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Klingbeil zum Bundeshaushalt: Pressekonferenz heute live im TV

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Lars Klingbeil stellt heute den Entwurf des Bundeshaushalts 2026 vor. Schon im Vorfeld erntet der SPD-Finanzminister Kritik von den Linken, AfD und den Grünen.

Berlin – Die Debatte um den Bundeshaushalt für das kommende Jahr hat sich zu einer Zerreißprobe für die Regierungskoalition aus CDU und SPD entwickelt. Seit Wochen ringen die Parteien hinter den Kulissen um die Milliarden. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) nannte seinen Entwurf für den Bundeshaushalt im Vorfeld zur heutigen Live-Pressekonferenz einen „Meilenstein, um im Rekordtempo für mehr Wachstum und Gerechtigkeit in unserem Land zu sorgen“.

Mit seinem Entwurf zum Bundeshaushalt 2026 tritt der SPD-Vorsitzende Klingbeil heute bei der Bundespressekonferenz live vor die Medienvertreter. Seine Ausführungen werden als klares Signal gewertet, wo die roten Linien seiner Partei verlaufen und wie kompromissbereit die SPD in den entscheidenden Verhandlungen zum Haushalt noch ist.

Lars Klingbeil präsentiert Entwurf zum Bundeshaushalt 2026: Wie man live dabei ist

Die heutige Pressekonferenz mit Lars Klingbeil zum Bundeshaushalt 2026 wird live im Fernsehen und als kostenloser Livestream übertragen. Damit haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Ausführungen des SPD-Chefs in Echtzeit zu verfolgen und sich selbst ein Bild vom Entwurf des Finanzministers zu machen.

Bevor Lars Klingbeil den Entwurf zum Bundeshaushalt 2026 live präsentieren wird, stehen vorgelagerte Termine für den Finanzminister auf dem Plan. Zunächst muss der SPD-Chef ins Kabinett, danach geht es in den Haushaltsausschuss des Bundestags und schließlich zur Bundespressekonferenz.

Was?Bundespressekonferenz mit SPD-Chef Lars Klingbeil zum Bundeshaushalt 2025
Wann?30.07.2025, ab 12.00 Uhr
Wo?Berlin und live im TV bei Phoenix

174,3 Milliarden Euro neue Schulden – Kritik von AfD und Grünen

Erste Details zum Entwurf des Bundeshaushalts sind schon vor der Live-PK mit Lars Klingbeil bekannt. Die Ausgaben sollen sich nach Informationen der ARD auf 520,5 Milliarden Euro erhöhen. Der SPD-Finanzminister rechnet außerdem mit weiteren Schulden in Höhe von 174,3 Milliarden Euro. Fast jedes Ministerium würde seinen Etat erhöhen.

Insgesamt umfasst Lars Klingbeils Entwurf zum Bundeshaushalt 3.442 Seiten. Aus seiner Partei erhielt der Finanzminister Unterstützung für seine Vorhaben. Thorsten Rudolph, haushaltspolitischer Sprecher der SPD, lobte die Investitionsbereitschaft der schwarz-roten Koalition. „Wir kommen auf etwa 120 Milliarden an Investitionen. Im Vergleich zum letzten Vor-Corona-Jahr unter Merkel ist das eine Verdreifachung, das ist gigantisch“, so der SPD-Politiker.

Haushalts-Kritik bereits vor der Präsentation von Klingbeil – Grüne vermissen Finanzierung für ÖPNV

Doch aus den Reihen der Opposition kommt noch vor der Live-Präsentation durch Klingbeil Kritik am Entwurf des Bundeshaushalts 2026. Ines Schwerdtner, Parteichefin der Partei Die Linke, nannte die Pläne des SPD-Ministers einen „Rüstungshaushalt“. Die AfD kritisierte die geplanten Schulden. Die Grünen vermissen eine seriöse Finanzierung der öffentlichen Verkehrsmittel wie der Deutschen Bahn.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) auf einer Pressekonferenz.

Bevor der Entwurf des Bundeshaushalts heute von Lars Klingbeil präsentiert werden kann, muss er zunächst vom Kabinett beschlossen werden. Nach der parlamentarischen Sommerpause können dann Bundestag und Bundesrat darüber abstimmen. Die Diskussion um die Ausgaben des Bundes wird damit aber noch längst nicht abgeschlossen sein. Denn auch der Bundeshaushalt 2027 dürfte für die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz und Finanzminister Klingbeil zur Zerreißprobe werden. „Der Haushalt 2027 wird eine enorme Herausforderung für die Regierung“, sagte Klingbeil am Dienstag während einer Reise nach Litauen.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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