische Autokrat soll seinen Sondergesandten in die USA beordert haben. Hintergrund sind wohl durch Donald Trump angedrohte Sanktionen.
Washington D.C. – In die Verhandlungen zum Ukraine-Krieg zwischen den USA und Russland kommt offenbar Bewegung. Wie CNN am Freitag (24. Oktober) berichtete, hat Kreml-Autokrat Wladimir Putin offenbar seinen Sondergesandten in Wirtschaftsfragen nach Washington geschickt. Hintergrund sollen die Öl-Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen die riesigen russischen Öl-Konzerne Rosneft und Lukoil sein.
Wie CNN unter Verweis auf namentlich nicht genannte Quellen schreibt, handelt es sich um „offizielle“ Gespräche zwischen dem Weißen Haus und dem Kreml. Demnach ist Kirill Alexandrowitsch Dmitrijew, der Chef des russischen Staatsfonds (RDIF) und Sondergesandte des Kremls, zu Gesprächen mit Vertretern der Trump-Regierung nach Amerika gereist. Der heute 50-jährige Investmentbanker wurde 1975 im ukrainischen Kiew geboren und studierte später an der Standford University sowie in Harvard in den USA.
Öl-Sanktionen gegen Russland: Donald Trump erhöht den Druck auf Wladimir Putin
Weil Putin Verhandlungen um eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg ablehnt, hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt weitreichende Sanktionen gegen die russische Öl-Branche verhängt. Der 79-jährige Republikaner zeigte sich ferner öffentlich enttäuscht von Putin. Trump hatte im Weißen Haus vor Journalisten gesagt: „Nun, ich denke, was die Ehrlichkeit betrifft, kann ich nur sagen: Jedes Mal, wenn ich mit Wladimir spreche, habe ich gute Gespräche – und dann führen sie zu nichts. Sie führen einfach zu nichts.“
Die US-Sanktionen richten sich gegen Lukoil und den russischen Staatskonzern Rosneft sowie deren Tochterunternehmen. Die verhängten Maßnahmen verbieten US-Firmen sowie ausländischen Banken in den USA Geschäfte mit diesen Öl-Konzernen. Putin finanziert seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine maßgeblich durch Öl-Exporte, etwa verschifft über die sogenannte „Schattenflotte“.
Wegen US-Sanktionen: Russland-Machthaber Wladimir Putin reagiert auf Donald Trump
Das US-Finanzministerium nannte die Sanktionen ein „Ergebnis mangelnden ernsthaften Engagements Russlands für einen Friedensprozess zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine“. Putin bezeichnete Trumps Öl-Sanktionen am Donnerstag (23. Oktober) als eine „unfreundliche Handlung“. Er sei der Meinung, dass „Dialog immer besser ist als Konfrontation“, meinte der russische Präsident, der seit Monaten konkrete Verhandlungen über einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine ablehnt. (Quelle: CNN) (pm)
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